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SorTier-Spaß mit dem SorTier-Buch

Was habe ich wieder ein schönes Buch für meine Leseratten entdeckt: das Sortierbuch!

SorTIERbuch von Ann Cathrin Raab

Und damit die Kinder zum Thema geführt werden, habe ich in dieser Stunde einfach einmal eine Kiste Legosteine ausgekippt und gemeint: Sortiert mal! Das haben die Kinder mit Feuereifer gemacht und festgestellt: man kann ja nach ganz unterschiedlichen Varianten sortieren: nach Farben, nach Größe, nach Art der Teilchen (Räder, Figuren).

Lauter lose Legos. Lossortiert!

Und schon waren wir mitten im Sortierthema (ehrlich, so fleißig wie meine Kinder in der Stunde sortiert haben, werden die Kinderzimmer daheim nicht aufgeräumt). Jeder durfte nach ein paar Minuten vorstellen, für welche Sortierart er sich entschlossen hat und wir kamen zum eigentlichen Vorlesen:

Eine herrlich verrückte Idee steckt hinter dem Sortierbuch, die uns allen eine wunderbare Gruppenstunde bereitet hat. Die Idee: im Buch gibt es auf jeder Doppelseite jede Menge ganz unterschiedliche Tiere. Die sind ganz einfach illustriert und tummeln sich immer unter einem anderen Motto.

Das Motto habe ich verdeckt und habe die Kinder jedes Mal raten lassen, nach welchem Schema die Tiere sich wohl gerade am Sortieren sind. Das hat schon für manchen Lacher gesorgt: Flieger nach oben, Landtiere nach unten. Ja, das war noch ganz leicht. Aber manchmal musste man schon ganz genau schauen, wie sich die Tiere zusammen tun.

Danach haben wir alle ebenfalls kleine Tiere gestaltet und dann als Gruppe ebenfalls Sortier-Bilder auf ein Laken gelegt und uns Themen ausgedacht. Da waren alle mit Feuereifer dabei.

Gegen Ende haben wir uns dann noch sortiert: draußen haben wir uns nach Größe, Haarfarbe etc ebenfalls geordnet.

Das Sortierbuch kommt mit wirklich viel Spielfreude daher und fordert die Kinder auf, genau hinzuschauen und zu beobachten.

Spinnen haben 8 (hier auch manchmal 6) Beine

Pumpf

Christine

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{Der gereimte Löwe} Bissige Basteleien

Manchmal hat James Krüss einfach die besten Kinderreime und man muss einfach eine ganze Gruppenstunde um eins seiner Gedichte planen.

Wir gehen Krüss jetzt auf den Leim
Und suchen für ihn einen Reim,
Was könnt’s nur sein, was meint denn ihr,
Wer ist für Löwe Partnertier?

Und sobald wir das erfahren haben, wollen uns wir nach der Aufregung ein klein bisschen bewegen.

Kinder stehen im Kreis
Löwe – Möwe – Affe – Giraffe

Wir kennen das Spiel als den „Grinch“, anderswo nennt man es „Kartenrutschen„.
Jeder stellt sich im Kreis auf, merkt sich, wo er steht (oder sitzt) und bekommt eine Karte.
Für unser Tier-Grinch haben wir uns extra Karten gebastelt [PDF], mit sich reimenden Tieren.
Die eingesammelten Karten werden wieder gemischt und dann wird eine Karte nach der anderen aufgedeckt. Wer seine Karte hört darf weiterrücken – wenn schon jemand dort steht (oder sitzt), blockiert man ihm damit dem Weg und er darf erst weiterrücken, wenn der Weg wieder frei ist. Wer einmal im Kreis herumgerückt ist hat gewonnen.

Aber dann wird in die Löwenpranken gespuckt und wir gehen an die Arbeit. Zwei überaus hungrige Löwen haben wir im Angebot: Einen Wäscheklammer-Herzlöwen (wenn der sich festbeist, lässt er so leicht nicht mehr los) und einen Lesezeichen-Löwen für den Lesehunger.

Einige unserer Leseratten kannten schon die Lesezeichen-Monster, die am liebsten die Seitenecken anknabbern. Jetzt kam die Herausforderung: Wie macht man einen Löwen daraus?

Mjamm!

Lösung: Orange-braunes Papier, und eine Mähne dazu ausschneiden

Die Idee hinter den Herzlöwen ist genauso einfach wie genial:

Sind sie nicht flauschig?

Man nehme zwei Herzen unterschiedlicher Größe in Löwenfarben. Das große Herz wird der Kopf. Das kleine Herz wird umgekippt und wird die Schnauze. Zusätzlich kann ein kleines Herzchen noch als Schnäuzchen dienen.

Es hilft, einen Ausstanzer dazu zu haben. Die Seiten der Herzen werden angeschnitten und bekommen damit lauter Fransen. Je mehr desto besser, und am Ende kann man die Fransen ein wenig wölben.
Sobald die Herzen fertig bearbeitet sind, kann geklebt werden: Die Herzen werden zusammengeklebt. Das große Herz wird (am besten mit doppelseitigem Klebeband) an die Klammer geklebt.

Und fertig ist der Löwe, der sich an allem festbeißen kann (vorsicht auf die Finger).

Auch nächstes Mal geht es tierisch weiter. Wir berichten!

Biss dann!

