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Samstagsgruppe

{Weihnachten mit allen Sinnen} Sehen & Tasten

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Zur Weihnachtszeit planen wir oft außergewöhnliche Themenwochen. Dieses Jahr wollen wir Weihnachten mit allen Sinnen erleben. Diese Woche starten wir mit der Schulleiterin Claudia Theobald der Louis-Braille-Schule in Lebach, wo (unter anderem) Blinde Lesen, Schreiben, Rechnen und alles Andere lernen.

Wir unterstützen die Louis-Braille-Schule mit 500 €.

Inhalt:

Das schwarze Buch der Farben

Das schwarze Buch der Farben – lesen und fühlen.

Unsere außergewöhnliche Stunde startet mit einem außergewöhnlichem Buch. Das schwarze Buch der Farben ist… schwarz. Ein bisschen weißen Text gibt es, aber sonst ist das Buch völlig schwarz. Denn es gibt Menschen auf der Welt, die nichts oder nur sehr wenig sehen – und ihr Leben ganz normal leben. Aber weil die meisten anderen Menschen mit Farben arbeiten, stellt sich die Frage: Wie kann man sich Farben vorstellen, ohne dass man den Sehsinn benutzt?

Schwarze Bilder im schwarzen Buch der Farben

In dem Buch geht es um Thomas, der sich die Farben vorstellt, ohne sie sehen zu können. Mit dem, was er fühlen kann. Mit dem, was er riechen und schmecken kann. Mit dem, was er hören kann. Und das Buch zeigt das ganz gut: Die Bilder sind schwarz-glänzend, zum Nachfühlen und zum Anschauen. Und wenn man ganz genau nachfühlt oder genau hinschaut, findet man auf den Seiten auch kleine Punkte. Diese Punkte, lernen wir später, sind Teil der Braille-Schrift, die Blinde lesen können.

Farben umschreiben

Als Übung gleich am Anfang haben sich die Kinder selbst überlegt, wie sie sich die Farben vorstellen würden. Hier zwei Beispiele:

Wie kann man verschiedene Farben beschreiben, ohne den Sehsinn zu benutzen?

Die Farbe Rot riecht wie eine Rose, schmeckt wie ein Erdbeereis, hört sich an wie Herzpochen und fühlt sich an wie Liebe.

– Jolie
Rund? Orange? Glänzend? Macht mal die Augen zu, wie kann man die Orange noch beschreiben?

Gelb riecht wie Zitrone, schmeckt wie ein Banane, hört sich an wie ein Zitronenfalter und fühlt sich an wie die Sonne.

– Kira

Wir lernen Braille

Schulleiterin Theobald erklärt Bürgermeister Peter Lenehrt die Bogenmaschine.

Braille wurde 1829 veröffentlicht und wird heute weltweit (mit Abwandlungen für verschiedene Schriftsysteme) verwendet. Wir durften selbst an die Schreibmaschine und konnten sehen, wie man damit schreibt.

Mit der Punktschriftmaschine schreiben wir unsere Namen in Blindenschrift.

Dann ging es an die Übung! Jeder sollte wenigstens seinen Namen in Braille schreiben können. Ein Buchstabe nach dem anderen… und schon fertig.

Auch der Bürgermeister lernt die Punktschrift kennen.

Bei der „Punktschriftmaschine“ wurde es interessant. Auf einer Schreibmaschinen- oder Computertastatur findet man alle Buchstaben nebeneinander aufgereiht, aber hier findet man nur neun Tasten:

  • Eine Taste für jeden der 6 möglichen Punkte
  • Eine Leertaste in der Mitte
  • Eine Eingabetaste ganz links
  • Eine Rücktaste ganz rechts
  • Zusätzlich: Wagenrücklauf, für den Zeilenumbruch
Wir lernen, wie man mit einer Punktschriftmaschine schreibt.

Ihr möchtet auch Braille lernen? Hier ist eine Tabelle zur Einführung. Versucht doch mal, euren Namen zu schreiben!

Buchstabe Braille Buchstabe Braille
a n
b o
c p
d q
e r
f s
g t
h u
i v
j w
k x
l y
m z
Gar nicht so einfach – stellt auch der Bürgermeister fest.

Weihnachtskarten für die Sinne

An dieser Stelle hätten wir euch gerne unseren tolle Weihnachtskarten gezeigt, aber wir waren so begeistert vom Thema, dass wir einfach nicht weggekommen sind. Unser Plan war eigentlich, ein weihnachtliches Fühlerlebnis, ähnlich wie im Buch, auf Weihnachtskarten zu bringen. Dazu hätten wir Muster auf die Fotokartonkarten geprägt.

Karten für Sehende und Seheingeschränkte basteln? Mit einer Prägemaschine lassen sich fühlbare Muster in Papier eindrücken.

Auch ohne Prägemaschine und Prägemuster besteht die Möglichkeit, selbstgestaltete Muster zu prägen. Als Untergrund nimmt man sich eine mittelweiche Oberfläche, wie Umzugskarton oder Gummimatten. Darauf legt man das Papier oder den Fotokarton. Es gibt zwei Optionen:

  • Drückt Stellen gezielt ein. Dazu können z. B. Buchstaben aus Papier herausgeschnitten werden und durch das Loch im Papier „malt“/drückt man mit einem stumpfen Stift oder dem Ende eines Pinsels. Tipp: Masking-Tape zum Befestigen des Papiers an die zu prägende Unterlage.
  • Dünne, aber feste Objekte auf die Karte legen, z. B. Halsketten, dünne Holzteile, festere Schnur. Anschließend eine Platte darüber legen. Schließlich mit einem Nudelholz über die Platte walzen.

Wer für Seheingeschränkte Karten prägen will, sollte auf klar definierte Linien und eindeutige Muster achten, zu viele Details lassen sich schwerer ertasten.

Ein Beispiel für die Prägekarten, mit Schneeflocken als ertastbares Muster

Interview mit Frau Theobald

Wir waren alle total neugierig und hatten viele Fragen. Frau Theobald der Louis-Braille-Schule Lebach hat unsere Fragen unermüdlich beantwortet – einmal nach dem Buch und einmal am Ende der Gruppenstunden.

Bürgermeister Peter Lehnert hört sich interessiert das Interview an.

Teil 1

Lese- und Schreibwerkstatt: Wie sind der denn auf die Idee gekommen, [Braille-Schrift] zu produzieren?
Frau Theobald: Der Louis Braille? Der hat als Kind gesehen und hat sich dann in der Werkstatt seiner Eltern am Auge verletzt. Das hat sich entzündet und dann wurde er auf beiden Augen blind. Aber er wollte immer Lesen lernen, er hat sich immer gedacht, das ist so toll und ich will nicht immer vorgelesen bekommen, sondern will selbst lesen lernen. Da war er auch in Frankreich auf besonderen Schulen, auch in Paris, und dann hat er herausgefunden, dass zu der Zeit die Soldaten sich oft Nachrichten geschickt haben, die man ertasten musste, so wie man das auch mit dem Morsen macht. Daraus hat er dann experimentiert und hat herausgefunden, dass man damit alle Buchstaben darstellen kann. So hat er die Schrift erfunden.
LSW: Ist das wahr?
Fr. Theobald: Das ist wahr. Das ist wirklich so passiert.

LSW: Aber in der Schule gibt es ja Tafeln, und wenn man da was malt, dann sehen die das nicht.
Fr. Theobald: Genau, deswegen haben wir zwar auch Tafeln in der Schule, aber die benutzen wir für den Unterricht mit den Blinden gar nicht. Die bekommen von uns dann wirklich Papier, wie ihr es in dem Buch gesehen habt, wo alles draufsteht. Und es gibt auch […] so wie in dem Buch, wo man die Erdbeeren fühlen kann, gibt’s bei uns auch besonderes Papier, dass man Bilder und Zeichnungen fühlen kann. Da brauchen wir das nicht auf die Tafel zu malen, sondern haben das immer auf Papier auf dem Tisch.

