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{Vorlesen an ungewöhnlichen Orten} Malalas magischer Stift

Unsere Reihe Vorlesen an ungewöhnlichen Orten geht in die dritte Runde – und dieses Mal bewegen wir uns ganz aus Nalbach heraus in die nächste Ebene: den Landkreis Saarlouis. In Saarlouis treffen wir den Landrat Patrik Lauer. Mit ihm gehen wir auf Reise in ein fernes Land und erfahren, wie wichtig es ist, seine Stimme zu erheben und sich für die Rechte anderer Menschen einzusetzen und ihnen zu helfen.

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Malalas Geschichte

Malala ist ein Mädchen, das in Pakistan geboren wurde. Pakistan ist ein Land, das an Indien angrenzt und es ist ein Land auf der Welt, in dem es Frauen immer noch am schlechtesten geht, weil sie dort die wenigsten Rechte haben und unterdrückt werden. (Die Vereinten Nationen stellen Pakistan beim Index der geschlechtsspezifischen Entwicklung an 133ster von 160 Stellen. Beim Global Gender Gap Report vom Weltwirtschaftsforum steht Pakistan an zweitletzter Stelle.)

Malala ist ein ganz normales Mädchen, das auf die Schule geht, aber dann sind da Sachen passiert, da wurde es auf einmal schwierig überhaupt auf die Schule gehen zu können. Und dann hat man zwei Möglichkeiten. Man kann aufgeben. Oder man kann sagen, dass die Schule einem wichtig ist, dass da etwas passieren muss. Genau das hat sie gemacht und hat letztendlich soviel damit bewirkt, dass sie zur jüngsten Friedensnobelpreisträgerin der Welt wurde. Den bekommt man dann, wenn man sich für etwas ganz Besonderes einsetzt.

Und diese Geschichte haben wir erfahren, indem uns Landrat Patrik Lauer uns aus dem Bilderbuch „Malalas magischer Stift“ vorliest.

Zu Hause schaute sie gerne die Serie Shaka Laka Boom Boom, in der ein Junge einen magischen Stift hatte, mit dem er seine Zeichnungen zum Leben erwecken konnte.


Lauer: [liest]

Wenn ich einen magischen Stift hätte, würde ich ihn benützen, um das Schloss an meiner Tür anzubringen, damit meine Brüder mich nicht stören könnten. Oder die Zeit anzuhalten, damit ich morgens noch eine Stunde schlafen könnte. Oder den Gestank des Müllbergs in der Nähe unseres Hauses zu beseitigen. Oder ich würde ihn dazu benützen, andere Menschen glücklich zu machen. Ich würde die schönsten Kleider der Welt für meine Mutter zeichnen. Die besten Gebäude des ganzen Tals für meinen Vater zeichnen, damit er viele Schulen eröffnen könnte, in den Kinder umsonst lernen könnten. Oder einen richtigen Ball zeichnen, damit meine Brüder und ich nicht mehr mit einer alten Socke spielen müssten, die mit Abfall gefüllt ist.

[…]

Christine: Jetzt überlegt mal, ihr hättet einen magischen Stift, was würdet ihr denn machen?

Ich: Eine Tafel Schokolade, die nie leer wird…

Christine: Mein Sohn würde sich den größten Eisbecher der Welt malen.

LSW: Ich würde anderen Menschen helfen wollen und Armen Kleider und Geld geben, für die, die es sich nicht leisten können.

Elisa: Ich glaube ich würde mir Flügel malen. Ich glaube, ich würde auch gucken, dass ich armen Kindern helfe, indem ich ihnen Geld gebe […], dass sie sich was kaufen können oder essen. […]

LSW: Ich würde malen, dass andere Kinder auch zur Schule können.

Christine: Das Thema haben wir gerade in der Mittwochsgruppe. Aus der Elfenbeinküste ist da gerade ein Lehrer da, der Olivier, und der hat am Mittwoch erzählt, wie es an der Elfenbeinküste aussieht. Da sind die Kinder 50, 70 Schüler in einer Klasse. Da haben die Jugendlichen aus der Mittwochsgruppe, die haben dann auch so Augen gemacht, als der erzählt hat. […]

LSW: Ich würde meinen Freunden noch einen magischen Stift malen.

Christine: Das ist schwer clever!

Lauer: [liest weiter]

[…] wenn ich den magischen Stift hätte, dann würde ich ihn benützen, um eine bessere Welt und friedlichere Welt zu zeichnen. Als erstes würde ich Krieg, Armut und Hunger ausradieren. Dann würde ich Mädchen und Jungen als gleichberechtigt bezeichnen.

[…]


Doch Malala kann sich nicht auf einen magischen Stift verlassen und bemüht sich darum, die beste Schülerin der Klasse zu sein. Nach ein paar Jahren wird es gefährlicher und immer mehr Mädchen kommen nicht mehr in die Schule. Malala beginnt zu schreiben, darüber, wie es ist, mit Angst zur Schule gehen zu müssen, darüber, wie stolz sie darauf ist, auf die Schule zu gehen. Und Leute aus der Welt hören ihr zu.

Das war ziemlich mutig. Denn hier kommt ein schwarzes Kapitel. Man hat versucht, sie aufzuhalten, man hat einen Anschlag auf sie verübt. Zum Glück hat sie das nicht aufgehalten, ganz im Gegenteil.

So hat Malala ihren magischen Stift gefunden, indem sie selbst hart daran gearbeitet hat, ihre Stimme zu erheben, den Mut zu haben, für ihre Überzeugungen ihre Stimme zu erheben. So hat sie es vor die Vereinten Nationen geschafft und vor allen gesprochen, vor den mächtigsten Botschafter der Welt.


Lauer: [liest]

Ein Kind, ein Lehrer, ein Buch und ein Stift können die Welt retten.

Das war also die Geschichte.


Christine: Und es war tatsächlich so, dass die Menschen, die auf der schwarzen Seite im Buch Malala verboten haben, auf die Schule zu gehen, die haben ja auch viele andere Sachen verboten – und sie hatten wirklich eine solche Angst davor, dass Malala bekannt macht, was dort geschieht, dass sie irgendwann einen Anschlag im Bus gemacht hatten. Malala wollte also mit dem Bus fahren, die Leute haben einen Anschlag auf sie gemacht und haben ihr dann auch in den Kopf geschossen. Wie durch ein Wunder hat sie das ganze überlebt, hat Pakistan dann aber auch verlassen müssen. Seither hat sie in England eine Heimat gefunden. Und das war was, womit die Leute, die Malala unterdrücken wollten, nicht gerechnet hatten, denn dann hat auf einmal die ganze Welt hingeschaut. Die ganze Welt hat mitbekommen, dass die ein Mädchen umbringen wollten, weil es die Wahrheit sagt, weil es einfach sagt: „Ich will doch lernen. Ich will doch in die Schule gehen.“ Stellt euch mal vor, man würde euch verbieten, in die Schule zu gehen. Da würdet ihr im ersten Moment noch lachen und sagen, „juhu, keine Schule“, aber diese Menschen würden euch auch verbieten, Mädchen sollen auch keine Musik hören. Also, die haben ganz viel verboten. Dass Mädchen nicht in die Schule sollen, bedeutet ja, Mädchen sollen nicht Schreiben lernen. Die sollen nicht lernen, dass es auf der Welt Dinge gibt, die wichtig sind. Sondern, die sollen ganz klein in ihrer Familie sein und einfach nur putzen und kochen und für mehr sind Frauen gar nicht gut. Das ist es ja, was man damit sagen möchte. […] Und deswegen hat Malala auch gekämpft, es geht ja nicht nur darum, dass Mädchen nicht in die Schule können, man nimmt ihnen auch die ganze Zukunft weg. Man nimmt ihnen alles weg und dürfen keinen Beruf erlernen. Nein, statdessen, sei eine kleine Dienerin für ihre späteren Männer.

LSW: Da waren auch die Männer an der Macht und die Frauen durften fast gar nichts machen.

Christine: Das haben wir auf der Welt leider noch an vielen Orten. Das war früher auch hier so. In Pakistan, zum Beispiel, ist es so, dass Frauen nur mit der Erlaubnis ihrer Männer überhaupt arbeiten dürfen. Und das war bis in die 70er Jahre hier in Deutschland sogar so. Das wissen die meisten gar nicht mehr, aber bis Mitte der 70er Jahre, da waren eure Mütter, je nachdem, wie alt sie sind, oder vielleicht eher eure Omas, wenn die arbeiten wollten, mussten sie ihren Mann um Erlaubnis fragen. Sie mussten fragen: „Erlaubst du mir, dass ich arbeiten darf?“ Da würden die Frauen heute auf die Barrikanden gehen. Wenn da heute ein Gestz käme, da würden wir alle stehen. Aber was macht man, wenn es so ein Gesetz noch gar nicht gibt? Dann muss man darum kämpfen. Und die Frauen haben überall auf der Welt kämpfen müssen. […] Und deswegen ist es auch so wichtig, dass es einen jungen Menschen wie Malala gibt, der zeigt, dass sie nicht zu klein oder zu jung oder so ist, sondern selbst als Kind schon etwas bewegen kann. Und das ist eine ganz, ganz wichtige Geschichte, gerade weil sie wahr ist.


Und mit magischen Stiften wäre es so einfach, Dinge zu verbessern. Wir haben aber keine magischen Stifte. Dafür haben wir aber normale Stifte, und wir haben unsere Stimme und unsere Gedanken, und das ist ein Werkzeug, mit dem man schon einiges verändern kann. Wie wir die Welt selbst verändern können, dazu ist den Leseratten auch gleich etwas eingefallen:

Wie wir Menschen helfen

LSW: Kochen, für andere Menschen, die das brauchen.

LSW: Für Arme Sache spenden, die man nicht mehr braucht. Kleider und so. Oder Geld.

LSW: Wenn man lange Haare hat, kann man sich die abschneiden und sie spenden, wenn jemand Krebs hat, kann der die tragen.

Christine: Wir könnten auch Bücher verkaufen. Das machen wir ja auch tatsächlich immer. Das heißt, der Bücherflohmarkt, den wir organisieren, der ist sowas, wo jeder einzelne von euch schon mitgeholfen hat und damit ja auch versucht hat, die Welt ein bisschen zu verbessern. Wer von euch kann denn sagen, er hat schonmal was Gutes gemacht?

LSW: Gestern habe ich meinen Eltern geholfen, auf meine Schwester aufzupassen.

Christine: Ich würde auch sagen, es sind ganz oft die kleinen Sachen im Alltag. Ich sag euch mal was anderes, ganz oft hat man ja in Klassen auch Kinder, die Außenseiter sind […], das sind auch so Sachen, wo jeder, jeder einzelne etwas machen kann.

LSW: Ich habe schon oft mit meiner Mama geschrubbt, saubermachen helfen und kochen.

Christine: Ja, das sind die kleinen Sachen im Alltag, die helfen, aber darüber hinaus kann man auch einen Schritt weitergehen und beispielsweise sagen, wenn wir die Bücher verkauft haben, im letzten Jahr, haben wir es hier an den Kreis gemacht. Und deswegen ist es auch ganz gut, dass wir heute hier sind, im Landkreis, denn der Landkreis selbst, der sorgt natürlich auch dafür, dass es Sachen gibt, wie man Leuten helfen kann. Das können wir uns ja erzählen lassen. Da haben wir ja sozusagen den Chef hier sitzen.

Lauer: Ja. […] Wir haben z.B. ein Projekt, das heißt Bürger in Not, und dieses Projekt ist eins, wo wir Menschen helfen, denen niemand anderer hilft. D.h., wir haben hier in Deutschland Situationen, dass es hier ganz viele Gesetze gibt, ganz viel Hilfeleistung für Menschen. Wenn ihr z.B. […] studiert, dann gibt es ein BaFöG, das ist für Studenten, deren Eltern nicht so wohlhabend sind, damit sie Geld bekommen, damit der Staat sie unterstützt. […] Deutschland hat ganz viele Hilfesysteme aufgebaut, trotzdem passiert es immer wieder, dass Menschen in eine Situation kommen, wo der Staat gar nicht daran gedacht hat und sie auf einmal unverschuldet in einer Notlage sind und da gibt es nichts. Die stehen da und kommen nicht weiter. Da geht es z.B. darum, wenn ein Kind bei seiner Mama lebt und die Mama muss in Kur oder ins Krankenhaus, gibt es keine Regelungen, wer die Fahrtkosten zahlt, damit das Kind mal seine Mama besuchen kann. Sowas ist überhaupt nicht vorgesehen. In solchen Fällen helfen wir zum Beispiel. Oder wenn jemand nach einem Wohnungsbrand eine Erstausstattung braucht, weil die Versicherung zunächst noch nicht zahlt, dann helfen wir auch und in vielen, vielen anderen Fällen. Wir haben jedes Jahr tatsächlich 70 bis 80 Menschen, die zu uns kommen und denen wir Hilfe geben, weil wir sagen, ja, die sind unverschuldet in eine Notlage geraten, und die bekommen eine Spende, das können manchmal nur 200, 300 € sein, wenn es notwendig ist, das Höchste war 5000 €, um zu helfen. Das war dann auch ganz schlimm, wenn wir so viel helfen, dann ist der auch in einer ganz schlimmen Situation. Mit diesem Geld helfen wir Menschen mit existentieller Not. Das können wir nur, das ist ein Topf, der Bürger in Not Topf, der wird nur durch Spenden gespeist. D.h., es sind immer Initiativen wie eurer oder Spenden von Privatleuten oder Spenden von Firmen, die Geld sammeln […] Deswegen sind wir darauf angewiesen, dass wir jedes Jahr, wie von euch jetzt, von eurem Bücherflohmarkt, wo wir ganz stolz darauf sind und froh sind, dass wir Geld erhalten, damit wir den Menschen hier in unserem Landkreis helfen können.

Christine: Wir haben ja 1000 € gespenden. Das heißt, wie viele Bücher haben wir verkauft? Ein Buch sind 50 Cent.

LSW: 2000.

Christine: Stellt euch mal vor: 2000 Bücher. Das sind eine ganze Menge. Und dafür wird dann irgendwo jetzt einem oder ein paar Menschen mit Geld geholfen. Das heißt, jeder einzelne von euch, der an dem Tag Bücher geschleppt hat, aufgebaut hat, der hat damit z.B. auch beigetragen, dass auf diesem Weg jemandem geholfen werden kann. Das der Bücherflohmarkt überhaupt klappt, das geht nur, weil das gnaze Jahr über ein kleines und starkes Team das Lager besetzt. Jede zweite Woche geht es ins Lager und nimmt Buchspenden an und räumt und sortiert das, und das machen sie alle in ihrer Freizeit. Das machen sie einfach so. Die denken dann, das ist mein Anteil im Leben, da kann ich so einen kleinen Beitrag machen. […]
Jetzt hören wir noch, was so ein Landkreis noch so macht.

Wie der Landkreis Menschen hilft

Lauer: Wir fangen schon ganz früh an: Beim Kindergarten kümmern wir uns darum, dass von Anfang an Kinder von früh an Bildungsinhalte bekommen, dass schon früh gelernt wird im Kindergarten, dass da Zweisprachigkeit ist mit Französisch, ob das kleine FOrschungsprojekte sind […], die werden von uns initiiert, werden von uns auch mitbezahlt. Der Landkreis gibt also auch Geld dafür, damit solche Projekte stattfinden können. Wir bezahlen jede Erzieher_in im Kindergarten, wir schauen auch, dass ausreichend Erzieher_innen im Kindergarten sind und da bezahlen wir auch immerhin fast die Hälfte der Personalkosten. Das wissen kaum Leute […]

Dann kommen wir in die Grundschule, da sind wir bei dem Thema Bildung, da sind wir ganz stark dabei. […] Ab der 5. Klasse kommt ihr alle in Schulen des Landkreises. Dem Landkreis gehört also [z.B. das Robert-Schumann-Gymnasium in Saarlouis oder die Gemeinschaftsschule am Litermont in Nalbach] und ist auch für die Schule verantwortlich. […] Auch alle Berufsbildungszentren, wenn ihr später mal eine Ausbildung macht oder ihr macht dort ein Fachabitur, auch die gehören zum Landkreis, und die Förderschulen. Insgesamt 28 Schulen – und an den 28 Schulen kümmern wir uns um alles, sage ich mal, außer um die Lehrer und die Noten. Die Lehrer, dafür ist der Bildungsminister zuständig, und für die Noten sind eure Lehrer zuständig. Aber alles andere, ob ihr einen Beamer in der Klasse habt, wie eure Tische aussehen, wie die Ausstattung des Schulhofes ist, wie die Turnhalle aussieht mit allen Gerätschaften, ob ihr mit Whiteboards arbeiten könnt, die Ausstattung für den Musikunterricht, all das übernimmt der Landkreis, der ist auch zuständig für die Schulsekretär_innen […], die Schulbuchkoordinator_innen, wo ihr euch die Schulbücher ausleihen könnt, die Hausmeister_innen, die Reinigungskräfte, aber auch die Schulpsychologen und die Schoolworker […]

Was für uns auch ganz wichtig ist, ist dass wir sagen, jedes Kind muss in der Schule ein gutes und gesundes Mittagessen haben. Deswegen haben wir ganz viele Schulmensen gebaut, fast an jeder Schule, an den meisten wird sogar frisch gekocht […] Das kennt ihr vielleicht auch aus der Grundschule in Nalbach. Da war ich, das weiß jetzt wahrscheinlich auch niemand von euch, bis vor 7 Jahren euer Bürgermeister. Eure Grundschule wird ja jetzt 10 Jahre alt und die habe ich noch gebaut, hatte auch das große Glück, dass ich da die Christine getroffen habe, sie war ja die erste Leiterin der offenen Ganztagsschule. Die hat die ganze Ganztagsschule, wie wir sie kennen, aufgebaut und die ist ja auch ganz toll und erfolgreich. Und damals haben wir als erste Grundschule im Saarland eine Küche in eine Schule gebaut und haben dafür gesorgt, mit der Firma Schwed zusammen, dass ihr ein gutes Mitagessen bekommt. Und diese Philosophie, dass wir sagen, viele Kindern kriegen, wenn wir uns nicht darum kümmern, wahrscheinlich gar kein gutes Mitagessen. Deswegen legen wir da großen Wert darauf […], wir versuchen aber auch, Kinder in vielfältiger Weise zu fördern, auch inhaltlich zu fördern. Wir haben z.B. als Landkreis hier in Saarlouis ein Schülerforschungszentrum eröffnet, mit ganz viel Aufwand. Da kann man mit der Klasse hingehen, da soll das Interesse von Kindern an Naturwissenschaften geweckt werden, an Ingenieurswissenschaften, an Mathematik, an Informatik, an Physik und v.a. ist das ein Programm, das für Mädels gedacht ist, weil wir wollen, dass sie denken, dass ist alles nur Jungensachen, die Technik, sondern viele Mädchen stellen fest, dass Technik gar kein Hexenwerk ist, sondern, wenn man sich damit beschäftigt, ist das sogar recht durchschaubar und vielen macht das dann auch Spaß. Und genau das wollen wir, Spaß an der Technik wecken. […] Die die sich dafür interessieren, die machen dann auch bei Jugend Forscht Projekten mit, da bieten wir ganz viel an, auch schon im Grundschulalter. Wir haben auch ein Projekt, das leider nicht ganz so gut anläuft, wie wir es uns gewünscht hätten, das haben wir MINTegration genannt. MINTegration, das richtet sich insbesondere an junge Mädels, v.a. solche, die zu uns aus einem anderen Land gekommen sind. […] Das Schülerforschungszentrum könnte ja auch mal ein besonderer Ort zum Vorlesen sein.

Christine: Das wäre super [gerät in viele neue Gedankengänge]

Lauer: Wir haben auch für Kinder, die Lernschwierigkeiten haben, oder Kinder, die Probleme haben und nicht gerne zur Schule gehen wollen, für die gibt es auch Projekte, die der Landkreis betreut, wir haben also einen eigenen schulpsychologischen Dienst. […] Wir hatten jetzt ein großes Reha-Projekt, da ist es uns gelungen, da hatten wir 6 Kinder, die psychisch so angeschlagen waren udn so viele Probleme hatten, dass sie sich geweigert hatten, zur Schule zu gehen. Das fanden wir ganz schlimm, da hilft es aber auch nicht, wenn man sie bestraft, das waren keine Schulschwänzer, das waren wirklich Kinder, die konnten nicht. Die haben Schweißausbrüche bekommen, wenn sie nur das Schulgelände gesehen haben, die hatten ganz, ganz schlimme Probleme. Wir hatten jetzt versucht denen zu helfen. Da haben wir es geschafft, in einem halben Jahr, haben wir von 6 Kindern 3 wieder in den normalen Schulbetrieb integrieren können, die waren dann wieder so stark, dass sie gesagt haben, jawoll, ich kann wieder zur Schule gehen.
Also, das waren Schüler, wir machen auch ganz viele andere Sachen, wir helfen v.a. älteren Menschen, da sind wir eingetlich der Hauptansprechpartner. Wir versuchen alles, damit ältere Menschen in ihren eigenen vier Wänden alt werden können. […]

Christine: Und die Menschen werden ja immer älter. Und ihr werdet noch älter, als die Menschen heute. Wer von euch hat denn von euch eine Urgroßmutter?

LSW: Meine Urgroßmutter, die ist im Dezember 96 geworden.

LSW: Meine eine Uroma ist 90, meine andere ist 89.

LSW: Meine ist 87.

Elisa: Mhh, irgendwas mit 80…

Christine: Die Uroma ist Mitte 80. 86 oder 87. […]

Lauer: Einige von ihnen werden kränker, nicht alle, aber einige. […] Dann stellt sich auch manchmal die Frage, ob sie zu Hause alleine noch zurechtkommen. Es gibt ja Menschen, die sind körperlich erkrankt, es gibt aber auch Menschen, bei denen lässt das Gedächtnis nach […] und da kann es schon zu schwierigen Situationen kommen. […] Die meisten Menschen, die so alt und krank sind, wollen aber nicht in ein Pflegeheim, sonder fast alle Menschen wollen zu Hause alt werden. Ich glaube, das könnt ihr euch gut vorstellen. […] Deswegen organisieren wir ganz viele Hilfsprogramme für ältere Menschen, wir gucken z.B., dass es Lieferdienste gibt […], wir versuchen aber auch, ältere Menschen, wenn sie kein Aute mehr fahren können, mobil zu halten, dass es Bürgerbusse gibt, die die Menschen zum Einkaufen bringen, was auch wichtig ist, weil sie dann sehen, was es alles im Supermarkt gibt, treffen dort ein paar Leute, dann werden sie nicht so einsam. Wenn sie nur zu Hause sitzen und nur Fernsehen gucken, […] dann ist das eigentlich auch nicht gut für sie. […] Wir haben Wohnraumhilfen, die helfen z.B. den Menschen ihre Bäder umzubauen […], wir vermitteln ihnen Zuschüsse, wir erklären, wie sie zu Hause leben könne, auch mit Begleitung.
Wir machen aber auch ganz viel für das mittlere Alter, wir fördern Wirtschaft, wir machen Tourismus […], wir kümmern uns um arbeitslose Menschen, dass sie wieder in Arbeit kommen, […] gerade bei jungen Menschen haben wir stark bei 25, da gibt es 10 verschiedene Werkstätten, wo junge Menschen da mal ausprobieren können, was ihnen Spaß macht… Also ganz, ganz viele Projekte.

Christine: Da fällt mir noch so ein tolles Projekt ein. Das nennt sich Lese- und Schreibwerkstatt!

Lauer: Ach so, ja, entschuldigung, das ist auch ein Projekt, das wir bezahlen, stimmt! Was für ein tolles Projekt! Dann haben wir das Jugendamt, ja, das Jugendamt hilft auch immer, wenn jemand in Schwierigkeiten steckt. Eigentlich sind wir, ich sag immer, für die Menschen zuständig, die Probleme haben im Leben. […] Auch die, die keine eigene Stimme haben, wie Malala, oder sich nicht trauen ihre eigene Stimme zu erheben. […] Und ich glaube, das ist der Grund, warum so wenige Menschen wissen, was der Landkreis macht. Denn, wenn ihr euch vorstellt, ihr hättet Probleme in der Familie, dann kommt häufig vom Landkreis die Hilfe. Dann freut ihr euch zwar, aber ihr erzählt das dann nicht weiter, weil ihr nicht wollt, dass jemand anderes weiß, dass ihr da Probleme habt oder dass ihr arbeitslos seid oder dass ihr Probleme in der Schule habt. Das ist ja etwas, worüber die Menschen nicht gerne drüber reden. Das ist schon gut, wenn sie sich an uns wenden, aber das erzählt man nicht dem Nachbarn. […]
Aber wir sind ganz stolz, dass wir den Menschen helfen können, weil ich denke, dass das ganz wichtig für den Zusammenhalt ist. […]
Noch eine wichtige Funktion: Was steht denn auf dem Nummernschild vom Auto eurer Eltern?

LSW: SLS

Lauer: Genau, das bedeutet, ihr gehört zum Landkreis Saarlouis. Und diese Nummernschilder bekommt ihr […] in der KFZ-Zulassungsstelle, die ist genau gegenüber von ihr, da muss man hin, wenn man ein neues Auto hat. […]
Und wer baut ein Haus?

LSW: Wir sind am Umbauen.

Lauer: Ja, und wenn man umbaut, dann braucht man eine Baugenehmigung. Und auch dafür ist der Landkreis zuständig. […]

Unsere magische Stifte

Nachdem wir uns schon Gedanken gemacht hatten, wie wir in der Welt mithelfen und sie Stück für Stück verbessern können und was wir tun würden, wenn wir einen magischen Stift hätten, geht es jetzt daran, das umzusetzen. Denn wir haben jeder tatsächlich fantastische, goldene Stifte bekommen.

Die Stifte wurden uns netterweise von Edding speziell für diesen Tag geschenkt. Dazu gab es auch eine Leseraktion vom NordSüd-Verlag: Bis zum 30. Juli 2018 konnten wir unsere Zeichnungen an den Verlag senden – im Herbst sollen die Zeichnungen Malala überreicht werden.

unseren fleißigen Leseratten fällt auch gleich ein, wie sie die Welt verbessern können
den Müll von der Straße aufheben
beim Bücherflohmarkt helfen

An dieser Stelle bedanken wir uns ganz herzlich an Patrik Lauer für seine Zeit, fürs Vorlesen und für die Gastfreundschaft, Edding für die goldenen Stifte, NordSüd für ein wertvolles Bilderbuch und Malala für ihren Mut und ihre Stimme.

Gruppenbild mit Patrik Lauer

Bis zum nächsten Mal – und denkt dran:

„Lasst uns unsere Stifte und Bücher ergreifen. Sie sind unsere mächtigste Waffe.“ – Malala Yousafzai

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{Bienenwochen} – Vorlesen an ungewöhnlichen Orten

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Vorbereitung

Wie wir mit unseren Bienenwochen angefangen haben, haben wir euch schon berichtet. Nachdem wir mit kreativem Schreiben fleißig gearbeitet haben, wollten wir uns auf die darauf folgende Woche vorbereiten, denn es kommt wieder zu der Reihe Vorlesen an ungewöhnlichen Orten. Dieses Mal geht es zum Imker – und auch hier hat die Saarbrücker Zeitung darüber berichtet.

Basteln

Zwei kreative Bastelideen haben wir in die Realität umgesetzt. Damit sind viele Gestaltungsmöglichkeiten offen und sie lassen sich sehr gut nachmachen. Zum einen ist eine kleine Bienendeko durch Bierdeckel möglich: In die Bierdeckel einen gelben Papierkreis kleben und bemalen, darunter einfach Flügel kleben.

Etwas länger dauert es bei diesen Bienen am Stiel: Dafür benötigt man ein ovales Stück Pappe, in das am Rand kleine Ritze geschnitten werden. Mit gelber und mit schwarzer Schnur kann eine Biene mit den wildesten Mustern ihr Haarkleid bekommen. Stiel, Kulleraugen, ein Paar großer Flügel, die wir aus alten Büchern recylcled haben, schon ist sie präsentierbar.

Dazu hat jeder noch einen Bienenstock ausgemalt (Vorlage), den wir für den nächsten Schritt gebraucht haben.

Bienen-Fakten

Jetzt, da wir jeder einen Bienenstock haben, gilt es, ihn fleißig zu befüllen… mit Bienen-Fakten! In unserer Bücherei haben wir einige Tierbücher, in denen auch das Leben der Bienen beschrieben wird. Da ist genug drin, um sich wissenswerte Informationen aufzuschreiben, mit denen man die anderen später befragen kann.

Hier ein paar dieser Fakten:

  • Wusstest du, dass Honigbienen miteinander sprechen können? Bienen reden durch einen ganz besonderen Tanz. Ist die Biene auf eine Nahrungsquelle aufmerksam geworden, macht sie einen Schwänzeltanz.
  • Honigbienen gibt es auf jedem Kontinent, außer in der Antarktis.
  • Bienen gab es schon zur Zeit der Dinosaurier.

Außerdem haben wir Samenbomben vorbereitet, mit der wir zu Hause einen Erdfleck verschönern können.

Beim Imker

Vorlesen

Die Geschichte, der wir gelauscht haben, ist ziemlich alt: 1850 wurde das Märchen die Bienenkönigin von den Gebrüdern Grimm aufgeschrieben. Und dieses Märchen passt zu diesem Tag wunderbar. Vorgelesen hat uns der Schulsieger beim Vorlesewettbewerb.

Dafür gab es am Ende natürlich Applaus.

Dass sich Geschwister oft nicht so toll verstehen, ist nicht nur im Märchen so, dafür ist es ja auch so verblüffend das ein ganzes Bienenvolk reibungslos zusammenarbeiten kann. Auch sonst ist in der Geschichte viel zu entdecken: Insekten sind sehr wertvolle und wichtige Tiere.

Ein Imker erzählt


Bienen von Piotr Socha ist ein wundervolles Sachbuch und es eignet sich wunderbar, um dem Thema heute nahezukommen. Natürlich schaffen wir nicht das ganze Buch, und das wäre ja auch etwas langweilig, aber ein paar Zufallsseiten, von den Händen unserer Leseratten ausgewählt, sind auf jeden Fall mit drin. Und Martin kann als Imker vor Ort noch viel Interessantes dazu erzählen.

  • Bienensterben und Bestäubung von Hand

    Martin: Das ist eine ganz tolle Seite, also eigentlich eine ganz schreckliche Seite, aber auch eine tolle Seite. Wenn wir über Bienen reden, meinen wir meistens die Honigbienen. Aber Bienen sind nicht nur für Honig da. Ihre größte Leistung ist die Bestäubung. Die Bienen fliegen zu den Blüten und sammeln dort den Nektar. In den Blüten ist nicht nur der Nektar zu finden, sondern auch Pollen, der sich an den Bienen festsetzt. Und Bienen fliegen nicht nur zu einer Blüte, sondern zu vielen Blüten. Wenn eine Bien auf einer zweiten Blüte landet, wird der Pollen dort abgestreift und das nennt man Bestäubung (weil Pollen wie Staub ist, wenn man ihn verreibt). Das ist deswegen wichtig, weil sich nur dadurch eine Frucht bildet. So können Äpfel, Kirschen, Himbeeren, Zucchini, Gurken, Tomaten, also ganz viele Früchte und Gemüse, die wir essen wollen, nur so entstehen.Das Bild zeigt, was passiert, wenn es die Bienen nicht mehr gibt. Dann müssen wir nämlich auf Leitern klettern und mit kleinen Pinselchen in die Bäume gehen und eine Blüte zur nächsten bestäuben. Und es gibt auf der Welt schon Regionen, zum Teil in China, wo Menschen von Hand Bestäuben müssen, weil wir Menschen dort nicht genug aufgepasst haben und so viele Sachen gemacht haben, dass Bienen da nicht mehr leben können. Und sie würden keine Früchte bekommen, wenn sie nicht selbst auf die Leitern steigen und von Hand daran arbeiten. Deswegen ist das eigentlich ein ganz wichtiges Bild, so schön es hier auch aussieht, eigentlich ist es ein Mahnmal für uns, das wir darauf achten müssten, ähnlich wie in dem Märchen nicht Dinge zu tun, die anderen Lebewesen schaden, wenn wir nicht genau wissen, welchen Nutzen wir von ihnen haben können.

    Christine: Woran könnte es den liegen, dass es weniger Bienen gibt?

    LSW: Weil es weniger Wiesen gibt, dann wächsen keine Blumen, also kein Futter für die Bienen. Wenn man „Unkraut“ beseitigt, werden auch Bienenblüten weniger.

    Christine: Das ist richtig, das was viele als Unkraut entfernen, ist eigentlich oft ein Bienenparadies, so eine Wildwiese ist eigentlich perfekt. Unsere Samenbomben, die wir letze Woche gemacht haben, die können da übrigens gut helfen, schaut mal, wie die schon aufgegangen sind:

    Am Ende darf sich jeder von euch noch eine unbewässerte Samenbombe mit nach Hause nehmen. [Und wer zu Hause welche machen will, kann die Anleitung sowie den Beobachtungsbogen dazu auf unserem Blog finden.] Welche Gründe kennt ihr noch?

    LSW: Manche Menschen spritzen Mittel in den Garten und auf ganzen Feldern, die für Bienen und andere Insekten gefährlich sind.

    Christine: Ja, Insektizide trifft leider nicht nur die Schädlinge, sondern auch ganz nützliche Tiere wie die Bienen, richtig. Was noch?

    Martin: Bei den Bienen gibt es auch Schädlinge, die den Bienen schaden. Einer ist ganz besonders gefährlich bei uns, das ist die Varroa-Milbe. Als Imker müssen wir uns darum kümmern. Da werden die Bienen von uns im Sommer behandeln, damit sie überleben, beziehungsweise, wir schauen, welche Völker können denn gut mit Milben umgehen und überleben sie und die lassen wir dann vermehren.

    LSW: Wie kommen denn die Milben in die Stöcke?

    Martin: Die Milben kommen ursprünglich von der asiatischen Honigbiene. Woher die zu uns kommt, ist noch nicht ganz klar, vermutet wird, dass sie zu Forschungszwecken in den 70ern nach Deutschland gekommen ist und da ausgebrochen ist. Die asiatische Honigbiene kann ganz gut mit der Milbe leben, aber unsere Honigbiene kennt sie noch nicht. Dann gibt es in der Natur ein Phänomen, das nennt man Evolution, da passen sich die Tiere an ihre Umgebung an. Und das ist bei unseren Bienen noch nicht passiert.

    Christine: Was ähnliches gab es damals auch, als die Europäer nach Amerika gekommen sind. Die Indianer haben viele Krankheiten nicht gekannt, die wir hatten. Masern, Röteln, Erkältungen. Und als die Europäer kamen, sind viele auch durch Krieg und so gestorben, aber das Meiste war durch die Krankheiten und ihr Immunsystem kannte die noch nicht. Das gibt es im Tierreich also ganz genauso.

  • Wieder sucht sich eine Leseratte eine Zufallsseite aus.

    Martin: Das ist ein Bild auf dem zwei unterscheidliche Sachen drauf sind, die aber doch irgendwie zusammengehören. Wir haben eben gehört, dass dadurch, dass viele Flächen überbaut werden, geht auch Lebensraum für Bienen verloren. Das hier sind beides Beispiele dafür, wie wir trotzdem den Bienen Lebensraum geben können. Das eine, das was man direkt sieht, das sind die Häuser und die Bienen auf dem Dach. Was könnte das denn heißen?

    LSW: Die imkern auf dem Dach?

    Martin: Ganz genau. Das ist bei uns [auf dem Land], wo wir wohnen, etwas ungewöhnlich. Auf unserem Haus würde ich jetzt keine Bienenstöcke draufstellen. Um das Haus haben wir ja noch viel Wiese für die Bienen und auch sonst Flächen für die Bienen. Aber wo gibt es denn wenig Flächen?

    LSW: In der Stadt.

    Martin: Genau. Das hier ist eigentlich ein Bild dafür, dass auch in der Stadt geimkert werden kann. Und auch in der Stadt finden die Bienen zu fressen. Da gibt es Bäume, Parks, Friedhöfe und Balkone. Und damit sie Lebensräume haben, haben sich die Menschen überlegt, wir stellen die Bienenkörbe auf das Dach.

    Und das hier unten, das geht in eine ähnliche Richtung. Nur können wir das auch hier bei uns machen. Das, was ihr da hinten seht, diese Hölzer, das wird gerade ein riesiges Bienenhotel. Meine Frau hat im Frühjahr die Hölzer aufgesetzt und ein Bekannter geht jede Woche ein-zwei Mal vorbei und bohrt dann ein oder zwei Stunden lang mit den Kindern hier Löcher rein. Wenn das Projekt fertig ist, gibt es da eine ganze Wand, in der die Bienen wohnen können – die Wildbienen, nicht die Honigbienen.

    Und das könnt ihr auch bei euch zu Hause machen und mit euren Eltern basteln. Man muss auch keinen Holzstamm dafür nehmen. Man kann auch Bambusstäbe nehmen, steckt die in eine Dose, da reicht eine ganz einfache Suppendose, und steckt die angeschnittenen Bambusröhren rein, hängt die an eine Wand oder in den Garten. Wichtig, es sollte nicht nass werden. Und es sollte Richtung Süden zeigen.
    Und dann werdet ihr sehen, so im Mai, sind da mit Sicherheit Insekten drin. Viel werdet ihr nicht sehen, aber welche besetzt sind sieht man schon.

  • Neue Zufallsseite.Martin: Über die Seite können wir… 2 Stunden reden.

    Da ist im Grunde genommen so ziemlich alles drauf, was man so als Imker normalerweise braucht. Die habe ich auch fast alle in echt.
    Wisst ihr was man mit dem Smoker macht?

    LSW: Damit macht man die Bienen ruhiger.

    Martin: Richtig. Das ist ganz schön verkohlt da drinnen und wenn man hier draufdrückt kommt da ganz schön viel Qualm raus. Da drin wird einfach Holz, oder ich benutze Rinde, verqualmt und dann kommt vorne Qualm raus. Und der Qualm macht die Bienen im ersten Moment gar nicht ruhiger, sondern der macht die ganz schön nervös. Qualm bedeutet für die nämlich, oh-oh, es könnte brennen. Wenn es bei uns im Haus brennt, rufen wir die Feuerwehr und laufen ganz schnell aus dem Haus raus und können noch ganz schnell mit den Händen etwas mitnehmen. Bienen können das nicht. Aber sie müssen etwas mitnehmen, vorrätig. Und sie transportieren die Vorräte in ihrem Bauch. Die haben nämlich einen Honigmagen. Das heißt, die saugen den Honig auf und transportieren ihn.

    Also, wenn sie den Qualm riechen, dann denken die, es könnte brennen und gehen mal zur Vorsicht Honig saugen, gehen also zu den Zellen und saugen den Honig. Und dann haben die einen ganz schön dicken Bauch.
    Und genausowenig, wie ihr euch prügeln wollt, wenn ihr gerade gegessen habt, genausowenig wollen die Bienen das, wenn sie den Bauch voll haben. Das heißt, sie werden ruhiger. Das ist der Smoker, das hilft uns, dann bekommen wir nämlich keinen Streit.

    Dann gibt es die Handschuhe. Die sind schnell erklärt. Die sollte man möglichst wenig benutzen, wenn man die anhat, hat man kein gutes Gefühl und dann zerdrückt man die Bienen. Manchmal ist es aber so, dass man die Bienen wegschieben muss und dann zeiht man die an, damit man nicht gestochen wird.

    Dann gibt es den Schleier, der ist wichtig. Das ist ja nur ein Teil von meinem Imkeranzug, aber das reicht, um es zu zeigen. Den kann man drüberziehen, dann kann man gucken, aber die Bienen kommen nicht durch. Am meisten nervös wird man, wenn die Bienen einem vor der Nase rumfliegen. Und wenn man selbst nervös wird, werden die Bienen auch nervös. Deswegen zieht man gerne mal einen Schleier an, dann weiß man nämlich, dass man nicht gestochen werden kann.

    Dann hat man ein Instrument, das sieht bei mir so aus. Das sieht unscheinbar aus, ist aber eins der wichtigsten Instrumente, da nennt man einen Stockmeißel. Mit dem bekommt man die Waben auseinander und bekommt die Kisten auseinander, in denen die Bienen wohnen. Die machen nämlich überall, wo sie wohnen, Wachs und Propulis hin. Das nennt man verkippen, die kleben alles aneinenader. Und wenn man ohne so ein Werkzeug da steht, bekommt man die Kisten nicht auseinander, so fest ist das verklebt.

    Dann hat der Imker im Buch einen Anzug an, den braucht man aber nicht unbedingt. Wenn man unsere Bienen halten will, kann man normalerweise auch ohne Anzug arbeiten, ist aber ganz gut wenn man einen hat, weil die Bienen manchmal nicht so gut gelaunt sind. Heute Morgen war ich an ein paar Bienen, vielleicht war das, weil es gestern ein wenig gewittrig war, die waren nicht so gut gelaunt, da ist man ganz froh, wenn man einen Anzug hat. Aber sonst kann man normal an denen arbeiten.

    Der Besen, auch ganz wichtig. Wofür ist der?

    LSW: Wenn an den Waben Bienen sind, kann man die damit frei machen.

    Martin: Ganz richtig, wenn man die Waben von den Bienen freimachen will, kann man die wegwischen. Oder, sie krabbeln ja auch, das sind ganz viele, so 20-, 30.000. Wenn man die dann ein bisschen bewegt und die Kisten hat, dann krabbeln die da rum und man möchte sie ja nicht zerdrücken. Und deswegen fegt man die aus dem Weg, das geht mit dem Besen sehr einfach.

    Und das ist die Bienenwabe. Eigentlich ist das nur das Wachs, das Wachs hat der Imker aber in einen Rahmen gemacht, damit er das bewegen kann. Dann können wir besser in die Völker reingucken und schauen, ob es ihnen gut geht. So eine Mittelwand baut der Imker in das Bienenvolk rein und die Bienen bauen daruas heraus ihr ganzes Wabenwerk. Die Mittelwand ist aus Bienenwachs und dann kommt da nach und nach der Honig rein.

    Ja, so eine gefüllte Wand kann ganz schön schwer sein.

    Und das Bienenwachs riecht auch ziemlich interessant.

  • Martin: Die Seite ist total spannend. Was seht ihr da?LSW: Einen Paris-Eifelturm.
    Ein Schneckenhaus.
    Eine Spinne.
    Bienenwaben.
    Augen.
    Eier.
    Ein Pulli.
    Eine Schlange.
    Ein Maiskolben.

    Martin: Was hat das denn alles miteinander zu tun?

    LSW: Bionik.

    Martin: Genau, was heißt denn Bionik?

    LSW: Biotechnik.

    Martin: Also Biologie und Technik, genau. Und was haben die beiden miteinander zu tun?

    LSW: Die Menschen machen das nach, was sie in der Natur finden.

    Martin: Ganz genau. Das sind alles Beispiele dafür, dass die Menschen sich an der Natur ein Beispiel genommen haben und daraus etwas technisches gebaut haben, denn die Natur ist ziemlich erfindungsreich. Sie hat sich für viele Probleme eine Lösung ausgedacht.

    Wisst ihr, warum bei den Bienen denn da die Wabe steht? Die Bienenwabe ist deswegen ganz faszinieren für die Menschen, weil man richtig wenig Material aufwenden muss, um ganz viel Material lagern zu können. Das habt ihr ja vorhin gemerkt, als die leere Mittelwand durchgegangen ist und dann noch die, die mit Honig gefüllt war. Und dafür brauchen die nur ganz wenig Wachs.

    Bei dem Auge, da ist das Beispiel eine Fotoblende. Man hat gelernt, wenn es dunkel wird, geht die Pupille auf. Dann fällt mehr Licht ins Auge rein, dann kann man mehr sehen. Wenn ihr tagsüber unterwegs seid und euren Freunden in die Augen seht, die haben ganz kleine Pupillen. Wenn es so hell ist, braucht man ja auch nicht so viel Licht, um zu sehen. In einem dunklen Raum werden die Pupillen richtig groß. Bei der Blende vom Fotoaparat ist es das Gleiche, jedenfalls bei den alten Kameras. Wenn es dunkel ist, muss man die Blende ganz weit aufdrehen, damit möglichst viel Licht auf den Fotofilm fällt.

    Das hier ist ein Schnitt durch einen Knochen. Der Knochen ist so ähnlich wie bei der Bienenwabe. In unseren Knochen wird permanent alles abgebaut, was wir nicht brauchen. D.h., der Knochen ist immer nur so schwer, wie er sein muss, um uns zu tragen. Solche Konstruktionen macht man sich auch zunutze. Das können Computerprogramme heute ganz gut berechnen, wenn man im Auto Bauteile hat und das ist den und den Belastungen ausgesetzt, dann braucht man bestimmte Bauteile von dem Auto vielleicht gar nicht. Das ist angelehnt an den Knochen.

    Der Roboter ist der Spinne nachempfunden. Der bewegt dann die Beine genauso wie die Spinne es macht. Das hat ja viele Anwendungsgebiete, aber das schwere ist einen stabilen Gang hinzubekommen, damit der Roboter nicht umkippt und auch auf unebenen Flächen gehen kann.

Die Bienen entdecken

Unsere wissbegierigen Leseratten löchern den armen Martin mit Fragen. Er bleibt aber cool und beantwortet uns alles Mögliche.

Besonders am Schaukasten kann er uns zeigen, wie die Bienen arbeiten und wie sie sich benehmen, woran man die Drohnen erkennt und warum sie so große Augen haben. Da ist ganz schön was los.
Damit die Bienen nicht so viel Angst bekommen, sind die Kinder immer nur in kleinen Gruppen hingegangen und konnten so viel Neues erfahren.

Auch im Rest des Gartens gab es viel zu entdecken. Neben dem Bienenhotel, in dem wir schauen konnte, ob da schon Löcher besetzt sind, gab es einen Sonnenwachsschmelzer, mit dem Bienenwachs wiederverwendbar gemacht werden kann.

Auch einen kleinen Teich gab viel zum Entdecken her. Darunter auch die Exuvie, die Larvenhülle, von Libellen, die man an den wassernahen Pflanzen sehen konnte und mit etwas Geschick auch abpflücken konnte, um sie in die Hand zu nehmen und den anderen zu zeigen.

Den Honig kosten

Zwischendrin gab es bei dem Wetter natürlich auch eine Trinkpause. Aber nicht nur zu trinken gab es, es gab auch Martins Honig zu kosten!

Dass der Honig gut angekommen ist, war klar. Wir haben das ganze Glas Honig und einiges an Brot verbraucht. Die Honigbrote mussten wir aber schnell essen, damit die Bienen nicht angelockt werden!

Bienenwissen beweisen

Jetzt, wo wir so viel über die Bienen gelernt haben, schauen wir mal, ob wir bei diesen Schätzfragen punkten können. An eine Leine haben wir passende Nummern gehängt, und wer sich für eine Antwort entscheidet, stellt sich zur entsprechenden Nummer.

Hier ein paar Beispiele (die Zahlen haben wir aus dem Buch Bienen):

  • Vor wie viel Millionen Jahren gab es die Bienen schon?
    A: Vor 100 Millionen Jahren.
  • Wie viele Flügelschläge macht eine Biene in einer Sekunde?
    A: 230
  • Wie viele Eier kann eine Bienenkönigin an einem Tag legen?
    A: 2.000 an einem Tag
  • Und die Bienenkönigin ist die einzige, die mehrere Jahre lebt. Wie viele Eier sind das in Millionen in ihrem ganzen Leben?
    A: 1
  • Vor wie vielen Jahren bauten die Ägypter schon Bienenstöcken?
    A: 4.000
  • Stellt euch ein Feld mit Rapsblüten vor. Wie viele Rapsblüten kann eine Biene in einer Minute bestäuben?
    A: 20
  • Bei einer Lebensleistung von 4-7 Bienen, wie viele Teelöffel kommen dabei raus?
    A: Ein einziger Teelöffel

Das war eine gelungene Vorlesestunde an einem ungewöhnlichen Ort! Martin kannte sich richtig gut aus und hat uns viel beigebracht.

Habt ihr schonmal an einem ungewöhnlichen Ort gelesen? Ich habe mal mein Buch auf einer Seilbahn aufgeschlagen – ich musste unbedingt wissen, wie es weiterging.

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{Vorlesen an ungewöhnlichen Orten} Nalbacher Feuerwehr

Ein ungewöhnlicher Ort zum Lesen

Willkommen zu einer neuen Reihe! In diesem Jahr wird es spannend bei uns, denn wir wollen Orte aufsuchen, an die man nicht sofort denkt, wenn es ums Lesen geht. Diese Woche hatten wir schon unser erstes Abenteuer und die Saarbrücker Zeitung hat auch schon darüber berichtet: Statt uns wie sonst in der Lese- und Schreibwerkstatt zu treffen, ging es für uns diesmal in die freiwillige Feuerwehr Nalbach!

Begrüßt wurden wir gleich von Benedikt Staudt, der für alle Fragen bereit war und uns eine Geschichte vorgelesen hat. Selbst die sonst unruhigeren unter uns waren völlig still und hörten zu. Dabei haben wir – fast ganz nebenbei – gelernt, wie wir uns verhalten müssen, wenn ein Feuer ausbricht.

Feuerwehrmann Benedikt Staudt liest vor

Und dann durften wir ganz viel fragen. Aber genauso wurden wir auch ausgefragt: Wann soll man die Feuerwehr anrufen? Welche Nummer? Welche Informationen soll man weitergeben?

Wer kennt sich mit der Feuerwehr aus?

Wie lange kann so ein Einsatz dauern?

Die freiwillige Feuerwehr ist… freiwillig. Das bedeutet: Jeder, der mitmacht, hat einen Beruf oder geht in die Schule. Trotzdem erklärt man sich dafür bereit, in Notfällen bereitzustehen, anderen Menschen das Leben zu retten und bei Gefahren auszuhelfen. Dabei kann es auch zu längeren Einsätzen kommen, bei denen man unter Umständen von der Arbeit freigestellt werden kann… allerdings nicht für Schüler und Studenten, da geht das Lernen vor!

Der größte Einsatz, an den Benedikt sich spontan erinnern konnte ging nach Silvester 2 Tage lang!

Was, wenn gerade die Sirenen losgegangen wären?

Ein Einsatz wäre jederzeit möglich gewesen. In dem Fall hätten wir uns am Ende der Garage versammelt, um den Feuerwehrleuten Platz zu machen, denn dann bricht ein Chaos aus. Die Lichter würden angehen, das Tor würde aufgehen und innerhalb 1-3 Minuten wären auf einmal 20-30 Leute einsatzbereit da.

Was macht das meiste an Einsätzen aus?

Gefühlt passiert am meisten, dass bei einem Rettungseinsatz geholfen werden muss und z. B. eine Tür aufgebrochen werden muss, um dem Notdienst den Weg freizumachen, damit jemand, der in Gefahr ist, schnell Hilfe bekommt. Schlösser knacken gehört also genauso zum Feuerwehrleben wie Löscherfahrung.

Und… wie wird man bei der Feuerwehr zum Schlosser?^^

Genau wie bei allem Anderen auch geht das nur durch ganz viel Lernen. Schlösser knacken darf die Feuerwehr natürlich nur, wenn eine Gefahr vorliegt. Das wissen die aus der Jugendfeuerwehr auch, die jeden Montagabend hier lernen. In der Lese- und Schreibwerkstatt sind sogar ein paar, die bei der Jugendfeuerwehr dabei sind.

Ab wie viel Jahren ist die Jugendfeuerwehr? Erzählt mal, wie das abläuft.

Das ist ab 8. Insgesamt sind etwa 15 in der Jugendfeuerwehr in Nalbach, dann gibt es noch eigene Jugendwehren in den anderen Ortsteilen.
Man kommt an, zieht sich um und macht draußen Übungen, im Winter drinnen. Da wird alles so wie bei den Erwachsenen gemacht, nur aufs Alter zugeschnitten und auf spielerische Art und natürlich mit viel Spaß. Wer mitmachen will, kann gerne vorbeischauen!

Wo habt ihr das Boot gebraucht?

In Nalbach gibt es ganz viele Gewässer, zum einen natürlich die Prims, zum anderen aber auch die vielen Teiche. Da kann schonmal jemand hineinfallen und Probleme bekommen. Zum Beispiel ist jemand mal zum Baden in die Prims gesprungen, hat die Strömung unterschätzt und wurde mitgerissen.
Oder auch bei Öl auf dem Wasser kann es zu einem Einsatz mit dem Boot kommen, denn das ist sehr gefährlich für die Umwelt.

Hattet ihr auch schonmal Fehlalarm?

Fehlalarm gibt es ganz oft. Im Rathaus gibt es zum Beispiel Rauchmelder und da geht gleich bei der Feuerwehr ein Alarm los. Dann fährt die Feuerwehr hin, stellt fest, dass doch nichts brennt und stellt den Alarm wieder ab.

Und wenn jemand anruft, wenn doch kein Feuer ist?

Das bekommt man bei der Feuerwehr in der Regel nicht mit, weil das die Zentrale in Saarbrücken schon sehr gut abfängt. Aber es kommt vor und das kann ganz gefährlich sein, denn wenn die Feuerwehr wegen dem Fehlalarm ausrücken muss und irgendwo anders ist ein echter Notfall, dann würde man die Feuerwehr davon abhalten, schnell zu handeln. Deswegen ist so ein Spaßanruf strafbar.

Aber wenn mal ein Notfall eintritt, sollte man keine Angst haben, die 112 zu wählen. In der Zentrale in Saarbrücken sind nette Leute, die euch helfen wollen.

Ein Rundgang

Jetzt wollten wir die Feuerwehr aber mal genauer kennenlernen. Wir durften in alle Räume mal reinschauen.

Die Garage

Feuerwehrauto mit mobiler Funkstation

Hier parken die verschiedenen Fahrzeuge der Feuerwehr: 2 LKWs, ein Auto und ein Schlauchboot.

Feuerwehr-Schlauchboot

Besonders interessiert waren wir natürlich am großen LKW, mit den vielen, vielen Gerätschaften, die den Feuerwehrleuten helfen, ihre Arbeit zu verrichten.

Feuerwehrfahrzeug (rechte Seite)
Feuerwehrfahrzeug (linke Seite)

Ein paar davon durften wir uns näher ansehen. Die meisten Sachen sind ziemlich schwer und die Feuerwehrleute müssen manchmal stundenlang damit arbeiten!

Die Rettungsschere ist zwar leichter als der Rettungsspreizer, wiegt aber schon einiges!

Dafür sehen sie schon ziemlich beeindruckend aus.

Ein modernes Hohlstrahlrohr mit vielen verschiedenen Funktionen. Wasser marsch!

Und einsteigen durften wir auch. Da drin ist alles schon bereit für den nächsten Einsatz!

Im Feuerwehrwagen

Darunter auch die Druckluftflaschen, die voll gewöhnlicher, aber eng zusammengepresster Luft ist. Die muss man tragen, wenn man an einen Ort will, in dem es gefährlich wäre, die Gase einzuatmen, wie zum Beispiel bei einem Feuer, bei dem der Rauch, Kohlenstoffdioxid und fehlender Sauerstoff oft gefährlicher sind als die Hitze des Feuers.

Bei einem Einsatz geht das Tor schnell nach oben.

Schlauchwerkstatt

Die Schlauchwerkstatt mit laaangem Waschbecken

In der Schlauchwerkstatt wird nach jedem Einsatz überprüft, ob die Schläuche noch in Ordnung sind. Hier können sie repariert, gereinigt, getrocknet und abgewickelt werden.

Schläuche können für unterschiedliche Einsätze verwendet werden und verschiedene Längen haben.

Funkraum

Der Funkraum

Der Funkraum ist während des Einsatzes die Zentrale. Hier gibt es zwei Funkgeräte, eins für den Ort und eins für Saarbrücken. So können alle wichtigen Informationen zusammenfließen und jeder weiß, was zu tun ist.

Atemschutzwerkstatt

Atemschutzmaske
Vollmaske

Bei einem Einsatz kann eine Atemschutzmaske der Feuerwehr das Leben retten. Deswegen müssen alle Masken immer vorsichtig kontrolliert werden. In der Atemschutzwerkstatt achtet man auch darauf, dass die Masken sauber bleiben, damit sich keine Krankheiten verbreiten. Immerhin atmet man direkt an der Maske ein.

Hier werden die Atemschutzmasken kontrolliert – nur wenn sie in Ordnung sind, können sie im Einsatz benutzt werden.
Die Atemschutzmasken gehören gewaschen und desinfiziert. Im Trockenschrank können die Masken schnell einsatzbereit gemacht werden.

  Atemschutzmaske
Wer wollte, durfte eine (Übungs-)Atemmaske ausprobieren

Atemschutzmaske

Umkleidekabine

Die Umkleidekabine

Wer den Spruch schnell wie die Feuerwehr kennt, weiß Bescheid! In den 1-3 Minuten, in denen die Sirene angefangen hat loszuheulen, haben die Feuerwehrleute es schon geschafft zur Feuerwehrwache zu kommen, sich umzuziehen und einsatzbereit am Fahrzeug zu stehen.

Nein, die Hose hat niemand einfach liegen lassen. Sie liegt für einen Einsatz bereit, damit man schnell hineinspringen kann.

Damit die Feuerwehrleute gut geschützt sind, tragen sie besondere Uniformen und Helme. Sie schützen vor Hitze, Kälte und Nässe und sind sehr widerstandsfähig.

Feuerwehreinsatzjacke

Auch besonderes Werkzeug ist wichtig, damit sie für alle mögliche Einsätze vorbereitet sind. Karabiner, eine Axt, manchmal Handschuhe und mehr.

Feuerwehrhaltegurt
„Richtig warm.“ Schutzjacken sind gut isoliert.

Helm und Feuerwehreinsatzjacke

Mitmachen?

In der Feuerwehr mitzumachen und zu erfahren, wie man sich in Notfallsituationen richtig verhält, ist unglaublich toll. In Nalbach finden für Kinder ab 8 Jahren jeden Montag um 17:30 Einsätze statt. Wer nicht in Nalbach wohnt, kann sich informieren, denn in ganz Deutschland gibt es eine Jugendfeuerwehr, bei der ihr mitmachen könnt!

Quiz

Zum Abschluss fehlt nur noch ein kleines 1, 2 oder 3. Es geht um Wissen rund um das Thema Feuerwehr. Wer während der Fragerunde gut aufgepasst hat, kann hier bei einigen Antworten punkten – bei anderen bleibt es aber wahrscheinlich ein wenig spannender:

Das Lösungswort zur PDF-Ausgabe findet ihr, wenn man die ganze Box markiert:

LÖSCHEN ist richtig – HYDRANT und UNIFORM sind falsche Fährten

Wir haben schon viele Ideen für ungewöhnliche Orte zum Vorlesen im Kopf. Was war euer ungewöhnlichster Leseort? Bei mir war es neben einem tosenden Wasserfall (mehr als 10 Minuten habe ich es bei der Lautstärke aber nicht ausgehalten).

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