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{Verrückte Tierwelt} – Tiere, die kein Schwein kennt

Die meisten Tierbücher, die man findet, die haben immer Tiere drin, die man schon kennt. Elefant, Hund, Braunbär, Katze… dabei sind andere Tiere aber sogar noch viel merkwürdiger und spannender! Deswegen hat Martin Brown ein Buch extra zu den unbekannten Tieren herausgebracht: Tiere, die kein Schwein kennt.

Gaur, Sandkatze, Bänderlinsang, Krabbenfresser, Glattdelfin, alle haben zu sich selbst etwas zu sagen und manche haben echt bizarre Entdeckungsgeschichten – viele sind aber auch leider vom Aussterben bedroht. Gerade um auf diese seltenen oder unbekannten Tiere aufmerksam zu machen, eignet sich dieses Buch perfekt. Es ist lustig, ist wunderbar illustriert und es lässt sich mit eigentlich jedem Tierthema verknüpfen.

Bei uns in der Lese- und Schreibwerkstatt wollten wir ein wenig kreativ sein und uns überlegen, welche seltenen Tierarten wir selbst erfinden können. Aber natürlich nicht einfach so, da kann ja das unmöglichste Fabelwesen herauskommen. Nein, dieses Mal wollten wir erst einmal schauen, an welche Tiere mit zwei Wörtern wir uns überhaupt erinnern können:

Die Sand-Katze haben wir ja im Buch kennengelernt, auf die Blätter kommen noch der Clown-Fisch, das Stink-Tier, der Blau-Wal, der Weber-Knecht, die Kreuz-Spinne und viele mehr. Nachdem wir gut gesammelt haben, geht es jetzt darum, sich ein seltenes und merkwürdiges Tier herauszusuchen – aus den Teilen von zwei Tiernamen.

Wer das zu Hause nachmachen will, aber gerade keine Zettel mit Tiernamen vor sich liegen hat, der kann sich auf unserer Internetseite ein Zufalls-Misch-Tier ausspucken lassen:


Zum Spiel

Bei 200 Misch-Möglichkeiten könnt ihr bestimmt auf viele neue Tiere kommen – nur nicht auf die bekannten.

Nun geht es aber auf die Spur der seltensten Wesen auf unserem Planeten – so selten, dass sie nur einmal auf der ganzen Welt zu Papier gebracht worden sind: hier, in der Lese- und Schreibwerkstatt.

Dabei sind ein paar Fragen für unsere Forscher ganz wichtig: Wo wohnen diese Tiere überhaupt? Und was essen sie?

Wie groß wird denn so ein Gift-Wal überhaupt? Und gibt es natürliche Feinde?

Manche Tiere sind einfach nur selten oder schüchtern und nicht immer vom Aussterben bedroht. Wer eine Blindkatze sieht, kann sich glücklich schätzen.

Bei vielen Tieren gibt es Unterschiede zwischen den Männchen und den Weibchen. Ein gutes Beispiel dafür ist das Sand-Pferdchen, bei dem die Mähne anders ist.

Habt ihr selbst ein sehr seltenes oder unbekanntes Tier erfunden entdeckt? Vielleicht die bisher flüchtige und sehr schüchterne Nacktschleiche oder sogar das ausgestorben geglaubte Stinkhörnchen?

Ich bin gespannt, was ihr so findet.

Ret

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{Bienenwochen} – Vorlesen an ungewöhnlichen Orten

Vorbereitung

Wie wir mit unseren Bienenwochen angefangen haben, haben wir euch schon berichtet. Nachdem wir mit kreativem Schreiben fleißig gearbeitet haben, wollten wir uns auf die darauf folgende Woche vorbereiten, denn es kommt wieder zu der Reihe Vorlesen an ungewöhnlichen Orten. Dieses Mal geht es zum Imker – und auch hier hat die Saarbrücker Zeitung darüber berichtet.

Basteln

Zwei kreative Bastelideen haben wir in die Realität umgesetzt. Damit sind viele Gestaltungsmöglichkeiten offen und sie lassen sich sehr gut nachmachen. Zum einen ist eine kleine Bienendeko durch Bierdeckel möglich: In die Bierdeckel einen gelben Papierkreis kleben und bemalen, darunter einfach Flügel kleben.

Etwas länger dauert es bei diesen Bienen am Stiel: Dafür benötigt man ein ovales Stück Pappe, in das am Rand kleine Ritze geschnitten werden. Mit gelber und mit schwarzer Schnur kann eine Biene mit den wildesten Mustern ihr Haarkleid bekommen. Stiel, Kulleraugen, ein Paar großer Flügel, die wir aus alten Büchern recylcled haben, schon ist sie präsentierbar.

Dazu hat jeder noch einen Bienenstock ausgemalt (Vorlage), den wir für den nächsten Schritt gebraucht haben.

Bienen-Fakten

Jetzt, da wir jeder einen Bienenstock haben, gilt es, ihn fleißig zu befüllen… mit Bienen-Fakten! In unserer Bücherei haben wir einige Tierbücher, in denen auch das Leben der Bienen beschrieben wird. Da ist genug drin, um sich wissenswerte Informationen aufzuschreiben, mit denen man die anderen später befragen kann.

Hier ein paar dieser Fakten:

  • Wusstest du, dass Honigbienen miteinander sprechen können? Bienen reden durch einen ganz besonderen Tanz. Ist die Biene auf eine Nahrungsquelle aufmerksam geworden, macht sie einen Schwänzeltanz.
  • Honigbienen gibt es auf jedem Kontinent, außer in der Antarktis.
  • Bienen gab es schon zur Zeit der Dinosaurier.

Außerdem haben wir Samenbomben vorbereitet, mit der wir zu Hause einen Erdfleck verschönern können.

Beim Imker

Vorlesen

Die Geschichte, der wir gelauscht haben, ist ziemlich alt: 1850 wurde das Märchen die Bienenkönigin von den Gebrüdern Grimm aufgeschrieben. Und dieses Märchen passt zu diesem Tag wunderbar. Vorgelesen hat uns der Schulsieger beim Vorlesewettbewerb.

Dafür gab es am Ende natürlich Applaus.

Dass sich Geschwister oft nicht so toll verstehen, ist nicht nur im Märchen so, dafür ist es ja auch so verblüffend das ein ganzes Bienenvolk reibungslos zusammenarbeiten kann. Auch sonst ist in der Geschichte viel zu entdecken: Insekten sind sehr wertvolle und wichtige Tiere.

Ein Imker erzählt


Bienen von Piotr Socha ist ein wundervolles Sachbuch und es eignet sich wunderbar, um dem Thema heute nahezukommen. Natürlich schaffen wir nicht das ganze Buch, und das wäre ja auch etwas langweilig, aber ein paar Zufallsseiten, von den Händen unserer Leseratten ausgewählt, sind auf jeden Fall mit drin. Und Martin kann als Imker vor Ort noch viel Interessantes dazu erzählen.

  • Bienensterben und Bestäubung von Hand

    Martin: Das ist eine ganz tolle Seite, also eigentlich eine ganz schreckliche Seite, aber auch eine tolle Seite. Wenn wir über Bienen reden, meinen wir meistens die Honigbienen. Aber Bienen sind nicht nur für Honig da. Ihre größte Leistung ist die Bestäubung. Die Bienen fliegen zu den Blüten und sammeln dort den Nektar. In den Blüten ist nicht nur der Nektar zu finden, sondern auch Pollen, der sich an den Bienen festsetzt. Und Bienen fliegen nicht nur zu einer Blüte, sondern zu vielen Blüten. Wenn eine Bien auf einer zweiten Blüte landet, wird der Pollen dort abgestreift und das nennt man Bestäubung (weil Pollen wie Staub ist, wenn man ihn verreibt). Das ist deswegen wichtig, weil sich nur dadurch eine Frucht bildet. So können Äpfel, Kirschen, Himbeeren, Zucchini, Gurken, Tomaten, also ganz viele Früchte und Gemüse, die wir essen wollen, nur so entstehen.

    Das Bild zeigt, was passiert, wenn es die Bienen nicht mehr gibt. Dann müssen wir nämlich auf Leitern klettern und mit kleinen Pinselchen in die Bäume gehen und eine Blüte zur nächsten bestäuben. Und es gibt auf der Welt schon Regionen, zum Teil in China, wo Menschen von Hand Bestäuben müssen, weil wir Menschen dort nicht genug aufgepasst haben und so viele Sachen gemacht haben, dass Bienen da nicht mehr leben können. Und sie würden keine Früchte bekommen, wenn sie nicht selbst auf die Leitern steigen und von Hand daran arbeiten. Deswegen ist das eigentlich ein ganz wichtiges Bild, so schön es hier auch aussieht, eigentlich ist es ein Mahnmal für uns, das wir darauf achten müssten, ähnlich wie in dem Märchen nicht Dinge zu tun, die anderen Lebewesen schaden, wenn wir nicht genau wissen, welchen Nutzen wir von ihnen haben können.

    Christine: Woran könnte es den liegen, dass es weniger Bienen gibt?

    LSW: Weil es weniger Wiesen gibt, dann wächsen keine Blumen, also kein Futter für die Bienen. Wenn man „Unkraut“ beseitigt, werden auch Bienenblüten weniger.

    Christine: Das ist richtig, das was viele als Unkraut entfernen, ist eigentlich oft ein Bienenparadies, so eine Wildwiese ist eigentlich perfekt. Unsere Samenbomben, die wir letze Woche gemacht haben, die können da übrigens gut helfen, schaut mal, wie die schon aufgegangen sind:

    Am Ende darf sich jeder von euch noch eine unbewässerte Samenbombe mit nach Hause nehmen. [Und wer zu Hause welche machen will, kann die Anleitung sowie den Beobachtungsbogen dazu auf unserem Blog finden.] Welche Gründe kennt ihr noch?

    LSW: Manche Menschen spritzen Mittel in den Garten und auf ganzen Feldern, die für Bienen und andere Insekten gefährlich sind.

    Christine: Ja, Insektizide trifft leider nicht nur die Schädlinge, sondern auch ganz nützliche Tiere wie die Bienen, richtig. Was noch?

    Martin: Bei den Bienen gibt es auch Schädlinge, die den Bienen schaden. Einer ist ganz besonders gefährlich bei uns, das ist die Varroa-Milbe. Als Imker müssen wir uns darum kümmern. Da werden die Bienen von uns im Sommer behandeln, damit sie überleben, beziehungsweise, wir schauen, welche Völker können denn gut mit Milben umgehen und überleben sie und die lassen wir dann vermehren.

    LSW: Wie kommen denn die Milben in die Stöcke?

    Martin: Die Milben kommen ursprünglich von der asiatischen Honigbiene. Woher die zu uns kommt, ist noch nicht ganz klar, vermutet wird, dass sie zu Forschungszwecken in den 70ern nach Deutschland gekommen ist und da ausgebrochen ist. Die asiatische Honigbiene kann ganz gut mit der Milbe leben, aber unsere Honigbiene kennt sie noch nicht. Dann gibt es in der Natur ein Phänomen, das nennt man Evolution, da passen sich die Tiere an ihre Umgebung an. Und das ist bei unseren Bienen noch nicht passiert.

    Christine: Was ähnliches gab es damals auch, als die Europäer nach Amerika gekommen sind. Die Indianer haben viele Krankheiten nicht gekannt, die wir hatten. Masern, Röteln, Erkältungen. Und als die Europäer kamen, sind viele auch durch Krieg und so gestorben, aber das Meiste war durch die Krankheiten und ihr Immunsystem kannte die noch nicht. Das gibt es im Tierreich also ganz genauso.

  • Wieder sucht sich eine Leseratte eine Zufallsseite aus.

    Martin: Das ist ein Bild auf dem zwei unterscheidliche Sachen drauf sind, die aber doch irgendwie zusammengehören. Wir haben eben gehört, dass dadurch, dass viele Flächen überbaut werden, geht auch Lebensraum für Bienen verloren. Das hier sind beides Beispiele dafür, wie wir trotzdem den Bienen Lebensraum geben können. Das eine, das was man direkt sieht, das sind die Häuser und die Bienen auf dem Dach. Was könnte das denn heißen?

    LSW: Die imkern auf dem Dach?

    Martin: Ganz genau. Das ist bei uns [auf dem Land], wo wir wohnen, etwas ungewöhnlich. Auf unserem Haus würde ich jetzt keine Bienenstöcke draufstellen. Um das Haus haben wir ja noch viel Wiese für die Bienen und auch sonst Flächen für die Bienen. Aber wo gibt es denn wenig Flächen?

    LSW: In der Stadt.

    Martin: Genau. Das hier ist eigentlich ein Bild dafür, dass auch in der Stadt geimkert werden kann. Und auch in der Stadt finden die Bienen zu fressen. Da gibt es Bäume, Parks, Friedhöfe und Balkone. Und damit sie Lebensräume haben, haben sich die Menschen überlegt, wir stellen die Bienenkörbe auf das Dach.

    Und das hier unten, das geht in eine ähnliche Richtung. Nur können wir das auch hier bei uns machen. Das, was ihr da hinten seht, diese Hölzer, das wird gerade ein riesiges Bienenhotel. Meine Frau hat im Frühjahr die Hölzer aufgesetzt und ein Bekannter geht jede Woche ein-zwei Mal vorbei und bohrt dann ein oder zwei Stunden lang mit den Kindern hier Löcher rein. Wenn das Projekt fertig ist, gibt es da eine ganze Wand, in der die Bienen wohnen können – die Wildbienen, nicht die Honigbienen.

    Und das könnt ihr auch bei euch zu Hause machen und mit euren Eltern basteln. Man muss auch keinen Holzstamm dafür nehmen. Man kann auch Bambusstäbe nehmen, steckt die in eine Dose, da reicht eine ganz einfache Suppendose, und steckt die angeschnittenen Bambusröhren rein, hängt die an eine Wand oder in den Garten. Wichtig, es sollte nicht nass werden. Und es sollte Richtung Süden zeigen.
    Und dann werdet ihr sehen, so im Mai, sind da mit Sicherheit Insekten drin. Viel werdet ihr nicht sehen, aber welche besetzt sind sieht man schon.

  • Neue Zufallsseite.

    Martin: Über die Seite können wir… 2 Stunden reden.

    Da ist im Grunde genommen so ziemlich alles drauf, was man so als Imker normalerweise braucht. Die habe ich auch fast alle in echt.
    Wisst ihr was man mit dem Smoker macht?

    LSW: Damit macht man die Bienen ruhiger.

    Martin: Richtig. Das ist ganz schön verkohlt da drinnen und wenn man hier draufdrückt kommt da ganz schön viel Qualm raus. Da drin wird einfach Holz, oder ich benutze Rinde, verqualmt und dann kommt vorne Qualm raus. Und der Qualm macht die Bienen im ersten Moment gar nicht ruhiger, sondern der macht die ganz schön nervös. Qualm bedeutet für die nämlich, oh-oh, es könnte brennen. Wenn es bei uns im Haus brennt, rufen wir die Feuerwehr und laufen ganz schnell aus dem Haus raus und können noch ganz schnell mit den Händen etwas mitnehmen. Bienen können das nicht. Aber sie müssen etwas mitnehmen, vorrätig. Und sie transportieren die Vorräte in ihrem Bauch. Die haben nämlich einen Honigmagen. Das heißt, die saugen den Honig auf und transportieren ihn.

    Also, wenn sie den Qualm riechen, dann denken die, es könnte brennen und gehen mal zur Vorsicht Honig saugen, gehen also zu den Zellen und saugen den Honig. Und dann haben die einen ganz schön dicken Bauch.
    Und genausowenig, wie ihr euch prügeln wollt, wenn ihr gerade gegessen habt, genausowenig wollen die Bienen das, wenn sie den Bauch voll haben. Das heißt, sie werden ruhiger. Das ist der Smoker, das hilft uns, dann bekommen wir nämlich keinen Streit.

    Dann gibt es die Handschuhe. Die sind schnell erklärt. Die sollte man möglichst wenig benutzen, wenn man die anhat, hat man kein gutes Gefühl und dann zerdrückt man die Bienen. Manchmal ist es aber so, dass man die Bienen wegschieben muss und dann zeiht man die an, damit man nicht gestochen wird.

    Dann gibt es den Schleier, der ist wichtig. Das ist ja nur ein Teil von meinem Imkeranzug, aber das reicht, um es zu zeigen. Den kann man drüberziehen, dann kann man gucken, aber die Bienen kommen nicht durch. Am meisten nervös wird man, wenn die Bienen einem vor der Nase rumfliegen. Und wenn man selbst nervös wird, werden die Bienen auch nervös. Deswegen zieht man gerne mal einen Schleier an, dann weiß man nämlich, dass man nicht gestochen werden kann.

    Dann hat man ein Instrument, das sieht bei mir so aus. Das sieht unscheinbar aus, ist aber eins der wichtigsten Instrumente, da nennt man einen Stockmeißel. Mit dem bekommt man die Waben auseinander und bekommt die Kisten auseinander, in denen die Bienen wohnen. Die machen nämlich überall, wo sie wohnen, Wachs und Propulis hin. Das nennt man verkippen, die kleben alles aneinenader. Und wenn man ohne so ein Werkzeug da steht, bekommt man die Kisten nicht auseinander, so fest ist das verklebt.

    Dann hat der Imker im Buch einen Anzug an, den braucht man aber nicht unbedingt. Wenn man unsere Bienen halten will, kann man normalerweise auch ohne Anzug arbeiten, ist aber ganz gut wenn man einen hat, weil die Bienen manchmal nicht so gut gelaunt sind. Heute Morgen war ich an ein paar Bienen, vielleicht war das, weil es gestern ein wenig gewittrig war, die waren nicht so gut gelaunt, da ist man ganz froh, wenn man einen Anzug hat. Aber sonst kann man normal an denen arbeiten.

    Der Besen, auch ganz wichtig. Wofür ist der?

    LSW: Wenn an den Waben Bienen sind, kann man die damit frei machen.

    Martin: Ganz richtig, wenn man die Waben von den Bienen freimachen will, kann man die wegwischen. Oder, sie krabbeln ja auch, das sind ganz viele, so 20-, 30.000. Wenn man die dann ein bisschen bewegt und die Kisten hat, dann krabbeln die da rum und man möchte sie ja nicht zerdrücken. Und deswegen fegt man die aus dem Weg, das geht mit dem Besen sehr einfach.

    Und das ist die Bienenwabe. Eigentlich ist das nur das Wachs, das Wachs hat der Imker aber in einen Rahmen gemacht, damit er das bewegen kann. Dann können wir besser in die Völker reingucken und schauen, ob es ihnen gut geht. So eine Mittelwand baut der Imker in das Bienenvolk rein und die Bienen bauen daruas heraus ihr ganzes Wabenwerk. Die Mittelwand ist aus Bienenwachs und dann kommt da nach und nach der Honig rein.

    Ja, so eine gefüllte Wand kann ganz schön schwer sein.

    Und das Bienenwachs riecht auch ziemlich interessant.

  • Martin: Die Seite ist total spannend. Was seht ihr da?

    LSW: Einen Paris-Eifelturm.
    Ein Schneckenhaus.
    Eine Spinne.
    Bienenwaben.
    Augen.
    Eier.
    Ein Pulli.
    Eine Schlange.
    Ein Maiskolben.

    Martin: Was hat das denn alles miteinander zu tun?

    LSW: Bionik.

    Martin: Genau, was heißt denn Bionik?

    LSW: Biotechnik.

    Martin: Also Biologie und Technik, genau. Und was haben die beiden miteinander zu tun?

    LSW: Die Menschen machen das nach, was sie in der Natur finden.

    Martin: Ganz genau. Das sind alles Beispiele dafür, dass die Menschen sich an der Natur ein Beispiel genommen haben und daraus etwas technisches gebaut haben, denn die Natur ist ziemlich erfindungsreich. Sie hat sich für viele Probleme eine Lösung ausgedacht.

    Wisst ihr, warum bei den Bienen denn da die Wabe steht? Die Bienenwabe ist deswegen ganz faszinieren für die Menschen, weil man richtig wenig Material aufwenden muss, um ganz viel Material lagern zu können. Das habt ihr ja vorhin gemerkt, als die leere Mittelwand durchgegangen ist und dann noch die, die mit Honig gefüllt war. Und dafür brauchen die nur ganz wenig Wachs.

    Bei dem Auge, da ist das Beispiel eine Fotoblende. Man hat gelernt, wenn es dunkel wird, geht die Pupille auf. Dann fällt mehr Licht ins Auge rein, dann kann man mehr sehen. Wenn ihr tagsüber unterwegs seid und euren Freunden in die Augen seht, die haben ganz kleine Pupillen. Wenn es so hell ist, braucht man ja auch nicht so viel Licht, um zu sehen. In einem dunklen Raum werden die Pupillen richtig groß. Bei der Blende vom Fotoaparat ist es das Gleiche, jedenfalls bei den alten Kameras. Wenn es dunkel ist, muss man die Blende ganz weit aufdrehen, damit möglichst viel Licht auf den Fotofilm fällt.

    Das hier ist ein Schnitt durch einen Knochen. Der Knochen ist so ähnlich wie bei der Bienenwabe. In unseren Knochen wird permanent alles abgebaut, was wir nicht brauchen. D.h., der Knochen ist immer nur so schwer, wie er sein muss, um uns zu tragen. Solche Konstruktionen macht man sich auch zunutze. Das können Computerprogramme heute ganz gut berechnen, wenn man im Auto Bauteile hat und das ist den und den Belastungen ausgesetzt, dann braucht man bestimmte Bauteile von dem Auto vielleicht gar nicht. Das ist angelehnt an den Knochen.

    Der Roboter ist der Spinne nachempfunden. Der bewegt dann die Beine genauso wie die Spinne es macht. Das hat ja viele Anwendungsgebiete, aber das schwere ist einen stabilen Gang hinzubekommen, damit der Roboter nicht umkippt und auch auf unebenen Flächen gehen kann.

Die Bienen entdecken

Unsere wissbegierigen Leseratten löchern den armen Martin mit Fragen. Er bleibt aber cool und beantwortet uns alles Mögliche.

Besonders am Schaukasten kann er uns zeigen, wie die Bienen arbeiten und wie sie sich benehmen, woran man die Drohnen erkennt und warum sie so große Augen haben. Da ist ganz schön was los.
Damit die Bienen nicht so viel Angst bekommen, sind die Kinder immer nur in kleinen Gruppen hingegangen und konnten so viel Neues erfahren.

Auch im Rest des Gartens gab es viel zu entdecken. Neben dem Bienenhotel, in dem wir schauen konnte, ob da schon Löcher besetzt sind, gab es einen Sonnenwachsschmelzer, mit dem Bienenwachs wiederverwendbar gemacht werden kann.

Auch einen kleinen Teich gab viel zum Entdecken her. Darunter auch die Exuvie, die Larvenhülle, von Libellen, die man an den wassernahen Pflanzen sehen konnte und mit etwas Geschick auch abpflücken konnte, um sie in die Hand zu nehmen und den anderen zu zeigen.

Den Honig kosten

Zwischendrin gab es bei dem Wetter natürlich auch eine Trinkpause. Aber nicht nur zu trinken gab es, es gab auch Martins Honig zu kosten!

Dass der Honig gut angekommen ist, war klar. Wir haben das ganze Glas Honig und einiges an Brot verbraucht. Die Honigbrote mussten wir aber schnell essen, damit die Bienen nicht angelockt werden!

Bienenwissen beweisen

Jetzt, wo wir so viel über die Bienen gelernt haben, schauen wir mal, ob wir bei diesen Schätzfragen punkten können. An eine Leine haben wir passende Nummern gehängt, und wer sich für eine Antwort entscheidet, stellt sich zur entsprechenden Nummer.

Hier ein paar Beispiele (die Zahlen haben wir aus dem Buch Bienen):

  • Vor wie viel Millionen Jahren gab es die Bienen schon?
    A: Vor 100 Millionen Jahren.
  • Wie viele Flügelschläge macht eine Biene in einer Sekunde?
    A: 230
  • Wie viele Eier kann eine Bienenkönigin an einem Tag legen?
    A: 2.000 an einem Tag
  • Und die Bienenkönigin ist die einzige, die mehrere Jahre lebt. Wie viele Eier sind das in Millionen in ihrem ganzen Leben?
    A: 1
  • Vor wie vielen Jahren bauten die Ägypter schon Bienenstöcken?
    A: 4.000
  • Stellt euch ein Feld mit Rapsblüten vor. Wie viele Rapsblüten kann eine Biene in einer Minute bestäuben?
    A: 20
  • Bei einer Lebensleistung von 4-7 Bienen, wie viele Teelöffel kommen dabei raus?
    A: Ein einziger Teelöffel

Das war eine gelungene Vorlesestunde an einem ungewöhnlichen Ort! Martin kannte sich richtig gut aus und hat uns viel beigebracht.

Habt ihr schonmal an einem ungewöhnlichen Ort gelesen? Ich habe mal mein Buch auf einer Seilbahn aufgeschlagen – ich musste unbedingt wissen, wie es weiterging.

Ret

{Elefantenstunde} – Knick im Rüssel

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Kamfu mir helfen?


Na fo waf, da ift der Elefant hingefallen und hat sich den Rüssel verknickt! Wie bekommt er den nur wieder gerade? Zum Glück gibt es auch andere Tiere mit Rüssel, die er fragen kann…

Sprachfehler, lustige Reime, unmögliche Tipps von Tieren und eine Prise Schadenfreude – ein vielseitiges Buch. Dass dieses Buch genial für zwischendurch ist und dass es sich gut zum Gruppenstundenplanen eignet, das haben andere schon vor uns gemerkt: Borromäus (PDF), Ohrenspitzer (PDF), Filmwerk (PDF). Da fiel es uns ja wirklich leicht, Ideen zu finden. Doch bevor es losging:

  • Begrüßung:
    Normalerweise werfen wir uns zur Begrüßung Leni Leseratte zu, aber diesmal haben wir sie uns elefantisch per Rüssel (Arme verschränkt, eine Hand an die Nase, die andere zum Greifen) weitergereicht.
  • „Heute machen wir was mit Elefanten, oder?“
    Ja, das stimmt, aber welche Tiere haben denn sonst noch einen Rüssel? Unsere Lesemäuse sind ziemlich schlau und wussten schon längst, welche Tiere dazugehören.

Und dann konnte es losgehen.

Spiele

Puh, ganz schön warm heute. Wir wissen ja, wie unsere Kleinen bei dem Wetter drauf sind. Da muss erstmal elefantastisch ausgetobt werden! Also bekommt jeder einen Rüssel (einen Strohhalm). Damit nichts verwechselt wird und ein Kind das andere ansabbert, wird jeder Rüssel natürlich gekennzeichnet (und im Notfall gibt es Ersatzrüssel).

Wasser-Rüssel

Genau wie in der Geschichte wollen wir auch unsere Rüssel ins Wasser tauchen. Aber was ist das? Die Wasserstelle (eine Schüssel) ist leer? Wir Elefanten müssen mit unseren langen Rüsseln von den Quellen (jeder Elefant bekommt einen eigenen gefüllten Becher, dann wird das weniger eklig) ans Wasserloch tragen. Bereit? Dann los!

Saugen…

… und in die Schüssel rein, bis alles voll ist.

Geschafft! Jetzt ist die Wasserstelle wieder voll und wir haben unsere erste Aufgabe erfüllt.

Rüssel-Fußball

Ein Elefant vergisst nie! Deswegen haben unsere kleinen Elefanten auch nicht vergessen, was diesen Sommer ansteht: die Fußball-WM. Aber mit den schweren Elefantenfüßen würde so ein Fußball schnell zertrampelt sein. Echte Elefanten spielen lieber mit dem Rüssel Fußball, also bauen wir uns unser maßstabsgerechtes Feld auf (zwei Tische) und besorgen uns den maßstabsgerechten Fußball (einen Tischtennisball) und lassen immer 2 gegen 2 antreten (Elefanten brauchen viel Platz). Der Ball wird in die Mitte gelegt… und beim Anpfiff wird mit dem Rüssel gepustet, damit der Ball hoffentlich von der Tischseite des Gegners herunterfällt.

Es wurde spannend, aber am Ende, nach zahlreichen Erfolgen und Toren, gab es ein klares Gewinnerteam mit 2 Toren Vorsprung!

Basteln

Jetzt, wo wir elefantastisch ausgetobt sind, wollen wir uns Elefanten basteln – einmal einen Elefanten mit Knickrüssel, so wie im Buch, und einen Elefanten mit geradem Rüssel:

[Druckvorlage als PDF]

Wobei der Knickrüssel für die Lesemäuse am interessantesten waren.

„Da sitzt er nun und schaut recht dumm,
denn seine Nase ist ganz krumm.“

Das geht ganz einfach. Man malt einen Elefanten an und schneidet ihn aus. Augen dürfen natürlich auch nicht fehlen.

Dann schneidet man sich 2 gleichgroße, lange Streifen Papier aus und bemalt sie von beiden Seiten. Die beiden Streifen werden an einem Ende im rechtwinklig aneinander angeklebt.

Wenn man das hat, kann man den Rüssel knicken. Immer eine Seite auf die andere drauffalten, bis die sogenannte Hexentreppe gefaltet ist. Wer dabei Hilfe braucht, kann sich dieses Video zur Anleitung anschauen.

Es fehlt nur noch ein Schritt: Die beiden übriggebliebenen Enden müssen zusammengeklebt werden, damit der Rüssel hält und dann kann er schon an den Elefanten geklebt werden.

Den Elefanten mit dem geraden Rüssel kann man einfach ausmalen, ausschneiden und den inneren Kreis mit einer Prickelnadel ausstechen. Fertig ist eine trompeterische Elefanten-Fingerpuppe!

Tröt-tröt und bis zum nächsten Mal!

Ret

Das Kaninchenrennen (von Boris Koch)

Ein cleveres Buch über die scheinbar kleinen Ungerechtigkeiten. Und spannend bis zum Schluss!

Die Kleinstadt Niederrhode könnte verschlafen langweilig sein, aber stattdessen dreht sich hier alles um Kaninchen und das jährliche Kaninchenrennen. Dadurch wird einiges ziemlich schräg und einmal im Jahr drehen alle durch, den alle 10-jährige bekommen ein Kaninchen und natürlich wollen sie im Kaninchenrennen gewinnen. So auch Tim… aber durch eine Reihe von Missgeschicken bekommt er ein dreibeiniges Kaninchen! Wie soll er da nur gewinnen? Langsam lacht ihn die ganze Stadt aus, denn es gibt da noch die Geschichte seines Vaters. Aber Tim gibt nicht auf und zusammen mit seinen neuen Freunden Pascal und Lissy bereitet er sich auf das Rennen vor…

Kurztipp

 

Idee & Umsetzung:  redfull redfull redfull redfull redfull 5/5
 Viele Geschichten, die „Probleme“ behandeln, haben normalerweise das „Problem“ thematisch stark im Vordergrund – und solche Bücher sind wichtig, aber sie können zäh werden. Hier sind die verschiedenen Umstände, die von der Gesellschaft abgelehnt werden, eher ein fester Bestandteil einer sonst sehr rebellischen Geschichte und es spielt fließend in die Situation ein. Ich bin beeindruckt.

Wenn Kaninchen so wichtig werden wie in dieser Geschichte, dann spielt es nicht wirklich eine Rolle, ob man ein Junge oder ein Mädchen ist – aber Traditionen sehen das vielleicht anders, denn Mädchen bekommen nur Zwergkaninchen. Ein Grund mehr, sich verbissen zur Ziellinie vorzukämpfen. Wenn Gewinnen so wichtig ist, wie herausfordernd ist es dann, gar nicht mitzumachen? Wenn jeder meint, dass drei Beine für ein Kaninchen nicht ausreichen und deswegen noch mehr Hindernisse erstellen, ist das gerecht?

Personen: redfull redfull redfull redfull fullbook 4/5
 Starke Figuren. Die beste Eigenschaft ist hier aber eine, die sich in den wenigsten Kinderbüchern richtig findet: sie entwickeln sich und sie ändern ihre Meinung – und vor allem der Held der Geschichte. Sie stellen erfolgreich Dinge in Frage und irren sich manchmal. 👏
Schreibstil: redfull redfull redfull redfull fullbook 4/5
Weltenbau: redfull redfull redfull redfull redhalf 4,5/5
Niederrhode ist eine etwas merkwürdige Stadt, aber sie ist von hinten nach vorne durchdacht. Seit die Stadt vor 400 Jahren durch das unbekannte Kaninchen auf eine Gefahr aufmerksam geworden ist, durchdringen Kaninchen und das Rennen das alltägliche Leben, die Regeln, den Unterricht und das Denken der Bewohner.
Am Ende hatte ich richtig das Gefühl, einen guten Teil der Stadt und deren Bewohner kennenzulernen.

Man kann das Buch mit Fantasy-Romanen vergleichen, nur mit Kaninchen statt Magie – und ganz besonders wichtig ist bei Fantasy immer, dass trotz der ungewöhnlichen Situation trotzdem alles glaubwürdig wirkt – das macht es doppelt so schwierig, aber Boris Koch hat es hinbekommen. Es hätte an jeder Stelle schiefgehen können, aber nie habe ich mich als Leser unterschätzt gefühlt.

Geschichtsstrang & Spannung: redfull redfull redfull redfull fullbook 4/5
Das Buch habe ich fast in einem Rutsch gelesen. Die Geschichte ist immer in Bewegung, aufmerksam und jederzeit bereit einen kleinen Haken zu schlagen.
Lesespaß: redfull redfull redfull redfull redhalf 4,5/5
Ich war überrascht, wie erfrischend gerissen der Autor das alles eingefädelt hat und freue mich schon darauf zu erfahren, wie er am Samstag die Lesung hinbekommt.

Ein kleiner Gedanke zu den Illustrationen: Es gibt ein Daumenkino in der Seitenecke, was ein klarer Pluspunkt ist, schade nur, dass dadurch eigentlich schon das Ende vorweggenommen wird. Außerdem sind sowohl da als auch auf dem Cover weniger Kaninchen als eher Hasen zu sehen.

Buchtipp von Ret

{Tierbilder} Diese Puzzleteile gehören zusammen

„Wir gehören zusammen“ von Britta Teckentrup ist ein interessantes Buch. Zum einen ist es zum Vorlesen gedacht, mit Reimen und lustigen Tierbeschreibungen. Zum anderen ist es zum Entdecken gemacht: Auf jeder Seite findet man eine Menge ähnlicher Tiere – mal haben Hunde ähnliche Farben, Fische haben ein anderes Schuppenmuster und Käfer haben unteschiedliche Fühler – aber nur zwei sehen genau gleich aus. Genau die richtigen zwei Tiere zu finden ist ein echtes Leseerlebnis – solange in der Gruppe der Lesemäuse nicht zu viele nach vorne drängeln. 😉

Aber nur weil die Kinder das Buch nicht zu Hause haben, heißt das nicht, dass sie mit dem Suchen nach zusammengehörenden Teilen aufhören müssen! Seit mehr als einem Jahr haben wir in unseren Schränken Blanko-Puzzles herumliegen. Zeit, sie einzusetzen.

Hund & Katze

Weil auf den Puzzles nur schlecht radiert werden kann, hat jeder erstmal eine Vorzeichnung gemacht. Die verschiedensten Lieblingstiere haben mit Bleistift und Filzstift ihre Form bekommen… auf dem Puzzle werden sie nachgemalt und bekommen ihre endgültige Farbenpracht.

Am Schluss ist noch genug Zeit, das eigene Puzzle zu lösen.

Wichtig ist, dass das Tier so viel Platz auf dem Puzzle einnimmt, wie es möglich ist. Am besten wird alles, inklusive Rahmen, ausgemalt.

Kaninchen

 

Fledermaus
Spinnen
Fische
Hund

Viel Spaß beim Puzzlen!
Ret

{Das Schlaf} Watteschafe… ich meine, Watte-Schlafe

Flix ist Comiczeichner, aber diesmal hat er ein Bilderbuch geschrieben: Das Schlaf.

Das Schlaf mit Aktenkoffer

Das Schlaf ist genial, auf jeder Seite gibt es Sachen zu entdecken und etwas zum Lachen oder zum Schmunzeln (und Flix ist ein wunderbarer Zeichner). Leider konnten wir die Kinder mit der Geschichte nicht zum Schlafen überreden, deswegen mussten wir uns etwas anderes ausdenken:

Ich war mal wieder fleißig… ungefähr einmal im Jahr gestalte ich eine druckfertige Bastelvorlage. Was ihr für die Schafe Schlafe braucht:

  • Festes Papier (A4) für die Vorlage
  • Schere
  • Wattepads
  • Einen Stift, um die Schablone auf der Watte nachzuzeichnen

Und so geht’s:

Die Wattepads zur Hälfte durchschneiden
  1. Schneidet die alle Vorlagen aus.
    • Den Kopf und die kleinen Kreise braucht ihr vielleicht nur einmal auszuschneiden, die sind nur als Schablone gedacht.
    • Ein Schaf besteht aus einer Körper-Vorlage, zwei Bein-Vorlagen und 14 Wattepads
  2. Malt mit einem Stift auf je ein Wattepad die Schablonen nach. Insgesamt braucht ihr:
    • Einen Kopf
    • Zwei Kreise

    Die Wattepads dann an den nachgezeichneten Linien ausschneiden und in die Einschneidelinien reinschneiden.

  3. Die übrigen Wattepads in der Mitte halb durchschneiden.
  4. Die Wattepads in den Körper stecken.
    • Die ausgeschnittenen Wattepads sind für bestimmte Stellen gedacht: der Kopfteil für den Kopf, einer der Kreise dahinter, in den Hals, der andere Kreis in den letzten Schlitz am Po.
    • Ich empfehle, von einem Ende zum anderen vorzugehen.
  5. Erst zum Schluß kommen die Beinteile in den Körper.
Prickeln ist nicht empfohlen – sehr zeitaufwändig und die Schlitze müssen unbedingt mit der Schere geschnitten werden

Ein paar Dinge kann man noch ausprobieren:

  • Den Kopf statt als Wattepad einfach als Papier reinstecken.
  • Die Wattepads auseinanderreißen und entweder die Hälften einzeln in die Schlitze stecken oder beide Hälften seitenverkehrt zusammen reinstecken. Dadurch wird das Schaf schön flauschig. Leider wird es sehr viel schwerer, die Wattepads reinzustecken. Aber für den Kopf oder für das Endteil ist es vielleicht eine Überlegung wert.
  • Auf das Kopfteil können noch Augen aufgemalt oder -geklebt werden.
Am besten erst außen alles abschneiden und dann die Schlitze ganz am Schluß
Herde #1
Herde #2
Eins… zwei… dr… zzzzzz…
Määh!

Gute Nacht.
Hat Spaß gemacht.
Bis nächstes Mal.

Ret

{Klappwürfel} Lieselotte-Versteckbox

Warnung: Dieses Bastelprojekt war zeitintensiver als geplant. Man sollte mindestens zwei Stunden  und etwas Gedult dafür vorsehen.

Lieselotte lauert – damit hat eine der besten Bilderbuchreihen angefangen. Von den Zeichnungen, über den Humor und den Running Gags, bis hin zu den genialen Geschichten, Lieselotte ist bei vielen Kindern einfach die Nummer 1. In diesem ersten Band lauert unsere Lieblingskuh in den besten Verstecken auf den Postboten.

Also haben wir Lieselotte und mehr auch versteckt: in einem Würfel.


Farbwürfel


Lieselotte-Würfel

In diesen Würfeln steckt viel Arbeit. Wer das nachvollziehen möchte und seinen eigenen Klappwürfel basteln will, kann das mit dieser Vorlage machen (oder mit dieser Vorlage ohne schwarze Flächen).

Ein Klappwürfel besteht aus insgesamt 8 kleineren Würfeln. Bevor es ans Basteln geht, kann man die weißen Flächen bemalen. Sobald diese kleineren Würfel ausgeschnitten, gefaltet und mit Klebestreifen zusammengeklebt sind, stellt man alle 8 Würfel zu einem großen Würfel auf. Dabei ist wichtig, dass entweder nur weiße Flächen oder nur schwarze Flächen von allen Seiten zu sehen ist.

Als letzter Schritt müssen die Würfel mit Scharnieren versehen werden. Wo die Klebestreifen befestigt werden müssen, sieht man in dieser Animation:

Wichtig ist, dass der Würfel dann vorsichtig aufgeklappt wird, damit die Scharniere auch von der Innenseite mit Klebestreifen nachbefestigt werden, sonst fällt der Würfel schnell auseinander.


Zahlenwürfel

Insgesamt hat unsere Gruppenstunde eigentlich gar nicht dafür gereicht. Trotzdem haben es einige Kinder geschafft, ihre Versteckwürfel fertig zu bekommen – unterstützt von Christines leckeren Nussecken!

Und doch: Für viele war es etwas frustrierend, dass die Zeit einfach nicht gereicht hat. Als Wiedergutmachung bringe ich den Kindern nächste Woche etwas zu Naschen mit. Versprochen!


Buchstabenwürfel

Zuhause weitergebastelt – es klappt!

Die Würfel, die fertig geworden sind, finde ich aber sehr gelungen und ich mag die Idee. Man muss nur besser planen können!

Was ich mir vornehme.

Ret

Die Welt der wilden Tiere – Im Süden (von Dieter Braun)

Die Welt der wilden Tiere – Im Süden
(von Dieter Braun)
ISBN: 978-3-86873-734-9
Verlag: Knesebeck
140 Seiten

Unser Planet hat eine wahnsinnige Artenvielfalt mit so vielen schönen Tieren. Leider ist der Mensch heute die Hauptursache für das Aussterben von Tierarten. Wenn wir uns klarmachen, wie wertvoll gerade das ist, was uns noch unbekannt ist, haben sie vielleicht eine Chance. Was geht also auf der anderen Seite der Erde vor?

Tiersachbücher gibt es jede Menge. Trotzdem sticht manchmal eines heraus, weil es anders und wundervoll ist. In diesem Buch werden 88 exotische Tiere aus der unbekannteren südlichen Hälfte unseres Planeten vorgestellt – in größter Farbenpracht und in stilisierter Form. Die Bilder sind etwas Besonderes: In einem Sachbuch sieht man normalerweise Fotos oder realistische Zeichnungen, aber hier sind sie in Computergrafiken flächenartig abgebildet – ohne dass Details vermisst werden. Sie erinnern an Scherenschnitt und Origami, mit glatten Kanten, deckenden Farbflächen, Drucktextur und geometrischen Formen.

Die Tiere kommen aus Südamerika, Afrika, Asien, Australien und Antarktika und sind mit Namen und lateinischen Bezeichnungen gekennzeichnet. Die Hälfte der Tiere hat einen kurzen Text mit Lebensraum, Verhalten und interessanten Wissensstückchen.

Dieses Buch fällt auf. Das grafische Design überzeugt mit satten Farben und (trotz Stil) maßgetreuen Formen. Manche Illustrationen bedecken eine Seite oder sogar Doppelseiten, andere spielen mit dem weitflächigem Weiß der sonst leeren Seite. Als Nachteil ergibt sich leider, dass die Texte zu den Tieren relativ kurz sind (und dass die Hälfte der Tiere gar keinen haben). Trotzdem ist es eine wunderbare Einleitung in die fremdartige Welt der Tiere.
Es ist so schön zum Ansehen. Beim Durchblättern läuft mir das Wasser im Mund
zusammen.

Was mir auch noch gefallen hat: Am Ende des Buches sind alle Tiere im Index nochmal illustriert aufgeführt.
Meine Favoriten im Buch: Kolibri, Buckelwal, Kalong.

Kurztipp

Bilder: redfull redfull redfull redfull redfull 5/5
Jedes einzelne Bild sollte als Poster aufgehängt werden!!!
Text: redfull redfull redfull redhalf fullbook 3,5/5
Leider ein bisschen wenig…
Buch- und Bildergröße: redfull redfull redfull redfull redfull 5/5
Mit mehr als A4 schön großformatig, aber nicht zu groß für’s Regal.
Preis/Leistung: redfull redfull redfull redfull fullbook 4/5
Gerechtfertigte 30 € für eine Fülle an professionellen Bildern.
Lesespaß: redfull redfull redfull redfull redhalf 4,5/5

Buchtipp von Ret Samys

{Mausreise zum Mond} Armstrong

Vor zwei Wochen haben wir begeistert eines unserer Lieblingsbilderbücher gelesen: Lindbergh – Die abenteuerliche Geschichte einer fliegenden Maus. Was liegt da näher als Torben Kuhlmanns neuestes Buch zu lesen und damit kreativ zu arbeiten? Armstrong beschreibt das vielleicht spannendste Kapitel der Mausheit (und Menschheit): die ersten Astronauten auf dem Mond.

Doch bevor es mit dem Abenteuer anfängt, spielen wir eine Runde Reise zum Mond, denn Astronauten müssen sich ja richtig auf ihre Mission vorbereiten. Nachdem jeder die Astronautenausbildung abgeschlossen hat, geht es los…

MOND! Schnell zugreifen.

…aber nicht irgendwie. Die Reise zum Mond dauert mindestens 3 Tage. Und weil Armstrong (trotz Kürzungen) so ein dickes Buch ist, haben wir genug Proviant mitgenommen. Aber es muss bei so einer vollen Rakete natürlich gut eingeteilt werden, also darf nur zugegriffen werden, wenn das Wort „Mond“ vorgelesen wird. (Dank einer Veranstaltung waren wir zum Glück nicht zu viele Kinder, sonst wäre es vielleicht etwas chaotisch geworden.)

Als Proviant gab es in der Samstagsmorgensgruppe Trauben und Mini-Brezeln. In der Juniorengruppe bekam jeder ein Babybel einen Vollmond und ein Brause-Bonbon Raketenpulver.

Ohne Einfallsreichtum hätten wir es nie auf den Mond geschafft. Hier konnte jeder seinen inneren Ingenieur beschwören und seine eigene Rakete fliegen lassen. Eine Rakete auf den Luftballon malen, einen Strohhalm fest draufkleben, und schauen, wer am weitesten die Schnur entlangfliegen kann.

Fallenlassen – klatsch

Doch eines ist noch wichtiger als auf den Mond zu kommen: Die Astronauten müssen auch wieder sicher und unversehrt zurück auf die Erde kommen. Die Abenteuermaus war schlau genug, um sich dafür ein System auszudenken. Mit Fallschirm und Polsterung haben wir unser Bestes gegeben und in Teams 3 Astronauten-Eier so gut wie möglich geschützt. Beim Fallenlassen haben wir erneut festgestellt, dass Raumfahrt nicht einfach sein kann. Ein Ei hat überlebt.

Mit Zaubersand haben wir schon länger nicht gearbeitet! Er eignet sich super für eine Mondlandschaft.

Aber wir sind ja nur Astronauten, und wir können darauf bauen, dass die Profis bei NASA und ESA mehr davon verstehen. Wir haben hart trainiert, und jetzt ist es soweit. Zum krönenden Abschluss basteln wir unsere eigene Flagge und setzen sie auf unsere Mondlandschaft!

In Gedenken an alle Astronauten-Eier, die für immer verloren, aber niemals vergessen sein werden
Ein kleiner Schritt für mich…
… aber ein großer Schritt für die Menschheit.

Genau wie die Maus hat jeder sein eigenes Logo auf die Fahne gemalt.

Mission erfüllt! Wer dann noch nicht genug hat, hat hier noch die Gelegenheit, sein Wissen zu beweisen – oder es aufzufrischen:

Mondquiz

Wer das Lösungswort zum PDF-Quiz braucht, sollte die folgende Textstelle markieren:

ARMSTRONG (RAUMFAHRT und MONDPHASE sind falsche Fährten)
Ex luna, scienta
Ret

Maulwurfstadt (von Torben Kuhlmann)

Maulwurfstadt
(von Torben Kuhlmann)
ISBN: 978-3-314310274-5
Verlag: NordSüd
32 Seiten
Ab 4 Jahren

Torben Kuhlmanns Bilderbücher fallen auf: aufwendige, realistische Illustrationen mit Steampunk-Ambiente und Retro-Look. Klar, dass sich da das Thema Erfindergeist und
Industrialisierung und ihre Auswirkungen auf die Umwelt sehr gut eignen.

Maulwurfstadt erzählt sich fast ohne Worte. Eine kleine Einleitung und ein Abschlussatz, sonst nichts. Die Bildder sind dafür umso aussagekräftiger. Mit einem Maulwurf und einer grünen Wiese fängt es an, dann kommen mehr. Tunnel und Wohnräume werden gegraben. Zuerst ist noch alles gemütlich und überschaubar, aber dann kommen immmer größere Maschinen, verzweigtere Netzwerke und mehr Papierverwaltung. Aus einem Hügel werden schnell sehr viele und die früher grüne Wiese ist jetzt nicht mehr zu erkennen.

Genauso wie der Vorgänger Lindbergh ist das hier ein detailreiches Meisterwerk. Die „Fotos“ im Umschlaginneren, der Weltenaufbau mit den vielen technischen Details, die Maulwürfe im Arbeitsalltag… mann kann das Buch mehr als nur zweimal in die Hand nehmen und Neues entdecken.

Als älterer Leser bin ich da stark angesprochen, aber für Kinder im Bilderbuchalter sind die Brauntöne und die realistischen Bilder nicht automatisch ein Hingucker. Das ist sehr schade, denn das Buch ist natürlich sehr wohl für sie geeignet – aber gerade mit den Parallelen zur heutigen Entsprechung der Umweltverschmutzung und mit dem wenigen Text ist es vielleicht eher ein Buch, das sich mit einem Erwachsenen vervollständigt.

Besonders fies ist der eingebaute Silberstreifen am Horizont. Die Geschichte scheint ausschließlich in Richtung Industrialisierung, Umweltverschmutzung und Überfüllung zu gehen… bis man bemerkt, dass, anders als die Umschlagseiten am Anfang, die letzten Umschlagseiten in Form von Fotos und Zeiungsausschnitten tatsächlich eine Wendung bringen. Das ist zwar wahrscheinlich gewollt, aber trotzdem gemein versteckt.

Kurztipp

Idee & Umsetzung: redfull redfull redfull redfull fullbook 4/5
Einrucksvolles Buch. Die Geschichte ist einfach, es gibt nur wenig begleitenden Text.
Bilder: redfull redfull redfull redfull redfull 5/5
Eine Wucht!
Text: redfull fullbook fullbook fullbook fullbook 1/5
Insgesamt 5 Sätze…
Buch-/Bildergröße redfull redfull redfull redfull redfull 5/5
Ideal für die Bilder ist alles schön groß.
Geschichte: redfull redfull redfull fullbook fullbook 3/5
Eindimensional, aber gut ausgeführt.
Tiefsinn: redfull redfull redfull redfull fullbook 4/5
Eine fast schon ideale Einführung in das Thema.
Vorlesen: redfull redfull redfull redhalf fullbook 3,5/5
Bei der Gelegenheit kann man das Thema weiter ausführen.
Lesespaß: redfull redfull redfull redfull fullbook 4/5

 

Buchtipp von Ret Samys