Ret

{Im Wald} Geordnet und sortiert

Gruppenbild mit Frosch
Im Wald begegnen wir auch der ein oder anderen Märchenfigur

Sommerferien – das bedeutet zwei Dinge: es sind weniger Kinder da und die Schule ist geschlossen, also kommen wir manchmal nicht so einfach in die Räumlichkeiten. Außerdem ist es so schön warm. Da haben wir uns etwas ausgedacht: Statt in der Lese- und Schreibwerkstatt treffen wir uns im Wald!

Aufräumen mal anders

Im Wald eine Aufräumaktion zu veranstalten wäre auch mal eine Idee – da gibt es bestimmt einiges zu tun. Wir waren zum Glück in einem Teil des Waldes, der relativ müllfrei ist. Und trotzdem haben wir aufgeräumt.

Bücher: "Die Kunst aufzuräumen" und "Aufgeräumt!"
Zwei ausgezeichnete Bücher von Ursus Wehrli und Emily Gravett

Denn die Bücher „Aufgeräumt!“ und „Die Kunst aufzuräumen“ haben einen ganz anderen Blickwinkel aufs Aufräumen. Mehr dazu gleich…

…denn zuerst geht es auf Wanderschaft! Wir waren natürlich gut vorbereitet. Nicht nur, dass wir die Waldwege bereits kennen, wir haben außerdem an Picknickdecken, Trinken und Knabberei gedacht.

Im Wald gibt es viel zu entdecken. Zwei Kinder haben sich einen Spazierstock ausgesucht. Und immer, immer wieder wurden wir überall von Springkraut aufgehalten! Das ist, als ob man die Kinder durch einen Raum voller super Spielzeug zerren will, ohne dass sie sich ablenken lassen.

Zwischendurch: die Aussicht genießen

Nachdem wir uns eingerichtet und ein wenig aufgetankt haben, ging es mit der Geschichte los: In „Aufgeräumt!“ geht es um einen Dachs, der den Wald gerne sauber hätte.

Allerdings geht er mit seinen Ordnungsfimmel zu weit. Statt hier und da ein sauberzumachen und alles einigermaßen ordentlich zu halten, will er einfach alles zum Glänzen bringen. Den ganzen Wald. Und da hört er nicht auf – selbstverständlich geht das irgendwann schief.

Was für ein komischer Kauz, dieser Dachs. Darauf würde doch im echten Leben niemand kommen.

Oder?
Beweisstück A: Fotograf und Künstler Ursus Wehrli

Tannenzweig? Geordnet nach Bestandteilen!

Herr Wehrli ist dem ein oder anderem Kind aus der Sendung mit der Maus bekannt: Er nimmt alles Mögliche an ungeordneten Sachen und sortiert sie. Die Buchstabensuppe wird fein säuberlich alphabetisch geordnet. Das Bällebad? Nach Farbe der Bälle. Das Freibad? Nach Art der Gegenstände, Farben und Größen. Obstsalat, Sandkasten, moderne Kunst und Schriftzeichen, nichts ist vor ihm sicher.

Da gibt es nur eins, was wir anschließend machen können:

Den Wald sortieren

vorher nachher
Vorher – nachher

Oh ja, das haben wir wirklich gemacht: Wir haben uns eine Stelle im Wald ausgesucht… und alles schön geordnet.

Fertigsortiert:

Nach Art der Gegenstände und nach Größe haben wir genau geschaut, was wohin gehört und einen festen Platz bekommt. Gemeinsam haben wir einen kleinen Fleck im Wald einwandfrei „aufgeräumt“!

geordnete Äste…
grünzeug
… geordnetes Grünzeug…
sortierte Kinder
… und der Größe nach geordnete Kinder (und Hund).

Und dann mussten wir noch zurück nach Hause wandern… und alle 5 Meter für Springkraut anhalten.

Im Märchenwald

Einmal ist keinmal, deswegen wollten wir das Walderlebnis wiederholen. Brotkrumen mussten wir keinen folgen, aber trotzdem ging es dieses Mal märchenhaft in den Wald.

Wir haben sogar einen Waldweg gefunden, an dem weniger Springkraut wächst!

Bevor es an die Geschichte ging, haben wir die Gelegenheit genutzt, wieder etwas zu uns zu nehmen. Und dann haben wir uns darüber unterhalten, welche Bücher wir gelesen haben. Da waren ganz unterschiedliche dabei. Die drei ??? Kids – Räuberjagd und Ella, zum Beispiel, und ich selbst hatte die letzten Seiten von „Die Furcht der Weisen“ vor mir.

Und natürlich hatten wir ein Waldmärchen dabei: „Brüderchen und Schwesterchen“ ist wieder eins dieser Grimm-Märchen, die… grimmig sind. Im sonnenbeschienenen Wald ist die Geschichte besser vorzulesen als nach Sonnenuntergang.

Die darauffolgende Woche ging es wieder zurück in die Lese- und Schreibwerkstatt. Wir berichten!

Bis zum nächsten Mal!

Ret

{Koordiniertes Arbeiten} Unter der Erde

Straßenkarten, Atlanten, Globen und das Buch „Unter der Erde“ haben alle etwas gemeinsam: Wenn man genau hinschaut, sieht man überall Linien. Dieses Gitter wird Koordinatensystem genannt und es hilft uns, genau zu sagen, wo sich etwas auf einer Karte befindet.

Um in dieses kartographische Thema einzusteigen, haben wir uns zwei Bücher vorgenommen: Mit „Unter der Erde – Tief im Wasser“ im Moritz-Verlag konnten wir ins Erdreich abtauchen und entdecken, was unter uns so fleucht und kreucht. Jede Menge nützlicher Informationen. Das andere Buch, „Mission Labyrinth – Unter der Erde“ in Compact kids, führt uns durch eine abenteuerliche Entdeck-Reise voller Gänge und Details, damit wir unsere Mission erfüllen können. Ein vielschichtiges Wimmel-Erlebnis, das für verschiedene Altersstufen skalierbar ist.

Welche Welten wollen wir uns aussuchen? Welche Mission wollen wir erfüllen? Mit welchem Fahrzeug schaffen wir es ans Ziel?

Nachdem wir uns in seltsamen Welten mit verzweigten und verschlungenen Wegen bewegt haben, wollten wir uns selbst an die Kartenarbeit machen. Jeder sollte eine Welt erfinden, durch die Gänge führen, in der Aufgaben zu finden sind und in der sich unser Maskottchen Leni Leseratte versteckt. Passend zum Buch haben wir dazu eine Druckvorlage erstellt:


Download als PDF, 2 Versionen

Das praktische an der Vorlage ist: Wenn man eine Welt neben die andere legt, gehen die Straßen oder Gänge auf beiden Blättern weiter. Dadurch hat man am Ende ein ausgeklügeltes und miteinander verbundenes Großreich an wunderbaren Dingen (und in jeder Region versteckt sich Leni Leseratte). Gemeinsam können wir am Ende schauen, ob wir die Aufgaben lösen können und die Koordinaten nennen können, wo sich die verschiedenen Orte befinden.

Hier entsteht gerade eine Spinnenwelt!

Dann ging es an die Arbeit! So ein A3-Blatt zu befüllen dauert eine Weile, aber es lassen sich viele interessante Details einzeichnen. Jeder durfte seine eigene Welt einzeichnen und Orte und Eigenschaften darin verstecken.

Wie das alles aussieht, könnt ihr weiter unten sehen – aber ratet mal, wie viele Schokoladenwelten es gab?

Und wie versprochen: Am Ende fügt sich alles zu einem großen, gemeinsamen Bild zusammen.

(Mit einem Klick auf die Bilder kommt ihr auf eine Großansicht.)

Eine Tunnelwelt mit Schokoladendisko (A5), Schokostand (E5) und Schokobücherei (B5)
Für Mäuse ein Ponyhof (E5), Regenwurmreiten (C3), Blitzwald (D1) und Mäuseparty (E2)
Schwimmbad (D4), Hotel (D2), ein zweites Hotel (D5) und Stand (A5)
Eine Meerjungfrauen-Welt mit Chor (B4) und Bilderbücher-Bibliothek (F5)
Eine wilde Welt mit explodierendem Gemüsemixer (F4)
Eiswelt mit Eismonster (C5-D5), Eisdiele (C4), Eishersteller (B4), Regenbogenweg (E1-E5) und Eisgarten (F4)
Spinnenwelt mit Spinnenhöle (B5), Spinnenreiten (C5), Wasserspinnen (B2), auf Spinnennetzen schlafen + selber spinnen (E2), Wie Spinnen fliegen (D4) und Spinnencafé (E5). Keine Angst! Die Spinnen sind GANZ LIEB! Vorsicht! Die Spinnen können einen festhalten und umarmen.
Schokowelt mit Schokobücherei (D5), Schokoladenparty und Schokostand (beide E5),
Einhornwelt mit Corni Store (C5-D5) und Caficorn (E4-F3)
Mäusestadt (F3), Namenverkauf (F4), Café der Mäuse (B1), Hotel der bärtigen Fische (C1), Fischstadt (mit Ziegenfisch Peter) (E5), noch mehr Mäuse (A4), Einhornstadt (mit bärtigem Klaus) (C5), noch mehr Ziegenfische (D2), Hornverkauf (C3), Bartverkauf (B4) und noch mehr Einhörner (F6)
Unterwasserwelt mit Tauchschule (Eingang: C1)
Party (F5), Lebkuchenhaus (B4), Eisfabrik (B3) und Schokoladenfabrik (C4)
Regenwurmreiten (E4) und Schokoparty (D3)
Mäusehaus (C1), Drachenflugschule (D1), Mäuse- & Ratten-Tanzstudio (E1), Hexenhaus (E3) und Vampirhotel (F1)

Da haben wir alles auf eine Karte gesetzt 😉 und es hat funktioniert! Unsere Leseratten waren aber auch total fleißig.

Ret

{Bienenwochen} – Vorlesen an ungewöhnlichen Orten

Vorbereitung

Wie wir mit unseren Bienenwochen angefangen haben, haben wir euch schon berichtet. Nachdem wir mit kreativem Schreiben fleißig gearbeitet haben, wollten wir uns auf die darauf folgende Woche vorbereiten, denn es kommt wieder zu der Reihe Vorlesen an ungewöhnlichen Orten. Dieses Mal geht es zum Imker – und auch hier hat die Saarbrücker Zeitung darüber berichtet.

Basteln

Zwei kreative Bastelideen haben wir in die Realität umgesetzt. Damit sind viele Gestaltungsmöglichkeiten offen und sie lassen sich sehr gut nachmachen. Zum einen ist eine kleine Bienendeko durch Bierdeckel möglich: In die Bierdeckel einen gelben Papierkreis kleben und bemalen, darunter einfach Flügel kleben.

Etwas länger dauert es bei diesen Bienen am Stiel: Dafür benötigt man ein ovales Stück Pappe, in das am Rand kleine Ritze geschnitten werden. Mit gelber und mit schwarzer Schnur kann eine Biene mit den wildesten Mustern ihr Haarkleid bekommen. Stiel, Kulleraugen, ein Paar großer Flügel, die wir aus alten Büchern recylcled haben, schon ist sie präsentierbar.

Dazu hat jeder noch einen Bienenstock ausgemalt (Vorlage), den wir für den nächsten Schritt gebraucht haben.

Bienen-Fakten

Jetzt, da wir jeder einen Bienenstock haben, gilt es, ihn fleißig zu befüllen… mit Bienen-Fakten! In unserer Bücherei haben wir einige Tierbücher, in denen auch das Leben der Bienen beschrieben wird. Da ist genug drin, um sich wissenswerte Informationen aufzuschreiben, mit denen man die anderen später befragen kann.

Hier ein paar dieser Fakten:

  • Wusstest du, dass Honigbienen miteinander sprechen können? Bienen reden durch einen ganz besonderen Tanz. Ist die Biene auf eine Nahrungsquelle aufmerksam geworden, macht sie einen Schwänzeltanz.
  • Honigbienen gibt es auf jedem Kontinent, außer in der Antarktis.
  • Bienen gab es schon zur Zeit der Dinosaurier.

Außerdem haben wir Samenbomben vorbereitet, mit der wir zu Hause einen Erdfleck verschönern können.

Beim Imker

Vorlesen

Die Geschichte, der wir gelauscht haben, ist ziemlich alt: 1850 wurde das Märchen die Bienenkönigin von den Gebrüdern Grimm aufgeschrieben. Und dieses Märchen passt zu diesem Tag wunderbar. Vorgelesen hat uns der Schulsieger beim Vorlesewettbewerb.

Dafür gab es am Ende natürlich Applaus.

Dass sich Geschwister oft nicht so toll verstehen, ist nicht nur im Märchen so, dafür ist es ja auch so verblüffend das ein ganzes Bienenvolk reibungslos zusammenarbeiten kann. Auch sonst ist in der Geschichte viel zu entdecken: Insekten sind sehr wertvolle und wichtige Tiere.

Ein Imker erzählt


Bienen von Piotr Socha ist ein wundervolles Sachbuch und es eignet sich wunderbar, um dem Thema heute nahezukommen. Natürlich schaffen wir nicht das ganze Buch, und das wäre ja auch etwas langweilig, aber ein paar Zufallsseiten, von den Händen unserer Leseratten ausgewählt, sind auf jeden Fall mit drin. Und Martin kann als Imker vor Ort noch viel Interessantes dazu erzählen.

  • Bienensterben und Bestäubung von Hand

    Martin: Das ist eine ganz tolle Seite, also eigentlich eine ganz schreckliche Seite, aber auch eine tolle Seite. Wenn wir über Bienen reden, meinen wir meistens die Honigbienen. Aber Bienen sind nicht nur für Honig da. Ihre größte Leistung ist die Bestäubung. Die Bienen fliegen zu den Blüten und sammeln dort den Nektar. In den Blüten ist nicht nur der Nektar zu finden, sondern auch Pollen, der sich an den Bienen festsetzt. Und Bienen fliegen nicht nur zu einer Blüte, sondern zu vielen Blüten. Wenn eine Bien auf einer zweiten Blüte landet, wird der Pollen dort abgestreift und das nennt man Bestäubung (weil Pollen wie Staub ist, wenn man ihn verreibt). Das ist deswegen wichtig, weil sich nur dadurch eine Frucht bildet. So können Äpfel, Kirschen, Himbeeren, Zucchini, Gurken, Tomaten, also ganz viele Früchte und Gemüse, die wir essen wollen, nur so entstehen.

    Das Bild zeigt, was passiert, wenn es die Bienen nicht mehr gibt. Dann müssen wir nämlich auf Leitern klettern und mit kleinen Pinselchen in die Bäume gehen und eine Blüte zur nächsten bestäuben. Und es gibt auf der Welt schon Regionen, zum Teil in China, wo Menschen von Hand Bestäuben müssen, weil wir Menschen dort nicht genug aufgepasst haben und so viele Sachen gemacht haben, dass Bienen da nicht mehr leben können. Und sie würden keine Früchte bekommen, wenn sie nicht selbst auf die Leitern steigen und von Hand daran arbeiten. Deswegen ist das eigentlich ein ganz wichtiges Bild, so schön es hier auch aussieht, eigentlich ist es ein Mahnmal für uns, das wir darauf achten müssten, ähnlich wie in dem Märchen nicht Dinge zu tun, die anderen Lebewesen schaden, wenn wir nicht genau wissen, welchen Nutzen wir von ihnen haben können.

    Christine: Woran könnte es den liegen, dass es weniger Bienen gibt?

    LSW: Weil es weniger Wiesen gibt, dann wächsen keine Blumen, also kein Futter für die Bienen. Wenn man „Unkraut“ beseitigt, werden auch Bienenblüten weniger.

    Christine: Das ist richtig, das was viele als Unkraut entfernen, ist eigentlich oft ein Bienenparadies, so eine Wildwiese ist eigentlich perfekt. Unsere Samenbomben, die wir letze Woche gemacht haben, die können da übrigens gut helfen, schaut mal, wie die schon aufgegangen sind:

    Am Ende darf sich jeder von euch noch eine unbewässerte Samenbombe mit nach Hause nehmen. [Und wer zu Hause welche machen will, kann die Anleitung sowie den Beobachtungsbogen dazu auf unserem Blog finden.] Welche Gründe kennt ihr noch?

    LSW: Manche Menschen spritzen Mittel in den Garten und auf ganzen Feldern, die für Bienen und andere Insekten gefährlich sind.

    Christine: Ja, Insektizide trifft leider nicht nur die Schädlinge, sondern auch ganz nützliche Tiere wie die Bienen, richtig. Was noch?

    Martin: Bei den Bienen gibt es auch Schädlinge, die den Bienen schaden. Einer ist ganz besonders gefährlich bei uns, das ist die Varroa-Milbe. Als Imker müssen wir uns darum kümmern. Da werden die Bienen von uns im Sommer behandeln, damit sie überleben, beziehungsweise, wir schauen, welche Völker können denn gut mit Milben umgehen und überleben sie und die lassen wir dann vermehren.

    LSW: Wie kommen denn die Milben in die Stöcke?

    Martin: Die Milben kommen ursprünglich von der asiatischen Honigbiene. Woher die zu uns kommt, ist noch nicht ganz klar, vermutet wird, dass sie zu Forschungszwecken in den 70ern nach Deutschland gekommen ist und da ausgebrochen ist. Die asiatische Honigbiene kann ganz gut mit der Milbe leben, aber unsere Honigbiene kennt sie noch nicht. Dann gibt es in der Natur ein Phänomen, das nennt man Evolution, da passen sich die Tiere an ihre Umgebung an. Und das ist bei unseren Bienen noch nicht passiert.

    Christine: Was ähnliches gab es damals auch, als die Europäer nach Amerika gekommen sind. Die Indianer haben viele Krankheiten nicht gekannt, die wir hatten. Masern, Röteln, Erkältungen. Und als die Europäer kamen, sind viele auch durch Krieg und so gestorben, aber das Meiste war durch die Krankheiten und ihr Immunsystem kannte die noch nicht. Das gibt es im Tierreich also ganz genauso.

  • Wieder sucht sich eine Leseratte eine Zufallsseite aus.

    Martin: Das ist ein Bild auf dem zwei unterscheidliche Sachen drauf sind, die aber doch irgendwie zusammengehören. Wir haben eben gehört, dass dadurch, dass viele Flächen überbaut werden, geht auch Lebensraum für Bienen verloren. Das hier sind beides Beispiele dafür, wie wir trotzdem den Bienen Lebensraum geben können. Das eine, das was man direkt sieht, das sind die Häuser und die Bienen auf dem Dach. Was könnte das denn heißen?

    LSW: Die imkern auf dem Dach?

    Martin: Ganz genau. Das ist bei uns [auf dem Land], wo wir wohnen, etwas ungewöhnlich. Auf unserem Haus würde ich jetzt keine Bienenstöcke draufstellen. Um das Haus haben wir ja noch viel Wiese für die Bienen und auch sonst Flächen für die Bienen. Aber wo gibt es denn wenig Flächen?

    LSW: In der Stadt.

    Martin: Genau. Das hier ist eigentlich ein Bild dafür, dass auch in der Stadt geimkert werden kann. Und auch in der Stadt finden die Bienen zu fressen. Da gibt es Bäume, Parks, Friedhöfe und Balkone. Und damit sie Lebensräume haben, haben sich die Menschen überlegt, wir stellen die Bienenkörbe auf das Dach.

    Und das hier unten, das geht in eine ähnliche Richtung. Nur können wir das auch hier bei uns machen. Das, was ihr da hinten seht, diese Hölzer, das wird gerade ein riesiges Bienenhotel. Meine Frau hat im Frühjahr die Hölzer aufgesetzt und ein Bekannter geht jede Woche ein-zwei Mal vorbei und bohrt dann ein oder zwei Stunden lang mit den Kindern hier Löcher rein. Wenn das Projekt fertig ist, gibt es da eine ganze Wand, in der die Bienen wohnen können – die Wildbienen, nicht die Honigbienen.

    Und das könnt ihr auch bei euch zu Hause machen und mit euren Eltern basteln. Man muss auch keinen Holzstamm dafür nehmen. Man kann auch Bambusstäbe nehmen, steckt die in eine Dose, da reicht eine ganz einfache Suppendose, und steckt die angeschnittenen Bambusröhren rein, hängt die an eine Wand oder in den Garten. Wichtig, es sollte nicht nass werden. Und es sollte Richtung Süden zeigen.
    Und dann werdet ihr sehen, so im Mai, sind da mit Sicherheit Insekten drin. Viel werdet ihr nicht sehen, aber welche besetzt sind sieht man schon.

  • Neue Zufallsseite.

    Martin: Über die Seite können wir… 2 Stunden reden.

    Da ist im Grunde genommen so ziemlich alles drauf, was man so als Imker normalerweise braucht. Die habe ich auch fast alle in echt.
    Wisst ihr was man mit dem Smoker macht?

    LSW: Damit macht man die Bienen ruhiger.

    Martin: Richtig. Das ist ganz schön verkohlt da drinnen und wenn man hier draufdrückt kommt da ganz schön viel Qualm raus. Da drin wird einfach Holz, oder ich benutze Rinde, verqualmt und dann kommt vorne Qualm raus. Und der Qualm macht die Bienen im ersten Moment gar nicht ruhiger, sondern der macht die ganz schön nervös. Qualm bedeutet für die nämlich, oh-oh, es könnte brennen. Wenn es bei uns im Haus brennt, rufen wir die Feuerwehr und laufen ganz schnell aus dem Haus raus und können noch ganz schnell mit den Händen etwas mitnehmen. Bienen können das nicht. Aber sie müssen etwas mitnehmen, vorrätig. Und sie transportieren die Vorräte in ihrem Bauch. Die haben nämlich einen Honigmagen. Das heißt, die saugen den Honig auf und transportieren ihn.

