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im Vordergrund: Eine Streichholzschachtel mit Pinguinbild und der Aufschrift Adventskalender - Streiche jeden Tag eine Schneeflocke durch! In der Schachtel sind Smarties. im Hintergrund: Fähnchendeko, Sternchen

Zeit der Dankbarkeit

Liebe Leseratten,

schon nächste Woche startet unser Geschichtenzauber. Und weil die Weihnachtszeit so langsam naht, gibt es heute schon die erste Bastelidee passend zum Advent.

Habt ihr die Streichholzschachtel schon geöffnet? Dann fragt ihr euch jetzt vielleicht, warum ihr Bohnen darin gefunden habt.

Schaut euch am Besten gleich das Video an.

Der Kalender ist ganz einfach zu basteln: ihr schneidet den Streifen mit dem Pinguin vorsichtig aus. Nun müsst ihr aufpassen: tragt Klebestift auf der Rückseite des Papiers aus und platziert dann zuerst den Pinguin so auf der Streichholzschachtel, dass er mittig auf einer der breiten Seiten ist. Dann streicht ihr die restlichen Papierseiten um die Schachtel – so, dass man alle Schneeflocken sehen kann.

im Vordergrund: Eine Streichholzschachtel mit Pinguinbild und der Aufschrift Adventskalender - Streiche jeden Tag eine Schneeflocke durch! In der Schachtel sind Smarties. im Hintergrund: Fähnchendeko, Sternchen

Und dann kann der Advent kommen!

Macht es gut, sammelt viele Momente der Dankbarbeit!

Das wünschen euch Christine

und die Betreuer der Lese- und Schreibwerkstatt 

Außenfotografie eines beleuchteten Fenster, ausgeschmückt mit halbtransparenten bunten KerzenbildernKerzen

Lichterfenster und Lichterzauber

Hallo meine lieben Leseratten,

vielleicht habt ihr in euren Schulen auch schon rund um Sankt Martin gebastelt? Statt Martinsumzügen und Laternenbasteln stehen in diesem Jahr vor allem Windlichter bei vielen auf dem Programm. Denn auch Sankt Martin ist in diesem Jahr anders als gewohnt. Statt gemeinsamer Umzüge laden Kirchen, Gemeinden und andere Einrichtungen dazu ein, Fenster mit Lichtern zu gestalten und auch Lichter zu verschenken und gemeinsam mit Eltern und Geschwistern durch die Straßen zu gehen um ein wenig Licht weiterzutragen.

Wir haben für euch deshalb eine Geschichte passend zum Licht. Die habe ich vor ein paar Jahren geschrieben.

Und dazu zwei Ideen, wie ihr selbst auch Lichter basteln könnt. Entweder zum Verschenken oder um sie ans eigene Fenster zu stellen, damit sie von dort für andere leuchten können.

Außerdem habe ich auf meinem Blog, der Lesenische, vor ein paar Jahren auch die Idee geteilt, wie man aus Tetrapacks einfache Lichthäuser basteln kann. An Halloween habt ihr die Grundidee dazu schon kennen gelernt.

Bastelt in dieser Woche doch gemeinsam mit eurer Familie, hört euch die Geschichte gemeinsam an und genießt die Zeit, die ihr gemeinsam habt. Wenn ihr wollt, schickt uns doch gerne Fotos von Lichtfenstern oder von Lichtern zum Verschenken.

Außenfotografie eines beleuchteten Fenster, ausgeschmückt mit halbtransparenten bunten KerzenbildernKerzen

Eine wunderbare Lichtfensteridee gab es im letzten Advent auch bei Pauline im Fenster zu sehen. Schaut euch mal diese schönen Kerzen an.Um ein solches Kerzenfenster zu gestalten, braucht ihr normales weißes Papier und Stifte.Tipp von Paulines Mama: Besonders gut gehen die Stifte auf diesem Foto. Aber auch mit ganz normalen Stiften lassen sich wundervolle Kerzen gestalten. Der Trick: nachdem ihr das Bild gemalt habt, reibt ihr es dünn mit Öl (z. B. Sonnenblumenöl oder Babyöl) ein. Das geht mit einem Stück Küchenrolle sehr gut. Lasst es über Nacht auf einer Zeitung trocknen. Am nächsten Tag ist das Bild transparent. Manchmal kann es auch zwei Tage dauern, bis das Bild komplett trocken ist.

Zwei Packungen Filzstifte

Man kann Holzstifte verwenden (hier solltet ihr fest drücken) oder Filzstifte. Weil die Bilder  auch nach dem Trocknen ölig sind, hält Klebstreifen nicht so gut. Man kann die Bilder im Anschluss zum Beispiel laminieren oder mit etwas mehr Klebstreifen befestigen.

Wir sind gespannt, was ihr von den Ideen umsetzt.

Ein kleiner Tipp noch zu den Origamiwindlichtern:

Der erste Versuch geht oft noch nicht ganz so gut. Probiert es doch einfach mit einem normalen Blatt Papier aus. Und wenn ihr Papier benutzt, das etwas größer ist, geht es auch wieder etwas leichter.

Ich habe für den Stern, den ich euch im Video zeige folgende Größe benutzt: 30 mal 30 cm. Das kann z. B. das Papier von einem DIN A 3 Zeichenblock sein, das ihr auf die Größe schneidet.

Und natürlich könnt ihr auch ganz andere Lichter gestalten. Seid frei in eurer Kreativität!

Viel Freude beim Lichtsein!

Christine und die Betreuer der Lese- und Schreibwerkstatt

Gutschein für eine Martins-Brezel von der Bäckerei Adelmann in Piesbach oder Hüttersdorf
Auch in der Wundertüte: Einen Gutschein für eine Martins-Brezel
Eine Maus späht in einen ausgehölten Kürbis mit Halloween-Fratze. Bild von Ret Samys, 2020

Schaurige Gestalten und Geisterspuk

Halloween steht vor der Tür und auch in der Lese- und Schreibwerkstatt dreht sich heute alles um schaurige Gestalten und Geisterspuk.  

Wir haben für euch zum Beispiel ein Halloween-Bingo. Im Video erkläre ich euch, wie ihr das Bingo gut vorbereiten könnt.  

Wer mag, kann sich ein paar Pechkekse basteln. Im Gegensatz zu Glückskeksen enthalten die Pechkekse fiese Sprüche oder kleine, gemeine Reime.  

Vielleicht fällt euch auch ein eigener Spruch ein, der in einem Pechkeks stecken könnte? Schreibt ihn uns gerne in die Kommentare unter diesem Beitrag.  

Außerdem haben wir eine Geschichte für euch… naja, so halb!  
Ich erzähle euch den Anfang. Doch dann dürft ihr selbst eure Fantasie spielen lassen!
Wie könnte es weitergehen? Was versteckt sich draußen in der Nacht?  

Wir sind gespannt!  

Und Süßes und nix Saures gibt es ebenfalls in eurer Halloween-Tüte!  

Happy, happy Halloween wünschen euch  

Christine und das Team der Lese- und Schreibwerkstatt

Ein Eichhörnchen redet mit einem Vogel. Illustration von Nguyễn Thị Ngọc Bích, CC-BY

Es geht in den Herbst!

Hallo liebe Leseratten,

der Herbst ist da! Bunte Blätter trudeln durch die Luft. Es regnet ständig und nicht selten weht ein wilder Wind.

Mögt ihr den Herbst? Als echte Leseratte genieße ich die Zeit, in der ich mich aufs Sofa kuscheln kannund bei Regenwetter kein schlechtes Gewissen habe, wenn ich ganz viel lese.

Außerdem kann man im Herbst natürlich super basteln. Deshalb haben wir heute eine kleine Mach-was-draus-Kiste für euch. Was sich genau dahinter verbirgt und welche Geschichte wir passend zu einem Teil des Inhalts für euch haben, erfahrt ihr im Video.

Na, das ist doch mal eine Kreativ-Challenge! Wir sind supergespannt, was ihr euch ausdenkt und was ihr zum Basteln nutzt!

Außerdem fordern wir euch zu einem kleinen Gedichte-Wettbewerb heraus.

Wir wollen von euch kleine Herbstgedichte.

Dazu haben wir folgende Aufgabe: versucht folgende Worte in euer Gedicht einzubauen:

  • Blätter
  • Bäume
  • Regen
  • Kerzen
  • Pfütze
  • Eichhörnchen
  • Kastanien
  • Igel
  • Orange
  • Rot
  • Braun
  • Gelb
  • Drachen

Bekommt ihr mehr als fünf Wörter unter?

Dann dürft ihr euch Reimezwerg nennen.

Ihr schafft mehr wie acht Wörter?

Dann habt ihr den Rang eines Reimemonsters erreicht.

Ihr schafft über zehn?

Yeah! Dann habt ihr den Titel Gedichttiger verdient.

Ihr habt tatsächlich alle Wörter in ein Gedicht eingebaut?

Dann habt ihr den ehrenwürdigen Titel Reime-Großmeister errungen. Herzlichen Glückwunsch!

Wir sind gespannt auf eure Ideen! Lasst euch gerne helfen, wenn ihr nicht weiter kommt. Und schickt uns eure Gedichte gerne in unsere WhatsApp-Gruppe (ob als Text oder Foto, ist ganz egal).

Wir wünschen euch eine wunderbare Herbstzeit!

Liebe Grüße

Christine und die Betreuer der Lese- und Schreibwerkstatt

Das Schwarze Buch der Geheimnisse (von F. E. Higgins)

Diesen Buchtipp habe ich auf einem alten Stick gefunden. Ich habe euch die Staubschicht entfernt und den Tipp auf den Blog kopiert.

 

Das Buch: Ludlow Fitch flieht aus der großen Stadt vor seinen Eltern, die seine Zähne für etwas Geld verkaufen wollen, nach Pagus Parvus, einem ruhigen Dorf. Dort macht er die Bekanntschaft mit Pfandleiher Joe Zabbidou, einem Geheimnispfandleiher, und wird von ihm eingestellt. Kurz nach der Eröffnung dessen Ladens sieht der reiche Jeremiah Ratchet eine Gefahr in diesen Pfandleiher. Denn Jeremiah ist ein goldgieriger Mann, dem beinahe das gesamte Dorf gehört; so gut wie jeder hat Schulden bei ihm, und wenn man die Schulden nicht bezahlt, wickelt er einen in seine düsteren Geschäfte. Nur Joe lässt das unbeeindruckt, er kauft weiterhin Krempel auf. Aber nach einer Weile kommt in jeder Nacht ein Bürger des Dorfes und verkauft sein Geheimnis und Ludlow schreibt sie auf. Jeder Bürger hat ein dunkles Geheimnis und hinter jedem Geheimnis steckt Jeremiah Ratchet. Für die Bürger ist Joe Zabbidou die letzte Hoffnung. Sie wollen Rache für die Untaten Jeremiahs, doch Joe lässt die Gepeinigten nur weiter gegen den fiesen Peiniger aussagen, bis die Bürger es nicht mehr aushalten…

Meine Meinung: Es ist ein Buch über einen Mann mit erstaunlicher Sicherheit und Aura, einem Dorf, das endlich zurückschlägt, aber auch eine Geschichte über die damalige Zeit. Während man sich in der spannenden Geschichte vertieft, sieht man sich selbst in den unterdrückten Leuten wieder und will diesen Mistkerl vor die Straße setzen und dem ganzen ein Ende bereiten. Bis zum Ende muss man dann warten, bis auch Ludlow sein Geheimnis verrät.

Spannende und geheimnisvolle Geschichte mit historischem Anhang ab 12.

Der Autor: F.E.Higgins wurde in London geboren und wuchs in Irland auf. Heute Lebt sie in einem kleinen Dorf in Kent in einem Haus des 15. Jahrhundert. Das Schwarze Buch der Geheimnisse ist ihr erstes Kinderbuch und auch ihr erstes Buch bei Oetinger.

 

„Wunderbar. Jeder, der sich auf ein großes Leseereignis freut, ist hier genau richtig. Higgins hat eine einzigartige, unheimliche Welt geschaffen, vergleichbar mit Autoren wie Dickens oder Peake. Ihre Figuren sind brillant umgesetzt, und die Geschichte hält den Leser in Atem.“

Eoin Colfer (Autor von Artemis Fowl)

Buchtipp von Ret

{Annikas interaktive Abenteuer} Das Schloss in Transsilvanien

Vor zwei Wochen haben wir in der Lese- und Schreibwerkstatt Spielebücher geschrieben. Annika (9) war einer unserer jungen Schreiber, die sich ein cleveres Labyrinth an Fallen und Wegen gebaut haben. Kommt ihr durch das Gruselschloss? Probiert es gerne aus:


Du bist mit deinen Eltern in Transsilvanien. Ihr geht in ein Schloss. Plötzlich bist du allein und kommst nicht raus. Du hast nur eine Möglichkeit:


Und hier könnt ihr sehen, wie Annika ihre Geschichte geplant hat:

{Wir schreiben interaktive Abenteuer} Gefangen im Labyrinth!

Kerker, Monster, Spinnen (überall Spinnen!), tödliche Fallen, fiese Rätsel und Abenteuerlust pur! Und wer falsch abbiegt oder den falschen Gegner herausfordert, kann eine böse Überraschung erleben.

Nein, es geht nicht um Computerspiele, auch wenn es aus gutem Grund danach klingt. Heute geht es um ein besonders spannendes Thema, bei dem jeder mitmachen kann. Seit unseren Autorenbegegnungen mit Jens Schumacher sind interaktive Geschichten und Abenteuerspielbücher ein wiederkehrendes Thema bei uns – aber bis vor Kurzem war es noch kein Bestandteil unserer Gruppenstunden.

Ob das die richtige Wahl ist?

Bevor jeder anfangen kann, sein eigenes Entscheidungs-Abenteuer zu schreiben, muss man erst mal wissen, was es ist und wie es funktioniert… Also habe ich ein eigenes Spiel geschrieben! Im Uhrzeigersinn konnte jeder eines der 55 Blätter vorlesen, je nachdem, wo wir gerade gelandet sind. Entschieden haben wir dann gemeinsam, per Abstimmung.

Zusammen knobeln und Geheimschriften entziffern; Fehler sind in diesem Spiel gefährlich!

Zum Ausgang zu finden ist gar nicht so einfach, und wer selbst miterleben will, wie viel Spaß wir hatten, uns durch sämtliche Räume zu rätseln, hat hier mehrere Möglichkeiten. Zum einen könnt ihr euch das Abenteuer herunterladen, und zwar zweiseitig mit Zahlen auf der Rückseite oder einseitig. Dadurch könnt ihr euch eure eigenen Karten zum Aufdecken basteln.
Zum anderen könnt ihr das Spiel aber auch online durchprobieren:

1. Vor ein paar Jahren ist während der Lesenacht etwas passiert. Jemand hat sich das falsche Buch ausgeliehen und es genau um Mitternacht angefangen zu lesen. Das Buch hieß „Rätseln bis Mitternacht“ und es ist eigentlich in allen Büchereien verboten. Wenn man es um Mitternacht liest, ist man im Buch gefangen. Die einzige Möglichkeit zu entkommen, ist, sich durch die Rätsel durchzuarbeiten. Leider stecken wir gerade in der Mitte des Buches fest. Du musst jetzt entscheiden, in welche Richtung wir zum nächsten Buchdeckel finden.

links >2
rechts >6

 

Viel Glück!

 

So weit, so gut. Aber wie schreibt man so etwas denn jetzt selbst?
Am besten geht das mit einer Karte. Wenn ihr das Spiel schon durchgespielt habt, könnt ihr auf diesem Bild sehen, wie ich das ganze Abenteuer geplant habe (Spoiler!):

Wer sich Räume mit mehreren Türen vorstellen kann, ist also schon ein gutes Stück weiter. Dann geht es nur noch darum, welche Entscheidungen getroffen werden können… und welche davon den Spieler weiterbringen und welche ihn verlieren lassen. Dabei gibt es viele verschiedene Möglichkeiten und es sind ein paar wunderbar kreative Spiele herausgekommen.

Am Ende war ganz klar, was wir noch machen mussten: die Spiele ausprobieren. Noch hat keiner eine fertige Textversion (wenn es dazu kommt, versuchen wir sie auf den Blog zu stellen!), aber durch die Karte hat der Spieleleiter den Plan. Durch Spinnennetze und Asteroiden, mit Schwertern und über Plattformen haben wir Wege funden müssen!

Und – um den Kreis zu schließen und zurück zur Inspirationsquelle zu kommen – dann galt es wieder die Abenteuerspielbücher zu entdecken und auszuleihen. Was mit ein paar Werken von Jens Schumacher angefangen hat, hat sich in unserer Kinder- und Jugendbücherei auch auf andere Altersgruppen ausgestreckt. (Wer weiß, vielleicht landet ja mal eins unserer eigenen Abenteuerspielbücher in ein Regal?)

Und wer nicht genug von den Abenteuern bekommen kann, dem habe ich ein Spiel in Reimform zusammengestellt:

Ein interaktives Gedichte-Abenteuer:
DU entscheidest, welchen Weg Du einschlägst, welche Geschichte Du erlebst!
Glück und Entscheidungskraft bringen Dich durch verschiedene Reime und Gefahren.
Aber lass‘ Dich bloß nicht vom Hexenmeister erwischen.


Viel Glück!

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Du traust Deinen Augen kaum:
Erwachst in einem leeren Raum.
Je eine Tür zu jeder Seite.
Wähle eine und beschreite…

die linke Tür.die rechte Tür.

 

>>Mehr zum Thema<<

Euer Spielezauberer
Ret

{Punkt, Punkt, Komma, Glück} Heute wird es pumpfig!

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Jedes Jahr beginnen wir unsere Gruppenstunden mit dem gleichen Thema, dem Glück. Denn ich finde es ganz unglaublich wichtig, mit Kindern darüber nachzudenken, was Glück ist, wie wir glücklich werden oder wie wir andere Menschen glücklich machen können. In der letzten Woche haben wir zum Beispiel kleine Glücksteelichter hergestellt und manches mehr rund ums Thema gemacht. Wie genau wir in diesem Jahr in die Lese- und Schreibwerkstatt gestartet sind, könnt ihr bald in der neuesten Kolumne von „Buchstabensuppe und Backfantasie“ nachlesen, die ich ab jetzt wieder monatlich für die Stiftung Lesen – genauer das Netzwerk Vorlesen schreiben werde.

Auch in dieser Woche drehte sich bei uns alles um das Glück und es wurde pumpfig. Pumpfig? Ja, richtig gelesen: pumpfig. Denn wir lasen das Buch „Loni lacht“ von Karin Frey. Das Buch ist in einer start next-Kampagne gestartet: das bedeutet also, dass es von Menschen finanziert wurde, die an die Idee des Projektes glaubten und so eine Buchveröffentlichung abseits der großen Verlage ermöglichte. Eine tolle Sache!

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Denn die Geschichte von Pumpf Loni, dem Glückspunkte auf dem Bauch erscheinen, wenn er sich freut, ist eine total süße Story und von Angela Kommoß ausnehmend niedlich gezeichnet. Komplett in Reimen wird erzählt, was ein Pumpf ist und wie Loni im Laufe eines Tages jede Menge Glückspunkte erhält. Jede Menge Möglichkeiten bieten sich da, um mit Kindern ins Gespräch zu kommen.

Wir haben vor dem Lesen zum Beispiel jedes Kind ein Glückserlebnis der letzten Woche erzählen lassen und haben anfangs überlegt, was Loni denn glücklich machen könnte. Viele Dinge die die Kinder nannten, kamen dann auch im Buch vor: Freundschaft, Singen, Essen, Sport… ja da können sich Kinder wieder finden. Und wir sammelten fleißig mit Loni Punkte.

Und danach? Da wurde es ganz kreativ: aus kleinen Streichholzschachteln bastelten wir uns alle einen Pumpf.Die Beine haben wir aus Pfeifenreiniger und Bügelperlen gemacht. Ein paar Wackelaugen und etwas Tonpapier: viel mehr braucht es nicht für einen Pumpf zum Leben zu erwecken.

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Da kamen so süße Ideen dabei heraus und natürlich kam die Fantasie der Kinder so richtig in Fabulierstimmung. Deshalb haben alle Kinder mit Ret Samys genialer Dichtkunst-Unterstützung kleine Reime erfunden und sich überlegt, worüber sich ihre Pumpfe freuen würden. Diese kleinen Reime kamen dann in den Bauch des Pumpfes und ein paar kleine Glückspunkte lagern dort ebenfalls und können abends auf den Bauch des Pumpfes gelegt werden beim Nachdenken darüber, was einem an diesem Tag an glücklichen Momenten begegnet ist.

Der Pumpf, der ist im Einhornglück,
Manchmal reitet er ein Stück.

Dieser Pumpf, der ist ganz eigen,
Der mag nämlich Bergbesteigen.

Verbringt der Pumpf mit Freunden Zeit,
Ist schon bald ein Punkt bereit.

Kleber, Pinsel, Stift und Schere
Vertreiben schnell die Punkteleere.

Dieser Pumpf mag sich verstecken,
Würfeln, fangen, Spaß entdecken.

Mein Pumpf, der mag das Spielen sehr
Und jetzt hat er einen Punkt mehr.

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Eine total glückliche Fügung waren dann auch noch zwei spontane Geburtstagskuchen für ein Gruppenmitglied. Schaut euch das mal an: ohne dass die Mama geahnt hat, was unser Thema sein wird, haben wir doch die perfekten Pumpfkuchen mit Glückspunkten bekommen, oder?

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Wir alle haben diese pumpfige und total glückliche Stunde total genoßen und wünschen uns von Herzen, dass Pumpf Loni noch den ein oder anderen Fan gewinnt. Also: absolute Kaufempfehlung!

Liebe Grüße

Christine

 

Weihnachtself

{Das Weihnachtself-Projekt}

Alle Jahre wieder haben wir vor Weihnachten ein besonderes Projekt vor. Jahre lang sind wir in Geschichten um die Welt gereist und haben uns Traditionen in anderen Ländern angeschaut, haben dazu mit den Kindern gebacken und gebastelt.

Im vergangenen Jahr haben wir uns dann erstmals einem Gedicht intensiv gewidmet und das „Weihnachtsmaus-Projekt“ war geboren. In diesem Jahr nun ist Weihnachtself Luis zu uns in die Schreibwerkstatt eingezogen.

Doch wie kam es dazu? Heute haben wir für euch die Vorgeschichte und ein wunderbares Mitmachprojekt:

Mission Weihnachtself

Alles begann mit einem Brief. Adressiert war er an

Das Weihnachtsdorf
Abteilung Buch und Lesestoff
Unterabteilung Gruselgeschichten für Kinder/Alter 6 – 10
Sparte Autoren von A bis E
Zu Händen Weihnachtself Luis
Nordpol-Allee 1346

WeihnachtselfDer Elf, der den Brief gerade in den Händen hielt, war nicht Luis. Vielmehr war es sein Vorgesetzter Winnie, der aufgeregt mit dem Brief vor Luis Nase herum wedelte. „Is vom WWA!“ rief er so laut, dass die Köpfe der anderen Elfen in der Abteilung Buch und Lesestoff sich ruckartig zu ihnen drehten. „Was, vom WWA?“ hörte man nun die Elfen murmeln. Neugierig schauten nun alle zu Luis, der den Umschlag in seinen Händen hielt. Post vom WWA zu bekommen war höchst ungewöhnlich.

Das weltweite Weihnachtshelfer-Austauschprogramm setzte sich seit Jahren dafür ein, die Weihnachtstraditionen anderer Länder kennen zu lernen und so internationale Freundschaften zu schließen. Während in Italien zum Beispiel die Befana die Geschenke bringt und in Deutschland das Christkind im Einsatz ist, bringt in Amerika traditionell der Weihnachtsmann – auch Santa Claus – genannt, die Geschenke für die amerikanischen Kinder. Und das sind ganz schön viele.

Genau hier kommen übrigens die Weihnachtselfen ins Spiel. Denn ohne diese kleinen Wesen würde der Weihnachtsmann selbst am Nordpol ganz schön ins Schwitzen kommen. Und weil er an Weihnachten schon genug mit dem Ausliefern der Geschenke zu tun hat, unterstützen die Weihnachtselfen ihn tatkräftig bei der Vorbereitung. Sie kundschaften aus, welche Geschenke die Kinder gerne hätten. In der Weihnachtswerkstatt stellen sie unendlich viele Spielsachen, Bücher, Kuscheltiere und vieles mehr her.

Da kommt keine Langeweile auf und Tag und Nacht wuseln die Weihnachtselfen beschäftigt umher. Damit bei so vielen so fleißigen Helfern nicht das Chaos ausbricht, hat jeder Elf einen speziellen Bereich in dem er eingesetzt wird: da gibt es die Spielzeugtester und –entwickler, die Verpacker oder Aussucher und viele andere mehr. Und in jeder dieser Abteilungen gibt es Unterabteilungen.

Und in einer dieser Abteilungen stand nun Luis mit dem Brief in der Hand. „Na los. Mach schon auf.“ ermunterte Winnie ihn. Vorsichtig öffnete Luis den Umschlag und begann den Brief laut vorzulesen.

„Sehr geehrter Herr Elf,

das weltweite Weihnachtshelfer-Austauschprogramm freut sich sehr Ihnen mitzuteilen, dass Sie in diesem Jahr zu den auserwählten Elfen gehören, die eines unserer begehrten Stipendien erhalten haben.

Sie werden in diesem Jahr nach Deutschland reisen und die dortigen Sitten und Bräuche rund um die Weihnachtszeit genau studieren dürfen.

Ihren genauen Einsatzort bekommen Sie in Kürze mitgeteilt.

Wir hoffen, Sie haben eine fröhliche Weihnachtszeit vor sich.

Merry christmas, god jul, feliz navidad

wünscht Ihnen Ihr

WWA“

Die Elfen um Luis herum begannen zu jubeln und der kleine Elf konnte sein Glück kaum fassen. Da würde eine aufregende Zeit auf ihn zukommen!

Und schon wenige Wochen später war es soweit: der Austausch begann!

Seinen geheimen Beobachtungsort hat Luis Ende November bekommen und seitdem führte die Tür seines kleinen Elfenhauses nicht länger in die Schneeflockengasse 345, sondern in die Lese- und Schreibwerkstatt Nalbach.

Luis neuer Arbeitsplatz gefällt ihm außerordentlich gut. Bücher, überall Bücher! Und das Beste: hier darf er nicht nur in Gruselgeschichten stöbern. Hier kann er nach Herzenslust in die Welt der Geschichten eintauchen. Und mit seiner Bücherliebe ist er nicht alleine: jede Woche kommen Kinder und stöbern ebenfalls in den Bücherregalen. Gut versteckt hinter den Büchern beobachtet Luis die Kinder. Manchmal schiebt er Kindern heimlich Bücher ein wenig nach vorne um ihnen so unauffällig Buchtipps zu geben.

Und alleine ist er auch nach Schulschluss nicht: denn auch Leni, die Leseratte, hat ihr Zuhause in der Bücherei. Abends, wenn Schule und Betreuung aus sind, sitzen die Beiden oft noch lange zusammen und lassen die Beine von den Regalen baumeln. Dann erzählen sie sich ihre Lieblingsgeschichten und tauschen sich über ihr Leben zwischen Bücherstapeln aus.

Nur eines ist Luis so gar nicht gewohnt: er hat nichts zu tun außer zu beobachten. Für einen Weihnachtselfen der zum Helfen geschaffen ist, ist dieses Nichtstun gar nicht so einfach und so juckt es den kleinen Elfen in den Fingern irgendwo zu helfen. Leni hat er schon dabei geholfen, ihr Leserattenhäuschen blitzeblank zu putzen und in der Bücherei versucht er Ordnung in die Bücherregale zu bringen.

Doch er würde gerne noch mehr tun. Leni findet die Idee anderen zu helfen fantastisch und beide überlegen angestrengt, wo sie helfen könnten. Während die zwei eifrig Pläne schmieden, grübelt Leni: „Wir könnten die Kinder fragen.“ Luis schaut Leni fragend an: „Was könnten wir die Kinder fragen?“ Leni lächelt: „Na, ob sie helfen wollen natürlich. Helfen helfen. Stell dir mal vor, wenn all die Kinder in der Lese- und Schreibwerkstatt sich überlegen würden in der Adventszeit ein paar gute Taten zu tun. Das wäre doch was.“ Luis ist begeistert. „Oh ja! Still und heimlich wie wir Weihnachtselfen könnten sie den Menschen in ihrem Umfeld ein wenig Gutes tun. Kleine Freuden bereiten, Aufmerksam sein,…!“ Beide werden ganz aufgeregt. „Leni, denkst du die Kinder machen da mit?“ Leni nickt. „Natürlich machen die da mit. Die sind richtig toll!“ „Aber wie erfahren die von unserem Plan?“ will Luis wissen. Denn beide sind recht schüchtern und verstecken sich sobald jemand die Bücherei betritt. Leni lächelt. „Da habe ich eine Idee… warte nur ab. Ab jetzt heißt es: „Weihnachtselfen gesucht!“

Eine ganze Nacht lang werkeln Leni und Luis und malen und kleben und schreiben. Und was am Morgen dann in der Lese- und Schreibwerkstatt liegt, nun, das schaut ihr euch am Besten selbst an.

Na, seid ihr dabei? Wollt ihr mithelfen?

Wir freuen uns über Weihnachtselfen die andere glücklich machen wollen. Und wer mag, hinterlässt ein Kärtchen am Ort, an dem er eine gute Tat vollbracht hat. Die Kärtchen findet ihr hier: Weihnachtself-Visitenkarte

Und jetzt stellt euch vor ihr beginnt damit kleine Freuden in die Welt zu tragen und immer mehr machen mit? Wäre das nicht eine kleine Art Weihnachtswunder?

Eine frohe Vorweihnachtszeit für euch!

Christine

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Jahresschreiber (22/52): Geh und horch [Ein interaktives Gedicht]

Jahresschreiber fantom125 hat sich selbst auf Wanderung begeben und hat das Erlebnis zum Miterleben und zum Durchspielen geteilt:
GEH UND HORCH – EINE TOUR DURCH DIE GERÄUSCHE EINES WANDERTAGES

Hinweise zum Gedicht:
1. Alle Worte in der „Geräuschewolke“ tauchen irgendwann in den Strophen auf. Manchmal sind sogar mehrere Geräusche in einer Strophe!
2. Damit es nicht zu einfach wird, kann man nicht von jeder Strophe zu allen anderen Geräuschen, sondern nur zu einigen ausgewählten. Die Wolke an sich bleibt immer gleich.

Der Autor über sich selbst:
Was gibt’s über mich zu sagen?
Ich bin ein waschechter Sachse, in Dresden geboren und wohne dort auch noch immer.
Ich gehe gern wandern und verfasse ab und zu Gedichte. Manchmal sogar englische, aber allermeistens doch in deutsch. Dabei lasse ich mich sehr gern von allem und jedem inspirieren. Ich versuche schon, dann möglichst perfekt zu schreiben, nehme mich aber auch nicht zu ernst – will sagen: eine Portion Humor, ein Augenzwinkern muss fast immer mit hinein!-)

Sommer. Hitze. Wandertag.
Hast du den Rucksack schon gepackt?
Klar doch, der Auftrag ist erfüllt:
die Brote geschmiert, der Tee abgefüllt,
Obst, Karte, alles eingesackt.
Dein Lächeln: genauso, wie ich’s mag!
Fahrkarte – hab ich. Wetter – sehr schön.
Die Uhr – ist gestellt. Zeit, nun zu gehn.
Die Kamera noch. Geputzte Schuh.
Also ich bin fertig jetzt. Und du?
Bist du auch so gespannt, was der Tag uns bringt?
So horch doch, wie heut alles klingt!

 

* Trippel – Trappel *
* Rums *
* Summ-Summ * Tock-Tock * Bing-Bong *
* Schmatz * Klick – Klack * Gluck-Gluck * Tirilü *
* Zizitt *
* Bim-Bam * Klitsch-Klatsch *
* Tick – Tack *

* Krach * Lärm *
* leise *
* stumm * still *

* schrillen * dröhnen *
* summen * zirpen * brummen * rauschen *
* klopfen * surren *
* lachen *
* schallen * knirschen * schwatzen * kratzen *
* knistern *

Das Original findet ihr hier