LSW: Habt ihr eigentlich auch die gleichen Fächer wie wir in der Schule?
Fr. Theobald: Ja.
LSW: Und wie macht ihr denn da Mathe?
Fr. Theobald: Mathe ist ganz, ganz kompliziert. Aber das normale Rechnen, was ihr kennt, 3+4 oder 7×8, das kann man auch mit dieser Braille-Schrift schreiben. Aber dann gibt es, wenn man anfangen muss zu zeichnen, wenn man Quadrate, Rechtecke und Kreise zeichnet, da gibt es ganz besondere Folien. Da wird das nicht draufgemalt, mit dem Stift, sondern reingedrückt mit einer Nadel, sodass man auch den Kreis fühlen kann.

LSW: Wie macht ihr denn dann Sport?
Fr. Theobald: Wir haben für Sport eine ganz besondere Halle. Der Boden fühlt sich unter den Füßen unterschiedlich an, sodass die Kinder, wenn sie rennen, merken wann jetzt gleich die Wand kommt. Die Wände sind auch gepolstert und es gibt z. B. Bälle, die haben in der Mitte ein Glöckchen. wenn ich dir einen Ball zuwerfe, siehst du ihn kommen und siehst ihn fangen und wenn ich so ein Glöckchenball einen Blinden zuwerfe, dann hört er ihn kommen und kann ihn fangen. Die lernen also, einen Ball nach Gehör zu fangen und zu werfen.

LSW: Wie macht ihr denn Arbeitsblätter?
Fr. Theobald: Die Kinder machen die Arbeitsblätter selbst, auf der Maschine. Das zeige ich euch gleich, wie das geht, und das dürft ihr dann auch gerne ausprobieren. Und wir Lehrer haben einen Computer und einen ganz besonderen Drucker, der uns das dann in Punktschrift ausdruckt.

LSW: Wie schreibt man eigentlich Zahlen?
Fr. Theobald: Die Zahlen sind die Buchtaben von A bis J und da ist ein besonderes Zeichen vornedran, dass man weiß, wenn dieses Zeichen kommt, dann ist das jetzt kein A, sondern die 1.

LSW: Warum schreibt ihr dann nicht mit den Löchern in unserer Schrift? Wenn die das dann fühlen, merken die das doch auch?
Fr. Theobald: Das ist ganz, ganz, ganz schwierig, weil es ja immer Buchstaben gibt- Erstens schreiben wir ja mit großen Buchstaben und mit kleinen Buchstaben, sodass wir ja nicht 26, sondern 52 Buchstaben lernen müssten. Und dann fühlt man den Unterschied zwischen einem kleinem A und einem kleinen O nicht so schnell und nicht so deutlich. Das ist sich sehr ähnlich. Oder ein kleines B und ein kleines D, die sind sich sehr ähnlich und das kann man ganz schwierig fühlen. Deshalb.

LSW: Habt ihr Schreibschrift?
Fr. Theobald: Nein. 🙂 Es gibt nur die Maschinenschrift, die schreiben auch nicht von Hand.

LSW: Habt ihr Groß- und Kleinschreibung?
Fr. Theobald: Die Kinder lernen am Anfang Groß- und Kleinschreibung, um zu lernen, dass man Namenwörter groß schreibt, ja, da gibt es ein bestimmtes Zeichen für, aber das nimmt ganz viel Platz weg, sodass sie mit der Zeit anfangen nur noch klein zu schreiben.

Christine: Wie lange dauert es denn, bis sie für Buchstaben alles soweit können?
Fr. Theobald: Zwei, zweieinhalb Schuljahre dauert es schon. Deshalb gehen die Kinder auch nicht 4 Jahre bei uns in die Grundschule, sondern 5. […]

Christine: Und wie groß sind die Klassen so?
Fr. Theobald: Bei uns die kleinste Klasse, das sind nur 5 Kinder und in der großen Klassen sind 8 Kinder. Aber auch nicht nur Bilnde immer zusammen, sondern das Blinde und Kinder, die schwierig sehen, größere Schrift brauchen oder ganz besondere andere Geräte brauchen.

„Ich schenk dir eine Geschichte“ als Großdruck

Christine: Und die kommen ja aus dem ganzen Saarland. Das ist wirklich im Saarland die einzige Schule dieser Art, die dann in Lebach ist. Das heißt, für manche ist der Schulweg mit Sicherheit auch ein langer immer, oder?
Fr. Theobald: Ja, wir haben Kinder, die sind eine ganze Stunde mit dem Bus… Also, wir haben Schulbusse, die die Kinder abholen gehen und wieder nach Hause bringen, aber manche sind schon bis zu einer Stunde, morgens und mittags wieder, mit dem Bus unterwegs. Dafür bleiben die Kinder auch ganz lange, wir haben nämlich von 8 bis 15 Uhr für alle Schüler Unterricht.

LSW: Wenn die dann mit dem Bus fahren, wie können die dann z. B. die Treppen hochgehen?
Fr. Theobald: Die blinden Kinder haben einen sogenannten Blindenstock. Das ist wie ein verlängerter Arm, die haben einen Stock in der Hand, den sie vor sich hin- und herbewegen, über den Boden. Und damit spüren sie dann in der Hand und dem Arm, was jetzt kommt. Und dann spüren sie auch, wann eine Treppenstufe kommt, wann sie jetzt das Bein hochmachen müssen, weil die Stufe kommt.

Christine: Wer war denn schonmal am Bahnhof, was gibt es denn da?
Max: Da gibt es immer so Rillen am Bahnsteig und wenn da Rillen kommen, da gibt ein Knubbel am Blindenstock, der dreht sich und da sind so Fugen und Hubbel. Wenn da Hubbel kommen, weiß er, er muss stehen bleiben. Und wenn da Striche kommen, macht er den Stab da rein und geht die Striche entlang. Aber wenn da mal keine Striche sind und da einfach der Abgrund ist, ist der Stab auch ganz wichtig, der Stab sinkt da ja ein. […] Und, das ist bei uns an der Schule auch so, da sind diese weißen Streifen für Blinde, dass auch Blinde, die Erwachsene sind, auch da gehen können. Und wenn man dann keinen Stock hat bei einem Bahnhof und da weitergehen würde, dann würde man bei die Schienen fallen und das wäre sehr gefährlich.
Christine: Das hast du sehr gut erklärt. Die Bushaltestellen werden gerade alle so erneuert. Wo merkt ihr es denn gerade im Straßenverkehr noch, dass es für Blinde auch eine Besonderheit gibt?
LSW: Bei der Ampel. Oder am Zebrastreifen.
Christine: Und viele Ampeln haben ja auch dieses Geräusch.

LSW: Es gibt ja auch Blindenhunde. Wie können die denn den Blinden das zeigen?
Fr. Theobald: Die bleiben dann einfach stehen. Der Hund, der sieht den Weg, der sicher ist und geht den Weg, der sicher ist. Der Mensch hat den ja ganz knapp an der Hand. Und wenn irgendwas gefährlich wird, bleibt der Hund einfach stehen und wenn der Hund stehen bleibt, heißt das für den Menschen, der mit dem Hund läuft auch, bleib jetzt stehen, es wird gefährlich.

Christine: Wisst ihr, was ihr zu Hause machen könnt? Fragt mal eure Eltern, ob ihr an den Arzneimittelschrank dürft und holt euch mal eine Arzneimittelverpackung. Und da werdet ihr irgendwo auch diese kleinen Pünktchen spüren.
LSW: Kann ein Blinder eigentlich auch Fahrrad fahren?
Fr. Theobald: Ja. Geht auch. Ist zwar selten, gibt’s aber auch.

LSW: Welche Abschlüsse kann man den machen?
Fr. Theobald: […] Bei uns direkt an der Schule nur den Hauptschulabschluss.
LSW: Und dann?
Fr. Theobald: Wenn die Kinder dann in die anderen Schulen möchten… Also, das gibt es ja auch, wir betreuen Kinder in normalen Schulen, dann müssen sie entweder nach Neuwied oder Ilvesheim für die mittlere Reife oder nach Marburg fürs Abitur. Die sind dann im Internat.
LSW: Haben schon welche gemacht?
Fr. Theobald: Ja.

LSW: Wie unterscheidet ein Blinder Euros und Cents?
Fr. Theobald: Alle Münzen haben am Rand unterschiedliche Rillen. Beim Euro ist es z. B so, da sind ganz viele feine Rillen drin, durchgehend. […] Beim 20-Cent-Stück sind tiefere Einkerbungen und sonst ist es glatt, beim 2-Euro-Stück ist immer ein Stückchen glatt, ein Stückchen gerillt, ein Stückchen glatt… Und daran fühlen die das.
LSW: Und wie unterscheiden die Scheine?
Fr. Theobald: Da ist mit Blindenschrift drauf, da ist die Zahl. (Kein Braille, nur versch. Muster – Reliefschrift, Rippelungen – A.d.R.) Und an der Größe des Scheins, die sind unterschiedlich groß. […] Es gibt auch Geräte, so kleine Kästchen, da kann man das Stück reinschieben und wenn’s passt, sehen sie’s.

LSW: Wie gehen die einkaufen?
Fr. Theobald: Wie wir auch. Da gibt es auch ganz bestimmte Geräte. Wenn man im Lebensmittelmarkt kaufen möchte und keine Blindenschrift drauf ist, gibt es für Erwachsene Vorlesegeräte zu kaufen. Das ist so ein kleines elektronisches Gerät, das kann der blinde Mensch vor die Konservendose halte und das liest dann vor, was da draufsteht.

LSW: Kann man das Buch da als Blinder gut lesen? Ist es gut produziert?
Fr. Theobald: Ja. Das geht schon. Ja.
LSW: Und auch die Bilder?
Fr. Theobald: Die Bilder… Eigentlich ist da für blinde Menschen zu viel Information drauf. Man macht da meistens nur die Umrisse. Das Innere der Erdbeere, hier, zu ertasten ist schon zu schwierig. […] Das Wichtige, das Ausschlaggebebende, ist die Form der Erdbeere und die zackigen Blätter, das wäre das Einzige, was man einem Blinden zum Tasten geben würde.

LSW: Können Kinder ganz normale Romane lesen?
Fr. Theobald: Ja. In so Büchern, wie ich sie euch gezeigt habe. Diese Bücher kann man auch kaufen. Es gibt in Deutschland eine Bibliothek, die nur Blindenbücher hat. Und wenn man ein blinder Mensch ist, dann darf man sich da auch umsonst Bücher ausleihen. Die werden auch umsonst mit der Post geschickt und wenn man fertig ist, schickt man sie wieder zurück. Und das ganz Lustige ist, wir haben in der Schule ja auch Kinder, die blind sind, wir machen da auch Sachen, die ihr mit Sicherheit auch macht, so Schullandheimaufenthalt oder Klassenfahrten und das ist dann ganz besonders lustig, weil die Blinden dann abends unter der Bettdecke heimlich lesen. Die brauchen ja noch nicht einmal Taschenlampen anzumachen. Das heißt, wir kriegen das gar nicht mit, wenn die abends noch spät in ihrem Buch lesen.
LSW: Da bin ich neidisch.

So sieht ein Buch in Braille aus.

Christine: Wie ist das eigentlich, im Buch ging es ja auch darum, Farben zu umschreiben, sind die neugierig darauf, Farben umschrieben zu kriegen?
Fr. Theobald: Doch, das ist ja im normalen Sprachgebrauch drin. Jeder von uns nutzt ja Farben als Beschreibung. Deshalb ist es so, dass blinde Menschen, blinde Kinder, auch wenn sie von Geburt an blind sind, schon mit Farben konfrontiert sind. Die verbinden das dann ähnlich wie in dem Buch mit ganz besonderen Sachen. Grün wie das Gras oder oft ist es gelb wie die Sonne. Es gibt ja auch viele, die noch ein bisschen Restsehen haben und Farben schon noch erkennen. Nicht nur hell/dunkel, sonder auch ein bisschen Farben. Von daher ist das genauso wichtig. Und: Unsere Schüler sagen auch: „Ich gucke fernsehen.“ Oder: „Ich gucke meine Hausaufgaben nach.“ Das ist für die ganz normal. Die hören Fernsehen, aber sie sagen halt, dass sie gucken. […] Genau, sie könnten auch CDs hören.

Teil 2

LSW: Benutzt man Braille überall auf der Welt?
Fr. Theobald: Ja. Also, jeder Buchstabe hat sein Zeichen, das ist in jeder Schrift so, aber bei uns hat man sich gefragt, ob sie das „au“ immer als A und U schreiben. Es gibt bestimmte Buchstabenkombinationen, die wir Abkürzen, also das „au“, das „ei“, das lange „ie“, das „sch“. Und das ist bei uns natürlich anders als in England, wo zum Beispiel das „th“ so eine besondere Verbindung ist, die gekürzt wird.
Christine: Aber die Chinesen haben ja ein ganz anderes Zeichensystem.
Fr. Theobald: Da bin ich überfragt. Aber ich kann mir vorstellen, dass es mit Eurobraille oder ähnlichem dann besser geht.

LSW: Habt ihr Arbeitsblätter, wo die Hausaufgaben stehen?
Fr. Theobald: Wir sagen ihnen, was Hausaufgabe ist und dann schreiben sie das mit ihrer Maschine selbst auf. Die lernen sich auch ganz viel zu merken. Die hören ja viel besser und können sich Sachen, die sie hören, viel besser merken als wir, sodass wir auch ganz oft einfach diktieren und erzählen und sie schreiben mit.

LSW: Wie lange gibt es schon die Schrift?
Fr. Theobald: Seit 1825, seit Louis Braille sie erfunden hat. Seit ca. 200 Jahren.

Ein Astrid-Lindgren-Braille-Kalender mit Reliefbild

Christine: Während wir noch reden, gebe ich euch das noch herum: ein Astrid-Lindgren-Kalender. Einmal ist da die Blindenschrift, untendrunter ist aber auch normal geschrieben. Das A könnt ihr da ganz gut sehen, mit dem einen Punkt in der Ecke; und die Bilder, die sind dann auch geprägt. Da könnt ihr mal drüberfahren und nachspüren. Und im Kalender unten sind dann auch die Zahlen alle nochmal in der Blindenschrift geprägt. Und hier ist noch eine [Zeitschrift].
Fr. Theobald: Da ist sogar mit der Punktschrift, mit der Braille-Schrift, ein Bild gemalt. Wir haben auch Kinder, die beherrschen die Maschine so genial, die können Tannenbäume, Geschenke, Schmetterlinge quasi malen.

So sieht eine Zeitschrift in Braille aus.

Christine: […] Was man manchmal immer wieder in der Presse liest, […] dass es in Deutschland immer noch viele Orte gibt, wo es schwierig für Menschen mit Behinderung ist, egal welcher Art, Rollstuhlfahrer, Blinde, sich im Alltag zurechtzufinden. Zum Beispiel am Bahnhof, wenn da ein Fahrstuhl kaputt ist, dann ist es so, dass es für einen Rollstuhlfahrer kaum mehr möglich ist, mit dem Zug irgendwo hinzukommen. Wenn Umbaumaßnahmen sind und dieser Streifen funktioniert für Blinde nicht, um zu sehen, da muss ich stoppen, das ist auch eine ganz, ganz gefährliche Situation.
Fr. Theobald: Das fängt ja schon mit dem Fahrplan am Bahnhof an. […] Da könnt ihr nöchstes Mal daran denken, wenn bei einer Verspätung keine Durchsage kommt. Aber ist keiner von euch auf die Frage gekommen, wie Blinde denn Karten spielen, oder sonst spielen? […] Kennt ihr UNO?
LSW: Ja.
Fr. Theobald: Bei UNO fühlt man an den Karten nichts, oder an normalen Kartenspielen. Aber man kann tricksen. Man kann das so machen, dass da auch Blinde mitspielen können. Da könnt ihr mal fühlen. […] Da haben wir nämlich die Karten in die Maschine gespannt und haben für die Blinden die Zahlen und die Farben hingeschrieben.
LSW: Und wie macht man das mit den Zeichen?
Fr. Theobald: Das ist etwas, was wir uns ausgedacht haben. Die Pfeile sind ja auch nur ein Symbol dafür, dass man die Richtung wechselt. Man muss nur erklären, was es bedeutet. […] Und sie können sogar Mensch-ärgere-dich-nicht spielen. Da gibt es nämlich für jede Farbe Figuren, die sich anders anfühlen, sodass ich auch immer weiß, welches meine Männchen sind. Die kann man hier reinstecken, damit sie halten. Jedes Feld hat ein Loch, damit man auch abzählen kann, wie viel ich gehe. Und der Würfel […] kann man fühlen. Gebe ich auch mal rum. […]

Mensch-ärgere-Dich-nicht! für Blinde. Würfel und verschiedene Farben lassen sich ertasten.

LSW: Sind bei den Lehrern auch blinde Lehrer dabei?
Fr. Theobald: Ja, wir haben eine blinde Kollegin. […] Sie ist erblindet Bei ihr war das jetzt super, sie war Gymnasiallehrerin, ist dann erblindet, hat dann die ganzen Fortbildungen selbst gemacht und ist jetzt dann zu uns gekommen als Lehrerin.

Christine: Wie viele Kinder sind denn von Geburt an blind oder stark sehbeeintächtigt?
Fr. Theobald: Die Anteil derer, die erst im Kinder- oder Jugendalter erblinden ist sehr gering. Das sind dann auch eher erbliche Krankheiten, dass das Sehen zurückgeht. [Da weiß man oft schon], dass es durch diesen Geneffekt oder die Krankheit schon irgendwann schlechter wird. Vieles kann dann ja auch heute operativ behoben werden…

LSW: Die müssen bei Mensch-ärgere-dich-nicht ja erstmal fühlen, bevor sie gehen.
Fr. Theobald: Ja, die fühlen das mit der Hand. Die fühlen eine 5, fühlen dann mit der Hand, 1-2-3-4-5 und dann stecken die […] das Männchen wieder rein.
Christine: Dann wäre das Schummeln ja eigentlich leichter. Da braucht man ein Ehrenkodex. 🙂
Fr. Theobald: Ach, beim Kartenspielen, da spielen die meisten Kinder ja schon offen, da sieht man, dass das eine rote 9 ist oder so. Da muss man schon immer Rücksicht nehmen und ehrlich bleiben.
LSW: Und wie spielen die Schach?
Fr. Theobald: Da kann man auch das Schachfeld, die Karos, kann man mit Kreisen und Linien ummalen, sodass man fühlen kann. […] Und die Figuren fühlen sich ja auch anders an, da muss man nichts besonderes machen. […] [Die Farben] kann man durch unterschiedliche Oberflächen machen, das eine gestreift und das andere Punkte drauf, zum Beispiel. […]

500 € für die Louis-Braille-Schule

Christine Sinnwell-Backes hält die 500 € für die Louis-Braille-Schule bereit.

Wir haben einen großen Check vorbereitet. Denn ein Teil des Erlöses vom letzten Bücherflohmarkt geht wie jedes Jahr an eine gemeinnützige Organisation im Saarland. Die Blindenschule in Lebach versucht jetzt auch eine Bücherei einzurichten – mit unserer Spende wollen wir sie unterstützen. 1.000 Bücher haben wir dafür verkauft und wir wünschen Frau Theobald und ihren Kollegen und den Schülern viel Erfolg!

500 € für die Louis-Braille-Schule in Lebach

Wir bedanken uns bei Frau Theobald! Das war für uns ein ganz besonderer Samstagvormittag. Es war ein toller Einstieg in unser „Weihnachten mit allen Sinnen“. Auch nächste Woche kommt eine Schule bei uns vorbei. Wir sind schon sehr gespannt.

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Bis zum nächsten Mal,

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{Video-Anleitung} Papiergespenster-Puppen

Oh, Oktober! Hallo Halloween. Gute gebastelte Geister gewinnen Gruselabende. Papiergespenster-Puppen passen perfekt.

Musik: http://freemusicarchive.org/music/Little_Glass_Men/Debut_EP/Modulation_of_the_Spirit_WB
Modulation of the Spirit von Little Glass Men (Lizenz: CC-BY)

Das Farbenmonster – Bunter Vorlesespaß

Das Farbenmonster Jede Menge eigene Monster

Das Farbenmonster lädt uns ein in seine bunte Welt

Ein ganz herrliches Buch habe ich vor einiger Zeit entdeckt. „Das Farbenmonster“ heißt es und gehört zu der Kategorie der Pop-Up-Bücher: also Seite aufklappen und dreidimensional klappen einzelne Elemente auf.

Beim Farbenmonster geht es um Gefühle – ein Thema, das ich mit Kindern immer wieder gerne durch Geschichten anspreche und dazu dann Gruppenstunden gestalte. In diesem Buch werden den einzelnen Farben Gefühle zugeordnet.

Das macht beim Vorlesen und Betrachten des Buches große Freude, weil es ganz viel zu entdecken gibt.

Über Gefühle sprechen

Doch bevor wir überhaupt ins Vorlesen eingestiegen sind, haben wir mit den Kindern allgemein über Gefühle und Farben gesprochen. Dazu haben wir das Buch erst einmal in der Mitte ausgestellt und farbige Tücher darum verteilt.

Das Farbenmonster

Welche Farbe löst denn bei den Kindern welches Gefühl aus? Während für die einen Gelb beispielsweise für Neid steht, sehen andere darin die Sonne und erklären, dass Gelb sie eher an Fröhlichkeit erinnert. Auch Rot löst ganz unterschiedliche Emotionen aus: sehen die einen darin Liebe und Power finden andere darin Wut.

Wenn wir gerade schon bei Gefühlen sind, überlegen wir auch gemeinsam was uns in welche Gefühlslage bringt: wann ist die Welt für uns gelb, grün oder blau?

Dann beginnen wir mit dem Vorlesen und entdecken Seite für Seite von dem wundervollen Buch. Ganz schön spannend, welche Farbe im Buch für welches Gefühl steht und wie es umgesetzt wird.

Kreative Farbenmonster basteln

Im Anschluss werden wir kreativ: aus jeder Menge Pappkartons schneiden wir uns Farbenmonster aus.

Das Farbenmonster Eigene Monster entwerfen

Mit Wachsmalstiften gestalten wir die Monster in einer ausgesuchten Farbe. Die Umrandung wird schwarz gemacht. Arme, Beine und andere Körperteile kleben wir extra an den Rumpf um den Monstern mehr Gestalt zu geben.

Das Farbenmonster Wir basteln eigene Monster

Aus Schuhkartons bauen wir farbliche Unterkünfte und die Monstersammlung nimmt nach und nach Gestalt an.

Das Farbenmonster Unsere Monstergalerie

Und dann überlegen wir natürlich, warum unsere Monster sich gerade in ihrer entsprechenden Farbe befinden und denken uns Geschichten aus, warum sie rot, gelb oder grün sind.

Mit dem Farbenmonster lassen sich so viele Möglichkeiten zum Arbeiten finden:

Verbunden mit Bewegung könnte man die Kinder traurig, fröhlich, wütend durch den Raum stapfen lassen, indem man das passende Monster zeigt.

Auch eigene Pop-Up-Bücher lassen sich in dem Kontext selbst erstellen.

Oder man lässt einen neutralen Satz mit dem entsprechenden Gefühl vorlesen.

Da die Gefühle im Buch nachher in Gläsern geordnet sind, könnte man auch Gefühlsgläser gestalten.

Und natürlich kann man jede Menge mit den Farben selbst machen:

Ach, das Buch verzaubert einfach durch seine wunderbare Machart.

Ich selbst bin durch einen Buchtipp auf fb darauf aufmerksam gemacht worden und danke dem Tippgeber noch einmal ganz herzlich.

Für Buchtipps sind wir immer dankbar, gerne auch in Kommentaren hier auf dem Blog.

Monstermäßige Grüße

Christine

Das Farbenmonster - Vorleseideen.jpg

 

{Umwelt & Ernährung} Großes Apfelfest

Adamsapfel, Zankapfel, Apfel, der nicht weit vom Stamm fällt, in den sauren Apfel beißen, Äpfel und Birnen vergleichen, und das alles nur für ’n Apfel und ’n Ei! Keine andere Frucht ist für uns so bedeutend wie der Kulturapfel und gerade jetzt, da sich der Herbst nähert, lohnt es sich, die schwer beladenen Bäume anzusehen.
In Nalbach geht es in den Nachhaltigkeitswochen um „Klimwandel und lokales Handeln am Beispiel Ernährung, Fairtrade und Fairer Konsum“ – und wir machen mit. Teil unserer Themenwochen ist unser großes Apfelfest!

Ursprünglich war Apfelpflücken auf dem Feld geplant, aber wetterbedingt haben wir das Programm in die Lese- und Schreibwerkstatt verschoben.

Drinnen ist es warm und schön trocken

Spiel- und Ratespaß

Das kalte und feuchte Wetter kann uns aber nichts anhaben – und um das zu beweisen gehen wir raus, um unz mit einem Apfelquiz aufzuwärmen. Wie gut kennt ihr euch mit Äpfeln aus? Probiert euer Wissen und euer Glück:

Das Lösungswort findet ihr, wenn man die ganze Box markiert:

FRÜCHTE ist richtig – OBSTART und VITAMIN sind falsche Fährten

Das lief ja wunderbar. Diejenigen, die nicht so viele Antworten kennen, können immer noch ihr Können beweisen! Wir haben hier einen Eimer voll Äpfel. Wie gut seid ihr im Schätzen? Wie viele Äpfel passen in einen 10-Liter-Eimer?

„Stille Post“ während die Schätzungen aufgeschrieben werden

Wir haben natürlich nachgezählt:

Na, wer von euch war am nächsten dran?

Apfel-Buffet

Jetzt aber wieder rein. Einige von uns haben nämlich extra das zweite Frühstück ausgelassen, um die ganzen wunderbaren Leckereien zu kosten, die mitgebracht wurden! Das war natürlich das Einzige, was wir gemacht haben – so wenig ich dagegen gehabt hätte. Wir wollten noch Apfel-Lesezeichen basteln und Apfelstück-Piñatas selbst gestalten!

Ein reiches und vielfältiges Naschangebot – Crepes, Kuchen, Apfelsalat, Muffins, Apfelmus, Apfeltaschen und dazu warmer Apfeltee

Apfel-Lesezeichen

Verena hat für uns die süßeste Idee gefunden, wie man einfache und kreative Lesezeichen machen kann. In diesem Video zeigen wir euch, wie ihr sie selbst machen könnt:

Alles, was ihr für dieses Lesezeichen braucht, sind:

  • Eine Büroklammer (große eignen sich gut)
  • Eine rote Holzperle
  • Ein grünes, blattfarbenes Bändchen
  • Ein Stück Faden

Apfelkern-Piñata

Wer Pinatas kennt, weiß, dass es einfach nuch Pappobjekte sind, die man mit Süßem füllt, um sie bei einem Fest aufzuschlagen. Das ist eine wunderbare Idee, aber zeitaufwendig, wenn man die Pinata selbst machen will – die einfachste Methode ist, einen Luftballon mit Papierfetzen und Leim zu beschichten, um nach dem Trocknen den Ballon im Innern platzen zu lassen. Stattdessen kann man aber im kleineren Stil auch Pappteller benutzen.

Diese Pappteller werden dann nur ein kleines Apfelscheibchen. Wichtig dabei ist, dass die Außenseite angemalt wird. Außen kommt die Schale, also am besten rot (oder grün oder gelb) den Rand entlangmalen, und dann die Mitte des Tellers leicht gelblich anmalen. Mit Wasserfarben geht das ganz gut, wenn man Gelb oder Ocker mit Wasser verdünnt.

In der Mitte kommen ein paar Apfelkerne. Wenn der Teller getrocknet ist, braucht man nur noch den Teller zuzuklappen, ein paar Süßigkeiten reinzulegen und das Apfelstück am Papptellerrand zukleben. Mit einer Wäscheklammer kann man sichergehen, dass der Kleber auch von alleine trocknet.

Ein letzter Pinselstrich – dann muss die Apfel-Pinata nur noch trocknen

Auch das Thema Märchen haben wir weitergeführt – am Ende haben uns ein paar Meisterleser aus der Mittwochsgruppe Frau Holle vorgelesen.

Das Apfepflücken auf der Obstwiese musste leider ausfallen – da waren wir aber ganz froh, denn diesen Samstagmorgen haben wir ein wenig gefröstelt. Dafür haben wir aber auch wirklich viel gemacht und haben uns auf das Thema der nächsten Wochen eingestimmt.

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{Harry-Potter-Lesenacht} Zauberhafte Nacht in Hogwarts

Darauf haben wir uns schon seit Ewigkeiten gefreut: Endlich eine neue Lesenacht. Und nicht irgendeine, nein, mit Harry Potter hatten wir eine der besten Lesenächte überhaupt.

Der Junge, der überlebte

Besonders interessant war es zu sehen, wie die verschiedenen Altersgruppen ihre Erfahrungen über Hogwarts und die Zauberwelt austauschen konnten. Die jüngeren haben vielleicht gerade so von J. K. Rowlings Meisterwerk gehört, andere haben nur die Filme gesehen (und so viel verpasst), dann gab es ein paar richtige Potterheads und Profis – und gerade die Eltern waren Feuer und Flamme und konnten richtig viel beisteuern! Wir hatten ein volles Programm, deswegen haben wir die Lesenacht für euch aufgeteilt:

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Vorbereitung mit Zauberer Kalibo

Zauberer sind die ehrlichsten Menschen auf der Welt. Erst erzählen sie dir, dass sie dich betrügen werden. Und dann tun sie es.

– James Randi
Fast alle da, die Show kann gleich anfangen

Bevor es richtig losging, haben wir die Leseratten aus der Samstags- und Mittwochsgruppe zu einem richtigen Aufwärmspektakel eingeladen. Nämlich mit einem echten Zauberer.

Kalibo versteht sein Handwerk

Da stand er vor uns, der große, der einzigartige Kalibo! Und er hatte es nicht einfach. Die Lese- und Schreibwerkstatt war voller aufmerksamer Augen… aber egal ob Kinder, Jugendliche oder Erwachsene, Kalibo weiß, wie man das Gehirn der Zuschauer austrickst, wie man ihnen etwas vorspielt, was es nicht wirklich gibt, und wie er uns beeindrucken kann und uns zum Lachen bringen kann. Das beste, was ein Zauberer machen kann, ist mit unseren Erwartungen zu spielen. Und dass Kalibo das bei allen Altersgruppen hinbekommt, ist unglaublich – manchmal im wahrsten Sinne des Wortes.

Kartentricks, Becherzauber, Versteckmagie, Seilverwirrung und noch viel mehr, wir hatten alle viel Spaß.

Es geht los

Wir waren gut vorbereitet.

Eulenpost

Schon Wochen vorher hatten wir geplant, gebastelt und getüftelt. Eigentlich hatten wir sogar noch mehr Ideen, aber ohne einen Zeitumkehrer können wir an einer Nacht auch nur so viel machen.

… wir freuen uns Ihnen mitteilen zu können, dass Sie an der Hogwarts-Schule für Hexerei und Zauberei augenommen sind.

Natürlich haben wir uns auch die Zeit genommen, die Zaubererwelt in den Gruppenstunden zu behandeln. Dazu gab es verschiedene kleinere Basteleien, aber wir haben auch Vorbereitungen für die Lesenacht getroffen. Ganz wichtig war es, Zauberumhänge für jeden vorzubereiten, und natürlich den persönlichen Zauberstab! Und die sind klasse geworden. Alles, was man dazu braucht:

  • Essstäbchen
  • Heißkleber
  • Akrylfarbe, am besten in schwarz, braun, grau, silber, bronze und gold

Unter der Aufsicht eines Erwachsenen mit Heißklebeerfahrung entstehen dann die einzigartigsten Muster:

Die fertigen Zauberstäbe verkäuft später Mr. Ollivander
Molly Weasleys magische Küchenuhr – sind alle auf dem Weg zur Lesenacht?

Und dann war es endlich so weit! Der Abend des 20. Mai war angebrochen. Alle waren da und wir konnten uns in der Leseecke treffen. Dort haben wir den Vorgang der Lesenacht besprochen. Es gab viele verschiedene Stationen, die wir an diesem Abend vorbereitet haben, und an allen wird natürlich die passende Textstelle aus Harry Potter vorgelesen. Kein Problem für uns, denn jeder von uns besitzt zufällig eine Ausgabe der Bücher.

„Willkommen zu einem neuen Jahr in Hogwarts! Bevor wir mit unserem Bankett beginnen, möchte ich ein paar Worte sagen.“

Der Sprechende Hut

Nachdem wir uns begrüßt hatten, das Allwichtigste zuerst: Die Zeremonie für die Einteilung in die Häuser. Selbstverständlich hatten wir den Sprechenden Hut vorher gebeten, sich Gedanken darüber zu machen, welche Kinder gerne zusammen in ein Haus passen.

Ein sprechender Hut entsteht
Fertig ist der alte Reimeklopfer

Und das hat er auch getan. Der arme, alte Hut hat ja seit seiner Entstehung nichts anderes zu tun, als sich Gedanken für die Zeremonie am Anfang des Schuljahres zu machen. Wie immer beginnt er mit einem Lied, das er speziell für dieses Jahr neu gedichtet hat:

Schaut mich an, ich bin nicht schön,
Wo man guckt sieht man nur Falten.
Doch ich spreche, krächz‘ und stöhn‘,
D’rum hört auf mich, den Hut, den alten.

Seit tausend Jahren oder so
Trug mich schon manch‘ Jung‘ und Mädel
Nicht auf dem Knie, nicht auf dem Po,
Sondern nur auf ihrem Schädel.

Wie denn das, und auch: Warum?
Das sag‘ ich euch, ich bleib‘ nicht stumm.

Jeder Stein, auf den ihr schaut,
Hat ein Zauberer erstellt,
Wurd‘ aus Hexenhand gebaut,
Bis es allen Vier’n gefällt.

Slytherin, der mochte Macht,
Gerissenheit und List und Tücke.
Merlin hat’s hier weit gebracht –
Versuch‘ es selbst mit Deinem Glücke.

Rawenclaw, sie war so schlau!
Rätsel konnt‘ sie überwinden.
Kommst Du hierhin, weiß ich genau,
Wirst Du den Schatz der Weisheit finden.

Hufflepuff fand viel Applaus.
Mit Geduld und Güte und mit Fleiß
Bist Du dabei, in ihrem Haus.
Und Freundschaft ist ein Teil vom Preis.

Gryffindor war voller Mut,
Voll Waghals und voll Tatenfeuer
In diesem Haus sieht dieser Hut
Den Sinn nach ganz viel Abenteuer.

Lang ist’s her, seit Hogwarts Gründer
Hier legten ihren letzten Stein.
Darum sprech‘ ich für ihre Münder
Und teil‘ euch in die Häuser ein.

Und dann fing die Einteilung an. Ein Kind nach dem anderen wurde zum Hut gerufen, der Hut dachte gut nach, und das Haus wurde laut in die Menge gerufen.

Schaut mich an, ich bin nicht schön,
Wo man guckt sieht man nur Falten.
Doch ich spreche, krächz‘ und stöhn‘,
D’rum hört auf mich, den Hut, den alten.

Jeder einzelne wurde in sein Haus eingeteilt. Der Sprechende Hut irrt sich nie.

Lang ist’s her, seit Hogwarts Gründer
Hier legten ihren letzten Stein.
Darum sprech‘ ich für ihre Münder
Und teil‘ euch in die Häuser ein.

Wie in den Büchern hat jedes Haus auch seinen eigenen Hausleiter. Die Betreuer wurden die Teamleiter der Gruppe, damit die verschiedenen Aufgabenstationen rund um Hogwarts gelöst werden konnten.

Gryffindor, Hufflepuff, Rawenclaw oder Slytherin?

Gringotts-Zaubererbank

Die Kobolde haben zum Schulanfang eine Ausnahme gemacht und eine Filiale in der Nähe von Hogwarts eröffnet. Jeder erhielt ein Säckchen Taschengeld – 3 Galleonen. Mit denen konnte man Verschiedenes kaufen, Zauberstäbe, Tränke, Umhänge… auch in der Zaubererwelt ist nichts umsonst.
An anderen Stationen war es möglich, Geld zu gewinnen.

Galleonen aus der Gringotts-Bank

Vorgelesen wurde natürlich die Szene, in der Harry mit Hagrid zum ersten Mal in Gringotts kommt.

Madam Malkins Zauberumhänge

Hier hat sich unsere Vorbereitung ausgezahlt. Diejenigen, die ohne Verkleidung gekommen sind, konnten an dieser Station die aus großen, schwarzen Plastiksäcken gebastelten Umhänge kaufen, um der Kleiderordnung von Hogwarts gerecht zu werden.

Die Große Halle

Nach einer einmaligen Bezahlung war die Große Halle ein Versammlungsort zum Durchschnaufen. Hier durfte geschmaust werden. Wie man sieht, waren viele Eltern und Kinder begeistert am Werk und haben uns wunderbare Hexenspeisen gezaubert!

Die Große Halle
Hexenbesen
Hexenhüte
Leckeres und Gesundes in Eulenform
Achtung, giftige Kröten!
Eulen-Cupcakes

Bertie Botts Bohnen in allen Geschmacksrichtungen
Der goldene Schnatz – Harry hat ihn schließlich auch mit dem Mund gefangen
Fluffy-Pupse
Blutige Finger
Leckere Cupcakes für alle Häuser
Schleimmonster-Zyklopen

Und welche Textstelle eignet sich hier mehr, als die Stelle nach dem Sprechenden Hut, wenn alle am Bankett versammelt sind.

Mr Ollivanders Zauberstäbe

Was wären Hexen und Zauberer ohne ihre Zauberstäbe? Zum Glück kennt sich Mr. Ollivander in der Kunst der Zauberstabkunde aus. Jede junge Hexe und jeder junge Zauberer fand seinen Zauberstab – oder, wie wir alle wissen, die Zauberstäbe fanden ihre Meister. Nur eine Galleone, und der Zauberstab ging über den Tresen.

Ollivander – Gute Zauberstäbe
seit 382 v. Chr
Der Zauberstab sucht sich den Zauberer oder die Hexe aus

Weidenholz? Mahagoni? Eiche? Stechpalme? Ahorn? Buchenholz? Elfenbein? Ollivander kennt sich aus.
Einhornhaare, Phönixfeder oder Drachenherzfasern…
Elf Zoll, handlich und geschmeidig…

Im Buch ist diese Stelle ja sehr wichtig, deswegen wird sie auch hier vorgelesen. Wir lernen über Voldemort und seinen Zauberstab.

Professor Snapes Zaubertränke

Albernes Zauberstabgefuchtel und kindische Hexereien wird es hier nicht geben. Außer es geht um die heißen Zauberstäbe, die sind verhext gut und lassen sich für eine Galleone kaufen.

Lieferung für die Hauselfen
Heiße Zauberstäbe – mit Soße

Professor Snape, weiß, wie man mit der richtigen Mixtur neugierige Besucher beeindruckt. Ein Tropfen zu viel oder zu wenig und es würde eine grauenhafte Nacht werden, die niemand vergessen würde. Aber Severus Snape ist ein meisterhafter Tränkemischer.

Professor Snapes Zaubertränke werden gekostet

Snape ist ein richtiger fieser Charakter. Der Ausschnitt über die erste Zaubertränkestunde mit ihm ist vielleicht gerade durch die Verfilmung mit Alan Rickman unsterblich geworden. /*

Fotoshooting

Die Zeitung der Zauberer, der Tagesprophet, weiß, welche Artikel sich auf der Titelseite gut machen. Die Ausgabe mit den Erstklässlern von Hogwarts auf der ersten Seite verkäuft sich wie warme Semmeln. Mit den richtigen Utensilien und Verkleidungen war es kein Problem, sich als berühmte Zauberer und Hexen auszugeben und stolz in die Kamera zu schauen.

Für alle Häuser und Verkleidungskünstler etwas dabei
Hogwarts ist eine ernste und disziplinierte Schule

Bewegte Portraits

Spaß bei den bewegten Portraits

Eine Besonderheit für alle, die in der nichtmagischen Muggelwelt aufgewachsen sind, sind die sich bewegenden Bilder. Das Zaubereiministerium hat uns verboten, echte magische Portraits in die Muggelwelt zu schmuggeln, aber zum Glück waren ein paar kluge Muggel erfinderisch genug, um uns eine Alternative zu geben. Durch einen kleinen technischen Aufwand ergeben sich folgende bewegliche Bilder:

Diese Streifenbilder, zusammen mit einer Zauberfolie, durfte jedes Kind mit nach Hause nehmen.

[PDF-Download]

Spiele und diverses

Quidditch (aus Muggelschutzgründen clever getarnt)

Häuserfarben-Sudoku
Das Rätsel…
… und die Auflösung.
Hexenbesen-Übungen mit Madam Hooch

Weitere Stationen waren:

  • Erfinde deinen eigenen Patronus (mit Weiß auf schwarzem Papier)
  • Schurkenkegeln (wir mussten irgendwie unsere Frust an Umbridge auslassen)
  • Weasleys zauberhafte Zauberscherze – eigene Erfindungen für die Zwillinge vorschlagen
  • Und noch mehr…

Im Anschluss an die vielen Spiele konnte man sich entweder zu Schlafsack und Matratze zurückziehen oder noch ein paar Runden unserer für Harry Potter umgeschriebenen Version von „Werwölfe von Düsterwald“ mitspielen.

Guten Morgen!

Nach aufregenden Stunden in Hogwarts und einer schönen Nacht, in der gelesen und geschlafen wurde, fängt der Tag in Hogwarts viel zu früh morgens an. Zum Wachwerden gibt es deswegen ein paar kleine Aufgaben draußen, in der hellen Sonne und der klaren Luft! Um herauszufinden, welches Haus dieses Jahr den Pokal gewinnt, können die Schüler hier ganz viele Punkte gewinnen:

Zaubererduell

Beim Zaubererduell geht es darum, dass man sich als Haus einigt, welcher Fluch auf das gegnerische Haus gefeuert werden soll. Ob man als Haus gewonnen hat, entscheidet das Pentagramm.
Im Finale und Halbfinale wird entschieden, auf welchen Platz das Haus gelangt.

Pentagramm der Zauberflüche

Aber natürlich gilt es in Hogwarts nicht nur zauberfertig zu sein, auch die Theorie muss geprüft werden. Wer hat gut aufgepasst? Wer kann im 1-2-oder-3 die meisten Fragen beantworten?

Das Frühstück im Anschluss hatten wir uns verdient. Als alles aufgeräumt war, haben wir noch ein wenig Energie übrig gehabt, um ein Zauber-Menschenmemory zu spielen und mit „All die…“ herauszufinden, wie viele von uns regelmäßig die Zaubererwelt durchstreifen.
Als letztes haben wir uns noch in der Leseecke versammelt und uns verabschiedet.

Was für eine Nacht!

Ret

Die Welt der 1000 Abenteuer – Gewinne ein Abenteuerset!

Die Welt der 1000 Abenteuer

Geheimnisvoll und äußerst spannend sind die Geschichten, die sich Besteller-Autor Jens Schumacher in der Reihe um die Welt der 1000 Abenteuer ausdenkt. Ob es um Gefahren in der Zwergenmine geht, böse Intriegen in der Zauberschule oder ob gleich das ganze Königreich Konduula vor Schwarzmagier Gorlash und seinen finsteren Horden gerettet werden muss: du bist immer dabei.

Und das ist bei diesen interaktiven Abenteuer-Spielebüchern wortwörtlich zu nehmen. Denn du bist der Held der Geschichte. Du entscheidest, wie sich das Abenteuer entwickelt – wenn es sich entwickelt. Denn mit ein wenig Pech bist du schneller aus dem Leben geschieden, als dir das lieb ist.

Landkarte Konduula

Die Bücher stecken voller Wendungen und sind immer wieder überraschend. Du denkst, du entscheidest dich für die harmlose Variante? Gerade diese kann sich als besonders tückisch entpuppen. Gehst du nach rechts oder links? Durch den gefährlichen Wald oder an ihm vorbei? Nimmst du die Ampulle oder lässt du sie liegen?

Voller trickreicher Fallen schlitterst du durch die spannenden Geschichten.

Bereits bevor das Abenteuer los geht, musst du dich für ein besonderes Talent entscheiden. Das kann an manchen Stellen über Erfolg oder Niederlage entscheiden.

Abenteurerblatt

Und manchmal musst du die Runen befragen, die über Glück oder Untergang entscheiden:

Runen Die Welt der 1000 Abenteuer

Wir haben Jens Schumacher nun schon einige Male zu Gast in der Lese- und Schreibwerkstatt gehabt und sind immer wieder aufs Neue begeistert von seinen Geschichten. Neben der Welt der 1000 Abenteuer hat Schumacher viele andere fantastische Romane veröffentlicht und ist einer der Autoren der Black Stories, die sicherlich einige von euch kennen. Uns haben seine Geschichten schon so oft inspiriert. Erst vor einigen Wochen haben wir uns sogar an eigenen kleinen Abenteuergeschichten versucht.

Für einen glücklichen Blogleser haben wir heute ein Abenteurerset zu verlosen, bestehend aus einem handsignierten Buch aus der Reihe und einer Black Stories- Edition. Zeitgleich könnt ihr auf little. red. temptations. ein weiteres Set gewinnen. Dort findet ihr auch ein Rezept für passende Wegzehrung für Helden: Kreaturenkekse.

Dinosaurier-Kekse

Bis zum 30. Juli könnt ihr uns in einem Kommentar verraten, ob ihr selbst schon Erfahrungen mit interaktiven Geschichten gemacht habt oder ob ihr schon einmal Black Stories gespielt habt. Wir versenden innerhalb Deutschlands. Der Gewinner wird am 31. Juli auf dem Blog bekannt gegeben.

Gerne dürft ihr auch auf sozialen Kanälen teilen und die Werbetrommel für unsere Lesenische rühren!

Black Stories

Und wenn ihr Jens Schumacher einmal live erleben wollt: in dem wundervollen und wundersamen Drachenwinkel im saarländischen Diefflen ist er von Zeit zu Zeit bei Lesungen anzutreffen. (Und auf seiner Autorenseite findet ihr natürlich auch andere Termine an anderen Orten).

Doch den Drachenwinkel lege ich Büchermenschen immer wieder gerne ans Herz für Lesungen oder natürlich auch für Büchereinkäufe. Die Buchhandlung ist etwas ganz besonderes!

Und nun drücke ich euch die Daumen!

Christine

Das Gewinnspiel ist beendet. Das Abenteurerset geht an Verena. (Der Gewinn ist unterwegs zu dir und du wurdest per Mail informiert).

Die Welt der 1000 Abenteuer

{Klappwürfel} Lieselotte-Versteckbox

Warnung: Dieses Bastelprojekt war zeitintensiver als geplant. Man sollte mindestens zwei Stunden  und etwas Gedult dafür vorsehen.

Lieselotte lauert – damit hat eine der besten Bilderbuchreihen angefangen. Von den Zeichnungen, über den Humor und den Running Gags, bis hin zu den genialen Geschichten, Lieselotte ist bei vielen Kindern einfach die Nummer 1. In diesem ersten Band lauert unsere Lieblingskuh in den besten Verstecken auf den Postboten.

Also haben wir Lieselotte und mehr auch versteckt: in einem Würfel.


Farbwürfel


Lieselotte-Würfel

In diesen Würfeln steckt viel Arbeit. Wer das nachvollziehen möchte und seinen eigenen Klappwürfel basteln will, kann das mit dieser Vorlage machen (oder mit dieser Vorlage ohne schwarze Flächen).

Ein Klappwürfel besteht aus insgesamt 8 kleineren Würfeln. Bevor es ans Basteln geht, kann man die weißen Flächen bemalen. Sobald diese kleineren Würfel ausgeschnitten, gefaltet und mit Klebestreifen zusammengeklebt sind, stellt man alle 8 Würfel zu einem großen Würfel auf. Dabei ist wichtig, dass entweder nur weiße Flächen oder nur schwarze Flächen von allen Seiten zu sehen ist.

Als letzter Schritt müssen die Würfel mit Scharnieren versehen werden. Wo die Klebestreifen befestigt werden müssen, sieht man in dieser Animation:

Wichtig ist, dass der Würfel dann vorsichtig aufgeklappt wird, damit die Scharniere auch von der Innenseite mit Klebestreifen nachbefestigt werden, sonst fällt der Würfel schnell auseinander.


Zahlenwürfel

Insgesamt hat unsere Gruppenstunde eigentlich gar nicht dafür gereicht. Trotzdem haben es einige Kinder geschafft, ihre Versteckwürfel fertig zu bekommen – unterstützt von Christines leckeren Nussecken!

Und doch: Für viele war es etwas frustrierend, dass die Zeit einfach nicht gereicht hat. Als Wiedergutmachung bringe ich den Kindern nächste Woche etwas zu Naschen mit. Versprochen!


Buchstabenwürfel

Zuhause weitergebastelt – es klappt!

Die Würfel, die fertig geworden sind, finde ich aber sehr gelungen und ich mag die Idee. Man muss nur besser planen können!

Was ich mir vornehme.

Ret

{Sommerferien} Eis hoch 3

Eisbasteln, Eisessen und Eisfragen!

Da hat die letzten Wochen die Sonne geschienen – und jetzt ist der Himmel grau. Haben die Kinder trotzdem Lust auf Eis?
Jaaaaa!

Pixi-Bücher kennen die meisten. Seit über 50 Jahren sind die Geschichten im Miniformat in Deutschland unterwegs und heute sind sie überall. Bei mehr als 2000 verschiedenen Büchern ist es kein Wunder, dass für jeden etwas dabei ist. Und bei der kurzen, süßen und lustigen Geschichte konnten wir uns mit Eis- und Braunbär schön in das Thema einlesen.

Passend zum Sommerferienstart haben wir aus Eisstielen Lesezeichen gebastelt. Der ersten Sommerlektüre steht nichts mehr im Wege, denn die bunt angemalten Stiele mit süßen Eisfiguren an der Spitze sehen richtig klasse aus.

Die selbstgemachten Eishörnchen haben den Kindern dann so gefallen, dass wir sie doch nicht als Girlande in der Lese- und Schreibwerkstatt aufgehangen haben – die durften auch mitgenommen werden.

Aber was wäre ein Eisthema ohne Eisessen?

Darauf fiebern wir doch alle hin! Natürlich durfte jeder ein selbstgemachtes Eis haben. Nachdem der Basteltisch richtig aufgeräumt wurde.

Ich weiß schon, einige unserer Leser hätten jetzt auch gerne ein Eis. Wer also auch einen selbstgemachten Slushie haben möchte, kann sich hier das Rezept ausdrucken:

Wassermelonen-Slush

Ein einfaches Rezept für ein Wassermelonen-Eisgetränk

Zutaten

  • Wassermelone
  • Wasser
  • Eiswürfelform
  • Zitronenkonzentrat
  • Mixer

Anweisungen

  1. Die Wassermelone zubereiten. Aus dem Fruchtfleisch werden Würfel geschnitten.
  2. Die Melonenwürfel zusammen mit dem Wasser in der Eiswürfelform (am besten über Nacht) einfrieren lassen.
  3. Die fertigen Eiswürfel und die gefrorenen Melonenwürfel in eine Schüssel zusammenwerfen und einen Schuss Zitronenkonzentrat dazugeben.
  4. Mit dem Mixer das Ganze zu einem Eisbrei durchmixen.
Den Slush in einen Becher löffeln und einen Strohhalm reinstecken. Fertig.

Wem nach dem Eisessen dann doch zu kalt wurde (oder einfach mitmachen wollte), konnte bei unserem 1-2-oder-3 sein Wissen zum Thema Eis beweisen. Die Fragen haben wir für euch hier als Quiz zusammengestellt. Vielleicht könnt ihr ja eure Freunde oder eure Familie testen…

Wer das Lösungswort zum PDF-Quiz braucht, sollte die folgende Textstelle markieren:

ERDBEER (VANILLE und JOGHURT sind falsche Fährten)

{Mausreise zum Mond} Armstrong

Vor zwei Wochen haben wir begeistert eines unserer Lieblingsbilderbücher gelesen: Lindbergh – Die abenteuerliche Geschichte einer fliegenden Maus. Was liegt da näher als Torben Kuhlmanns neuestes Buch zu lesen und damit kreativ zu arbeiten? Armstrong beschreibt das vielleicht spannendste Kapitel der Mausheit (und Menschheit): die ersten Astronauten auf dem Mond.

Doch bevor es mit dem Abenteuer anfängt, spielen wir eine Runde Reise zum Mond, denn Astronauten müssen sich ja richtig auf ihre Mission vorbereiten. Nachdem jeder die Astronautenausbildung abgeschlossen hat, geht es los…

MOND! Schnell zugreifen.

…aber nicht irgendwie. Die Reise zum Mond dauert mindestens 3 Tage. Und weil Armstrong (trotz Kürzungen) so ein dickes Buch ist, haben wir genug Proviant mitgenommen. Aber es muss bei so einer vollen Rakete natürlich gut eingeteilt werden, also darf nur zugegriffen werden, wenn das Wort „Mond“ vorgelesen wird. (Dank einer Veranstaltung waren wir zum Glück nicht zu viele Kinder, sonst wäre es vielleicht etwas chaotisch geworden.)

Als Proviant gab es in der Samstagsmorgensgruppe Trauben und Mini-Brezeln. In der Juniorengruppe bekam jeder ein Babybel einen Vollmond und ein Brause-Bonbon Raketenpulver.

Ohne Einfallsreichtum hätten wir es nie auf den Mond geschafft. Hier konnte jeder seinen inneren Ingenieur beschwören und seine eigene Rakete fliegen lassen. Eine Rakete auf den Luftballon malen, einen Strohhalm fest draufkleben, und schauen, wer am weitesten die Schnur entlangfliegen kann.

Fallenlassen – klatsch

Doch eines ist noch wichtiger als auf den Mond zu kommen: Die Astronauten müssen auch wieder sicher und unversehrt zurück auf die Erde kommen. Die Abenteuermaus war schlau genug, um sich dafür ein System auszudenken. Mit Fallschirm und Polsterung haben wir unser Bestes gegeben und in Teams 3 Astronauten-Eier so gut wie möglich geschützt. Beim Fallenlassen haben wir erneut festgestellt, dass Raumfahrt nicht einfach sein kann. Ein Ei hat überlebt.

Mit Zaubersand haben wir schon länger nicht gearbeitet! Er eignet sich super für eine Mondlandschaft.

Aber wir sind ja nur Astronauten, und wir können darauf bauen, dass die Profis bei NASA und ESA mehr davon verstehen. Wir haben hart trainiert, und jetzt ist es soweit. Zum krönenden Abschluss basteln wir unsere eigene Flagge und setzen sie auf unsere Mondlandschaft!

In Gedenken an alle Astronauten-Eier, die für immer verloren, aber niemals vergessen sein werden
Ein kleiner Schritt für mich…
… aber ein großer Schritt für die Menschheit.

Genau wie die Maus hat jeder sein eigenes Logo auf die Fahne gemalt.

Mission erfüllt! Wer dann noch nicht genug hat, hat hier noch die Gelegenheit, sein Wissen zu beweisen – oder es aufzufrischen:

Mondquiz

Wer das Lösungswort zum PDF-Quiz braucht, sollte die folgende Textstelle markieren:

ARMSTRONG (RAUMFAHRT und MONDPHASE sind falsche Fährten)
Ex luna, scienta
Ret

{Annikas interaktive Abenteuer} Das Schloss in Transsilvanien

Vor zwei Wochen haben wir in der Lese- und Schreibwerkstatt Spielebücher geschrieben. Annika (9) war einer unserer jungen Schreiber, die sich ein cleveres Labyrinth an Fallen und Wegen gebaut haben. Kommt ihr durch das Gruselschloss? Probiert es gerne aus:


Du bist mit deinen Eltern in Transsilvanien. Ihr geht in ein Schloss. Plötzlich bist du allein und kommst nicht raus. Du hast nur eine Möglichkeit:


Und hier könnt ihr sehen, wie Annika ihre Geschichte geplant hat: