Archiv der Kategorie: Tiere

Eierwochen

Die Wochen vor Ostern sind bei uns in diesem Jahr voll mit Eiern. Denn auch in der Lese- und Schreibwerkstatt dreht sich momentan alles ums Ei. Mich persönlich fasziniert das Ei, von der Form, der Vielfalt, der Funktion. Eier sind wunderbar! Und zum Glück gibt es auch ganz viele wunderbare Bücher rund ums Ei.

Doch bevor vorgelesen wurde, stiegen wir erst einmal mit einem Brainstorming ein. Was wissen die Leseratten selbst denn über Eier? Klar, sie werden von Vögeln gelegt. Aber nur von Vögeln? Schnell war klar, dass auch viele andere Tierarten Eier legen und dass es sogar ein Säugetier gibt, das Eier legt: das Schnabeltier.

Wir überlegten, wie ein Ei aufgebaut ist, wie es aussieht und vieles mehr.

Dann ging es zum Vorlesen. Mitgebracht hatte ich die Geschichte von Klara Gluck, einem Huhn das keine Eier legen kann und dabei so unendlich gerne welche hätte. Unerschrocken macht sie sich deshalb auf um überall verwaiste Eier einzusammeln und diese dann auszubrüten. Eine süße Geschichte und spannend auf der letzten Seite zu entdecken, welche Tiere sie denn da alle ausgebrütet hat. Da war auch das Schnabeltier dabei, Vögel, Schlangen und ein uns bis dahin unbekanntes Tier, das uns in der nächsten Gruppenstunde allerdings wieder begegnen sollte.

Wir machten uns im Anschluss ebenfalls auf Abenteuersuche. Denn nun lautete die Aufgabe sich ein Abenteuer für das Huhn auszudenken und dieses aufzuschreiben. Da war jede Menge Fantasie gefragt. Die Leseratten dachten sich tolle Geschichten aus, von hoch auf dem Eiffelturm, bis hin zu düsteren Höhlen oder sumpfigen Moorlandschaften war ihr Huhn unterwegs um Eier zu suchen.

Und kreativ ging es weiter. Denn für die Eier an Ostern brauchen wir natürlich auch Eierbecher. Diese bastelten wir aus Klopapierrollen. Wie das genau geht, findet ihr auf unseren Schwesternblog beschrieben.

In der folgenden Woche starteten wir dann die große Rühreisause. In dieser Stunde stand eines der wunderbarsten Ei-Bücher überhaupt im Mittelpunkt: das Ei von Britta Teckentrupp. Dieses Buch enthält so viel Wissen über Eier und es ist so liebevoll illustiert. Traumhaft! Bereits in der Woche davor haben wir einige Zufallsseiten aufgeschlagen und so arbeiteten wir auch in dieser Woche mit dem Buch:

eine Seite aufschlagen, vorlesen und darüber diskutieren. Wir überlegten uns welcher Vogel wohl das kleinste Ei legt (der Kolibri) und wie oft er mit seinen Flügeln pro Sekunde schlägt (unglaubliche 50 Mal). Wir erfuhren, dass der Elefantenvogel das größte Ei gelegt hat, das jemals gelegt wurde. Und wir erfuhren, dass das Tier das wir beim Hühnerbuch in der Woche vorher nicht identifizieren konnten ein Ameisenigel ist und neben dem Schnabeltier das einzige Säugetier der Welt ist, das Eier legt. Da war dieses Geheimnis auch gelüftet.

Nach dem Lesen machten wir ein Experiment. Auf der Frankfurter Buchmesse habe ich im vergangenen Jahr den klein und groß Verlag (link zum Verlag) entdeckt und war ganz begeistert von der liebevollen Machart der Bücher. „Das Experimente-Buch“ beispielsweise hat total süße Bildaufbauten. Sehr ungewöhnlich und originell. Wir fanden ein Experiment mit einem Ei, das in einem Wasserglas zum Schweben gebracht wird:

Ei vorsichtig ins Glas geben,
Warmes Wasser dazu
Salz rein und
rühren.

Und dann? Fängt das Ei doch plötzlich an zu schweben!

Nun ging es weiter in die Küche: zum Rührei machen. Geplant war, dass sich jedes Kind ein Raclettpfännchen individuell zusammen stellen kann. Es fing auch richtig gut an:

Doch dann: Gerät kaputt. Also schnell an die Herdplatten, dort zwei Rühreimischungen improvisieren, während die Kinder Eier basteln und dann doch noch am Ende ganz lecker Rührei essen.

Das Bastelprogramm, neben den Hasen-Eierbechern von der vorhergehenden Woche: Ostereier aus Papier

Unsere Küchenfee des Tages Verena kam ganz schön ins Schwitzen und hat alles souverän gemeistert.

(Bilder haben wir in der Schnelle dann doch keine geschossen. Aber geschmeckt hat es!)

Da kann Ostern aber jetzt wirklich kommen!

Christine


PS: In der Juniorgruppe hat die Idee mit dem Ausmalen der Spielkarten für ein Memory-Spiel wunderbar funktioniert!
Gespielt wurde später ein Memory-Spiel und dann auch „links Mitte rechts“ bzw. „Das große Osterhüpfen
Beim Memory-Spielen die eigenen Karten finden
PDF zum Ausdrucken mit Klick aufs Bild

{Oster-Vorbereitungen} Das große Osterhüpfen

Ein paar Beiträge zum Thema Ostern werden wir in nächster Zeit sicher auch noch zusammenstellen, bis dahin erlaube ich mir aber, ein paar Ideen hier zusammenzustellen. Vieles davon sind Dinge, die man als Last-Minute-Programm einbauen kann und sind auch für jüngere Lesemäuse geeignet.

Ein Kartenspiel

Zuallererst, und das ist der Hauptgrund warum ich den Beitrag schreiben wollte 😉 (ein bisschen stolz darf ich auf meine Bilder schon sein),  habe ich eine Download-Vorlage für ein Spiel erstellt. Ich nenne es „Das große Osterhüpfen“ und es wird nach den Spielregeln von LCR (links Mitte rechts) gespielt:

An Ostern sind die Osterhasen überall unterwegs, um die Ostereier zu verstecken. Jedes Jahr gibt es unter ihnen ein Wettbewerb: Wer ist der fleißigste Osterhase?
Wer als letzter Osterhase Überstunden macht und noch Ostereier zum Verteilen hat, gewinnt das große Osterhüpfen!
Regeln: Gebraucht werden 3 oder mehr Spieler. Jeder bekommt gleichviele Schokoladeneier (mindestens 3). In die Mitte kommt der Stapel mit den Karten.
Ist man an der Reihe, zieht man sich so viele Karten, wie man Ostereier hat. Je nach Karte muss man Eier nach links, rechts oder in die Spielmitte geben – oder nichts tun:


  • Bei dieser Karte sucht der Osterhase nach dem Weg. Hier muss man nichts tun.

  • Bei dieser Karte geht die Reise weiter: Hier muss man ein Osterei dem linken Nachbarn abgeben.

  • Bei dieser Karte geht die Reise weiter: Hier muss man ein Osterei dem rechten Nachbarn abgeben.

  • Der Osterhase hat sein Ziel erreicht! Er kann endlich seine Last ablegen. Bei dieser Karte wird ein Ei in die Spielmitte gelegt und darf von keinem Spieler angerührt werden.

Wer als letztes ein Osterei hat, hat gewonnen. Aber wenn noch jemand anderes ein Ei hat, haben die Spieler ohne Eier noch lange nicht verloren! Es könnte ja ein Ei von links oder rechts kommen.
Der jüngste Spieler fängt an, es geht im Uhrzeigersinn.

Download [PDF]

Die Karten lassen sich aber auch gut für andere Zwecke verwenden. Man kann z.B. Kartenpaare von den Kindern gleich anmalen lassen und sie als Memory verwenden.

Christines wunderbare Bastel- und Spielideen

Wer unseren Schwesternblog little.red.temptations von Christine noch nicht kennt, dem stehen noch süße Überraschungen bevor – sowohl zum Naschen als auch zum Ideenfinden! Diese Ideen haben wir bereits angefangen in der Lese- und Schreibwerkstatt auszuprobieren.


Eierbecher aus Klopapierrollen

Osterbingo mit Gratis-Druckvorlage

Hasen-Vase aus Tetrapack

Osterhasen aus Korken

Kressehasen aus Klopapierrollen

Die Ostereiersuche

In der ein oder anderen Form ist die Ostereiersuche im Hof jedes Jahr einfach ein Selbstläufer.

Varianten:

  • Schatzsuche, mit verschiedenen Stationen
  • Schnitzeljagd, mit Eiern Pfeile legen
  • Hinweise auf Osternest-Orte mit Tiptoi-Create-Aufklebern
    oder mit QR-Codes
  • Statt die Eier im Gras zu verstecken, kann man sie auch an die verschiedensten Winkel im Haus kleben (abhängig von der Größe und vom Gewicht eignet sich von doppelgelegtem Tesa zu spezielleren ablösbaren Klebstreifen Verschiedenes)
  • Passend zur Suche lassen sich leicht Tüten basteln

Buchtipps

Hasengeschichten versuchen wir selbst noch zu finden – im Gegensatz zu einem bestimmten Fest am Ende des Jahres haben wir festgestellt, dass es hier noch Nachholbedarf gibt, entweder von uns oder vom Buchmarkt. Hier ein paar, die mir gut gefallen haben:

  • Zum Vorlesen:
    • Henri der Bücherdiebwir berichteten
    • Gestatten, die Osterkatze (einfach nur der Knaller!)
    • auch gut für Zwischendurch: Der Löwe und der Hase, Schwarzhase
    • diverse GeckoBilderbuchgeschichten
    • und natürlich Klassiker, wie Peter Hase, Der Hase mit der roten Nase, Die Schildkröte und der Hase, Weißt du eigentlich, wie lieb ich dich hab?, Briefef von Felix,
  • Zum Selbstlesen:

Zeitfüller

Vielleicht hat man einfach mal hibbelige Kinder, oder manche sind schneller fertig als andere, jedenfalls ist es immer gut, die ein oder andere Zusatzaufgabe zu haben, mit der sie sich beschäftigen können:

  • Mandalas ausmalen lassen
  • Ein Call-and-Response-Lied
    Nach der Melodie von Bruder Jakob jede Zeile nachsingen lassen:
    Ich mag Eier :||
    Mjam, mjam, mjam :||
    Weich gekochte Eier :||
    Osterei :||
    Für mehr Strophen die dritte Zeile ersetzen (hart gekochte Eier / Käse, Speck und Rührei / Spiegelei mit Pfeffer usw.)
  • Oster-ABCs schreiben lassen
  • Spiele (s.u.)

Spiele

  • Das große Osterhüpfen (s.o.)
  • Bierblatteln, nur mit Ostereiern, natürlich
  • Evolution, Ostervariante:
    Ei=zusammenrollen
    Küken=in der Hocke gehen
    Huhn=aufrecht gehen, mit Flügeln schlagen
  • Wäscheklammern-Diebstahl, Wäscheklammern vorher mit Ostereiern (Osterhase) oder Federn (Huhn) bekleben
  • Rückenmalen-Fax, vereinfachte Variante für jüngere Spieler: nur Ostereier malen und gespannt sein, welche Muster sich auf den Eiern ergeben
  • Über das hohe Gras:
    Die kleinen Osterhäschen kommen nicht durch das dicke, hohe Gras. Aber gemeinsam schaffen sie es, wenn sie sich auf die großen Ostereier stellen.
    Auf A4-Blätter ein großes Oval/Ei zeichnen. Man benötigt ein Blatt mehr als man Kinder hat. Die Kinder müssen es schaffen, zum Ziel zu gelangen, indem sie nur auf den Blättern stehen – und es passt nur ein Osterhäschen auf ein Osterei. Dazu muss der letzte in der Mannschaft das Blatt hinter sich nach vorne geben.
    Kann auch als Wettrennen zwischen 2 oder mehr Gruppen klappen.
  • Wörter-Spiele mit Osterbegriffen (Hangman, Flüsterpost, etc.)
  • Oster-Memory (entweder selbst malen oder die Bilder vom großen Osterhüpfen ausmalen oder Vorlagen aus dem Internet drucken
  • Oster-Bingo
  • Heißes Ei – bei Musik im Sitzkreis ein Ei (oder ein Ball) herumgeben – wer bei Musikstopp das Ei in der Hand hat, hat verloren und muss aus dem Kreis aussteigen. Steigerung: mehr Eier im Kreis
  • Eierlauf

Es sollte also den nächsten Frühlingsthemenstunden nichts mehr im Wege stehen!

Ret

{Elefantöses Kamishibai} Elefanten im Haus

Viele Elefanten vor dem Kamishibai
Viele Elefanten

Wisst ihr was ich so besonders spannend beim Vorlesen finde? Man hat diese ganz unterschiedlichen Möglichkeiten wie man eine Geschichte präsentieren möchte. Ganz zu schweigen davon, wie viel Abwechslung alleine schon bei der Auswahl von den Geschichten auf dem Büchermarkt herrscht.

Ich lese sehr gerne aus Büchern vor oder erarbeite sie auch dialogisch mit meinen Leseratten. Aber auch Bilderbuchapps, Bilderbuchkinos mag ich sehr gerne weil sie Abwechslung in die Gruppenstunden bringen. Für das herrliche Kinderbuch „Elefanten im Haus“ habe ich mein Kamishibai wieder einmal zum Einsatz gebracht. Dieses japanische „Bilderbuchkino“ blickt auf eine lange Erzähltradition zurück und wurde in Japan von Märchenerzählern von Dorf zu Dorf transportiert. Mit Scherenschnitten oder Bildern lies der Märchenerzähler dann im Holzrahmen Geschichten lebendig werden und verdiente sich damit seinen Lebensunterhalt.

Heute gibt es fertige Bildkarten zu zahlreichen Geschichten. Besonders viele findet man im donBosco-Verlag, dort auch zu religiösen Festen oder jahreszeitlichen Themen. Aber auch der Beltz-Verlag hat mittlerweile Klassiker wie den Grüffelo im Format für Kamishibais aufgelegt.

Diese fertigen Bildkarten haben auf der Rückseite den zu lesenden oder erzählenden Text und auf der Vorderseite ganz groß die Bilder zur Geschichte.

In der Geschichte „Elefanten im Haus“ geht es um ein Kind, das mit seinem Vater in einem Mehrfamilienhaus lebt – leider ganz ohne Kinder. Als neue Nachbarn einziehen, ist die Stimmung im Haus erst einmal sehr bedenklich: die sind ganz anders. Die essen andere Sachen, die riechen anders, sehen anders aus. Und laut sind sie auch noch. Naja, es sind eben Elefanten.

Für die Protagonistin ist das alles ganz egal: hier ist nur eine Frage wichtig! Haben die Kinder? Ja, das haben sie und so, wie Kinder auch im wirklichen Leben schnell neue Freundschaften schließen, finden sich auch hier die Kinder schnell zusammen und sehen das „Anderssein“ einfach auch ein wenig als exotisches Abenteuer.

Und am Ende erfahren die anderen Hausbewohner auch, dass es durchaus Vorteile hat „Elefanten im Haus“ zu haben.

Elefanten – auch in unserem Haus!

Die Geschichte eignet sich herrlich um über Fremdsein, Anderssein, Ausländerfeindlichkeit oder auch positiv über Toleranz zu sprechen. Uns hat es sehr viel Freude gemacht über die Geschichte zu diskutieren.

Losgebastelt!

Und dann wurde es richtig bunt: wir hatten verschiedene Elefantenstationen und die Kinder konnten unterschiedliche Elefanten basteln – mit Luftballon-Rüssel, als Origami oder auch zum Aufstellen – so bunt und einzigartig wie wir Menschen eben sind. Und jeder ganz anders und ganz besonders.

Die Elefanten als Fingerpuppen oder mit Hexentreppe hatten wir schon einmal in einer Gruppenstunde zum Thema Elefanten.

[Druckvorlage als PDF]

Besonders schön und vielfältig waren unsere Luftballon-Elefanten:

Aus den Aufstell-Elefanten hatten wir am Ende eine ganze Herde!

[Bastelvorlage als PDF]

Ich wünsche euch viel Erfolg beim Kennenlernen der Elefanten um euch herum
Christine

{Tierische Weihnachten} Dr. Brumm und der Weihnachtsbaum

Mit unserem „Geschichtenzauber im Advent“ wollen wir in der Lese- und Schreibwerkstatt besonders weihnachtlich das Jahr abklingen lassen. Dieses Jahr stehen die Advent unter dem Thema „tierische Weihnachten“.

Und zur Weihnachtszeit gehört natürlich auch ein Weihnachtsbaum!

Das weiß auch Dr. Brumm, der etwas chaotische Bär. Als er sich einen Tannenbaum holen will, erlebt er auch dieses mal eine Wilde Geschichte

Am Ende geht aber wieder alles gut aus und Dr. Brumm, Dachs und Pottwal haben ihren Tannenbaum.

Passend zur Geschichte hatten wir drei Aufgaben. Zum einen wollten wir einen eigenen Weihnachtsbaum basteln.

Eine Videoanleitung findet ihr auf YouTube. Der Tannenbaum eignet sich besonders gut für ein LED-Teelicht (kein echtes Teelicht).

Grün war eine beliebte Farbe, aber Blautöne und Weiß eignen sich für eine Winterlandschaft auch.

Für zwischendurch gab es Bärenvorlagen zum Basteln.

Im Nachhinein haben wir bemerkt, dass der Autor von Dr. Brumm einen Hampelbär als Download zur Verfügung stellt. Wer also einen eigenen Dr. Brumm als Hampelmann basteln will, kann die Vorlage von Daniel Napp benutzen.

Highlight waren aber die Cupcakes zum Selbstdekorieren.

Da wir den Backofen diesmal nicht benutzen wollten, hatten wir schon alles vorbereitet.

Einen Boden mit Schokogeschmack als Basis, als Gesichtsfarbe Schokofondant, die Ohren aus Oreostückchen, die Augen aus Smarties, die Schnauze aus Amaretto-Kekschen und dann alles noch ein wenig mit Lebensmittelfarbe ausschmücken. Ein fantastischer Bären-Cupcake, ganz nach eigener Vorstellung:

Socken für unsere kleinen Raben

Auch in der Juniorgruppe ging es weihnachtlich weiter. Und es gab auch schon einen Wunsch: Der kleine Rabe Socke. „Alles verschenkt!“ ist ein kurzes Buch – deswegen habe ich mir ein paar Spielideen ausgedacht:

  • Nimm Socke!
    Wie Reise nach Jerusalem, nur dass statt Stühle Socken kreuz und quer im Raum verteilt werden. Wenn die Musik aufhört, Socke schnappen.
    Material: Socken, eine weniger als Spieler
  • Sockenweitwurf
    Material: 1 Socke, evtl. schwerere Füllung
  • (Sockeneimer
    2 Teams versuchen, einen Behälter mit Wasser zu füllen, aber nur mit einer Socke als Transportmittel. Material: 2 Socken, 2 wassergefüllte Eimer, 2 Behälter)
    für wärmere Zeiten geeignet
  • Sockenfühlen
    Gegenstände in Socken verstecken, nach Ertasten raten lassen. Material: Socke, Gegenstände
  • Der Bart des Weihnachtsmannes

Entschieden haben wir uns dann für „Nimm Socke!“ – was am Anfang ganz gut funktioniert hat, aber trotz festlicher Weihnachtsmusik war bei den letzten übriggebliebenen Kindern nicht viel Bewegung dabei. Dafür haben wir aber auch unser Bastelprogramm:

Weihnachtssocken, damit der Nikolaus eine kleine Nascherei hineinstecken kann oder damit man selbst ein gemaltes Bild für die Eltern hineinstecken kann, passen ganz gut zum kleinen Rabe Socke.

Um dem ganzen einen gerundeten Abschluss zu geben – und weil die kleinen Lesemäuse heute erstaunlich schnell waren – gab es eine zweite Geschichte zum Vorlesen: „Ganz schön clever, Opa Bär“. Bei diesem Buch konnten die Kinder wunderbar die Gangarten der Tiere nachmachen; vom Bär stapf, stapf, stapf über den Fuchs pirsch, pirsch, pirsch bis hin zum Eichhörnchen hüpf, hüpf gingen wir alle den Berg hinauf, an diesem „perfekten Tag!“ Das hat mich besonders gefreut, denn seit „Josefine Meerschwein – Freunde sind ein großes Glück“ halte ich immer wieder Ausschau nach Bilderbüchern, bei denen man kleine Bewegungsaktionen einplanen kann, was bei den kleinen Mitlesern schön ankommt.

Countdown bis Heiligabend läuft, die ersten Türchen im Kalender sind geöffnet! Bis zum nächsten Mal,

Ret

Frecher Spaß mit Fritz Frosch

Fritz Frosch ist ein Frosch und dieser Frosch pupst gerne besonders oft. Und überall.
Na, das gehört sich aber nicht. Deswegen wird ihm das Pupsen verboten.
Wie das endet? Dafür haben wir vor dem Vorlesen ein paar Luftballons vorbereitet.

Jede Menge windige Luftballons

Jedes Kind hat einen aufgeblasenen, aber nicht zugeknoteten Luftballon bekommen. Und einen fahren lassen, das war natürlich nicht erlaubt. Jedenfalls nicht, bis Fritz Frosch das auch wieder durfte. Der arme hat nämlich so lange nicht mehr gepupst, dass er ganz dick wurde – und in die Luft flog. Um wieder zu landen, muss alles raus. Die Luftballon-Flugparty pupst und flattert wunderbar um die Kinderköpfe.

Das war allerdings etwas kurz. Ein längeres Vergnügen haben wir uns natürlich auch ausgedacht.

Wie die Frösche im Schlamm (naja gut, nicht ganz) konnten wir unsere Finger in dickliche Flüssigkeit tauchen und uns vergnügen: Fingermalfarben und Pappbecher kamen zusammen. Damit konnte man sich ruhig Zeit lassen.

Während die Fingermalfarbe noch schön flüssig ist, lohnt es sich schon die Wackelaugen draufzupressen. Wenn die Farbe getrocknet ist, halten die von ganz alleine.

Wer mit dem Malen fertig war, konnte sich an die Beine machen. Die meisten haben geprickelt.

Fast fertig! Eins fehlt noch. Bevor der Pups rauskann, muss auch etwas rein. Und dafür brauchen wir den Mund. Wenn die Farbe getrocknet ist, lässt sich das auch mit Stiften machen, aber wir haben uns ein wenig schwarze Farbe und einen Pinsel geschnappt.

Perfekt!

Nach einer langen, langen Sommerpause war das ein toller Einstieg in die Juniorgruppe. Viele neue (und vor allem sehr junge) Gesichter waren da und mussten sich noch schüchtern an uns gewöhnen. Aber die letzten Wochen sind sie schon viel mutiger geworden. Wir berichten!

Bis zum nächsten Mal!

Ret

SorTier-Spaß mit dem SorTier-Buch

Was habe ich wieder ein schönes Buch für meine Leseratten entdeckt: das Sortierbuch!

SorTIERbuch von Ann Cathrin Raab

Und damit die Kinder zum Thema geführt werden, habe ich in dieser Stunde einfach einmal eine Kiste Legosteine ausgekippt und gemeint: Sortiert mal! Das haben die Kinder mit Feuereifer gemacht und festgestellt: man kann ja nach ganz unterschiedlichen Varianten sortieren: nach Farben, nach Größe, nach Art der Teilchen (Räder, Figuren).

Lauter lose Legos. Lossortiert!

Und schon waren wir mitten im Sortierthema (ehrlich, so fleißig wie meine Kinder in der Stunde sortiert haben, werden die Kinderzimmer daheim nicht aufgeräumt). Jeder durfte nach ein paar Minuten vorstellen, für welche Sortierart er sich entschlossen hat und wir kamen zum eigentlichen Vorlesen:

Eine herrlich verrückte Idee steckt hinter dem Sortierbuch, die uns allen eine wunderbare Gruppenstunde bereitet hat. Die Idee: im Buch gibt es auf jeder Doppelseite jede Menge ganz unterschiedliche Tiere. Die sind ganz einfach illustriert und tummeln sich immer unter einem anderen Motto.

Das Motto habe ich verdeckt und habe die Kinder jedes Mal raten lassen, nach welchem Schema die Tiere sich wohl gerade am Sortieren sind. Das hat schon für manchen Lacher gesorgt: Flieger nach oben, Landtiere nach unten. Ja, das war noch ganz leicht. Aber manchmal musste man schon ganz genau schauen, wie sich die Tiere zusammen tun.

Danach haben wir alle ebenfalls kleine Tiere gestaltet und dann als Gruppe ebenfalls Sortier-Bilder auf ein Laken gelegt und uns Themen ausgedacht. Da waren alle mit Feuereifer dabei.

Gegen Ende haben wir uns dann noch sortiert: draußen haben wir uns nach Größe, Haarfarbe etc ebenfalls geordnet.

Das Sortierbuch kommt mit wirklich viel Spielfreude daher und fordert die Kinder auf, genau hinzuschauen und zu beobachten.

Spinnen haben 8 (hier auch manchmal 6) Beine

Pumpf

Christine

{Der gereimte Löwe} Bissige Basteleien

Manchmal hat James Krüss einfach die besten Kinderreime und man muss einfach eine ganze Gruppenstunde um eins seiner Gedichte planen.

Wir gehen Krüss jetzt auf den Leim
Und suchen für ihn einen Reim,
Was könnt’s nur sein, was meint denn ihr,
Wer ist für Löwe Partnertier?

Und sobald wir das erfahren haben, wollen uns wir nach der Aufregung ein klein bisschen bewegen.

Kinder stehen im Kreis
Löwe – Möwe – Affe – Giraffe

Wir kennen das Spiel als den „Grinch“, anderswo nennt man es „Kartenrutschen„.
Jeder stellt sich im Kreis auf, merkt sich, wo er steht (oder sitzt) und bekommt eine Karte.
Für unser Tier-Grinch haben wir uns extra Karten gebastelt [PDF], mit sich reimenden Tieren.
Die eingesammelten Karten werden wieder gemischt und dann wird eine Karte nach der anderen aufgedeckt. Wer seine Karte hört darf weiterrücken – wenn schon jemand dort steht (oder sitzt), blockiert man ihm damit dem Weg und er darf erst weiterrücken, wenn der Weg wieder frei ist. Wer einmal im Kreis herumgerückt ist hat gewonnen.

Aber dann wird in die Löwenpranken gespuckt und wir gehen an die Arbeit. Zwei überaus hungrige Löwen haben wir im Angebot: Einen Wäscheklammer-Herzlöwen (wenn der sich festbeist, lässt er so leicht nicht mehr los) und einen Lesezeichen-Löwen für den Lesehunger.

Einige unserer Leseratten kannten schon die Lesezeichen-Monster, die am liebsten die Seitenecken anknabbern. Jetzt kam die Herausforderung: Wie macht man einen Löwen daraus?

Mjamm!

Lösung: Orange-braunes Papier, und eine Mähne dazu ausschneiden

Die Idee hinter den Herzlöwen ist genauso einfach wie genial:

Sind sie nicht flauschig?

Man nehme zwei Herzen unterschiedlicher Größe in Löwenfarben. Das große Herz wird der Kopf. Das kleine Herz wird umgekippt und wird die Schnauze. Zusätzlich kann ein kleines Herzchen noch als Schnäuzchen dienen.

Es hilft, einen Ausstanzer dazu zu haben. Die Seiten der Herzen werden angeschnitten und bekommen damit lauter Fransen. Je mehr desto besser, und am Ende kann man die Fransen ein wenig wölben.
Sobald die Herzen fertig bearbeitet sind, kann geklebt werden: Die Herzen werden zusammengeklebt. Das große Herz wird (am besten mit doppelseitigem Klebeband) an die Klammer geklebt.

Und fertig ist der Löwe, der sich an allem festbeißen kann (vorsicht auf die Finger).

Auch nächstes Mal geht es tierisch weiter. Wir berichten!

Biss dann!

Ret

{Im Wald} Geordnet und sortiert

Gruppenbild mit Frosch
Im Wald begegnen wir auch der ein oder anderen Märchenfigur

Sommerferien – das bedeutet zwei Dinge: es sind weniger Kinder da und die Schule ist geschlossen, also kommen wir manchmal nicht so einfach in die Räumlichkeiten. Außerdem ist es so schön warm. Da haben wir uns etwas ausgedacht: Statt in der Lese- und Schreibwerkstatt treffen wir uns im Wald!

Aufräumen mal anders

Im Wald eine Aufräumaktion zu veranstalten wäre auch mal eine Idee – da gibt es bestimmt einiges zu tun. Wir waren zum Glück in einem Teil des Waldes, der relativ müllfrei ist. Und trotzdem haben wir aufgeräumt.

Bücher: "Die Kunst aufzuräumen" und "Aufgeräumt!"
Zwei ausgezeichnete Bücher von Ursus Wehrli und Emily Gravett

Denn die Bücher „Aufgeräumt!“ und „Die Kunst aufzuräumen“ haben einen ganz anderen Blickwinkel aufs Aufräumen. Mehr dazu gleich…

…denn zuerst geht es auf Wanderschaft! Wir waren natürlich gut vorbereitet. Nicht nur, dass wir die Waldwege bereits kennen, wir haben außerdem an Picknickdecken, Trinken und Knabberei gedacht.

Im Wald gibt es viel zu entdecken. Zwei Kinder haben sich einen Spazierstock ausgesucht. Und immer, immer wieder wurden wir überall von Springkraut aufgehalten! Das ist, als ob man die Kinder durch einen Raum voller super Spielzeug zerren will, ohne dass sie sich ablenken lassen.

Zwischendurch: die Aussicht genießen

Nachdem wir uns eingerichtet und ein wenig aufgetankt haben, ging es mit der Geschichte los: In „Aufgeräumt!“ geht es um einen Dachs, der den Wald gerne sauber hätte.

Allerdings geht er mit seinen Ordnungsfimmel zu weit. Statt hier und da ein sauberzumachen und alles einigermaßen ordentlich zu halten, will er einfach alles zum Glänzen bringen. Den ganzen Wald. Und da hört er nicht auf – selbstverständlich geht das irgendwann schief.

Was für ein komischer Kauz, dieser Dachs. Darauf würde doch im echten Leben niemand kommen.

Oder?
Beweisstück A: Fotograf und Künstler Ursus Wehrli

Tannenzweig? Geordnet nach Bestandteilen!

Herr Wehrli ist dem ein oder anderem Kind aus der Sendung mit der Maus bekannt: Er nimmt alles Mögliche an ungeordneten Sachen und sortiert sie. Die Buchstabensuppe wird fein säuberlich alphabetisch geordnet. Das Bällebad? Nach Farbe der Bälle. Das Freibad? Nach Art der Gegenstände, Farben und Größen. Obstsalat, Sandkasten, moderne Kunst und Schriftzeichen, nichts ist vor ihm sicher.

Da gibt es nur eins, was wir anschließend machen können:

Den Wald sortieren

vorher nachher
Vorher – nachher

Oh ja, das haben wir wirklich gemacht: Wir haben uns eine Stelle im Wald ausgesucht… und alles schön geordnet.

Fertigsortiert:

Nach Art der Gegenstände und nach Größe haben wir genau geschaut, was wohin gehört und einen festen Platz bekommt. Gemeinsam haben wir einen kleinen Fleck im Wald einwandfrei „aufgeräumt“!

geordnete Äste…
grünzeug
… geordnetes Grünzeug…
sortierte Kinder
… und der Größe nach geordnete Kinder (und Hund).

Und dann mussten wir noch zurück nach Hause wandern… und alle 5 Meter für Springkraut anhalten.

Im Märchenwald

Einmal ist keinmal, deswegen wollten wir das Walderlebnis wiederholen. Brotkrumen mussten wir keinen folgen, aber trotzdem ging es dieses Mal märchenhaft in den Wald.

Wir haben sogar einen Waldweg gefunden, an dem weniger Springkraut wächst!

Bevor es an die Geschichte ging, haben wir die Gelegenheit genutzt, wieder etwas zu uns zu nehmen. Und dann haben wir uns darüber unterhalten, welche Bücher wir gelesen haben. Da waren ganz unterschiedliche dabei. Die drei ??? Kids – Räuberjagd und Ella, zum Beispiel, und ich selbst hatte die letzten Seiten von „Die Furcht der Weisen“ vor mir.

Und natürlich hatten wir ein Waldmärchen dabei: „Brüderchen und Schwesterchen“ ist wieder eins dieser Grimm-Märchen, die… grimmig sind. Im sonnenbeschienenen Wald ist die Geschichte besser vorzulesen als nach Sonnenuntergang.

Die darauffolgende Woche ging es wieder zurück in die Lese- und Schreibwerkstatt. Wir berichten!

Bis zum nächsten Mal!

Ret

{Verrückte Tierwelt} – Tiere, die kein Schwein kennt

Die meisten Tierbücher, die man findet, die haben immer Tiere drin, die man schon kennt. Elefant, Hund, Braunbär, Katze… dabei sind andere Tiere aber sogar noch viel merkwürdiger und spannender! Deswegen hat Martin Brown ein Buch extra zu den unbekannten Tieren herausgebracht: Tiere, die kein Schwein kennt.

Gaur, Sandkatze, Bänderlinsang, Krabbenfresser, Glattdelfin, alle haben zu sich selbst etwas zu sagen und manche haben echt bizarre Entdeckungsgeschichten – viele sind aber auch leider vom Aussterben bedroht. Gerade um auf diese seltenen oder unbekannten Tiere aufmerksam zu machen, eignet sich dieses Buch perfekt. Es ist lustig, ist wunderbar illustriert und es lässt sich mit eigentlich jedem Tierthema verknüpfen.

Bei uns in der Lese- und Schreibwerkstatt wollten wir ein wenig kreativ sein und uns überlegen, welche seltenen Tierarten wir selbst erfinden können. Aber natürlich nicht einfach so, da kann ja das unmöglichste Fabelwesen herauskommen. Nein, dieses Mal wollten wir erst einmal schauen, an welche Tiere mit zwei Wörtern wir uns überhaupt erinnern können:

Die Sand-Katze haben wir ja im Buch kennengelernt, auf die Blätter kommen noch der Clown-Fisch, das Stink-Tier, der Blau-Wal, der Weber-Knecht, die Kreuz-Spinne und viele mehr. Nachdem wir gut gesammelt haben, geht es jetzt darum, sich ein seltenes und merkwürdiges Tier herauszusuchen – aus den Teilen von zwei Tiernamen.

Wer das zu Hause nachmachen will, aber gerade keine Zettel mit Tiernamen vor sich liegen hat, der kann sich auf unserer Internetseite ein Zufalls-Misch-Tier ausspucken lassen:


Zum Spiel

Bei 200 Misch-Möglichkeiten könnt ihr bestimmt auf viele neue Tiere kommen – nur nicht auf die bekannten.

Nun geht es aber auf die Spur der seltensten Wesen auf unserem Planeten – so selten, dass sie nur einmal auf der ganzen Welt zu Papier gebracht worden sind: hier, in der Lese- und Schreibwerkstatt.

Dabei sind ein paar Fragen für unsere Forscher ganz wichtig: Wo wohnen diese Tiere überhaupt? Und was essen sie?

Wie groß wird denn so ein Gift-Wal überhaupt? Und gibt es natürliche Feinde?

Manche Tiere sind einfach nur selten oder schüchtern und nicht immer vom Aussterben bedroht. Wer eine Blindkatze sieht, kann sich glücklich schätzen.

Bei vielen Tieren gibt es Unterschiede zwischen den Männchen und den Weibchen. Ein gutes Beispiel dafür ist das Sand-Pferdchen, bei dem die Mähne anders ist.

Habt ihr selbst ein sehr seltenes oder unbekanntes Tier erfunden entdeckt? Vielleicht die bisher flüchtige und sehr schüchterne Nacktschleiche oder sogar das ausgestorben geglaubte Stinkhörnchen?

Ich bin gespannt, was ihr so findet.

Ret

{Bienenwochen} – Vorlesen an ungewöhnlichen Orten

Navigation

Vorbereitung

Wie wir mit unseren Bienenwochen angefangen haben, haben wir euch schon berichtet. Nachdem wir mit kreativem Schreiben fleißig gearbeitet haben, wollten wir uns auf die darauf folgende Woche vorbereiten, denn es kommt wieder zu der Reihe Vorlesen an ungewöhnlichen Orten. Dieses Mal geht es zum Imker – und auch hier hat die Saarbrücker Zeitung darüber berichtet.

Basteln

Zwei kreative Bastelideen haben wir in die Realität umgesetzt. Damit sind viele Gestaltungsmöglichkeiten offen und sie lassen sich sehr gut nachmachen. Zum einen ist eine kleine Bienendeko durch Bierdeckel möglich: In die Bierdeckel einen gelben Papierkreis kleben und bemalen, darunter einfach Flügel kleben.

Etwas länger dauert es bei diesen Bienen am Stiel: Dafür benötigt man ein ovales Stück Pappe, in das am Rand kleine Ritze geschnitten werden. Mit gelber und mit schwarzer Schnur kann eine Biene mit den wildesten Mustern ihr Haarkleid bekommen. Stiel, Kulleraugen, ein Paar großer Flügel, die wir aus alten Büchern recylcled haben, schon ist sie präsentierbar.

Dazu hat jeder noch einen Bienenstock ausgemalt (Vorlage), den wir für den nächsten Schritt gebraucht haben.

Bienen-Fakten

Jetzt, da wir jeder einen Bienenstock haben, gilt es, ihn fleißig zu befüllen… mit Bienen-Fakten! In unserer Bücherei haben wir einige Tierbücher, in denen auch das Leben der Bienen beschrieben wird. Da ist genug drin, um sich wissenswerte Informationen aufzuschreiben, mit denen man die anderen später befragen kann.

Hier ein paar dieser Fakten:

  • Wusstest du, dass Honigbienen miteinander sprechen können? Bienen reden durch einen ganz besonderen Tanz. Ist die Biene auf eine Nahrungsquelle aufmerksam geworden, macht sie einen Schwänzeltanz.
  • Honigbienen gibt es auf jedem Kontinent, außer in der Antarktis.
  • Bienen gab es schon zur Zeit der Dinosaurier.

Außerdem haben wir Samenbomben vorbereitet, mit der wir zu Hause einen Erdfleck verschönern können.

Beim Imker

Vorlesen

Die Geschichte, der wir gelauscht haben, ist ziemlich alt: 1850 wurde das Märchen die Bienenkönigin von den Gebrüdern Grimm aufgeschrieben. Und dieses Märchen passt zu diesem Tag wunderbar. Vorgelesen hat uns der Schulsieger beim Vorlesewettbewerb.

Dafür gab es am Ende natürlich Applaus.

Dass sich Geschwister oft nicht so toll verstehen, ist nicht nur im Märchen so, dafür ist es ja auch so verblüffend das ein ganzes Bienenvolk reibungslos zusammenarbeiten kann. Auch sonst ist in der Geschichte viel zu entdecken: Insekten sind sehr wertvolle und wichtige Tiere.

Ein Imker erzählt


Bienen von Piotr Socha ist ein wundervolles Sachbuch und es eignet sich wunderbar, um dem Thema heute nahezukommen. Natürlich schaffen wir nicht das ganze Buch, und das wäre ja auch etwas langweilig, aber ein paar Zufallsseiten, von den Händen unserer Leseratten ausgewählt, sind auf jeden Fall mit drin. Und Martin kann als Imker vor Ort noch viel Interessantes dazu erzählen.

  • Bienensterben und Bestäubung von Hand

    Martin: Das ist eine ganz tolle Seite, also eigentlich eine ganz schreckliche Seite, aber auch eine tolle Seite. Wenn wir über Bienen reden, meinen wir meistens die Honigbienen. Aber Bienen sind nicht nur für Honig da. Ihre größte Leistung ist die Bestäubung. Die Bienen fliegen zu den Blüten und sammeln dort den Nektar. In den Blüten ist nicht nur der Nektar zu finden, sondern auch Pollen, der sich an den Bienen festsetzt. Und Bienen fliegen nicht nur zu einer Blüte, sondern zu vielen Blüten. Wenn eine Bien auf einer zweiten Blüte landet, wird der Pollen dort abgestreift und das nennt man Bestäubung (weil Pollen wie Staub ist, wenn man ihn verreibt). Das ist deswegen wichtig, weil sich nur dadurch eine Frucht bildet. So können Äpfel, Kirschen, Himbeeren, Zucchini, Gurken, Tomaten, also ganz viele Früchte und Gemüse, die wir essen wollen, nur so entstehen.Das Bild zeigt, was passiert, wenn es die Bienen nicht mehr gibt. Dann müssen wir nämlich auf Leitern klettern und mit kleinen Pinselchen in die Bäume gehen und eine Blüte zur nächsten bestäuben. Und es gibt auf der Welt schon Regionen, zum Teil in China, wo Menschen von Hand Bestäuben müssen, weil wir Menschen dort nicht genug aufgepasst haben und so viele Sachen gemacht haben, dass Bienen da nicht mehr leben können. Und sie würden keine Früchte bekommen, wenn sie nicht selbst auf die Leitern steigen und von Hand daran arbeiten. Deswegen ist das eigentlich ein ganz wichtiges Bild, so schön es hier auch aussieht, eigentlich ist es ein Mahnmal für uns, das wir darauf achten müssten, ähnlich wie in dem Märchen nicht Dinge zu tun, die anderen Lebewesen schaden, wenn wir nicht genau wissen, welchen Nutzen wir von ihnen haben können.

    Christine: Woran könnte es den liegen, dass es weniger Bienen gibt?

    LSW: Weil es weniger Wiesen gibt, dann wächsen keine Blumen, also kein Futter für die Bienen. Wenn man „Unkraut“ beseitigt, werden auch Bienenblüten weniger.

    Christine: Das ist richtig, das was viele als Unkraut entfernen, ist eigentlich oft ein Bienenparadies, so eine Wildwiese ist eigentlich perfekt. Unsere Samenbomben, die wir letze Woche gemacht haben, die können da übrigens gut helfen, schaut mal, wie die schon aufgegangen sind:

    Am Ende darf sich jeder von euch noch eine unbewässerte Samenbombe mit nach Hause nehmen. [Und wer zu Hause welche machen will, kann die Anleitung sowie den Beobachtungsbogen dazu auf unserem Blog finden.] Welche Gründe kennt ihr noch?

    LSW: Manche Menschen spritzen Mittel in den Garten und auf ganzen Feldern, die für Bienen und andere Insekten gefährlich sind.

    Christine: Ja, Insektizide trifft leider nicht nur die Schädlinge, sondern auch ganz nützliche Tiere wie die Bienen, richtig. Was noch?

    Martin: Bei den Bienen gibt es auch Schädlinge, die den Bienen schaden. Einer ist ganz besonders gefährlich bei uns, das ist die Varroa-Milbe. Als Imker müssen wir uns darum kümmern. Da werden die Bienen von uns im Sommer behandeln, damit sie überleben, beziehungsweise, wir schauen, welche Völker können denn gut mit Milben umgehen und überleben sie und die lassen wir dann vermehren.

    LSW: Wie kommen denn die Milben in die Stöcke?

    Martin: Die Milben kommen ursprünglich von der asiatischen Honigbiene. Woher die zu uns kommt, ist noch nicht ganz klar, vermutet wird, dass sie zu Forschungszwecken in den 70ern nach Deutschland gekommen ist und da ausgebrochen ist. Die asiatische Honigbiene kann ganz gut mit der Milbe leben, aber unsere Honigbiene kennt sie noch nicht. Dann gibt es in der Natur ein Phänomen, das nennt man Evolution, da passen sich die Tiere an ihre Umgebung an. Und das ist bei unseren Bienen noch nicht passiert.

    Christine: Was ähnliches gab es damals auch, als die Europäer nach Amerika gekommen sind. Die Indianer haben viele Krankheiten nicht gekannt, die wir hatten. Masern, Röteln, Erkältungen. Und als die Europäer kamen, sind viele auch durch Krieg und so gestorben, aber das Meiste war durch die Krankheiten und ihr Immunsystem kannte die noch nicht. Das gibt es im Tierreich also ganz genauso.

  • Wieder sucht sich eine Leseratte eine Zufallsseite aus.

    Martin: Das ist ein Bild auf dem zwei unterscheidliche Sachen drauf sind, die aber doch irgendwie zusammengehören. Wir haben eben gehört, dass dadurch, dass viele Flächen überbaut werden, geht auch Lebensraum für Bienen verloren. Das hier sind beides Beispiele dafür, wie wir trotzdem den Bienen Lebensraum geben können. Das eine, das was man direkt sieht, das sind die Häuser und die Bienen auf dem Dach. Was könnte das denn heißen?

    LSW: Die imkern auf dem Dach?

    Martin: Ganz genau. Das ist bei uns [auf dem Land], wo wir wohnen, etwas ungewöhnlich. Auf unserem Haus würde ich jetzt keine Bienenstöcke draufstellen. Um das Haus haben wir ja noch viel Wiese für die Bienen und auch sonst Flächen für die Bienen. Aber wo gibt es denn wenig Flächen?

    LSW: In der Stadt.

    Martin: Genau. Das hier ist eigentlich ein Bild dafür, dass auch in der Stadt geimkert werden kann. Und auch in der Stadt finden die Bienen zu fressen. Da gibt es Bäume, Parks, Friedhöfe und Balkone. Und damit sie Lebensräume haben, haben sich die Menschen überlegt, wir stellen die Bienenkörbe auf das Dach.

    Und das hier unten, das geht in eine ähnliche Richtung. Nur können wir das auch hier bei uns machen. Das, was ihr da hinten seht, diese Hölzer, das wird gerade ein riesiges Bienenhotel. Meine Frau hat im Frühjahr die Hölzer aufgesetzt und ein Bekannter geht jede Woche ein-zwei Mal vorbei und bohrt dann ein oder zwei Stunden lang mit den Kindern hier Löcher rein. Wenn das Projekt fertig ist, gibt es da eine ganze Wand, in der die Bienen wohnen können – die Wildbienen, nicht die Honigbienen.

    Und das könnt ihr auch bei euch zu Hause machen und mit euren Eltern basteln. Man muss auch keinen Holzstamm dafür nehmen. Man kann auch Bambusstäbe nehmen, steckt die in eine Dose, da reicht eine ganz einfache Suppendose, und steckt die angeschnittenen Bambusröhren rein, hängt die an eine Wand oder in den Garten. Wichtig, es sollte nicht nass werden. Und es sollte Richtung Süden zeigen.
    Und dann werdet ihr sehen, so im Mai, sind da mit Sicherheit Insekten drin. Viel werdet ihr nicht sehen, aber welche besetzt sind sieht man schon.

  • Neue Zufallsseite.Martin: Über die Seite können wir… 2 Stunden reden.

    Da ist im Grunde genommen so ziemlich alles drauf, was man so als Imker normalerweise braucht. Die habe ich auch fast alle in echt.
    Wisst ihr was man mit dem Smoker macht?

    LSW: Damit macht man die Bienen ruhiger.

    Martin: Richtig. Das ist ganz schön verkohlt da drinnen und wenn man hier draufdrückt kommt da ganz schön viel Qualm raus. Da drin wird einfach Holz, oder ich benutze Rinde, verqualmt und dann kommt vorne Qualm raus. Und der Qualm macht die Bienen im ersten Moment gar nicht ruhiger, sondern der macht die ganz schön nervös. Qualm bedeutet für die nämlich, oh-oh, es könnte brennen. Wenn es bei uns im Haus brennt, rufen wir die Feuerwehr und laufen ganz schnell aus dem Haus raus und können noch ganz schnell mit den Händen etwas mitnehmen. Bienen können das nicht. Aber sie müssen etwas mitnehmen, vorrätig. Und sie transportieren die Vorräte in ihrem Bauch. Die haben nämlich einen Honigmagen. Das heißt, die saugen den Honig auf und transportieren ihn.

    Also, wenn sie den Qualm riechen, dann denken die, es könnte brennen und gehen mal zur Vorsicht Honig saugen, gehen also zu den Zellen und saugen den Honig. Und dann haben die einen ganz schön dicken Bauch.
    Und genausowenig, wie ihr euch prügeln wollt, wenn ihr gerade gegessen habt, genausowenig wollen die Bienen das, wenn sie den Bauch voll haben. Das heißt, sie werden ruhiger. Das ist der Smoker, das hilft uns, dann bekommen wir nämlich keinen Streit.

    Dann gibt es die Handschuhe. Die sind schnell erklärt. Die sollte man möglichst wenig benutzen, wenn man die anhat, hat man kein gutes Gefühl und dann zerdrückt man die Bienen. Manchmal ist es aber so, dass man die Bienen wegschieben muss und dann zeiht man die an, damit man nicht gestochen wird.

    Dann gibt es den Schleier, der ist wichtig. Das ist ja nur ein Teil von meinem Imkeranzug, aber das reicht, um es zu zeigen. Den kann man drüberziehen, dann kann man gucken, aber die Bienen kommen nicht durch. Am meisten nervös wird man, wenn die Bienen einem vor der Nase rumfliegen. Und wenn man selbst nervös wird, werden die Bienen auch nervös. Deswegen zieht man gerne mal einen Schleier an, dann weiß man nämlich, dass man nicht gestochen werden kann.

    Dann hat man ein Instrument, das sieht bei mir so aus. Das sieht unscheinbar aus, ist aber eins der wichtigsten Instrumente, da nennt man einen Stockmeißel. Mit dem bekommt man die Waben auseinander und bekommt die Kisten auseinander, in denen die Bienen wohnen. Die machen nämlich überall, wo sie wohnen, Wachs und Propulis hin. Das nennt man verkippen, die kleben alles aneinenader. Und wenn man ohne so ein Werkzeug da steht, bekommt man die Kisten nicht auseinander, so fest ist das verklebt.

    Dann hat der Imker im Buch einen Anzug an, den braucht man aber nicht unbedingt. Wenn man unsere Bienen halten will, kann man normalerweise auch ohne Anzug arbeiten, ist aber ganz gut wenn man einen hat, weil die Bienen manchmal nicht so gut gelaunt sind. Heute Morgen war ich an ein paar Bienen, vielleicht war das, weil es gestern ein wenig gewittrig war, die waren nicht so gut gelaunt, da ist man ganz froh, wenn man einen Anzug hat. Aber sonst kann man normal an denen arbeiten.

    Der Besen, auch ganz wichtig. Wofür ist der?

    LSW: Wenn an den Waben Bienen sind, kann man die damit frei machen.

    Martin: Ganz richtig, wenn man die Waben von den Bienen freimachen will, kann man die wegwischen. Oder, sie krabbeln ja auch, das sind ganz viele, so 20-, 30.000. Wenn man die dann ein bisschen bewegt und die Kisten hat, dann krabbeln die da rum und man möchte sie ja nicht zerdrücken. Und deswegen fegt man die aus dem Weg, das geht mit dem Besen sehr einfach.

    Und das ist die Bienenwabe. Eigentlich ist das nur das Wachs, das Wachs hat der Imker aber in einen Rahmen gemacht, damit er das bewegen kann. Dann können wir besser in die Völker reingucken und schauen, ob es ihnen gut geht. So eine Mittelwand baut der Imker in das Bienenvolk rein und die Bienen bauen daruas heraus ihr ganzes Wabenwerk. Die Mittelwand ist aus Bienenwachs und dann kommt da nach und nach der Honig rein.

    Ja, so eine gefüllte Wand kann ganz schön schwer sein.

    Und das Bienenwachs riecht auch ziemlich interessant.

  • Martin: Die Seite ist total spannend. Was seht ihr da?LSW: Einen Paris-Eifelturm.
    Ein Schneckenhaus.
    Eine Spinne.
    Bienenwaben.
    Augen.
    Eier.
    Ein Pulli.
    Eine Schlange.
    Ein Maiskolben.

    Martin: Was hat das denn alles miteinander zu tun?

    LSW: Bionik.

    Martin: Genau, was heißt denn Bionik?

    LSW: Biotechnik.

    Martin: Also Biologie und Technik, genau. Und was haben die beiden miteinander zu tun?

    LSW: Die Menschen machen das nach, was sie in der Natur finden.

    Martin: Ganz genau. Das sind alles Beispiele dafür, dass die Menschen sich an der Natur ein Beispiel genommen haben und daraus etwas technisches gebaut haben, denn die Natur ist ziemlich erfindungsreich. Sie hat sich für viele Probleme eine Lösung ausgedacht.

    Wisst ihr, warum bei den Bienen denn da die Wabe steht? Die Bienenwabe ist deswegen ganz faszinieren für die Menschen, weil man richtig wenig Material aufwenden muss, um ganz viel Material lagern zu können. Das habt ihr ja vorhin gemerkt, als die leere Mittelwand durchgegangen ist und dann noch die, die mit Honig gefüllt war. Und dafür brauchen die nur ganz wenig Wachs.

    Bei dem Auge, da ist das Beispiel eine Fotoblende. Man hat gelernt, wenn es dunkel wird, geht die Pupille auf. Dann fällt mehr Licht ins Auge rein, dann kann man mehr sehen. Wenn ihr tagsüber unterwegs seid und euren Freunden in die Augen seht, die haben ganz kleine Pupillen. Wenn es so hell ist, braucht man ja auch nicht so viel Licht, um zu sehen. In einem dunklen Raum werden die Pupillen richtig groß. Bei der Blende vom Fotoaparat ist es das Gleiche, jedenfalls bei den alten Kameras. Wenn es dunkel ist, muss man die Blende ganz weit aufdrehen, damit möglichst viel Licht auf den Fotofilm fällt.

    Das hier ist ein Schnitt durch einen Knochen. Der Knochen ist so ähnlich wie bei der Bienenwabe. In unseren Knochen wird permanent alles abgebaut, was wir nicht brauchen. D.h., der Knochen ist immer nur so schwer, wie er sein muss, um uns zu tragen. Solche Konstruktionen macht man sich auch zunutze. Das können Computerprogramme heute ganz gut berechnen, wenn man im Auto Bauteile hat und das ist den und den Belastungen ausgesetzt, dann braucht man bestimmte Bauteile von dem Auto vielleicht gar nicht. Das ist angelehnt an den Knochen.

    Der Roboter ist der Spinne nachempfunden. Der bewegt dann die Beine genauso wie die Spinne es macht. Das hat ja viele Anwendungsgebiete, aber das schwere ist einen stabilen Gang hinzubekommen, damit der Roboter nicht umkippt und auch auf unebenen Flächen gehen kann.

Die Bienen entdecken

Unsere wissbegierigen Leseratten löchern den armen Martin mit Fragen. Er bleibt aber cool und beantwortet uns alles Mögliche.

Besonders am Schaukasten kann er uns zeigen, wie die Bienen arbeiten und wie sie sich benehmen, woran man die Drohnen erkennt und warum sie so große Augen haben. Da ist ganz schön was los.
Damit die Bienen nicht so viel Angst bekommen, sind die Kinder immer nur in kleinen Gruppen hingegangen und konnten so viel Neues erfahren.

Auch im Rest des Gartens gab es viel zu entdecken. Neben dem Bienenhotel, in dem wir schauen konnte, ob da schon Löcher besetzt sind, gab es einen Sonnenwachsschmelzer, mit dem Bienenwachs wiederverwendbar gemacht werden kann.

Auch einen kleinen Teich gab viel zum Entdecken her. Darunter auch die Exuvie, die Larvenhülle, von Libellen, die man an den wassernahen Pflanzen sehen konnte und mit etwas Geschick auch abpflücken konnte, um sie in die Hand zu nehmen und den anderen zu zeigen.

Den Honig kosten

Zwischendrin gab es bei dem Wetter natürlich auch eine Trinkpause. Aber nicht nur zu trinken gab es, es gab auch Martins Honig zu kosten!

Dass der Honig gut angekommen ist, war klar. Wir haben das ganze Glas Honig und einiges an Brot verbraucht. Die Honigbrote mussten wir aber schnell essen, damit die Bienen nicht angelockt werden!

Bienenwissen beweisen

Jetzt, wo wir so viel über die Bienen gelernt haben, schauen wir mal, ob wir bei diesen Schätzfragen punkten können. An eine Leine haben wir passende Nummern gehängt, und wer sich für eine Antwort entscheidet, stellt sich zur entsprechenden Nummer.

Hier ein paar Beispiele (die Zahlen haben wir aus dem Buch Bienen):

  • Vor wie viel Millionen Jahren gab es die Bienen schon?
    A: Vor 100 Millionen Jahren.
  • Wie viele Flügelschläge macht eine Biene in einer Sekunde?
    A: 230
  • Wie viele Eier kann eine Bienenkönigin an einem Tag legen?
    A: 2.000 an einem Tag
  • Und die Bienenkönigin ist die einzige, die mehrere Jahre lebt. Wie viele Eier sind das in Millionen in ihrem ganzen Leben?
    A: 1
  • Vor wie vielen Jahren bauten die Ägypter schon Bienenstöcken?
    A: 4.000
  • Stellt euch ein Feld mit Rapsblüten vor. Wie viele Rapsblüten kann eine Biene in einer Minute bestäuben?
    A: 20
  • Bei einer Lebensleistung von 4-7 Bienen, wie viele Teelöffel kommen dabei raus?
    A: Ein einziger Teelöffel

Das war eine gelungene Vorlesestunde an einem ungewöhnlichen Ort! Martin kannte sich richtig gut aus und hat uns viel beigebracht.

Habt ihr schonmal an einem ungewöhnlichen Ort gelesen? Ich habe mal mein Buch auf einer Seilbahn aufgeschlagen – ich musste unbedingt wissen, wie es weiterging.

Ret