    Also, wenn sie den Qualm riechen, dann denken die, es könnte brennen und gehen mal zur Vorsicht Honig saugen, gehen also zu den Zellen und saugen den Honig. Und dann haben die einen ganz schön dicken Bauch.
    Und genausowenig, wie ihr euch prügeln wollt, wenn ihr gerade gegessen habt, genausowenig wollen die Bienen das, wenn sie den Bauch voll haben. Das heißt, sie werden ruhiger. Das ist der Smoker, das hilft uns, dann bekommen wir nämlich keinen Streit.

    Dann gibt es die Handschuhe. Die sind schnell erklärt. Die sollte man möglichst wenig benutzen, wenn man die anhat, hat man kein gutes Gefühl und dann zerdrückt man die Bienen. Manchmal ist es aber so, dass man die Bienen wegschieben muss und dann zeiht man die an, damit man nicht gestochen wird.

    Dann gibt es den Schleier, der ist wichtig. Das ist ja nur ein Teil von meinem Imkeranzug, aber das reicht, um es zu zeigen. Den kann man drüberziehen, dann kann man gucken, aber die Bienen kommen nicht durch. Am meisten nervös wird man, wenn die Bienen einem vor der Nase rumfliegen. Und wenn man selbst nervös wird, werden die Bienen auch nervös. Deswegen zieht man gerne mal einen Schleier an, dann weiß man nämlich, dass man nicht gestochen werden kann.

    Dann hat man ein Instrument, das sieht bei mir so aus. Das sieht unscheinbar aus, ist aber eins der wichtigsten Instrumente, da nennt man einen Stockmeißel. Mit dem bekommt man die Waben auseinander und bekommt die Kisten auseinander, in denen die Bienen wohnen. Die machen nämlich überall, wo sie wohnen, Wachs und Propulis hin. Das nennt man verkippen, die kleben alles aneinenader. Und wenn man ohne so ein Werkzeug da steht, bekommt man die Kisten nicht auseinander, so fest ist das verklebt.

    Dann hat der Imker im Buch einen Anzug an, den braucht man aber nicht unbedingt. Wenn man unsere Bienen halten will, kann man normalerweise auch ohne Anzug arbeiten, ist aber ganz gut wenn man einen hat, weil die Bienen manchmal nicht so gut gelaunt sind. Heute Morgen war ich an ein paar Bienen, vielleicht war das, weil es gestern ein wenig gewittrig war, die waren nicht so gut gelaunt, da ist man ganz froh, wenn man einen Anzug hat. Aber sonst kann man normal an denen arbeiten.

    Der Besen, auch ganz wichtig. Wofür ist der?

    LSW: Wenn an den Waben Bienen sind, kann man die damit frei machen.

    Martin: Ganz richtig, wenn man die Waben von den Bienen freimachen will, kann man die wegwischen. Oder, sie krabbeln ja auch, das sind ganz viele, so 20-, 30.000. Wenn man die dann ein bisschen bewegt und die Kisten hat, dann krabbeln die da rum und man möchte sie ja nicht zerdrücken. Und deswegen fegt man die aus dem Weg, das geht mit dem Besen sehr einfach.

    Und das ist die Bienenwabe. Eigentlich ist das nur das Wachs, das Wachs hat der Imker aber in einen Rahmen gemacht, damit er das bewegen kann. Dann können wir besser in die Völker reingucken und schauen, ob es ihnen gut geht. So eine Mittelwand baut der Imker in das Bienenvolk rein und die Bienen bauen daruas heraus ihr ganzes Wabenwerk. Die Mittelwand ist aus Bienenwachs und dann kommt da nach und nach der Honig rein.

    Ja, so eine gefüllte Wand kann ganz schön schwer sein.

    Und das Bienenwachs riecht auch ziemlich interessant.

  • Martin: Die Seite ist total spannend. Was seht ihr da?

    LSW: Einen Paris-Eifelturm.
    Ein Schneckenhaus.
    Eine Spinne.
    Bienenwaben.
    Augen.
    Eier.
    Ein Pulli.
    Eine Schlange.
    Ein Maiskolben.

    Martin: Was hat das denn alles miteinander zu tun?

    LSW: Bionik.

    Martin: Genau, was heißt denn Bionik?

    LSW: Biotechnik.

    Martin: Also Biologie und Technik, genau. Und was haben die beiden miteinander zu tun?

    LSW: Die Menschen machen das nach, was sie in der Natur finden.

    Martin: Ganz genau. Das sind alles Beispiele dafür, dass die Menschen sich an der Natur ein Beispiel genommen haben und daraus etwas technisches gebaut haben, denn die Natur ist ziemlich erfindungsreich. Sie hat sich für viele Probleme eine Lösung ausgedacht.

    Wisst ihr, warum bei den Bienen denn da die Wabe steht? Die Bienenwabe ist deswegen ganz faszinieren für die Menschen, weil man richtig wenig Material aufwenden muss, um ganz viel Material lagern zu können. Das habt ihr ja vorhin gemerkt, als die leere Mittelwand durchgegangen ist und dann noch die, die mit Honig gefüllt war. Und dafür brauchen die nur ganz wenig Wachs.

    Bei dem Auge, da ist das Beispiel eine Fotoblende. Man hat gelernt, wenn es dunkel wird, geht die Pupille auf. Dann fällt mehr Licht ins Auge rein, dann kann man mehr sehen. Wenn ihr tagsüber unterwegs seid und euren Freunden in die Augen seht, die haben ganz kleine Pupillen. Wenn es so hell ist, braucht man ja auch nicht so viel Licht, um zu sehen. In einem dunklen Raum werden die Pupillen richtig groß. Bei der Blende vom Fotoaparat ist es das Gleiche, jedenfalls bei den alten Kameras. Wenn es dunkel ist, muss man die Blende ganz weit aufdrehen, damit möglichst viel Licht auf den Fotofilm fällt.

    Das hier ist ein Schnitt durch einen Knochen. Der Knochen ist so ähnlich wie bei der Bienenwabe. In unseren Knochen wird permanent alles abgebaut, was wir nicht brauchen. D.h., der Knochen ist immer nur so schwer, wie er sein muss, um uns zu tragen. Solche Konstruktionen macht man sich auch zunutze. Das können Computerprogramme heute ganz gut berechnen, wenn man im Auto Bauteile hat und das ist den und den Belastungen ausgesetzt, dann braucht man bestimmte Bauteile von dem Auto vielleicht gar nicht. Das ist angelehnt an den Knochen.

    Der Roboter ist der Spinne nachempfunden. Der bewegt dann die Beine genauso wie die Spinne es macht. Das hat ja viele Anwendungsgebiete, aber das schwere ist einen stabilen Gang hinzubekommen, damit der Roboter nicht umkippt und auch auf unebenen Flächen gehen kann.

Die Bienen entdecken

Unsere wissbegierigen Leseratten löchern den armen Martin mit Fragen. Er bleibt aber cool und beantwortet uns alles Mögliche.

Besonders am Schaukasten kann er uns zeigen, wie die Bienen arbeiten und wie sie sich benehmen, woran man die Drohnen erkennt und warum sie so große Augen haben. Da ist ganz schön was los.
Damit die Bienen nicht so viel Angst bekommen, sind die Kinder immer nur in kleinen Gruppen hingegangen und konnten so viel Neues erfahren.

Auch im Rest des Gartens gab es viel zu entdecken. Neben dem Bienenhotel, in dem wir schauen konnte, ob da schon Löcher besetzt sind, gab es einen Sonnenwachsschmelzer, mit dem Bienenwachs wiederverwendbar gemacht werden kann.

Auch einen kleinen Teich gab viel zum Entdecken her. Darunter auch die Exuvie, die Larvenhülle, von Libellen, die man an den wassernahen Pflanzen sehen konnte und mit etwas Geschick auch abpflücken konnte, um sie in die Hand zu nehmen und den anderen zu zeigen.

Den Honig kosten

Zwischendrin gab es bei dem Wetter natürlich auch eine Trinkpause. Aber nicht nur zu trinken gab es, es gab auch Martins Honig zu kosten!

Dass der Honig gut angekommen ist, war klar. Wir haben das ganze Glas Honig und einiges an Brot verbraucht. Die Honigbrote mussten wir aber schnell essen, damit die Bienen nicht angelockt werden!

Bienenwissen beweisen

Jetzt, wo wir so viel über die Bienen gelernt haben, schauen wir mal, ob wir bei diesen Schätzfragen punkten können. An eine Leine haben wir passende Nummern gehängt, und wer sich für eine Antwort entscheidet, stellt sich zur entsprechenden Nummer.

Hier ein paar Beispiele (die Zahlen haben wir aus dem Buch Bienen):

  • Vor wie viel Millionen Jahren gab es die Bienen schon?
    A: Vor 100 Millionen Jahren.
  • Wie viele Flügelschläge macht eine Biene in einer Sekunde?
    A: 230
  • Wie viele Eier kann eine Bienenkönigin an einem Tag legen?
    A: 2.000 an einem Tag
  • Und die Bienenkönigin ist die einzige, die mehrere Jahre lebt. Wie viele Eier sind das in Millionen in ihrem ganzen Leben?
    A: 1
  • Vor wie vielen Jahren bauten die Ägypter schon Bienenstöcken?
    A: 4.000
  • Stellt euch ein Feld mit Rapsblüten vor. Wie viele Rapsblüten kann eine Biene in einer Minute bestäuben?
    A: 20
  • Bei einer Lebensleistung von 4-7 Bienen, wie viele Teelöffel kommen dabei raus?
    A: Ein einziger Teelöffel

Das war eine gelungene Vorlesestunde an einem ungewöhnlichen Ort! Martin kannte sich richtig gut aus und hat uns viel beigebracht.

Habt ihr schonmal an einem ungewöhnlichen Ort gelesen? Ich habe mal mein Buch auf einer Seilbahn aufgeschlagen – ich musste unbedingt wissen, wie es weiterging.

Ret

Ostern: Ein Rückblick

Ein fettes Danke!

Wie ihr ja wisst, haben wir vor ein paar Wochen unseren großen Bücherflohmarkt veranstaltet – und es war ein voller Erfolg! Einer der vielen Dinge, über die wir uns so gefreut haben, waren die vielen Kreativspenden, deren Verkauf dem Kinderhospizdienst Saar zugute kommt. Viele wunderbare Spenden aus ganz Deutschland und sogar Österreich kamen zusammen und haben neue Besitzer gefunden. Unseren tollen Spendern wollten wir ein kleines Danke zukommen lassen.

Kreativ an die Arbeit!

Jede Karte wird liebevoll beklebt
Ein kleines Danke für große Herzen!

Die Geschichten

Jedes Jahr sind wir ein wenig enttäuscht, denn Ostern ist ein Fest, zu dessen Thema es zwar viele Bücher zu kaufen gibt, aber keine besonders guten (und die Hasenbilderbücher haben wir schon ausreichend abgedeckt, erwähnen kann man aber „Gesucht! Henri Bücherdieb“ und „Der Löwe und der Hase“ und natürlich die Briefe vom Felix). Für nächstes Jahr haben wir schon ein oder zwei Ideen gefunden, aber dieses Jahr kam uns die Zeitschrift Gecko zur Rettung! Darin findet man einige Bilderbuchgeschichten und in den Ausgaben um Ostern findet sich dann auch eine passende Geschichte. Auch letztes Jahr haben wir damit gearbeitet.

