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{Im Wald} Geordnet und sortiert

Gruppenbild mit Frosch
Im Wald begegnen wir auch der ein oder anderen Märchenfigur

Sommerferien – das bedeutet zwei Dinge: es sind weniger Kinder da und die Schule ist geschlossen, also kommen wir manchmal nicht so einfach in die Räumlichkeiten. Außerdem ist es so schön warm. Da haben wir uns etwas ausgedacht: Statt in der Lese- und Schreibwerkstatt treffen wir uns im Wald!

Aufräumen mal anders

Im Wald eine Aufräumaktion zu veranstalten wäre auch mal eine Idee – da gibt es bestimmt einiges zu tun. Wir waren zum Glück in einem Teil des Waldes, der relativ müllfrei ist. Und trotzdem haben wir aufgeräumt.

Bücher: "Die Kunst aufzuräumen" und "Aufgeräumt!"
Zwei ausgezeichnete Bücher von Ursus Wehrli und Emily Gravett

Denn die Bücher „Aufgeräumt!“ und „Die Kunst aufzuräumen“ haben einen ganz anderen Blickwinkel aufs Aufräumen. Mehr dazu gleich…

…denn zuerst geht es auf Wanderschaft! Wir waren natürlich gut vorbereitet. Nicht nur, dass wir die Waldwege bereits kennen, wir haben außerdem an Picknickdecken, Trinken und Knabberei gedacht.

Im Wald gibt es viel zu entdecken. Zwei Kinder haben sich einen Spazierstock ausgesucht. Und immer, immer wieder wurden wir überall von Springkraut aufgehalten! Das ist, als ob man die Kinder durch einen Raum voller super Spielzeug zerren will, ohne dass sie sich ablenken lassen.

Zwischendurch: die Aussicht genießen

Nachdem wir uns eingerichtet und ein wenig aufgetankt haben, ging es mit der Geschichte los: In „Aufgeräumt!“ geht es um einen Dachs, der den Wald gerne sauber hätte.

Allerdings geht er mit seinen Ordnungsfimmel zu weit. Statt hier und da ein sauberzumachen und alles einigermaßen ordentlich zu halten, will er einfach alles zum Glänzen bringen. Den ganzen Wald. Und da hört er nicht auf – selbstverständlich geht das irgendwann schief.

Was für ein komischer Kauz, dieser Dachs. Darauf würde doch im echten Leben niemand kommen.

Oder?
Beweisstück A: Fotograf und Künstler Ursus Wehrli

Tannenzweig? Geordnet nach Bestandteilen!

Herr Wehrli ist dem ein oder anderem Kind aus der Sendung mit der Maus bekannt: Er nimmt alles Mögliche an ungeordneten Sachen und sortiert sie. Die Buchstabensuppe wird fein säuberlich alphabetisch geordnet. Das Bällebad? Nach Farbe der Bälle. Das Freibad? Nach Art der Gegenstände, Farben und Größen. Obstsalat, Sandkasten, moderne Kunst und Schriftzeichen, nichts ist vor ihm sicher.

Da gibt es nur eins, was wir anschließend machen können:

Den Wald sortieren

vorher nachher
Vorher – nachher

Oh ja, das haben wir wirklich gemacht: Wir haben uns eine Stelle im Wald ausgesucht… und alles schön geordnet.

Fertigsortiert:

Nach Art der Gegenstände und nach Größe haben wir genau geschaut, was wohin gehört und einen festen Platz bekommt. Gemeinsam haben wir einen kleinen Fleck im Wald einwandfrei „aufgeräumt“!

geordnete Äste…
grünzeug
… geordnetes Grünzeug…
sortierte Kinder
… und der Größe nach geordnete Kinder (und Hund).

Und dann mussten wir noch zurück nach Hause wandern… und alle 5 Meter für Springkraut anhalten.

Im Märchenwald

Einmal ist keinmal, deswegen wollten wir das Walderlebnis wiederholen. Brotkrumen mussten wir keinen folgen, aber trotzdem ging es dieses Mal märchenhaft in den Wald.

Wir haben sogar einen Waldweg gefunden, an dem weniger Springkraut wächst!

Bevor es an die Geschichte ging, haben wir die Gelegenheit genutzt, wieder etwas zu uns zu nehmen. Und dann haben wir uns darüber unterhalten, welche Bücher wir gelesen haben. Da waren ganz unterschiedliche dabei. Die drei ??? Kids – Räuberjagd und Ella, zum Beispiel, und ich selbst hatte die letzten Seiten von „Die Furcht der Weisen“ vor mir.

Und natürlich hatten wir ein Waldmärchen dabei: „Brüderchen und Schwesterchen“ ist wieder eins dieser Grimm-Märchen, die… grimmig sind. Im sonnenbeschienenen Wald ist die Geschichte besser vorzulesen als nach Sonnenuntergang.

Die darauffolgende Woche ging es wieder zurück in die Lese- und Schreibwerkstatt. Wir berichten!

Bis zum nächsten Mal!

Ret

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{Literatur-Wanderung} Mit Ronja Räubertochter im Wald

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Schon seit Jahren möchte ich die Ferien in der Schreibwerkstatt dazu nutzen, eine Waldaktion zu machen. Denn Ferien haben wir ja praktisch nie weil wir auch während der Schulferien unsere Gruppenstunden immer weiterlaufen lassen.

Aber irgendwie hat es sich nie ergeben diesen Gedanken in die Tat umzusetzen. Ständig waren da noch tausend andere Ideen und Aktionen die ich mit den Leseratten machen wollte.

Doch nun haben wir es endlich geschafft. Im Rahmen einer Ronja-Räubertochter-Wanderung sind wir heute bei uns am Litermont durch den Wald marschiert. Buch im Gepäck, 13 kleine Leseratten-Nachwuchsräuber dabei sowie ein paar Betreuer, damit uns auch ja niemand im Wald abhanden kommt.

Pünktlich setzte ein feiner Nieselregen ein, der uns im Wald begleiten sollte. Naja, irgendwie machte er das Räuberleben gleich noch authentischer. Wir hatten Jacken, wir hatten Mützen, wir hatten „Ronja Räubertochter“ in Buchform im Gepäck.

An verschiedenen Stellen hielten wir an und ich las oder erzählte kleine Passagen aus dem Buch, z. B. die Nebelszene in der Birk Ronja mit einer Riemenlänge Abstand folgen musste und er sie letztendlich vor den Unterirdischen bewahrte.

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Das haben wir gleich einmal ausprobiert und da wir auch passenderweise Nebel vorzuweisen hatten (zum Glück nicht so dicht und ohne die Unterirdischen), ging es in Zweierteams los: je zwei Kinder wurden mit einem Riemen (Wolle) miteinander verbunden und der Vordermann musste vorsichtig vorgehen und den Hintermann durch den Nebel führen. Gar nicht so einfach ist es, so blind zu vertrauen.

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Am Ende winkte ein ordentliches Räuberpicknick im trockenen Unterschlupf, den in erster Linie unsere taffe Betreuerin Verena für uns organisiert hatte. Heißer Tee sorgte dafür, dass die Finger wieder warm wurden und schnell waren alle Bäuche aufgefüllt.

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Wenn das Wetter ein wenig schöner gewesen wäre, hätten wir auch noch ein paar Walderfahrungsspiele gemacht, das hebe ich mir für die nächste Waldlesung auf.

Und mein Vorsatz ist gefasst: in Zukunft werden wir öfter nach draußen gehen und Leseaktionen mit Wanderungen verbinden.

Jederzeit ein gutes Buch

wünscht euch

Christine

Jahresschreiber (1/52): Ret im Schnee

Der Spielplatz ist bedeckt mit Schnee.
Alles ist so weiß.
An den Schaukeln hängt das Eis.
Dass ich dann trotzdem toben geh‘,
Unberührt des stillen Kalts,
Ist doch klar.
Der Spielplatz war
In der Lichtung eines Walds
Und ist mir stets geblieben.
(Zum ersten Mal jetzt aufgeschrieben.)

– Ret Samys (22)

Rowan – Tochter des Robin Hood (von Nancy Springer)

Rowan – Tochter des Robin Hood
von Nancy Springer
Hamburg, Carlsen-Verlag 2006.
187 Seiten.
Taschenbuch 8,00 €
ISBN: 978-3551354792
ab 12 Jahre

Ein neues Kapitel in der Geschichte des Robin Hood

Ein seltsames Gefühl überkommt Rosemary beim Sammeln von Huflattich. Der Schutzzauber ihrer Mutter endet plötzlich und sie ahnt, dass etwas Schreckliches passiert sein muss. Als Rosemary kurz darauf die Lichtung erreicht, die die Heimat der Beiden war, muss sie feststellen, dass ihre Mutter Opfer der Flammen geworden ist. Mit einem Mal alleine auf der Welt, ahnt sie, dass sich ihr Leben für immer verändert hat. Nur ein Mensch fällt ihr ein, zu dem sie gehören könnte. Ein Mann der in Lieder besungen wird und über den es zahlreiche Geschichten gibt: Robin Hood, ihr Vater.
Doch der Weg in den Sherwood Forest in weit und für ein Mädchen gefährlich. Und so wird aus Rosemary Rowan, ein Junge, der sich auf die lange und beschwerliche Reise macht. Unterwegs begegnen ihr die geheimnisvollen Elben, aber auch der Gehilfe des Sheriffs von Nottingham kreuzt ihren Weg. Zum Glück findet Rowan auf der Such nach Robin Freunde. Ein Wolfshund schließt sich ihr an und wird ihr treuer Begleiter, ein musikalischer Riese und eine Prinzessin, die sich auf der Flucht befindet, werden zu ihren Gefährten.
Doch als sie endlich auf Robin Hood trifft, verläuft die Begegnung ganz anders als erwartet. Erst als dessen Leben in Gefahr gerät, kann Rowan zeigen, was in ihr steckt…

Nancy Springer hat bereits über 40 Romane, darunter mehrere Kinder- und Jugendbücher, verfasst. Mit „Rowan – Tochter des Robin Hood“ wagt sie sich in die sagenumwobene Welt des Robin Hood, dessen Abenteuer bereits zahlreich verfilmt wurden und wahrscheinlich fast jedem ein Begriff sind. Neben Robin Hood tauchen auch andere Figuren aus der ursprünglichen Buchfassung auf. Little John und der Sheriff von Nottingham haben beide einen kurzen „Gastauftritt“.
Doch die Hauptfigur ist Rosemary. Auf ihr liegt der Fokus, und sie begleitet der Leser auf ihrer abenteuerlichen Reise zum Sherwood Forest.
Der Roman hat einen für Kinder und Jugendliche leicht zu lesenden und zu verstehenden Stil. Rowans Geschichte ist spannend geschrieben und flüssig erzählt. Besonders gut gelungen ist dabei die Mischung von Elementen aus den Legenden um Robin Hood und den Erlebnissen Rowans. Diese Verknüpfung lässt die Geschichte zu einer ganz eigenen Interpretation von den Robin-Hood-Geschichten werden. Unter den vielen Hood-Adaptionen fügt Springer sicherlich eine ganz neue Perspektive hinzu. Und durch das Auftauchen der geheimnisvollen Elben webt sie zudem Magie in ihre Geschichte mit ein und lässt sie so geheimnisvoller werden.

„Rowan – Tochter des Robin Hood“ ist ein lesenswertes Buch, in dem der Leser einem Mädchen begegnet, das über sich selbst hinauswächst und sich einen eigenen Platz in der Welt sucht.

Rezensiert von Christine Sinnwell-Backes

Warrior Cats, Band 6: Stunde der Finsternis (von Erin Hunter)

Warrior Cats, Band 6: Stunde der Finsternis
von Erin Hunter
Beltz; Auflage: 6., Deutsche Erstausgabe (8. November 2011)
337 Seiten
ISBN: 978-3407810694
ab 10 Jahre

Endlich hat Feuerherz seine Karriere als zweiter Anführer hinter sich und begibt sich zum Mondstein, um seine 9 Leben und seinen Anführernamen in Empfang zu nehmen. Er nimmt seine Heilerin Rußpelz mit und sie befiehlt ihm, sich mit der Nase an den Mondstein zu legen. Sie sagt, dass der SternenClan ihm Schlaf schicken würde. Aber als er sich hinlegt und einschläft, kommen keine Träume. Als Feuerherz die Augen aufschlägt erschrickt er, er liegt nicht neben dem Mondstein sondern beim Baumgeviert. Er blickt zum Himmel, die Sterne hängen plötzlich ganz tief und sie bewegen sich auf Feuerherz zu. Jetzt steigen die Kriegerahnen zu ihm hinunter. Nachdem sie ihn begrüßt hatten, bekam er seine neun Leben und seinen Anführernamen: Feuerstern. Nun fauchen sie und Feuerstern weiß nicht warum, doch als er sich umdreht steht er einem riesigen Knochenberg gegenüber. Blaustern, ehemalige Anführerin des DonnerClans, flüsterte ihm ins Ohr: “Aus vieren werden zwei. Löwe und Tiger begegnen sich im Kampf und Blut wird den Wald regieren.“ Lang nachdem Feuerstern Anführer wurde, stellte Tigerstern, einst stellvertretender Anführer des DonnerClans, den anderen Clans den BlutClan vor…

Mein Fazit:
Ich lese die Bücher gerne, weil sie, obwohl sie oft traurig, vor allen Dingen aber spannend sind. Aber sie sind nicht nur traurig, selten gibt es auch eine lustige Stelle.

Buchempfehlung von Joshua Nestler; 12 Jahre

Warrior Cats (von Erin Hunter)

Warrior Cats
von Erin Hunter
ab 10 Jahre

Eine Hauskatze mit rotem Fell namens Sammy ging trotz einer Warnung von Wulle, seiner Nachbarskatze, in den Wald. Dort wurde er von einer Wildkatze namens Graupfote überfallen. Graupfote lebt in einem Clan, wie viele andere Katzen auch. Es gibt fünf Clans im Wald: den DonnerClan, den WindClan, den FlussClan, den SchattenClan und den SternenClan dem alle verstorbenen Katzen angehören.
Es gibt verschiedene Ränge in den Clans:
1. den Junges-Rang (alle Neugeborenen)
2. den Schüler-Rang (alle über 6 Monde alten Katzen)
3. den Krieger-Rang (Katzen ohne Junge)
4. den zweiter Anführer-Rang (Nachfolger des Anführers)
5. den Anführer-Rang (leitet den Clan)
6. den Heiler-Rang (behandelt verletzte Katzen)
7. den Königinnen-Rang (Katzen, die Junges erwarten oder aufziehen)
8. den Ältesten-Rang (Katzen im Ruhestand)

Die verschiedenen Clans sind verfeindet und bekriegen sich untereinander. Nur bei Vollmond herrscht Waffenstillstand. In dieser Nacht werden die Ereignisse des letzten Monats ausgetauscht.
Sammy wird in den DonnerClan aufgenommen, erhält seine Schülernamen Feuerpfote und beginnt die Ausbildung zum Krieger. Grau- und Feuerpfote werden Freunde und erleben zusammen viele Abenteuer.

Ich finde das Buch toll, weil das in mir die verschiedensten Gefühle erweckt. Die Abenteuer sind spannend und manchmal auch traurig.

Es gibt bisher die Bände 1-8, aber bald soll der Band 9+10 rauskommen.

Also mehr Lesespaß!!!

Buchempfehlung von Joshua Nestler; 12 Jahre

Warrior Cats – In die Wildnis (von Erin Hunter)

Warrior Cats – In die Wildnis
von Erin Hunter
Beltz; Auflage: 11., Deutsche Erstausgabe (17. Dezember 2010)
299 Seiten
ISBN: 978-3407810410
ab 10 Jahre

Inhalt:
Eines Tages geht Sammy in den Wald und trifft dort eine wildlebende Katze namens Graupfote. Dem Hauskater wird angeboten im Donner-Clan, einer der vier herrschenden Clans in diesem Wald, als Schüler aufgenommen zu werden. Er überlegt erst eine Nacht und nimmt das Angebot am nächsten Morgen an.
Das Leben in der Woldnis ist ganz anders. Als erstes bekommt Sammy den Nameen Feuerpfote. Er muss lernen, wie man sich an eine Maus richtig anschleicht um sie gezielt zu töten, damit er die tote Maus zu seinem Clan bringen kann.
Schon nach kurzer Zeit fühlt sich Feuerpfote sehr wohl in seinem Clan. Da die Katzen in ihrem Territorium nur noch wenig Beute fangen können, fordern sie die anderen Clans auf, ihnen mehr Patz zum Jagen zu geben. Jetzt muss Feuerpfote beweisen, was er in den letzten Monaten für Kriegerfähigkeiten gelernt hat, um seinen Clan zu beschützen.

Eigene Meinung:
Diese Katzengeschichte begeistert nicht nur Katzenliebhaber und Büchernarren, sondern auch nicht so begeisterte Leser. Das Buch zieht einen förmlich an. Man kann einfach nicht mehr aufhören zu lesen. Obwohl Warrior Cats eine Bücherreihe ist, hat jedes Buch ein zufriedenes Ende. Trotzdem ist noch genügend Neugier da, um die weiterführenden Bücher zu lesen.

Rezensiert von Marie Lipeck (14)