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Frecher Spaß mit Fritz Frosch

Fritz Frosch ist ein Frosch und dieser Frosch pupst gerne besonders oft. Und überall.
Na, das gehört sich aber nicht. Deswegen wird ihm das Pupsen verboten.
Wie das endet? Dafür haben wir vor dem Vorlesen ein paar Luftballons vorbereitet.

Jede Menge windige Luftballons

Jedes Kind hat einen aufgeblasenen, aber nicht zugeknoteten Luftballon bekommen. Und einen fahren lassen, das war natürlich nicht erlaubt. Jedenfalls nicht, bis Fritz Frosch das auch wieder durfte. Der arme hat nämlich so lange nicht mehr gepupst, dass er ganz dick wurde – und in die Luft flog. Um wieder zu landen, muss alles raus. Die Luftballon-Flugparty pupst und flattert wunderbar um die Kinderköpfe.

Das war allerdings etwas kurz. Ein längeres Vergnügen haben wir uns natürlich auch ausgedacht.

Wie die Frösche im Schlamm (naja gut, nicht ganz) konnten wir unsere Finger in dickliche Flüssigkeit tauchen und uns vergnügen: Fingermalfarben und Pappbecher kamen zusammen. Damit konnte man sich ruhig Zeit lassen.

Während die Fingermalfarbe noch schön flüssig ist, lohnt es sich schon die Wackelaugen draufzupressen. Wenn die Farbe getrocknet ist, halten die von ganz alleine.

Wer mit dem Malen fertig war, konnte sich an die Beine machen. Die meisten haben geprickelt.

Fast fertig! Eins fehlt noch. Bevor der Pups rauskann, muss auch etwas rein. Und dafür brauchen wir den Mund. Wenn die Farbe getrocknet ist, lässt sich das auch mit Stiften machen, aber wir haben uns ein wenig schwarze Farbe und einen Pinsel geschnappt.

Perfekt!

Nach einer langen, langen Sommerpause war das ein toller Einstieg in die Juniorgruppe. Viele neue (und vor allem sehr junge) Gesichter waren da und mussten sich noch schüchtern an uns gewöhnen. Aber die letzten Wochen sind sie schon viel mutiger geworden. Wir berichten!

Bis zum nächsten Mal!

Ret

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SorTier-Spaß mit dem SorTier-Buch

Was habe ich wieder ein schönes Buch für meine Leseratten entdeckt: das Sortierbuch!

SorTIERbuch von Ann Cathrin Raab

Und damit die Kinder zum Thema geführt werden, habe ich in dieser Stunde einfach einmal eine Kiste Legosteine ausgekippt und gemeint: Sortiert mal! Das haben die Kinder mit Feuereifer gemacht und festgestellt: man kann ja nach ganz unterschiedlichen Varianten sortieren: nach Farben, nach Größe, nach Art der Teilchen (Räder, Figuren).

Lauter lose Legos. Lossortiert!

Und schon waren wir mitten im Sortierthema (ehrlich, so fleißig wie meine Kinder in der Stunde sortiert haben, werden die Kinderzimmer daheim nicht aufgeräumt). Jeder durfte nach ein paar Minuten vorstellen, für welche Sortierart er sich entschlossen hat und wir kamen zum eigentlichen Vorlesen:

Eine herrlich verrückte Idee steckt hinter dem Sortierbuch, die uns allen eine wunderbare Gruppenstunde bereitet hat. Die Idee: im Buch gibt es auf jeder Doppelseite jede Menge ganz unterschiedliche Tiere. Die sind ganz einfach illustriert und tummeln sich immer unter einem anderen Motto.

Das Motto habe ich verdeckt und habe die Kinder jedes Mal raten lassen, nach welchem Schema die Tiere sich wohl gerade am Sortieren sind. Das hat schon für manchen Lacher gesorgt: Flieger nach oben, Landtiere nach unten. Ja, das war noch ganz leicht. Aber manchmal musste man schon ganz genau schauen, wie sich die Tiere zusammen tun.

Danach haben wir alle ebenfalls kleine Tiere gestaltet und dann als Gruppe ebenfalls Sortier-Bilder auf ein Laken gelegt und uns Themen ausgedacht. Da waren alle mit Feuereifer dabei.

Gegen Ende haben wir uns dann noch sortiert: draußen haben wir uns nach Größe, Haarfarbe etc ebenfalls geordnet.

Das Sortierbuch kommt mit wirklich viel Spielfreude daher und fordert die Kinder auf, genau hinzuschauen und zu beobachten.

Spinnen haben 8 (hier auch manchmal 6) Beine

Pumpf

Christine

{Der gereimte Löwe} Bissige Basteleien

Manchmal hat James Krüss einfach die besten Kinderreime und man muss einfach eine ganze Gruppenstunde um eins seiner Gedichte planen.

Wir gehen Krüss jetzt auf den Leim
Und suchen für ihn einen Reim,
Was könnt’s nur sein, was meint denn ihr,
Wer ist für Löwe Partnertier?

Und sobald wir das erfahren haben, wollen uns wir nach der Aufregung ein klein bisschen bewegen.

Kinder stehen im Kreis
Löwe – Möwe – Affe – Giraffe

Wir kennen das Spiel als den „Grinch“, anderswo nennt man es „Kartenrutschen„.
Jeder stellt sich im Kreis auf, merkt sich, wo er steht (oder sitzt) und bekommt eine Karte.
Für unser Tier-Grinch haben wir uns extra Karten gebastelt [PDF], mit sich reimenden Tieren.
Die eingesammelten Karten werden wieder gemischt und dann wird eine Karte nach der anderen aufgedeckt. Wer seine Karte hört darf weiterrücken – wenn schon jemand dort steht (oder sitzt), blockiert man ihm damit dem Weg und er darf erst weiterrücken, wenn der Weg wieder frei ist. Wer einmal im Kreis herumgerückt ist hat gewonnen.

Aber dann wird in die Löwenpranken gespuckt und wir gehen an die Arbeit. Zwei überaus hungrige Löwen haben wir im Angebot: Einen Wäscheklammer-Herzlöwen (wenn der sich festbeist, lässt er so leicht nicht mehr los) und einen Lesezeichen-Löwen für den Lesehunger.

Einige unserer Leseratten kannten schon die Lesezeichen-Monster, die am liebsten die Seitenecken anknabbern. Jetzt kam die Herausforderung: Wie macht man einen Löwen daraus?

Mjamm!

Lösung: Orange-braunes Papier, und eine Mähne dazu ausschneiden

Die Idee hinter den Herzlöwen ist genauso einfach wie genial:

Sind sie nicht flauschig?

Man nehme zwei Herzen unterschiedlicher Größe in Löwenfarben. Das große Herz wird der Kopf. Das kleine Herz wird umgekippt und wird die Schnauze. Zusätzlich kann ein kleines Herzchen noch als Schnäuzchen dienen.

Es hilft, einen Ausstanzer dazu zu haben. Die Seiten der Herzen werden angeschnitten und bekommen damit lauter Fransen. Je mehr desto besser, und am Ende kann man die Fransen ein wenig wölben.
Sobald die Herzen fertig bearbeitet sind, kann geklebt werden: Die Herzen werden zusammengeklebt. Das große Herz wird (am besten mit doppelseitigem Klebeband) an die Klammer geklebt.

Und fertig ist der Löwe, der sich an allem festbeißen kann (vorsicht auf die Finger).

Auch nächstes Mal geht es tierisch weiter. Wir berichten!

Biss dann!

Ret

{Lesegenuß} Ein Weiser, ein Kaiser und viel Reis

Dieses Mal haben wir es tatsächlich hinbekommen, 2 meiner Lieblingsthemen miteinander zu verküpfen: Essen und MINT.
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Das Buch

MINT steht für Mathe, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Das ist ein Themengebiet, das ziemlich wichtig für uns ist. Trotzdem sind die Möglichkeiten, es Kindern nahezulegen, nicht einmal ansatzweise ausgeschöpft. Besonders enttäuschend finde ich, wie wenige MINT-Bilderbücher es auf Deutsch gibt und wie viele noch übersetzt werden können. Trotzdem gibt es viele sehr gute Bücher – und hier haben wir tatsächlich etwas zum Grusel-Thema Mathe: Ein Weiser, ein Kaiser und viel Reis

Wie das Schachspiel erfunden wurde, darum ranken sich einige Legenden. Eine bekannte Version haben wir uns hier angesehen: Weil der Kaiser böse ist, müssen die Bauern ihren Reis abgeben und hungern. Da beschließt sich der Weise, dem Kaiser eine Lektion zu erteilen.

Als der Kaiser vom neu erfundenen Brettspiel des Weisen so begeistert war, dass er es ihm abkaufen wollte, bat der Weise um ein Reiskorn für das erste Feld. Zwei Reiskörner für das zweite Feld. 4 Reiskörner für das dritte Feld. Und immer so weiter, immer doppelt so viel für das nächste Feld. Der (nicht mathematisch begabte) Kaiser willigt ein. Was er nicht weiß: Durch die ständige Verdoppelung werden das solche Unmengen an Reis, dass der Kaiser alles verlieren würde.

Das haben wir für die ersten Felder auch selbst ausprobiert: 1 Reiskorn, dann auf das nächste Feld 2 abzählen und draufmachen, dann darf das nächste Kind Reis auf das Feld legen.

Für die Mathematiker unter uns: Hier geht es natürlich um Potenzen, mit der Basis 2.

Das 1. Feld erhält 20 Reiskörner = 1 Reiskorn.
Das 2. Feld erhält 21 Reiskörner = 2 Reiskörner.
Das 3. Feld erhält 22 Reiskörner = 4 Reiskörner.

Das 64. Feld erhält 263 Reiskörner = 9 223 372 036 854 775 807 Reiskörner.

Die Formel, um alles zusammenzurechnen lautet:
\sum\limits_{n=1}^{64} 2^{n-1} = 2^{64} - 1
Und das sind 9 Trillionen 223 Billiarden 372 Billionen 036 Milliarden 854 Millionen 775 Tausend 807.

Und wie viel ist das?

Nehmen wir an, dass ein Reiskorn 29 Milligramm wiegt (das ist noch relativ wenig und deswegen für diese Rechnung großzügig). Für das Verzeichnungsjahr 2017/2018 wurden 588,6 Millionen Tonnen weltweit produziert. Unser Schachbrett hat im Vergleich dazu 534 995,6 Millionen Tonnen, also knapp das Tausendfache.

Selbst wenn der Kaiser die Weltherrschaft in diesem Jahrhundert an sich reißt, müsste er fast 1000 Jahre sein ganzes Reis an den Weisen geben.

OK, aber das ist schon ganz schön viel Mathe. Wir haben einfach nur auf dem Taschenrechner verdoppelt und dann 63 mal auf die Ausgabetaste gedrückt. Die Zahl ist erst langsam, dann aber sehr schnell gestiegen.

Knetbälle aus Reis basteln

Nach der Geschichte haben wir uns in zwei Gruppen aufgeteilt, die sich mit den Aufgaben abgewechselt haben. Während eine Gruppe in die Küche geht, bastelt die andere Gruppe.

Wie aus Milchreis und Luftballons Anti-Stress-Bälle werden, könnt ihr euch in unserem Video ansehen:

Die Bälle können etwas kniffelig sein, den Luftballon deswegen nach dem Schneiden aufdehnen kann also nicht schaden. Wenn man den Dreh erstmal raus hat, geht so ein Jonglierball ziemlich schnell.

Die Größeren sind natürlich schneller fertig und kennen schon die Schachregeln.

Reis kochen

Lesegenuß ist eine unserer Themenreihen. Hier geht es darum, passend zur Geschichte gemeinsam Essen vorzubereiten und zu schmausen!

Damit der Reis auch richtig lecker wird, brauchen wir ein oder zwei Zutaten:

Die Gruppe, die gerade in der Küche ist, hilft, den besten Reiseintopf in der Geschichte der Lese- und Schreibwerkstatt zu kochen. Gemüse waschen und schneiden. Gewürze hinzufügen. Ein wenig umrühren. Nach einiger Arbeit riecht es schon so gut…

Und es war richtig lecker! Schade, dass ich am Ende nur 5 Portionen geschafft habe. 😉

Überfressen und zufrieden melde ich mich nach einer kleinen Verdauungspause bald wieder!

Ret

{Bienenwochen} – Vorlesen an ungewöhnlichen Orten

Vorbereitung

Wie wir mit unseren Bienenwochen angefangen haben, haben wir euch schon berichtet. Nachdem wir mit kreativem Schreiben fleißig gearbeitet haben, wollten wir uns auf die darauf folgende Woche vorbereiten, denn es kommt wieder zu der Reihe Vorlesen an ungewöhnlichen Orten. Dieses Mal geht es zum Imker – und auch hier hat die Saarbrücker Zeitung darüber berichtet.

Basteln

Zwei kreative Bastelideen haben wir in die Realität umgesetzt. Damit sind viele Gestaltungsmöglichkeiten offen und sie lassen sich sehr gut nachmachen. Zum einen ist eine kleine Bienendeko durch Bierdeckel möglich: In die Bierdeckel einen gelben Papierkreis kleben und bemalen, darunter einfach Flügel kleben.

Etwas länger dauert es bei diesen Bienen am Stiel: Dafür benötigt man ein ovales Stück Pappe, in das am Rand kleine Ritze geschnitten werden. Mit gelber und mit schwarzer Schnur kann eine Biene mit den wildesten Mustern ihr Haarkleid bekommen. Stiel, Kulleraugen, ein Paar großer Flügel, die wir aus alten Büchern recylcled haben, schon ist sie präsentierbar.

Dazu hat jeder noch einen Bienenstock ausgemalt (Vorlage), den wir für den nächsten Schritt gebraucht haben.

Bienen-Fakten

Jetzt, da wir jeder einen Bienenstock haben, gilt es, ihn fleißig zu befüllen… mit Bienen-Fakten! In unserer Bücherei haben wir einige Tierbücher, in denen auch das Leben der Bienen beschrieben wird. Da ist genug drin, um sich wissenswerte Informationen aufzuschreiben, mit denen man die anderen später befragen kann.

Hier ein paar dieser Fakten:

  • Wusstest du, dass Honigbienen miteinander sprechen können? Bienen reden durch einen ganz besonderen Tanz. Ist die Biene auf eine Nahrungsquelle aufmerksam geworden, macht sie einen Schwänzeltanz.
  • Honigbienen gibt es auf jedem Kontinent, außer in der Antarktis.
  • Bienen gab es schon zur Zeit der Dinosaurier.

Außerdem haben wir Samenbomben vorbereitet, mit der wir zu Hause einen Erdfleck verschönern können.

Beim Imker

Vorlesen

Die Geschichte, der wir gelauscht haben, ist ziemlich alt: 1850 wurde das Märchen die Bienenkönigin von den Gebrüdern Grimm aufgeschrieben. Und dieses Märchen passt zu diesem Tag wunderbar. Vorgelesen hat uns der Schulsieger beim Vorlesewettbewerb.

Dafür gab es am Ende natürlich Applaus.

Dass sich Geschwister oft nicht so toll verstehen, ist nicht nur im Märchen so, dafür ist es ja auch so verblüffend das ein ganzes Bienenvolk reibungslos zusammenarbeiten kann. Auch sonst ist in der Geschichte viel zu entdecken: Insekten sind sehr wertvolle und wichtige Tiere.

Ein Imker erzählt


Bienen von Piotr Socha ist ein wundervolles Sachbuch und es eignet sich wunderbar, um dem Thema heute nahezukommen. Natürlich schaffen wir nicht das ganze Buch, und das wäre ja auch etwas langweilig, aber ein paar Zufallsseiten, von den Händen unserer Leseratten ausgewählt, sind auf jeden Fall mit drin. Und Martin kann als Imker vor Ort noch viel Interessantes dazu erzählen.

  • Bienensterben und Bestäubung von Hand

    Martin: Das ist eine ganz tolle Seite, also eigentlich eine ganz schreckliche Seite, aber auch eine tolle Seite. Wenn wir über Bienen reden, meinen wir meistens die Honigbienen. Aber Bienen sind nicht nur für Honig da. Ihre größte Leistung ist die Bestäubung. Die Bienen fliegen zu den Blüten und sammeln dort den Nektar. In den Blüten ist nicht nur der Nektar zu finden, sondern auch Pollen, der sich an den Bienen festsetzt. Und Bienen fliegen nicht nur zu einer Blüte, sondern zu vielen Blüten. Wenn eine Bien auf einer zweiten Blüte landet, wird der Pollen dort abgestreift und das nennt man Bestäubung (weil Pollen wie Staub ist, wenn man ihn verreibt). Das ist deswegen wichtig, weil sich nur dadurch eine Frucht bildet. So können Äpfel, Kirschen, Himbeeren, Zucchini, Gurken, Tomaten, also ganz viele Früchte und Gemüse, die wir essen wollen, nur so entstehen.

    Das Bild zeigt, was passiert, wenn es die Bienen nicht mehr gibt. Dann müssen wir nämlich auf Leitern klettern und mit kleinen Pinselchen in die Bäume gehen und eine Blüte zur nächsten bestäuben. Und es gibt auf der Welt schon Regionen, zum Teil in China, wo Menschen von Hand Bestäuben müssen, weil wir Menschen dort nicht genug aufgepasst haben und so viele Sachen gemacht haben, dass Bienen da nicht mehr leben können. Und sie würden keine Früchte bekommen, wenn sie nicht selbst auf die Leitern steigen und von Hand daran arbeiten. Deswegen ist das eigentlich ein ganz wichtiges Bild, so schön es hier auch aussieht, eigentlich ist es ein Mahnmal für uns, das wir darauf achten müssten, ähnlich wie in dem Märchen nicht Dinge zu tun, die anderen Lebewesen schaden, wenn wir nicht genau wissen, welchen Nutzen wir von ihnen haben können.

    Christine: Woran könnte es den liegen, dass es weniger Bienen gibt?

    LSW: Weil es weniger Wiesen gibt, dann wächsen keine Blumen, also kein Futter für die Bienen. Wenn man „Unkraut“ beseitigt, werden auch Bienenblüten weniger.

    Christine: Das ist richtig, das was viele als Unkraut entfernen, ist eigentlich oft ein Bienenparadies, so eine Wildwiese ist eigentlich perfekt. Unsere Samenbomben, die wir letze Woche gemacht haben, die können da übrigens gut helfen, schaut mal, wie die schon aufgegangen sind:

    Am Ende darf sich jeder von euch noch eine unbewässerte Samenbombe mit nach Hause nehmen. [Und wer zu Hause welche machen will, kann die Anleitung sowie den Beobachtungsbogen dazu auf unserem Blog finden.] Welche Gründe kennt ihr noch?

    LSW: Manche Menschen spritzen Mittel in den Garten und auf ganzen Feldern, die für Bienen und andere Insekten gefährlich sind.

    Christine: Ja, Insektizide trifft leider nicht nur die Schädlinge, sondern auch ganz nützliche Tiere wie die Bienen, richtig. Was noch?

    Martin: Bei den Bienen gibt es auch Schädlinge, die den Bienen schaden. Einer ist ganz besonders gefährlich bei uns, das ist die Varroa-Milbe. Als Imker müssen wir uns darum kümmern. Da werden die Bienen von uns im Sommer behandeln, damit sie überleben, beziehungsweise, wir schauen, welche Völker können denn gut mit Milben umgehen und überleben sie und die lassen wir dann vermehren.

    LSW: Wie kommen denn die Milben in die Stöcke?

    Martin: Die Milben kommen ursprünglich von der asiatischen Honigbiene. Woher die zu uns kommt, ist noch nicht ganz klar, vermutet wird, dass sie zu Forschungszwecken in den 70ern nach Deutschland gekommen ist und da ausgebrochen ist. Die asiatische Honigbiene kann ganz gut mit der Milbe leben, aber unsere Honigbiene kennt sie noch nicht. Dann gibt es in der Natur ein Phänomen, das nennt man Evolution, da passen sich die Tiere an ihre Umgebung an. Und das ist bei unseren Bienen noch nicht passiert.

    Christine: Was ähnliches gab es damals auch, als die Europäer nach Amerika gekommen sind. Die Indianer haben viele Krankheiten nicht gekannt, die wir hatten. Masern, Röteln, Erkältungen. Und als die Europäer kamen, sind viele auch durch Krieg und so gestorben, aber das Meiste war durch die Krankheiten und ihr Immunsystem kannte die noch nicht. Das gibt es im Tierreich also ganz genauso.

  • Wieder sucht sich eine Leseratte eine Zufallsseite aus.

    Martin: Das ist ein Bild auf dem zwei unterscheidliche Sachen drauf sind, die aber doch irgendwie zusammengehören. Wir haben eben gehört, dass dadurch, dass viele Flächen überbaut werden, geht auch Lebensraum für Bienen verloren. Das hier sind beides Beispiele dafür, wie wir trotzdem den Bienen Lebensraum geben können. Das eine, das was man direkt sieht, das sind die Häuser und die Bienen auf dem Dach. Was könnte das denn heißen?

    LSW: Die imkern auf dem Dach?

    Martin: Ganz genau. Das ist bei uns [auf dem Land], wo wir wohnen, etwas ungewöhnlich. Auf unserem Haus würde ich jetzt keine Bienenstöcke draufstellen. Um das Haus haben wir ja noch viel Wiese für die Bienen und auch sonst Flächen für die Bienen. Aber wo gibt es denn wenig Flächen?

    LSW: In der Stadt.

    Martin: Genau. Das hier ist eigentlich ein Bild dafür, dass auch in der Stadt geimkert werden kann. Und auch in der Stadt finden die Bienen zu fressen. Da gibt es Bäume, Parks, Friedhöfe und Balkone. Und damit sie Lebensräume haben, haben sich die Menschen überlegt, wir stellen die Bienenkörbe auf das Dach.

    Und das hier unten, das geht in eine ähnliche Richtung. Nur können wir das auch hier bei uns machen. Das, was ihr da hinten seht, diese Hölzer, das wird gerade ein riesiges Bienenhotel. Meine Frau hat im Frühjahr die Hölzer aufgesetzt und ein Bekannter geht jede Woche ein-zwei Mal vorbei und bohrt dann ein oder zwei Stunden lang mit den Kindern hier Löcher rein. Wenn das Projekt fertig ist, gibt es da eine ganze Wand, in der die Bienen wohnen können – die Wildbienen, nicht die Honigbienen.

    Und das könnt ihr auch bei euch zu Hause machen und mit euren Eltern basteln. Man muss auch keinen Holzstamm dafür nehmen. Man kann auch Bambusstäbe nehmen, steckt die in eine Dose, da reicht eine ganz einfache Suppendose, und steckt die angeschnittenen Bambusröhren rein, hängt die an eine Wand oder in den Garten. Wichtig, es sollte nicht nass werden. Und es sollte Richtung Süden zeigen.
    Und dann werdet ihr sehen, so im Mai, sind da mit Sicherheit Insekten drin. Viel werdet ihr nicht sehen, aber welche besetzt sind sieht man schon.

  • Neue Zufallsseite.

    Martin: Über die Seite können wir… 2 Stunden reden.

    Da ist im Grunde genommen so ziemlich alles drauf, was man so als Imker normalerweise braucht. Die habe ich auch fast alle in echt.
    Wisst ihr was man mit dem Smoker macht?

    LSW: Damit macht man die Bienen ruhiger.

    Martin: Richtig. Das ist ganz schön verkohlt da drinnen und wenn man hier draufdrückt kommt da ganz schön viel Qualm raus. Da drin wird einfach Holz, oder ich benutze Rinde, verqualmt und dann kommt vorne Qualm raus. Und der Qualm macht die Bienen im ersten Moment gar nicht ruhiger, sondern der macht die ganz schön nervös. Qualm bedeutet für die nämlich, oh-oh, es könnte brennen. Wenn es bei uns im Haus brennt, rufen wir die Feuerwehr und laufen ganz schnell aus dem Haus raus und können noch ganz schnell mit den Händen etwas mitnehmen. Bienen können das nicht. Aber sie müssen etwas mitnehmen, vorrätig. Und sie transportieren die Vorräte in ihrem Bauch. Die haben nämlich einen Honigmagen. Das heißt, die saugen den Honig auf und transportieren ihn.

    Also, wenn sie den Qualm riechen, dann denken die, es könnte brennen und gehen mal zur Vorsicht Honig saugen, gehen also zu den Zellen und saugen den Honig. Und dann haben die einen ganz schön dicken Bauch.
    Und genausowenig, wie ihr euch prügeln wollt, wenn ihr gerade gegessen habt, genausowenig wollen die Bienen das, wenn sie den Bauch voll haben. Das heißt, sie werden ruhiger. Das ist der Smoker, das hilft uns, dann bekommen wir nämlich keinen Streit.

    Dann gibt es die Handschuhe. Die sind schnell erklärt. Die sollte man möglichst wenig benutzen, wenn man die anhat, hat man kein gutes Gefühl und dann zerdrückt man die Bienen. Manchmal ist es aber so, dass man die Bienen wegschieben muss und dann zeiht man die an, damit man nicht gestochen wird.

    Dann gibt es den Schleier, der ist wichtig. Das ist ja nur ein Teil von meinem Imkeranzug, aber das reicht, um es zu zeigen. Den kann man drüberziehen, dann kann man gucken, aber die Bienen kommen nicht durch. Am meisten nervös wird man, wenn die Bienen einem vor der Nase rumfliegen. Und wenn man selbst nervös wird, werden die Bienen auch nervös. Deswegen zieht man gerne mal einen Schleier an, dann weiß man nämlich, dass man nicht gestochen werden kann.

    Dann hat man ein Instrument, das sieht bei mir so aus. Das sieht unscheinbar aus, ist aber eins der wichtigsten Instrumente, da nennt man einen Stockmeißel. Mit dem bekommt man die Waben auseinander und bekommt die Kisten auseinander, in denen die Bienen wohnen. Die machen nämlich überall, wo sie wohnen, Wachs und Propulis hin. Das nennt man verkippen, die kleben alles aneinenader. Und wenn man ohne so ein Werkzeug da steht, bekommt man die Kisten nicht auseinander, so fest ist das verklebt.

    Dann hat der Imker im Buch einen Anzug an, den braucht man aber nicht unbedingt. Wenn man unsere Bienen halten will, kann man normalerweise auch ohne Anzug arbeiten, ist aber ganz gut wenn man einen hat, weil die Bienen manchmal nicht so gut gelaunt sind. Heute Morgen war ich an ein paar Bienen, vielleicht war das, weil es gestern ein wenig gewittrig war, die waren nicht so gut gelaunt, da ist man ganz froh, wenn man einen Anzug hat. Aber sonst kann man normal an denen arbeiten.

    Der Besen, auch ganz wichtig. Wofür ist der?

    LSW: Wenn an den Waben Bienen sind, kann man die damit frei machen.

    Martin: Ganz richtig, wenn man die Waben von den Bienen freimachen will, kann man die wegwischen. Oder, sie krabbeln ja auch, das sind ganz viele, so 20-, 30.000. Wenn man die dann ein bisschen bewegt und die Kisten hat, dann krabbeln die da rum und man möchte sie ja nicht zerdrücken. Und deswegen fegt man die aus dem Weg, das geht mit dem Besen sehr einfach.

    Und das ist die Bienenwabe. Eigentlich ist das nur das Wachs, das Wachs hat der Imker aber in einen Rahmen gemacht, damit er das bewegen kann. Dann können wir besser in die Völker reingucken und schauen, ob es ihnen gut geht. So eine Mittelwand baut der Imker in das Bienenvolk rein und die Bienen bauen daruas heraus ihr ganzes Wabenwerk. Die Mittelwand ist aus Bienenwachs und dann kommt da nach und nach der Honig rein.

    Ja, so eine gefüllte Wand kann ganz schön schwer sein.

    Und das Bienenwachs riecht auch ziemlich interessant.

  • Martin: Die Seite ist total spannend. Was seht ihr da?

    LSW: Einen Paris-Eifelturm.
    Ein Schneckenhaus.
    Eine Spinne.
    Bienenwaben.
    Augen.
    Eier.
    Ein Pulli.
    Eine Schlange.
    Ein Maiskolben.

    Martin: Was hat das denn alles miteinander zu tun?

    LSW: Bionik.

    Martin: Genau, was heißt denn Bionik?

    LSW: Biotechnik.

    Martin: Also Biologie und Technik, genau. Und was haben die beiden miteinander zu tun?

    LSW: Die Menschen machen das nach, was sie in der Natur finden.

    Martin: Ganz genau. Das sind alles Beispiele dafür, dass die Menschen sich an der Natur ein Beispiel genommen haben und daraus etwas technisches gebaut haben, denn die Natur ist ziemlich erfindungsreich. Sie hat sich für viele Probleme eine Lösung ausgedacht.

    Wisst ihr, warum bei den Bienen denn da die Wabe steht? Die Bienenwabe ist deswegen ganz faszinieren für die Menschen, weil man richtig wenig Material aufwenden muss, um ganz viel Material lagern zu können. Das habt ihr ja vorhin gemerkt, als die leere Mittelwand durchgegangen ist und dann noch die, die mit Honig gefüllt war. Und dafür brauchen die nur ganz wenig Wachs.

    Bei dem Auge, da ist das Beispiel eine Fotoblende. Man hat gelernt, wenn es dunkel wird, geht die Pupille auf. Dann fällt mehr Licht ins Auge rein, dann kann man mehr sehen. Wenn ihr tagsüber unterwegs seid und euren Freunden in die Augen seht, die haben ganz kleine Pupillen. Wenn es so hell ist, braucht man ja auch nicht so viel Licht, um zu sehen. In einem dunklen Raum werden die Pupillen richtig groß. Bei der Blende vom Fotoaparat ist es das Gleiche, jedenfalls bei den alten Kameras. Wenn es dunkel ist, muss man die Blende ganz weit aufdrehen, damit möglichst viel Licht auf den Fotofilm fällt.

    Das hier ist ein Schnitt durch einen Knochen. Der Knochen ist so ähnlich wie bei der Bienenwabe. In unseren Knochen wird permanent alles abgebaut, was wir nicht brauchen. D.h., der Knochen ist immer nur so schwer, wie er sein muss, um uns zu tragen. Solche Konstruktionen macht man sich auch zunutze. Das können Computerprogramme heute ganz gut berechnen, wenn man im Auto Bauteile hat und das ist den und den Belastungen ausgesetzt, dann braucht man bestimmte Bauteile von dem Auto vielleicht gar nicht. Das ist angelehnt an den Knochen.

    Der Roboter ist der Spinne nachempfunden. Der bewegt dann die Beine genauso wie die Spinne es macht. Das hat ja viele Anwendungsgebiete, aber das schwere ist einen stabilen Gang hinzubekommen, damit der Roboter nicht umkippt und auch auf unebenen Flächen gehen kann.

Die Bienen entdecken

Unsere wissbegierigen Leseratten löchern den armen Martin mit Fragen. Er bleibt aber cool und beantwortet uns alles Mögliche.

Besonders am Schaukasten kann er uns zeigen, wie die Bienen arbeiten und wie sie sich benehmen, woran man die Drohnen erkennt und warum sie so große Augen haben. Da ist ganz schön was los.
Damit die Bienen nicht so viel Angst bekommen, sind die Kinder immer nur in kleinen Gruppen hingegangen und konnten so viel Neues erfahren.

Auch im Rest des Gartens gab es viel zu entdecken. Neben dem Bienenhotel, in dem wir schauen konnte, ob da schon Löcher besetzt sind, gab es einen Sonnenwachsschmelzer, mit dem Bienenwachs wiederverwendbar gemacht werden kann.

Auch einen kleinen Teich gab viel zum Entdecken her. Darunter auch die Exuvie, die Larvenhülle, von Libellen, die man an den wassernahen Pflanzen sehen konnte und mit etwas Geschick auch abpflücken konnte, um sie in die Hand zu nehmen und den anderen zu zeigen.

Den Honig kosten

Zwischendrin gab es bei dem Wetter natürlich auch eine Trinkpause. Aber nicht nur zu trinken gab es, es gab auch Martins Honig zu kosten!

Dass der Honig gut angekommen ist, war klar. Wir haben das ganze Glas Honig und einiges an Brot verbraucht. Die Honigbrote mussten wir aber schnell essen, damit die Bienen nicht angelockt werden!

Bienenwissen beweisen

Jetzt, wo wir so viel über die Bienen gelernt haben, schauen wir mal, ob wir bei diesen Schätzfragen punkten können. An eine Leine haben wir passende Nummern gehängt, und wer sich für eine Antwort entscheidet, stellt sich zur entsprechenden Nummer.

Hier ein paar Beispiele (die Zahlen haben wir aus dem Buch Bienen):

  • Vor wie viel Millionen Jahren gab es die Bienen schon?
    A: Vor 100 Millionen Jahren.
  • Wie viele Flügelschläge macht eine Biene in einer Sekunde?
    A: 230
  • Wie viele Eier kann eine Bienenkönigin an einem Tag legen?
    A: 2.000 an einem Tag
  • Und die Bienenkönigin ist die einzige, die mehrere Jahre lebt. Wie viele Eier sind das in Millionen in ihrem ganzen Leben?
    A: 1
  • Vor wie vielen Jahren bauten die Ägypter schon Bienenstöcken?
    A: 4.000
  • Stellt euch ein Feld mit Rapsblüten vor. Wie viele Rapsblüten kann eine Biene in einer Minute bestäuben?
    A: 20
  • Bei einer Lebensleistung von 4-7 Bienen, wie viele Teelöffel kommen dabei raus?
    A: Ein einziger Teelöffel

Das war eine gelungene Vorlesestunde an einem ungewöhnlichen Ort! Martin kannte sich richtig gut aus und hat uns viel beigebracht.

Habt ihr schonmal an einem ungewöhnlichen Ort gelesen? Ich habe mal mein Buch auf einer Seilbahn aufgeschlagen – ich musste unbedingt wissen, wie es weiterging.

Ret

{Elefantenstunde} – Knick im Rüssel

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Kamfu mir helfen?


Na fo waf, da ift der Elefant hingefallen und hat sich den Rüssel verknickt! Wie bekommt er den nur wieder gerade? Zum Glück gibt es auch andere Tiere mit Rüssel, die er fragen kann…

Sprachfehler, lustige Reime, unmögliche Tipps von Tieren und eine Prise Schadenfreude – ein vielseitiges Buch. Dass dieses Buch genial für zwischendurch ist und dass es sich gut zum Gruppenstundenplanen eignet, das haben andere schon vor uns gemerkt: Borromäus (PDF), Ohrenspitzer (PDF), Filmwerk (PDF). Da fiel es uns ja wirklich leicht, Ideen zu finden. Doch bevor es losging:

  • Begrüßung:
    Normalerweise werfen wir uns zur Begrüßung Leni Leseratte zu, aber diesmal haben wir sie uns elefantisch per Rüssel (Arme verschränkt, eine Hand an die Nase, die andere zum Greifen) weitergereicht.
  • „Heute machen wir was mit Elefanten, oder?“
    Ja, das stimmt, aber welche Tiere haben denn sonst noch einen Rüssel? Unsere Lesemäuse sind ziemlich schlau und wussten schon längst, welche Tiere dazugehören.

Und dann konnte es losgehen.

Spiele

Puh, ganz schön warm heute. Wir wissen ja, wie unsere Kleinen bei dem Wetter drauf sind. Da muss erstmal elefantastisch ausgetobt werden! Also bekommt jeder einen Rüssel (einen Strohhalm). Damit nichts verwechselt wird und ein Kind das andere ansabbert, wird jeder Rüssel natürlich gekennzeichnet (und im Notfall gibt es Ersatzrüssel).

Wasser-Rüssel

Genau wie in der Geschichte wollen wir auch unsere Rüssel ins Wasser tauchen. Aber was ist das? Die Wasserstelle (eine Schüssel) ist leer? Wir Elefanten müssen mit unseren langen Rüsseln von den Quellen (jeder Elefant bekommt einen eigenen gefüllten Becher, dann wird das weniger eklig) ans Wasserloch tragen. Bereit? Dann los!

Saugen…

… und in die Schüssel rein, bis alles voll ist.

Geschafft! Jetzt ist die Wasserstelle wieder voll und wir haben unsere erste Aufgabe erfüllt.

Rüssel-Fußball

Ein Elefant vergisst nie! Deswegen haben unsere kleinen Elefanten auch nicht vergessen, was diesen Sommer ansteht: die Fußball-WM. Aber mit den schweren Elefantenfüßen würde so ein Fußball schnell zertrampelt sein. Echte Elefanten spielen lieber mit dem Rüssel Fußball, also bauen wir uns unser maßstabsgerechtes Feld auf (zwei Tische) und besorgen uns den maßstabsgerechten Fußball (einen Tischtennisball) und lassen immer 2 gegen 2 antreten (Elefanten brauchen viel Platz). Der Ball wird in die Mitte gelegt… und beim Anpfiff wird mit dem Rüssel gepustet, damit der Ball hoffentlich von der Tischseite des Gegners herunterfällt.

Es wurde spannend, aber am Ende, nach zahlreichen Erfolgen und Toren, gab es ein klares Gewinnerteam mit 2 Toren Vorsprung!

Basteln

Jetzt, wo wir elefantastisch ausgetobt sind, wollen wir uns Elefanten basteln – einmal einen Elefanten mit Knickrüssel, so wie im Buch, und einen Elefanten mit geradem Rüssel:

[Druckvorlage als PDF]

Wobei der Knickrüssel für die Lesemäuse am interessantesten waren.

„Da sitzt er nun und schaut recht dumm,
denn seine Nase ist ganz krumm.“

Das geht ganz einfach. Man malt einen Elefanten an und schneidet ihn aus. Augen dürfen natürlich auch nicht fehlen.

Dann schneidet man sich 2 gleichgroße, lange Streifen Papier aus und bemalt sie von beiden Seiten. Die beiden Streifen werden an einem Ende im rechtwinklig aneinander angeklebt.

Wenn man das hat, kann man den Rüssel knicken. Immer eine Seite auf die andere drauffalten, bis die sogenannte Hexentreppe gefaltet ist. Wer dabei Hilfe braucht, kann sich dieses Video zur Anleitung anschauen.

Es fehlt nur noch ein Schritt: Die beiden übriggebliebenen Enden müssen zusammengeklebt werden, damit der Rüssel hält und dann kann er schon an den Elefanten geklebt werden.

Den Elefanten mit dem geraden Rüssel kann man einfach ausmalen, ausschneiden und den inneren Kreis mit einer Prickelnadel ausstechen. Fertig ist eine trompeterische Elefanten-Fingerpuppe!

Tröt-tröt und bis zum nächsten Mal!

Ret

Ostern: Ein Rückblick

Ein fettes Danke!

Wie ihr ja wisst, haben wir vor ein paar Wochen unseren großen Bücherflohmarkt veranstaltet – und es war ein voller Erfolg! Einer der vielen Dinge, über die wir uns so gefreut haben, waren die vielen Kreativspenden, deren Verkauf dem Kinderhospizdienst Saar zugute kommt. Viele wunderbare Spenden aus ganz Deutschland und sogar Österreich kamen zusammen und haben neue Besitzer gefunden. Unseren tollen Spendern wollten wir ein kleines Danke zukommen lassen.

Kreativ an die Arbeit!

Jede Karte wird liebevoll beklebt
Ein kleines Danke für große Herzen!

Die Geschichten

Jedes Jahr sind wir ein wenig enttäuscht, denn Ostern ist ein Fest, zu dessen Thema es zwar viele Bücher zu kaufen gibt, aber keine besonders guten (und die Hasenbilderbücher haben wir schon ausreichend abgedeckt, erwähnen kann man aber „Gesucht! Henri Bücherdieb“ und „Der Löwe und der Hase“ und natürlich die Briefe vom Felix). Für nächstes Jahr haben wir schon ein oder zwei Ideen gefunden, aber dieses Jahr kam uns die Zeitschrift Gecko zur Rettung! Darin findet man einige Bilderbuchgeschichten und in den Ausgaben um Ostern findet sich dann auch eine passende Geschichte. Auch letztes Jahr haben wir damit gearbeitet.

Gecko – ein echter Lebensretter zu vielen verschiedenen Themen!

Eine der Geschichten ist aus der tollen Reihe Fanny & Klee. Klee ist 4, seine Schwester ist 7, und er wird nicht einschlafen, bis ihm Fanny erklärt, warum wir eigentlich Nester für die Ostereier bauen, wenn doch immer der Osterhase die Eier bringt…

In der anderen Geschichte, „Juri und der Osterhase“, hat der Osterhase wohl dieses Mal keine interessanten Verstecke gefunden. Kein Problem, Frühaufsteher Juri versteckt sie überall, wo schon ein Ei drin ist: im Eimer, auf die Leiter, in die Zeitung, im Reis…

Schließlich sind wir auch auf eigene Geschichten gekommen. Die wilde Reise eines Osterhasen durch den Wald, der seine Freunde retten wollte, haben wir mit Legematerial gemeinsam überlegt und erzählt.

Die Basteleien

Ostern ist ein Fest, bei dem man nicht nur selbst vom Osterhasen überrascht wird, man kann auch selbst kleine Überraschungen verstecken.

Aus diesem Grund haben wir für unsere Liebsten ein paar Überraschungsverpackungen abgeschaut und ein paar leckere Überraschungen darin versteckt. Passend zur Ostereiersuche konnte man mit dem Geschenkpaket zum Anderen hoppeln, um mit einem Lächeln für das Naschzeug belohnt zu werden.

Oder aber, vielleicht wenn der Weg so lang ist und man eher etwas in Briefgröße haben wollte, man konnte sich eigene Oster-Grußkarten ausdenken. Wir haben uns süße Küken-Bilder mit Korken gestempelt:

Die Augen kann man nach dem Trocknen aufmalen oder man kann Kulleraugen in die trocknende Farbe hineindrücken. Füße und Flügel nicht vergessen, mit Filzstift an den Kreis zu malen – und ein kleiner Schnabel, schnell aus rotem Papier geschnitten, darf auch nicht fehlen.

Und dann durfte natürlich auch nicht der Behälter für die Ostereiersuche fehlen! Die sind einfach zu machen: Das offene Ende einer Papiertüte wird zu Hasenohren zugeschnitten. Ein Gesicht, ein bisschen ausmalen – und sobald der Inhalt im Beutel ist, werden die Ohren mit einer Schnur festgezurrt.

Wer dann noch nicht seinen Basteldurst gestillt hatte, konnte sich an dem übriggebliebenen Baker-Ross-Material austoben, da gab es in unserem Vorrat noch genug Oster-Körbe, Sprungfeder-Hasen, Oster-Lesezeichen und mehr.

Die Eiersuche

Die Hauptveranstaltung, auf die sich die Kinder freuen, ist natürlich die Suche! Ob der Osterhase uns etwas hinterlassen hat?

Oh ja! Er hat wohl schon von uns gehört. Da war dann auch genug für jeden da: Unsere Hasen-Beutel füllten sich langsam…

{Kinotag} Die kleine Hexe

Bild: Little. Red. Temptations.

Diese Zaubersprüche bringen euch zu den verschiedenen Teilen im Beitrag:

Zuerst das Buch

Die kleine Hexe ist im Kino! Und wir haben uns den Film gemeinsam angeschaut. Aber was wäre eine Buchverfilmung ohne das Buch? Ganz genau! Deswegen ging es für uns die Woche davor erst einmal zurück zu den Ursprüngen! 7892 Sprüche auswendig lernen… mussten wir zum Glück nicht. 😉

Als Einführung hatten wir ein Meisterwerk vor uns stehen:

Eine unglaubliche kreative Leistung zur kleinen Hexe!

Das ist einfach bombastisch! Da steckt einiges an Arbeit und Liebe zum Detail drin. Felix und Noah Brill, die beiden Köpfe hinter diesem Kleine-Hexe-Kasten, waren so nett und haben uns die Box für einen Samstagvormittag ausgeliehen, damit wir ihn gebührend bestaunen konnten.

Und dann ging es los. Natürlich haben wir nicht das ganze Buch vorlesen können. Leider. Aber dafür gibt es eine wunderbare Lösung, denn seit letztem Jahr ist mit Die kleine Hexe: Ausflug mit Abraxas ein sehr schönes Bilderbuch auf den Markt gekommen, das einen Teil der Geschichte wiedergibt.

Der Geschichte gelauscht, den Kopf voll mit zauberhaften Ideen, haben wir uns daran gemacht, kreativ zu sein.

Papierblumen basteln

Wer unserern Schwesternblog Little. Red. Temptations. noch nicht kennt, der weiß noch gar nicht, wie viele wunderbare Ideen da auf einen warten! Christine, unsere Gruppenleiterin, bloggt dort übers Backen und übers Basteln – und hier ist eine der vielen Ideen, die sie liebevoll umsetzt:

Bild: Little. Red. Temptations.

„Wie sollten Papierblumen duften können?“ „Doch, doch“, versicherte die kleine Hexe ernsthaft. „Sie duften viel schöner als richtige Blumen. Riechst du es nicht?“ Die Papierblumen dufteten wirklich!

Bild: Little. Red. Temptations.

Wie man diese Papierblumen nur aus Servietten hinbekommt, hat euch Christine ausführlich zusammengestellt.

Das tolle an den Papierblumen ist, dass sie nicht nur zur kleinen Hexe passen, sie sind eine beinahe universelle Deko, als Geschenkpapier-Verzierung, für Parties, auf den Tisch überall wo Farbe hin muss und ich bin mir sicher, es zaubert auch den Mamas und Papas ein kleines Lächeln aufs Gesicht.

Raben basteln

Seien wir mal ehrlich. Ohne Abraxas wäre die kleine Hexe aufgeschmissen. Wer also seinen eigenen dickköpfigen, alleswissenden Stubenhocker mit nach Hause nehmen wollte, hatte bei uns die Gelegenheit:

Aber es muss natürlich kein rein schwarzes Gefieder sein. Jeder Rabe ist einzigartig!

Eine ausführliche Bastelanleitung findet ihr hier.

Hexenbesen basteln

„Führen Sie Besen?“, fragte die kleine Hexe.

Während die erste Gruppe ihre Papierblumen fertig bastelt, ist die nächste Gruppe mit Hexenbesen beschäftigt. Die sind ganz einfach und sehen richtig prima aus!

Hexenbesen aus Bleistiften

Deko oder zauberhafte Schreibutensilien

Zutaten

  • Bleistift
  • Ein Stück Schnur
  • Kreppapier
  • Schere & Klebeband

Anweisungen

  1. Ein laaanges Stück Krepppapier abschneiden
  2. Mit der Schere viele tiefe Einschnitte machen, aber nicht ganz durchschneiden
  3. Die einschnittsfreie Seite des Krepppapiers mit Klebeband an das stumpfe Bleistiftende kleben
  4. Das Krepppapier um den Stift wickeln, bis das Reisigbündel ganz geformt ist
  5. Das Krepppapier mit Klebeband zukleben, damit es gut hält
Fertig.

Magic Uwe

Applaus für den großen, den wunderbaren Hobbyzauberer (und seine Assistenten)!

Zauberer & Co.

Wer bei unserer Harry-Potter-Lesenacht im letzten Jahr echte Zaubertricks vermisst hat, weil er die Vorführung von Kalibo verpasst hat, durfte jetzt noch ein paar Tricks kennenlernen. Uwe ist in seiner Freizeit begeisterter Magier und hat uns ein paar sehr geniale Tricks vorgeführt. Farben erriechen, Tücher verschwinden lassen, sogar Gedankenlesen war dabei.

Ins Kino!

Eine Woche später:

Es ist soweit! Die Lese- und Schreibwerkstatt geht ins Kino. Jeder bekommt Popkorn – vom Schmelzer Kino gespendet – und die Vorstellung ist nur für uns!
Jetzt musste nur noch der Film gut sein. Zu sehr beunruhigt waren wir nicht, der Trailer ließ sich ja schonmal sehen:

Jaaa!

Und es stellt sich heraus: Der Film war her-vor-ragend!
Da steckt eine Menge gute Produktionsqualität dahinter. Die Farbpalette war durchgehend klasse, die Klangproduktion war sehr überzeugend, die Effekte wunderbar umgesetzt und ohne viel Drumrum, die Botschaft war stellenweise sogar besser durchgebracht als im Buch

Vielleicht war Abraxas als CGI-Rabe etwas unbeholfen, aber das passte ja auch wunderbar zum Charakter und zur Geschichte. Die (in Kinderfilmen mittlerweile leider obligatorischen) Furzwitze sind zum Glück auf nur 3 begrenzt. Und das ganze Buch hat leider nicht reingepasst, aber das ist bei einem Film auch nicht zu erwarten, stattdessen waren aber die besten Stellen für mich drin!

Meine Lieblingsmomente waren eindeutig die Szenen, bei denen so viel schief laufen hätte können, die aber einfallsreich und seriös durchgezogen wurde, ohne den Zuschauer (jeglichen Alters) zu unterschätzen: Beide Walpuirgisnächte habe ich nicht die Augen von der Leinwand reißen können. 👏

Gespannt sitzen wir auf den gemütlichen Kinosesseln.

Wir waren jedenfalls alle (über 40 Kinder) begeistert! Wir bedanken uns beim Kino Schmelzer Lichtspiele für den Besuch und bei Studiocanal für den Film!

Zauberhafte Abenteuer und bis zum nächsten Mal!

Ret

{Glücklicher Start ins Jahr} LOS geht’s

Auch dieses Jahr beginnen wir wieder mit dem Thema „Glück“! In der Samstagsgruppe wurde es wunderbar kreativ und in der Juniorgruppe haben wir dann noch eins draufgelegt.

Angefangen haben wir mit Loni, dem Glücks-Pumpf, denn die ganzen neuen Kinder kannten die Geschichte noch gar nicht und das einzige Kind, das sie kannte, war immer noch vom Buch begeistert.

Die Glückslose der Lesemäuse haben sie natürlich mitgenommen, hier sind die vorgebastelten Exemplare.

Dann ging es ans Basteln. Es ist eigentlich ganz einfach und bis aufs Zuschneiden der Klebefolie mussten wir den kleinen Lesemäusen fast gar nicht helfen:

Rubellose

Genial einfach: Rubellos-Karten selbst erstellen

Zutaten

  • Acrylfarbe (grau oder silber passt gut)
  • Spülmittel
  • Bucheinbandfolie
  • Karton

Anweisungen

  1. Mischt die Acrylfarbe und das Spülmittel im Verhältnis 2:1 zusammen. D.h. auf einen Klecks Spülmittel kommen 2 Kleckse Acrylfarbe.
  2. Nehmt ein Stück Karton oder Papier und malt oder schreibt das, was unter die Rubbelfläche kommen soll. Eine Geheimbotschaft, ein Rätsel, ein Glückslos mit Gewinn oder Niete oder Symbole, die man sammeln muss.
  3. Beklebt die bemalte oder beschreibte Fläche mit Bucheinbandfolie.
  4. Schnappt euch einen Pinsel und bemalt die foliierte Fläche mit der Acryl-Spüli-Mischung.
  5. Lasst die Farbe trocknen.
Fertig. Überreicht das Rubellos dem oder der Glücklichen eurer Wahl. Denn geteiltes Glück ist doppeltes Glück.

Als Belohnung für die ganze Arbeit gab es für jeden ein Stück französischen Dreikönigskuchen.

La galette des rois

Und mit dieser Prise Glück zum Weitergeben in der Hand startet ein neues Jahr voller Lese-Abenteuer und Geschichten-Entdeckungen für die Juniorgruppe.

Viel Glück im neuen Jahr!

Ret

{Glücklicher Start ins Jahr} Unser Rucksack voller Glück

Ein neues Jahr liegt vor uns und wir beginnen es in der Lese- und Schreibwerkstatt so, wie wir es in den letzten Jahren immer getan haben: mit viel 🍀Glück🍀.

Mit so einem positiven Thema gleich am Anfang kann für 2018 gar nichts mehr schief gehen. Aber wie können wir uns 🍀Glück🍀 eigentlich vorstellen? Manchmal fühlen wir uns so leicht, dass wir vor Freude einfach in die Luft hüpfen – und wenn uns das 🍀Glück🍀 verlassen hat und wir nur noch schwarze Gedanken im Kopf haben, sind wir schwermütig. Julia Vollmert hat sich dazu Gedanken gemacht und dieses Buch geschrieben!

Dass das 🍀Glück🍀 im Buch wie ein Rucksack ist, fanden wir echt genial. Ein Rucksack voller 🍀Glück🍀 ist so leicht, dass wir fast davonschweben, aber ein Rucksack mit finsteren Gedanken ist so schwer, dass wir gebückt laufen und zu nichts mehr Lust haben. Die können wir aber durch glückliche Gedanken vertreiben und der Rucksack wird wieder leichter.

Der schwere Rucksack: Was bringt uns runter?
Der leichte Rucksack: Welche Dinge sind so toll, dass wir vor Freude in die Luft hüpfen?

Aber das war uns nicht genug! Wir wollten den Rucksack nicht nur als etwas in unserer Vorstellung, als Metapher. Wir wollten einen echten Rucksack, in den wir dieses Jahr schöne Sachen stecken können, damit sie, wenn wir sie brauchen, ganz nah bei uns sind und wir sie überallhin mitnehmen können. Und… kreativ wollten wir dabei auch sein.

Ein Rucksack-Rucksack!

Kein Problem. Für das neue Jahr haben wir uns Stoffrucksäcke organisiert. Und Stoffmalstifte hatten wir bereits parat. Also waren wir fleißig und haben uns richtig drangesetzt. Zur Belohnung gab es aber auch eine kleine Stärkung:

Ob ich 🍀Glück🍀 habe und die Figur in meinem Stückchen finde?

Galette des Rois ist eine französische Tradition, die wir in der Lese- und Schreibwerkstatt durch die Nähe zur französischen Grenze schon ein paar Jahre eingeführt haben. In diesem Dreikönigskuchen ist eine Porzellanfigur (die Fève) versteckt – und wer sie in seinem Stück entdeckt, bekommt eine Krone, ist König für den Tag und darf die Familie herumkommandieren muss diesen Samstag nicht aufräumen helfen. Dazu gehört eine kleine Portion 🍀Glück🍀 – aber sonst hatte man wenigstens ein Stückchen Kuchen.

Aber dann ging es wieder ans Schaffen! Und die Ergebnisse lassen sich sehen.

Das lässt das Herz eines Fans höher schlagen.
Unsere eigenen Glücks-Rucksäcke!
Die kreativsten Hände gestalten ihre eigenen Rucksäcke.
Hier passt gaaanz viel 🍀Glück🍀 rein.

Dann ging es darum, selbst zu überlegen, welche Dinge jeden einzelnen von uns persönlich glücklich machen und welche finsteren, schweren Gedanken wir durch die leichten Gedanken ausgleichen wollen – so, wie wir es vorher gemeinsam getan hatten. Jeder für sich konnte dann nochmal neu entdecken, wie schön dieses Jahr wird und welche Stolpersteine uns das Leben zwar erschweren, aber uns insgesamt nicht aufhalten.

Dass es auf mehreren Rucksäcken Einhörner gibt, ist klar.

Was ihn glücklich macht, ist leicht zu erraten!
Savoir-vivre.

Und in den ersten Taschen war dann schon ein wenig 🍀Glück🍀 drin: ein paar frisch ausgeliehene Bücher.

Einen fröhlichen Start ins neue Jahr!

Ret