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{Annikas interaktive Abenteuer} Das Schloss in Transsilvanien

Vor zwei Wochen haben wir in der Lese- und Schreibwerkstatt Spielebücher geschrieben. Annika (9) war einer unserer jungen Schreiber, die sich ein cleveres Labyrinth an Fallen und Wegen gebaut haben. Kommt ihr durch das Gruselschloss? Probiert es gerne aus:


Du bist mit deinen Eltern in Transsilvanien. Ihr geht in ein Schloss. Plötzlich bist du allein und kommst nicht raus. Du hast nur eine Möglichkeit:


Und hier könnt ihr sehen, wie Annika ihre Geschichte geplant hat:

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Jahresschreiber (22/52): Das Labyrinth [interaktives Abenteuer]

Ein interaktives Gedichte-Abenteuer:
DU entscheidest, welchen Weg Du einschlägst, welche Geschichte Du erlebst!
Glück und Entscheidungskraft bringen Dich durch verschiedene Reime und Gefahren.
Aber lass‘ Dich bloß nicht vom Hexenmeister erwischen.


Viel Glück!

labyrinth

Du traust Deinen Augen kaum:
Erwachst in einem leeren Raum.
Je eine Tür zu jeder Seite.
Wähle eine und beschreite…

die linke Tür.die rechte Tür.

Von Jahresschreiber Ret Samys

Puschel-Spinnen zum Knuddeln

Foto0175Weiter geht’s mit den Spinnen!

Letztes Mal haben wir euch über ein tolles und witziges Spinnenbuch berichtet und unsere eigenen kreativen Spinnen gestaltet. Mit dem letzten Teil, eigene Woll-Spinnen zu basteln, sind wir nicht fertiggeworden. Also ran an die Arbeit!

Aber nicht jeder war letztes Mal da. Zum Glück haben wir von Eveline Mosbach vom Knaupwerk eine schnellere Methode gezeigt bekommen: Einfach viel Wolle schön eng um ein zusammengefaltetes Stück Pappe wickeln; die Pappe vorher so falten, dass zwischen den Faltteilen später ein weiterer Faden durchkommt – am besten vorher noch einen dünnen Stift reinstecken, an dem der Faden festgemacht ist, dann kann es besser herausgezogen werden. Sobald alles gewickelt ist, den Faden so durchziehen, dass man das Knäuel an einer Seite feste zuknoten kann. Die andere Seite aufschneiden. Die Pappe enfernen. Die Pfeiffenreiniger und die Augen mit Heißkleber befestigen.

Und hier sind sie:

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Alte Technik. Neue Technik.
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Mehrere Spinnen zusammen.

Nächste Woche geht es schon in die Adventszeit! Und da heißt es wieder „Geschichtenzauber im Advent“, drei Stunden an den Adventssamstagen voller weihnachtlicher Geschichten, manchmal etwas zum Backen, manchmal etwas zum Basteln. Worum es nächsten Samstag geht? Eines kann ich euch verraten: Es wird schwedisch.

Frohen Start in die verrückte Weihnachtsvorzeit wünscht euch euer
Ret

Spinnengedichte und Gedichtespinnen

Viele ekeln sich vor Spinnen. Dabei sind sie ganz nützliche Tiere! Sie fressen Ungeziefer und sitzen nur ganz still in ihren Netzen, Ecken und Ritzen. Und dass Spinnen auch ganz anders sein können, haben wir diesen Samstag in einem tollen Bilderbuch erfahren: Das Spinnen-ABC hat 26 Spinnen und Buchstaben mit witzigen Reimen und viel Charakter (klickt hier für unseren Buchtipp).

Zuerst wurde vorgelesen. Nach dem ersten Buchstaben hat jeder verstanden, wie das Buch funktioniert, und jeder hat versucht, den nächsten Namen der Spinne zu erraten.
D wie Dora, Daniel, Dieter, Dietrich? E wie Emil, Elsa, Erhard, Elena? F wie Felix, Friedrich, Fridolin?
Wir hatten viel Spaß dabei, jede Spinne war einzigartig und nach einer Runde Fantasiebonbons wussten wir schon, wie es weitergehen sollte.

Wir haben unsere eigenen Spinnenbilder gemacht! Dann haben wir unsere Köpfe angestrengt und uns Reime zu den Spinnen überlegt.

Gescanntes Dokument-1
Bei der Eva schneit es Schnee im Klee.
Gescanntes Dokument-11

Beim Spazieren trifft die Mina
gleich auf die beste Freundin Tina.

Lina, dieser dicke Brummer,
turnt im Zirkus ’ne wilde Nummer.

Gescanntes Dokument-4
Elischen isst gerne Radieschen.
Gescanntes Dokument-5
Lilli fängt ’ne kleine Mücke
und frisst sie ganz in einem Stücke.
Gescanntes Dokument-3
Antonia mit den langen Beinen
kriegt kleine Kinder immer zum Weinen.
Gescanntes Dokument-12
Junior die kleine Spinne
ist ’ne flotte tolle coole Spinne.
Gescanntes Dokument-8
Kiki schaukelt wild im Wind.
Sie ist ein wildes Spinnenkind.
Gescanntes Dokument-6
Anna ist in keinem Raum
sondern hängt an einem Baum.
Gescanntes Dokument-10
Olaf hat schon jeden Zeh
im tiefen, kalten Schnee.
Gescanntes Dokument-7
Tom geht mit wilden Tieren
im Wald spazieren.
Gescanntes Dokument-9
Mein Verwandter Albert,
bei dem Ordnung permanent scheitert.
Gescanntes Dokument-2
Mama ruft: „Hör auf zu bluten“
und schon fängt Katharina an zu bluten.

Aber das war nicht genug. Wir wollten richtige Spinnen zum Anfassen! Kuschelige Spinnen mit haarigen Beinen und großen Kulleraugen (wie im Buch). Kein Problem, wir haben einen Plan! Vielleicht wisst ihr, wie man Woll-Ponpons macht. Daraus kann man wunderbar Spinnen basteln.

Und so geht’s:
Wir haben zuerst für jeden zwei kreisrunde Pappscheiben vorbereitet, mit 3 cm Durchmesser und mit einem Loch von 1,5 cm Durchmesser. Jeder durfte sich farbige Wolle aussuchen, davon bekam jeder je ein richtig langes Stück Schnur, insgesamt mindestens vier Schnüre und 2 Meter lang, haupsache genausolang (wir haben schnell festgestellt, dass 2 m nicht reichen, macht aber nichts, hinterher kann man sich noch mehr Schnur abschneiden). Schere und Pfeiffenreiniger liegen bereit. Soweit die Vorbereitung.

Rund um die zusammengelegten Pappringe werden die Schnüre gewickelt, von einem Ende zum anderen und dann einfach weiter, bis entweder die Schnur zuende ist (dann noch mehr Schnur nehmen) oder bis das Loch in der Mitte sehr klein ist – wenn noch genug Schnur übrigbleibt, nicht abschneiden, die kann später zum Befestigen helfen. In die Mitte kommen vier Pfeifenreiniger für die Beine hinein. Und das ist sehr wichtig: Das Loch muss wirklich klein sein, gerade so klein, dass man die Pfeiffenreiniger reinquetschen kann, sonst kann die Wolle ein Eigenleben führen und die Spinne löst sich in Einzelteile auf.
Die Pfeiffenreiniger also so reinstecken, dass auf jeder Seite genausoviel hinausschaut: vier Beine auf jeder Seite, denn eine Spinne hat immer acht Beine.

Wenn alles fest sitzt, schnappt euch die Schere (eine schön scharfe, die Wolle kann sehr widerstandsfähig sein) und schneidet um die Pappringe herum alles auf. Das übriggebliebene Stück Schnur vom Wickeln könnt ihr jetzt zwischen die Pappringe reinwickeln – wenn ihr keines mehr habt, könnt ihr euch einfach noch ein Stück abschneiden. Dadurch ist es noch ein wenig fester. Schön fest zusammenschnüren. Wenn genug Schnur für einen Knoten da ist, auch noch einen Knoten machen. Wenn ihr den Knoten habt, braucht ihr die Pappe nämlich nicht mehr, die könnt ihr dann wegschneiden.

Der Körper ist fertig. Überstehende Schnüre könnt ihr zurechtschneiden. Die Beine könnt ihr jetzt in die richtigen Winkel biegen. Nehmt euch große Kulleraugen oder bastelt euch Augen und klebt sie auf die Spinne. Wer will, kann sich noch einen Mund basteln und ihn auch noch drankleben.

Leider nimmt das relativ viel Zeit ein. Anderthalb Stunden hätten wir wohl gebraucht, aber wir waren zu sehr mit den Spinnenbildern und -reimen beschäftigt. Deswegen gibt es erst nächste Woche, wenn wir sie fertiggebastelt haben, Bilder dazu.

Bis nächstes Mal und fröhliches Spinnen wünscht euch Ret die Ratte!

Spinnen-ABC (von Liz Pompe)

Das Buch:

Welche Spinne verbirgt sich hinter dem Buchstaben P? Welcher Name fängt mit N an? Was treiben die Spinnen von A wie Annabell bis Z wie Zvonimir? Spinnend, spannend, lustig, reimend, achtbeinig und mit ihren kleinen, haarigen Körpern, erzählen sie uns von ihnen, mit großen, neugierigen Augen, süß, verwegen und, ja, manchmal auch ein bisschen eklig, wie es sich für Spinnen gehört.

Meine Meinung:

Ein Buch sollte im besten Fall Spaß machen. Und den hat man hier!
Jede Spinne überzeugt mit Witz und Charakter: Links steht der Reim, auf der rechten Seite krabbelt es. Die Bilder sind toll gemalt, mit Details auf jeder Seite. Der Buchstabe der Spinne ist immer irgendwo versteckt. Und jede Spinne ist auf ihre eigene Art ganz anders. Die dicke Brunhilde ist ein massives Monstrum, um die kommen wir nicht umsonst rum. Die schrille Inge ist nicht zu übergehen, die muss man einfach sehen. Der weise Vincente ist betagt, mit Bart.

Ein oder zwei Reime sind (wie die Reime im letzten Abschnitt) nicht völlig einwandfrei, aber da drücke ich gerne ein Auge zu.

Wer dieses Buch mag, dem kann ich noch ein ganz ähnliches Buch empfehlen: Alle Kinder – Ein ABC der Schadenfreude von Anke Kuhl und Martin Schmitz-Kuhl. Auch von A bis Z und gut illustriert, dafür mit etwas dunklerem Humor. Auch Benimm dich – bloß nicht! von Franziska Gehm und Horst Klein hat Ähnlichkeiten, gefällt mir aber wesentlich weniger (größtenteils wegen den Illustrationen).

Gut geeignet zum Vorlesen für Kinder von fünf bis 12, zum Namen-Raten, Alphabet-Lernen, Buchstaben-Finden und natürlich zum Lachen. Für Kerle, Spinnen-Liebhaber und auch -Angsthasen, für Kinder mit Humor und für alle, die zu Spaß und zu Scherzen aufgelegt sind.

Im nächsten Beitrag spinnen wir den Faden weiter: Im Anschluss an das Buch lassen sich wundervolle kreative Dinge machen. Tatsächlich arbeiten wir zwei Samstage an dem Thema und lassen uns die Ideen ins Netz fliegen.

Euer Spinner
Ret die Ratte