{Die Suche} Gürtel für unsere Fantasiekreide

Die ReiseDie SucheDie Rückkehr:
Mittlerweile ist zumindest der erste Band der Bilderbuch-Trilogie bei uns in der Lese- und Schreibwerkstatt ein richtiger Klassiker geworden. Alle Gruppen kennen das Buch; auf Seminaren empfiehlt und bespricht es unsere Leiterin Christine ständig – und jetzt haben wir alle Bände. Das Besondere: Die wundervoll aufwändig illustrierten Bücher haben keinen Text. Kinder können (in allen Sprachen) selbst „vorlesen“ und beschreiben, was passiert… und mit eigener Zauberkreide kann man selbst erraten, welche Zeichnung unsere Helden aus der Geschichte rettet und seine eigene Zauberwelt zeichnen!

Also soweit eigentlich ein alter Hut. Aber jetzt haben wir Zauberkreide und müssen sie auf unseren Abenteuern mitnehmen… Und deswegen lesen wir den zweiten Band. Aus der Trilogie ist das eigentlich sogar mein Lieblingsbuch, es gibt so viele Details, die Elemente der Geschichte im Voraus andeuten. Und endlich erfahren wir, was es mit den düsteren Gestalten im ersten Band auf sich hat…

Der König aus „Die Suche“ hat für unser Problem die passende Erfindung: einen Gürtel!

Wir haben weit im Voraus die Eltern unserer Lesemäuse gebeten, alte Jeans zum Zerschneiden wegzulegen. Übergröße ist kein Problem.

Als erstes muss aufgepasst werden, wie die Jeans geschnitten wird. Gebraucht werden die Hintertaschen, die Rise (die Gürtelzone inklusive Gürtelschlaufen und Verschluss), aber nicht die Vordertaschen und nicht der Reißverschluss. Damit die Hintertaschen nicht von innen aufgeschnitten werden, am besten vorher abtasten.
Bei „Jeans“, die keine Hintertaschen haben, kann man auch versuchen die Vordertaschen zu nehmen.

Für die Kinder war es eine große Hilfe, dass wir die Schnittlinien mit Textilstiften vorgezeichnet haben.

Dann kann der Fantasiegürtel voll mit Farbe und Glitzer ausgestattet werden! Immerhin soll er uns in unseren Abenteuern begleiten.

Dann muss der Gürtel trocknen. Eine letzte Kleinigkeit fehlt aber noch: Passt der Gürtel? Wenn das die alte Hose vom Papa war, eher nicht. Man könnte an der passenden Stelle ein neues Loch für den Knopf bohren, aber wir haben stattdessen einen Druckknopf angebracht, den sich die Kinder selbst aussuchen konnten.

Fertiger Gürtel mit rosa Herz-Druckknopf – nur noch etwas trocknen lassen
Voll ausgestattet für ein Abenteuer!

Bis zum nächsten Abenteuer!

Ret

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Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken (von John Green)

J-Scribble mit Spirale!

Heute ist es soweit: Heute erscheint der neue Jugendroman von John Green, Autor von „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“, „Eine wie Alaska“, „Margos Spuren“ und mehr. 🖖

Ich hatte das Glück eine (handsignierte) Ausgabe auf Englisch zu erhalten. Und ich kann das Buch nur empfehlen. Über die deutsche Übersetzung mache ich mir nach TFioS keine Gedanken.

Inhalt: Aza Holmes, 16, kann ihren zwanghaften Gedanken nicht entkommen. Sie hat also genug (oder eigentlich: zu viel) mit sich selbst zu tun, aber als der Milliadär Pickett nach einem Skandal verschwindet, weiß sie, wie sie an Hinweise kommt, an die die Polizei nicht kommt. Das liegt u.a. daran, dass sie Picketts Sohn aus ihrer Kindheit kennt. Der will aber nicht, dass sein Vater gefunden wird. Die beiden kommen sich näher, aber Azas Gedankenspirale wird nicht gerade besser…

Jeder kann dir in die Augen schauen, aber es ist ziemlich selten jemanden zu finden, der die gleiche Welt sieht. Aber als Leser gelingt einem genau das.