Gecko – ein echter Lebensretter zu vielen verschiedenen Themen!

Eine der Geschichten ist aus der tollen Reihe Fanny & Klee. Klee ist 4, seine Schwester ist 7, und er wird nicht einschlafen, bis ihm Fanny erklärt, warum wir eigentlich Nester für die Ostereier bauen, wenn doch immer der Osterhase die Eier bringt…

In der anderen Geschichte, „Juri und der Osterhase“, hat der Osterhase wohl dieses Mal keine interessanten Verstecke gefunden. Kein Problem, Frühaufsteher Juri versteckt sie überall, wo schon ein Ei drin ist: im Eimer, auf die Leiter, in die Zeitung, im Reis…

Schließlich sind wir auch auf eigene Geschichten gekommen. Die wilde Reise eines Osterhasen durch den Wald, der seine Freunde retten wollte, haben wir mit Legematerial gemeinsam überlegt und erzählt.

Die Basteleien

Ostern ist ein Fest, bei dem man nicht nur selbst vom Osterhasen überrascht wird, man kann auch selbst kleine Überraschungen verstecken.

Aus diesem Grund haben wir für unsere Liebsten ein paar Überraschungsverpackungen abgeschaut und ein paar leckere Überraschungen darin versteckt. Passend zur Ostereiersuche konnte man mit dem Geschenkpaket zum Anderen hoppeln, um mit einem Lächeln für das Naschzeug belohnt zu werden.

Oder aber, vielleicht wenn der Weg so lang ist und man eher etwas in Briefgröße haben wollte, man konnte sich eigene Oster-Grußkarten ausdenken. Wir haben uns süße Küken-Bilder mit Korken gestempelt:

Die Augen kann man nach dem Trocknen aufmalen oder man kann Kulleraugen in die trocknende Farbe hineindrücken. Füße und Flügel nicht vergessen, mit Filzstift an den Kreis zu malen – und ein kleiner Schnabel, schnell aus rotem Papier geschnitten, darf auch nicht fehlen.

Und dann durfte natürlich auch nicht der Behälter für die Ostereiersuche fehlen! Die sind einfach zu machen: Das offene Ende einer Papiertüte wird zu Hasenohren zugeschnitten. Ein Gesicht, ein bisschen ausmalen – und sobald der Inhalt im Beutel ist, werden die Ohren mit einer Schnur festgezurrt.

Wer dann noch nicht seinen Basteldurst gestillt hatte, konnte sich an dem übriggebliebenen Baker-Ross-Material austoben, da gab es in unserem Vorrat noch genug Oster-Körbe, Sprungfeder-Hasen, Oster-Lesezeichen und mehr.

Die Eiersuche

Die Hauptveranstaltung, auf die sich die Kinder freuen, ist natürlich die Suche! Ob der Osterhase uns etwas hinterlassen hat?

Oh ja! Er hat wohl schon von uns gehört. Da war dann auch genug für jeden da: Unsere Hasen-Beutel füllten sich langsam…

{Kinotag} Die kleine Hexe

Bild: Little. Red. Temptations.

Diese Zaubersprüche bringen euch zu den verschiedenen Teilen im Beitrag:

Zuerst das Buch

Die kleine Hexe ist im Kino! Und wir haben uns den Film gemeinsam angeschaut. Aber was wäre eine Buchverfilmung ohne das Buch? Ganz genau! Deswegen ging es für uns die Woche davor erst einmal zurück zu den Ursprüngen! 7892 Sprüche auswendig lernen… mussten wir zum Glück nicht. 😉

Als Einführung hatten wir ein Meisterwerk vor uns stehen:

Eine unglaubliche kreative Leistung zur kleinen Hexe!

Das ist einfach bombastisch! Da steckt einiges an Arbeit und Liebe zum Detail drin. Felix und Noah Brill, die beiden Köpfe hinter diesem Kleine-Hexe-Kasten, waren so nett und haben uns die Box für einen Samstagvormittag ausgeliehen, damit wir ihn gebührend bestaunen konnten.

Und dann ging es los. Natürlich haben wir nicht das ganze Buch vorlesen können. Leider. Aber dafür gibt es eine wunderbare Lösung, denn seit letztem Jahr ist mit Die kleine Hexe: Ausflug mit Abraxas ein sehr schönes Bilderbuch auf den Markt gekommen, das einen Teil der Geschichte wiedergibt.

Der Geschichte gelauscht, den Kopf voll mit zauberhaften Ideen, haben wir uns daran gemacht, kreativ zu sein.

Papierblumen basteln

Wer unserern Schwesternblog Little. Red. Temptations. noch nicht kennt, der weiß noch gar nicht, wie viele wunderbare Ideen da auf einen warten! Christine, unsere Gruppenleiterin, bloggt dort übers Backen und übers Basteln – und hier ist eine der vielen Ideen, die sie liebevoll umsetzt:

Bild: Little. Red. Temptations.

„Wie sollten Papierblumen duften können?“ „Doch, doch“, versicherte die kleine Hexe ernsthaft. „Sie duften viel schöner als richtige Blumen. Riechst du es nicht?“ Die Papierblumen dufteten wirklich!

Bild: Little. Red. