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Ein Eichhörnchen redet mit einem Vogel. Illustration von Nguyễn Thị Ngọc Bích, CC-BY

Es geht in den Herbst!

Hallo liebe Leseratten,

der Herbst ist da! Bunte Blätter trudeln durch die Luft. Es regnet ständig und nicht selten weht ein wilder Wind.

Mögt ihr den Herbst? Als echte Leseratte genieße ich die Zeit, in der ich mich aufs Sofa kuscheln kannund bei Regenwetter kein schlechtes Gewissen habe, wenn ich ganz viel lese.

Außerdem kann man im Herbst natürlich super basteln. Deshalb haben wir heute eine kleine Mach-was-draus-Kiste für euch. Was sich genau dahinter verbirgt und welche Geschichte wir passend zu einem Teil des Inhalts für euch haben, erfahrt ihr im Video.

Na, das ist doch mal eine Kreativ-Challenge! Wir sind supergespannt, was ihr euch ausdenkt und was ihr zum Basteln nutzt!

Außerdem fordern wir euch zu einem kleinen Gedichte-Wettbewerb heraus.

Wir wollen von euch kleine Herbstgedichte.

Dazu haben wir folgende Aufgabe: versucht folgende Worte in euer Gedicht einzubauen:

  • Blätter
  • Bäume
  • Regen
  • Kerzen
  • Pfütze
  • Eichhörnchen
  • Kastanien
  • Igel
  • Orange
  • Rot
  • Braun
  • Gelb
  • Drachen

Bekommt ihr mehr als fünf Wörter unter?

Dann dürft ihr euch Reimezwerg nennen.

Ihr schafft mehr wie acht Wörter?

Dann habt ihr den Rang eines Reimemonsters erreicht.

Ihr schafft über zehn?

Yeah! Dann habt ihr den Titel Gedichttiger verdient.

Ihr habt tatsächlich alle Wörter in ein Gedicht eingebaut?

Dann habt ihr den ehrenwürdigen Titel Reime-Großmeister errungen. Herzlichen Glückwunsch!

Wir sind gespannt auf eure Ideen! Lasst euch gerne helfen, wenn ihr nicht weiter kommt. Und schickt uns eure Gedichte gerne in unsere WhatsApp-Gruppe (ob als Text oder Foto, ist ganz egal).

Wir wünschen euch eine wunderbare Herbstzeit!

Liebe Grüße

Christine und die Betreuer der Lese- und Schreibwerkstatt

Christine hält 2 gebastelte Käfer in der Hand

Die Käfer sind los! Insekten-Überfall

Hallo meine lieben Leseratten,

in dieser Woche krabbelt es in Lese- und Schreibwerkstatt. Nach dem Summen der Bienen kommt heute das Surren der Käfer und allgemein der Insekten dran. Und wir haben uns so schöne Sachen für euch ausgedacht. Es wird gleich doppelt kreativ: einmal könnt ihr euch an einem Origamischmetterling versuchen und dann haben wir noch bunte Käfer für euch im Gepäck. Und Quiz und Memory… ach, schaut euch am Besten schnell das Video an. Ja, und ein kleines Gedicht gibt es heute auch noch.

Ein Tipp für die Käfer: Ich habe euch Vorlagen gemacht, die ihr nutzen könnt. Dazu knickt ihr Papier einfach einmal um, so dass ihr die Vorlagen nur zur Hälfte aufmalen und ausschneiden müsst. Natürlich könnt ihr auch ohne Vorlagen eure eigenen Formideen ausschneiden!

Für die Käfer in der Variante mit den Verpackungen ist oft das Papier zu dick zum Falten. Da könnt ihr die Vorlage bis zur Mitte zeichnen und dann spiegelverkehrt auf die andere Seite legen. Oder auch hier: einfach drauflos schneiden.

Meine Kinder haben beim Basteln ihrer Fantasie freien Lauf gelassen und ihren Käfern dann auch gleich Namen gegeben wie beispielsweise der grüne Blatt-Tarnkäfer. Dabei haben sie überlegt was der wohl frisst und wo er lebt. Vielleicht hilft euch das Fantasiebonbon ja dabei, euch auch einen kleinen Käfersteckbrief auszudenken? Schickt mir gerne ein Bild von Käfer und Steckbrief. Wir sind gespannt auf eure Ideen.

Noch mehr Fotos von den Käfern und den Vorlagebogen findet ihr auf little. red. temptations.

Das Super-Insekten-Quiz

Das Lösungswort zur PDF-Ausgabe findest du, wenn du die ganze Box markierst:

EXOSKELETT ist richtig – VERPUPPUNG und PUNKTAUGEN sind falsche Fährten

 

Insekten-Sicht-Memory

 

Wir wünschen euch gaaaaanz viel Freude beim Ausprobieren!

Christine und die Betreuer der Lese- und Schreibwerkstatt

{Die Reise} oder die magische Welt zwischen den Buchdeckeln

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Es gibt Bücher, die ziehen mich beim ersten Durchblättern in ihren Bann. Sofort habe ich dann Ideen im Kopf, was ich mit diesem Buch mit meinen kleinen Leseratten machen möchte. Sehe vor meinem inneren Auge wie ich die Gruppenstunde gestalten möchte.

Ein solch magisches Buch ist für mich „Die Reise“ von Aaron Becker, erschienen im großartigen Gerstenberg Verlag. In der Geschichte, die so ganz ohne Worte auskommt, geht es um ein Mädchen für das niemand Zeit hat. Es langweilt sich und hat zum Glück ein magisches Stück Kreide in der Hand. Mit diesem beginnt die wundersame Reise in eine fremde Welt.

Die Bilder sind so stimmungsvoll und bieten so viel Raum zum entdecken. Ich war von Anfang an verzaubert von der Geschichte. Und diesen Zauber wollte ich natürlich auch bei den Leseratten gleich zu Beginn erwecken. Deshalb habe ich zuhause für jeden ein Stück Zauberkreide vorbereitet. Dazu habe ich Wachsmalstifte hübsch verpackt und jedem Kind vor der Vorleseaktion ein Stück Zauberkreide geschenkt.

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Zudem bekam jedes Kind ein Blatt Papier, das in vier gleichgroße Stücke eingeteilt werden musste. Und ganz wichtig natürlich: für jedes Kind gab es ein Fantasiebonbon. Diese Bonbons lutschen wir immer am Anfang der Gruppenstunde um möglichst viel Fantasie zu bekommen.

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Wir haben das Buch erst in unserer Vorleseecke zu lesen begonnen. An der Stelle an der das Kind dann durch die magische Tür tritt, durften auch unsere Leseratten durch eine magische Tür treten.Im Vorfeld habe ich mit roter Kreide auf einen großen Papierbogen eine rote Tür gemalt und diese auf einer Seite aufgeschnitten, so dass nun auch alle Kinder durch die Tür in die Geschichte eintreten konnten.

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Nun ging es richtig los. Wir hatten ein Bilderbuchkino vorbereitet in dem die Kinder nun Platz nahmen. Wir schauten uns die Bilder an und entdeckten gemeinsam, was dort alles zu sehen war. Besonders spannend wurde es immer dann, wenn die rote Kreide zum Einsatz kam. Denn bevor ich die Bilder dazu zeigte, ließ ich die Kinder überlegen, was das Mädchen wohl für eine Lösung finden würde.

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Die Zauberkreiden kamen zum Einsatz und die Kinder entwickelten unglaubliche Ideen, wie es weitergehen könnte. Wir verglichen die Zeichnungen miteinander und waren verblüfft, wie viele herrliche Ideen da zustande kamen.

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An dem Steg überlegen die Kinder beispielsweise ob die Brücke einfach weitergehen könnte.

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Am Wasserfall wurde gegrübelt, ob sie sich vielleicht eine Rutsche malt um hinunter zu rutschen oder eher ein Flugzeug malt. Oder vielleicht eine Wolke, auf der das Boot weiterfahren/fliegen könnte?

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Und wie sollte das Mädchen aus dem Käfig entkommen? Würde der Vogel helfen? Malt sie sich einen Schlüssel für das Schloß und einen Sattel für auf dem Vogel zu reiten?

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Oder am Ende: was würde mit den Reifen geschehen? Würde damit der Vogel dressiert werden oder würden die Kinder zusammen Hulahoop tanzen? Oder sind es die Räder von einem Eisauto?

Ach, was war das spannend. Und wir waren allesamt verzaubert, von dem Buch, von der vielen Fantasie die im Raum lag. Von den magischen Ideen, die die Kinder hatten. „Ach, wie schade, dass es keine echte Zauberkreide gibt.“ wurde da geseufzt.

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Und im Anschluss durften die Kinder dann selbst zu Weltenerfindern werden. Denn die Aufgabe lautete hier, wie ihre Welt aussehen würde, wenn sie ein Stück Zauberkreide hätten.

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In der nächsten Woche werden wir die Geschichte noch einmal zum Anlass nehmen um dann als Forscher unterwegs zu sein. Denn wir wollen experimentieren. Da es in dem Buch ja immer wieder andere Fortbewegungsmöglichkeiten gibt, werden wir verschiedene Experimente aufbauen mit dem Ziel, herauszufinden wie man sich fortbewegen kann.

Da wird es Ballonraketen geben, Fallschirmspringer, Papierflieger und Korkflosse und dabei werden wir erforschen, wie die einzelnen Fortbewegungsmöglichkeiten funktionieren. Doch davon im nächsten Beitrag mehr. Und dann verrate ich euch auch noch ein schönes Gruppenspiel passend zum Thema „Die Reise zum Mond“.

Neben der Lese- und Schreibwerkstatt setze ich das Buch übrigens auch sehr gerne bei den „Lesestart für Flüchtlingskinder“-Seminaren ein, die ich für die Stiftung Lesen gebe. Bei diesen Seminaren geht es darum, engagierten Menschen zu zeigen, wie sie mit Büchern mit Kindern arbeiten können die nicht oder kaum die deutsche Sprache kennen.

Und gerade dieses wortlose Buch funktioniert so fantastisch um es auch ohne gemeinsame Sprache zu entdecken.

Ach, was soll ich sagen: ich liebe liebe liebe dieses Buch!

Liebe Grüße

Christine

 

{Märchen der Welt} Eine Reise in die arabische Welt

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Eine ganz besondere Märchenreihe gibt es in der Lese- und Schreibwerkstatt seit vielen Jahren. „Märchen der Welt“ haben wir sie getauft und die Idee die dahinter steht ist Folgende:

Wir laden zu diesen Märchen eine Muttersprachlerin oder einen Muttersprachler ein, der uns ein Märchen aus seinem Land mitbringt. Dieses lassen wir uns zweimal vorlesen: einmal in deutsch (damit wir es verstehen) und einmal in der Landessprache. Daneben wollen wir aber auch immer die Kultur kennen lernen, wollen Fragen stellen, Neugierig sein und etwas über das jeweilige Land und die Menschen dort erfahren.

Im Laufe der Jahre sind wir so beispielsweise schon nach Italien, Frankreich, Polen oder Spanien gereist. Fast immer kochen oder backen wir dann auch etwas passendes aus dem Land mit unseren Leseratten.

Dieses Mal sollten uns die Märchen der Welt ein Stück weiter weg entführen: nach Syrien und in die arabische Welt.

Auch an unseren Leseratten und uns selbst geht die aktuelle Thematik der Flüchtlingsströme nicht vorbei und deshalb dachten wir uns, dass es sehr wichtig ist, auch in unserer Schreibwerkstatt das Thema mit den Kindern aufzugreifen, ihnen die Gelegenheit geben zu können, auch einmal Fragen zu stellen und uns umgekehrt die Chance geben, ein wenig zu den Ursachen der Flüchtlingssituation zu erklären und auch mit den Kindern zu besprechen, was Flucht bedeutet, warum Menschen aus ihrem Land fliehen. Diese Fragen werden uns auch in den nächsten Monaten immer wieder beschäftigen, denn das Thema Flucht wird nun immer wieder einmal bei uns aufgegriffen werden und mit Geschichten und Literatur unterlegt werden. (Wer gute Literatur kennt, darf uns gerne Tipps geben)

Unterstützt wurden wir wie schon bei unserem gemeinsamen deutsch-syrischen Frühstück von Bernhard Mommenthal der einer der Gründer der Flüchtlingshilfe Nalbach ist. Die Flüchtlingshilfe Nalbach ist ein ganz wunderbarer Zusammenschluss von Menschen, die sich vor Ort für die Flüchtlinge einsetzen. Denn gerade nachdem die Menschen aus den Erstaufnahmeeinrichtungen auf die Gemeinden verteilt werden, wo sie dann wohnen sollen, ist Hilfe so wichtig damit die Menschen auch wirklich hier ankommen und wissen, an wen sie sich wenden können bei Fragen und all den Dingen die im Alltag auf sie warten. Hier gibt es in Nalbach ganz viele Menschen die Zeit einbringen um für die ankommenden Flüchtlinge da zu sein und das auf vielerlei Arten.

Doch zurück zu unseren Märchen der Welt: über die Flüchtlingshilfe hatten wir Kontakt zu Roula Kasem, einer Syrierin die schon länger in Deutschland lebt und dadurch auch schon sehr gut Deutsch spricht. Roula brachte uns nicht nur das Märchen von Laila und dem Tiger mit, sie hatte auch ihre Töchter Rojana und Sara dabei und zudem ein leckeres syrisches Gebäck. Doch auch weitere Gäste waren gekommen und so begrüßten wir neben Roula weitere syrische Frauen und Kinder in unserer Mitte.

märchen der welt

märchen der welt

Ganz ruhig wurde es in der Leseecke, als Roula mit ihrer Geschichte begann: zuerst auf deutsch und dann auf arabisch. Die Geschichte hat uns alle direkt an ein deutsches Märchen erinnert und das fanden wir total faszinierend: dass sich Märchen so weit ausbreiten und den gleichen Kern enthalten.

märchen der welt

märchen der welt

Roula hatte zudem ein Lied für uns mitgebracht, das von dem Märchen handelt. Sowohl die arabische Version des Märchens als auch das Lied haben wir hier für euch auch als Audiodatei zum Anhören.

Für uns war der fremdartige Gesang ganz faszinierend und hat uns sehr gut gefallen. Zusammen mit Roulas Gebäck sind wir tatsächlich ein wenig in die arabische Welt eingetaucht.

Nach dem Märchen haben wir damit begonnen, die Geschichte zu gliedern und zu jedem Abschnitt Bilder zu malen. Diese werden wir in den nächsten Wochen dann zu einem Bilderbuchkino zusammenfügen: dabei scannen wir alle Bilder in der richtigen Reihenfolge ein und werden sie hier für euch als pdf zum Download anbieten.

Märchen der Welt – Deutsche und arabische Textversion von Layla und der Tiger

Layla und der Tiger

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Nächste Woche werden wir dann noch einmal nach Syrien reisen, zumindest kulinarisch: denn dann werden wir gemeinsam mit einigen Flüchtlingsfamilien syrisch backen.

Liebe Grüße

Christine