Meine Meinung: Ich fand die anderen Bücher von John Green ganz OK, manche sind besser als andere. Dieses Buch ist anders. Es hat mich überrascht, aber es hat mir wirklich gefallen! Und ich kann von mir sagen, dass ich mit Azas Geisteszustand (oder -krankheit) rein gar nichts zu tun habe, trotzdem war es unglaublich einfach, mich in sie hineinzuversetzen. Ich habe das Gefühl, dass mein Bücherregal richtig bereichert wurde. 👏

Ich muss mich den deutschen Fans anschließen: Der deutsche Titel ist etwas unpraktisch, im Vergleich ist der englische Titel poetischer. Dafür ist das Cover schön.

John hat selbst OCD und weiß genau, wie sich Gedankenspiralen anfühlen und wie es sich anfühlt, nie sich selbst entkommen zu können.

Kurztipp

Idee & Umsetzung: redfull redfull redfull redfull redhalf 4,5/5
Ich würde fast schon sagen: bahnbrechend. Zwangskrankheiten wurden bestimmt in vielen Romanen schon beschrieben, aber John Green fädelt eine Alltäglichkeit, Menschlichkeit und Persönlichkeit ein, dass es leicht ist, sich in Aza hineinzuversetzen. Die Geschichte ist so… greifbar.
Personen: redfull redfull redfull redhalf fullbook 3,5/5
An sich waren die Personen klasse und realistisch. Ich ziehe widerwillig Punkte ab, weil mich die Zusammensetzung leicht an ein Klischee erinnert, selbst wenn es hier gut umgesetzt wurde.
Schreibstil: redfull redfull redfull redfull redfull 5/5
John Green hat einen schönen Schreibfluss, aber hier hat er sich selbst übertroffen. Was für Aza eine Gedankenspirale ist, die sich immer fester zuzieht, ist für mich hypnotisch gewesen; aalglatt konnte ich über die Seiten gleiten.
Viele verschieden Konzepte kommen zusammen, werden mal aus persönlichem Blickwinkel, mal mit leicht verständlichen Metaphern, Wikipedia- oder Blogeinträgen zum Leser gebracht; insgesamt ergibt sich ein sehr vollständiges Bild, das nichts verschönert, aber trotzdem ein Signal der Hoffnung ausstrahlt und nicht loslässt.
Geschichtsstrang: redfull redfull redfull redhalf fullbook 3,5/5
Bei nur einem überschaulichen Geschichtsstrang stellt sich immer die Frage, wie der Leser begeistert werden kann, grundsätzlich kann mit Spannung viel erreicht werden – und ich hätte mir persönlich mehr Action gewünscht – aber ich gehöre ja auch zu einer anderen Gruppe von Lesern. Stattdessen kommen hier Konflikte zu Einsatz, wobei ich vor allem vom druchgehenden internen Kampf mit sich selbst beeindruckt war.
Lesespaß: redfull redfull redfull redfull redhalf 4,5/5

DFTBA und :koalahug:

Ret

{Forum Lesen} Leserunde: Hallo Leben, hörst du mich?

Christine, ich und natürlich alle anderen, die jede Woche aufs Neue helfen, die Lese- und Schreibwerkstatt Wirklichkeit werden zu lassen, haben viele Ideen, die wir irgendwann gerne mal ausprobieren wollen. Heute schlagen wir zwei Fliegen mit einer Klappe!

  1. Endlich kommen wir dazu, eine Leserunde zu veranstalten! Die Mittwochsgruppe der Lese- und Schreibwerkstatt ließt gemeinsam ein Buch, Stück für Stück: Hallo Leben, hörst du mich? von Jack Cheng.Wer das Buch selbst hat, oder es sich noch besorgt, kann gerne mitmachen! Dazu lest ihr am besten Punkt 2:
  2. Forum Lesen ist ein längeres Projekt, das wir schon seit einiger Zeit planen. Hier werden wir versuchen, den verschiedenen Organisatoren, Projekten und Interessenten der Leseförderung eine Austauschmöglichkeit zu geben, Ideen zu sammeln und gemeinsam an Aktionen zu arbeiten. Die Leserunde ist die Gelegenheit, das Online-Forum zu testen! Hier geht es mit der Leserunde los!

Wir leben in interessanten Zeiten!

Ret

Wusstest du, dass…

… die deutsche Sprache wächst? Genau wie jede andere Sprache verändert sich Deutsch laufend, und eines der Hinweise dafür ist, wie viele neue Wörter es gibt. Im Durchschnitt wurden von 1996 bis 2017 mehr als zweieinhalb Wörter pro Tag in den Duden aufgenommen.

{Gesucht! Henri, der Bücherdieb} Ich ❤ Bücher und T-Shirts

Als Leseratten und Lesemäuse können wir von Büchern ja nie genug bekommen. Aber was ist mit Lese-Hasen? In Gesucht! Henri, der Bücherdieb lernen wir einen bücher-begeisterten Hasen kennen. So begeistert, dass er die Bücher aus den Häusern der Menschen klaut. Man erkennt ihn an seinem T-Shirt, auf dem „Ich ❤ Bücher“ steht. So begeistert vom Lesen sind wir auch!

Was Henri kann, können wir schon lange. Mit bunter Stoffmalkreide auf weißen T-Shirts und mit vorgeschnittenen Malschablonen gestalten wir unsere eigenen  „Ich ❤ Bücher“-T-Shirts, in unseren Lieblingsfarben und mit so vielen Herzen und Zusatzsymbolen wie wir wollen.

Ein paar Tricks haben wir dabei herausgefunden:

  • Es geht einfacher, wenn man die Schablonen mit Maskingtape ans T-Shirt klebt.
  • Ein Stück Pappe im T-Shirt hilft auch enorm.
  • Trotzdem wird es etwas rutschig. Mit den Stiften zu malen ist nicht immer ganz wie auf dem Blatt. Stattdessen kann man die Stifte aber auch als Stempel benutzen, bis die Fläche ausgemalt ist.
  • Bei besonders wichtigen Formen hilft es, hinterher die Umrandung nachzufahren.

Und zum Schluß noch ein kleines Spiel: Wisst ihr, welche Bücher unser Hase hier gemeint hat?

  • Der Schnüffelo
  • Der kleine Hase Nimmersatt
  • Wo die wilden Kaninchen wohnen
  • Charlie und die Löwenzahnfabrik
  • Vom kleinen Häschen, das wissen wollte, wer ihm auf dem Kopf gemacht hat
  • Der Räuber Möhrenplotz
  • Pippi Karottenstrumpf
  • Max und Möhritz
  • Harry Hopper und das Radieschen der Weisen
  • Alice im Mümmelland
  • Hänsel und Beete
  • Wilbur und Karotte
  • Die Chroniken von Mjam-ja
  • Die Schöne und der Salat
  • Der kleine Hase Krokus-Kuss

Und hier noch ein paar Titel für ältere Leser:

  • Oliver frisst
  • Das Schicksal ist eine miese Rübe
  • Die Tribute von Möhrem
  • Der Herr der Löffel
  • Per Anhalter durch das Feld
  • Die Hasen von Winterfell
  • Dr. Hoppel und Mr. Hyde
  • Der alte Hase und das Meer
  • Die drei Mümmeltiere
  • In 80 Tagen um das Feld
  • Knabber(n) zum Morgengrauen
  • Der Langohrige, der aus dem Bau stieg und verschwand

Bis zum nächsten Mal!

Ret

{Das Schlaf} Watteschafe… ich meine, Watte-Schlafe

Flix ist Comiczeichner, aber diesmal hat er ein Bilderbuch geschrieben: Das Schlaf.

Das Schlaf mit Aktenkoffer

Das Schlaf ist genial, auf jeder Seite gibt es Sachen zu entdecken und etwas zum Lachen oder zum Schmunzeln (und Flix ist ein wunderbarer Zeichner). Leider konnten wir die Kinder mit der Geschichte nicht zum Schlafen überreden, deswegen mussten wir uns etwas anderes ausdenken:

Ich war mal wieder fleißig… ungefähr einmal im Jahr gestalte ich eine druckfertige Bastelvorlage. Was ihr für die Schafe Schlafe braucht:

  • Festes Papier (A4) für die Vorlage
  • Schere
  • Wattepads
  • Einen Stift, um die Schablone auf der Watte nachzuzeichnen

Und so geht’s:

Die Wattepads zur Hälfte durchschneiden
  1. Schneidet die alle Vorlagen aus.
    • Den Kopf und die kleinen Kreise braucht ihr vielleicht nur einmal auszuschneiden, die sind nur als Schablone gedacht.
    • Ein Schaf besteht aus einer Körper-Vorlage, zwei Bein-Vorlagen und 14 Wattepads
  2. Malt mit einem Stift auf je ein Wattepad die Schablonen nach. Insgesamt braucht ihr:
    • Einen Kopf
    • Zwei Kreise

    Die Wattepads dann an den nachgezeichneten Linien ausschneiden und in die Einschneidelinien reinschneiden.

  3. Die übrigen Wattepads in der Mitte halb durchschneiden.
  4. Die Wattepads in den Körper stecken.
    • Die ausgeschnittenen Wattepads sind für bestimmte Stellen gedacht: der Kopfteil für den Kopf, einer der Kreise dahinter, in den Hals, der andere Kreis in den letzten Schlitz am Po.
    • Ich empfehle, von einem Ende zum anderen vorzugehen.
  5. Erst zum Schluß kommen die Beinteile in den Körper.
Prickeln ist nicht empfohlen – sehr zeitaufwändig und die Schlitze müssen unbedingt mit der Schere geschnitten werden

Ein paar Dinge kann man noch ausprobieren:

  • Den Kopf statt als Wattepad einfach als Papier reinstecken.
  • Die Wattepads auseinanderreißen und entweder die Hälften einzeln in die Schlitze stecken oder beide Hälften seitenverkehrt zusammen reinstecken. Dadurch wird das Schaf schön flauschig. Leider wird es sehr viel schwerer, die Wattepads reinzustecken. Aber für den Kopf oder für das Endteil ist es vielleicht eine Überlegung wert.
  • Auf das Kopfteil können noch Augen aufgemalt oder -geklebt werden.
Am besten erst außen alles abschneiden und dann die Schlitze ganz am Schluß
Herde #1
Herde #2
Eins… zwei… dr… zzzzzz…
Määh!

Gute Nacht.
Hat Spaß gemacht.
Bis nächstes Mal.

Ret

Septimus Heap – Magyk (von Angie Sage)

Diesen Buchtipp habe ich auf einem alten Stick gefunden. Ich habe euch die Staubschicht entfernt und den Tipp auf den Blog kopiert.

 

Das Buch: Silas Heap ist ein Magier – der siebte Sohn eines Magiers. Sein siebter Sohn Septimus verschwindet kurz nach seiner Geburt. Der siebte Sohn eines siebten Sohnes eines Zauberers verfügt über ungewöhnliche magische Kräfte. Ist der totgeglaubte Septimus deswegen entführt worden? In der Zwischenzeit wird das Findelkind Jenna aus Mitleid in die Familie Heap aufgenommen. Die von Menschen und Geistern bewohnte Burg, an der die Heaps leben wird von einem Wald voller magischer Wesen umkreist, Wendromen, Panzerkäfer, Wolverine, Hexen und viele andere. Als unter der tyrannischen Herrschaft der Königin das Zaubern verboten wurde, brachte Silas seinen Kinder das Zaubern bei. So färbten sich bei allen Kindern die Augen unter dem Einfluss der Magie grün – alle, bis auf Jenna. Nur die verschollene Prinzessin kann der Königin ihre Schranken weisen, wenn sie auf den Thron steigt. Bis aber herauskommt, wer die Prinzessin ist und wo Septimus steckt, müssen sich die Heaps und Jenna vor der Königin in Sicherheit bringen. Denn Jenna steht im Verdacht, die Thronerbin zu sein.

Die Autorin: Angie Sage, in London geboren, lebt als freiberufliche Illustratorin un Autorin in Cornwall. Sie studierte Grafikdesign und Illustration an der Art School in Leicester. Bislang vor allem durch Bilderbücher bekannt, legt sie mit Septimus Heap ihren ersten Roman vor. Inzwischen gibt es insgesamt vier Bände über den Zauberer Septimus Heap.

Meine Meinung: Wenn man in dieser magischen Welt die Geheimnisse lüften will, muss nicht nur dieses, sondern gleich alle Bücher lesen. Angie Sage baut Geheimnis um Geheimnis und Lösung um Lösung auf die vorherigen Bücher von Septimus Heap auf. Trotzdem erscheint jedes Buch vollständig. Genial. Außerdem ist die Reihe leicht und spannend geschrieben, mit einen Schuss Witz. Sie ist nicht nur für Kinder geeignet, sondern auch für alle Erwachsene, die ihre Fantasie fliegen lassen wollen.

Buchtipp von Ret

{Video-Anleitung} Papiergespenster-Puppen

Oh, Oktober! Hallo Halloween. Gute gebastelte Geister gewinnen Gruselabende. Papiergespenster-Puppen passen perfekt.

Musik: http://freemusicarchive.org/music/Little_Glass_Men/Debut_EP/Modulation_of_the_Spirit_WB
Modulation of the Spirit von Little Glass Men (Lizenz: CC-BY)

Wenn der Windmann kommt (von Antonia Michaelis)

Diesen Buchtipp habe ich auf einem alten Stick gefunden. Ich habe euch die Staubschicht entfernt und den Tipp auf den Blog kopiert.

 

Das Buch: Patrick ist umgezogen. In der neuen Umgebung trifft er auf eine weiße Krähe, die jeden Tag anders heißt, und auf die sehr rätselhafte Pareidolie. Sie lebt im Wald, alleine mit der Krähe und ihrer Mutter. Beide leben dort, weil sie sich vor dem Windmann verstecken, der scheinbar alles in Pareidolies Leben verändern kann – zu ihrem Ungunsten. Zum Glück ist das Mädchen eine Hexe, genau wie ihre Mutter. Oder? Nach einer Weile kommen Patrick Zweifel und er macht sich zusammen mit Pareidolie auf die Suche nach dem Windmann. Denn hinter dem Windmann steckt eine Geschichte, die etwas traurig ist, aber ein gutes Ende nimmt.

Die Autorin: Antonia Michaelis wurde 1979 in Kiel geboren. Ihre Kindheit und Jugend verlebte sie in Augsburg, wo sie im Alter von fünf Jahren bereits anfing zu schreiben. Nach dem Abitur arbeitete sie in Südindien ein Jahr lang als Lehrerin. In Greifswald studierte sie anschließend Medizin, trieb sich zwischendurch ein wenig in Nepal, Peru und Ghana herum, und begann Geschichten für Kinder und Jugendliche zu veröffentlichen. Heute lebt die Autorin mit Mann, kleiner Tochter und 3000 Quadrat,etern Brennesseln in der Nähe der Insel Usedom.

Meine Meinung: Für mich ist das der beste Roman von Antonia Michaelis. Es ist einfach das Beste von ihr drin: Eine gute Geschichte, einfach und in einem Rutsch zu lesen und eine wunderbare Ausformulierung. Am Anfang jedes Kapitels steht immer ein Gedicht von Pareidolies Mutter, fast unmöglich zu verstehen, aber wirklich schön. Erst am Ende der Geschichte kann man erahnen, wie es ausgeht – bis dahin ist es aber geheimnisvoll und spannend. Für dieses Buch gilt: Wenn man an etwas glaubt, selbst wenn es das eigentlich gar nicht gibt, kann es trotzdem wirklich werden.

Ab 8.

Buchtipp von Ret

Das Farbenmonster – Bunter Vorlesespaß

Das Farbenmonster Jede Menge eigene Monster

Das Farbenmonster lädt uns ein in seine bunte Welt

Ein ganz herrliches Buch habe ich vor einiger Zeit entdeckt. „Das Farbenmonster“ heißt es und gehört zu der Kategorie der Pop-Up-Bücher: also Seite aufklappen und dreidimensional klappen einzelne Elemente auf.

Beim Farbenmonster geht es um Gefühle – ein Thema, das ich mit Kindern immer wieder gerne durch Geschichten anspreche und dazu dann Gruppenstunden gestalte. In diesem Buch werden den einzelnen Farben Gefühle zugeordnet.

Das macht beim Vorlesen und Betrachten des Buches große Freude, weil es ganz viel zu entdecken gibt.

Über Gefühle sprechen

Doch bevor wir überhaupt ins Vorlesen eingestiegen sind, haben wir mit den Kindern allgemein über Gefühle und Farben gesprochen. Dazu haben wir das Buch erst einmal in der Mitte ausgestellt und farbige Tücher darum verteilt.

Das Farbenmonster

Welche Farbe löst denn bei den Kindern welches Gefühl aus? Während für die einen Gelb beispielsweise für Neid steht, sehen andere darin die Sonne und erklären, dass Gelb sie eher an Fröhlichkeit erinnert. Auch Rot löst ganz unterschiedliche Emotionen aus: sehen die einen darin Liebe und Power finden andere darin Wut.

Wenn wir gerade schon bei Gefühlen sind, überlegen wir auch gemeinsam was uns in welche Gefühlslage bringt: wann ist die Welt für uns gelb, grün oder blau?

Dann beginnen wir mit dem Vorlesen und entdecken Seite für Seite von dem wundervollen Buch. Ganz schön spannend, welche Farbe im Buch für welches Gefühl steht und wie es umgesetzt wird.

Kreative Farbenmonster basteln

Im Anschluss werden wir kreativ: aus jeder Menge Pappkartons schneiden wir uns Farbenmonster aus.

Das Farbenmonster Eigene Monster entwerfen

Mit Wachsmalstiften gestalten wir die Monster in einer ausgesuchten Farbe. Die Umrandung wird schwarz gemacht. Arme, Beine und andere Körperteile kleben wir extra an den Rumpf um den Monstern mehr Gestalt zu geben.

Das Farbenmonster Wir basteln eigene Monster

Aus Schuhkartons bauen wir farbliche Unterkünfte und die Monstersammlung nimmt nach und nach Gestalt an.

Das Farbenmonster Unsere Monstergalerie

Und dann überlegen wir natürlich, warum unsere Monster sich gerade in ihrer entsprechenden Farbe befinden und denken uns Geschichten aus, warum sie rot, gelb oder grün sind.

Mit dem Farbenmonster lassen sich so viele Möglichkeiten zum Arbeiten finden:

Verbunden mit Bewegung könnte man die Kinder traurig, fröhlich, wütend durch den Raum stapfen lassen, indem man das passende Monster zeigt.

Auch eigene Pop-Up-Bücher lassen sich in dem Kontext selbst erstellen.

Oder man lässt einen neutralen Satz mit dem entsprechenden Gefühl vorlesen.

Da die Gefühle im Buch nachher in Gläsern geordnet sind, könnte man auch Gefühlsgläser gestalten.

Und natürlich kann man jede Menge mit den Farben selbst machen:

Ach, das Buch verzaubert einfach durch seine wunderbare Machart.

Ich selbst bin durch einen Buchtipp auf fb darauf aufmerksam gemacht worden und danke dem Tippgeber noch einmal ganz herzlich.

Für Buchtipps sind wir immer dankbar, gerne auch in Kommentaren hier auf dem Blog.

Monstermäßige Grüße

Christine

Das Farbenmonster - Vorleseideen.jpg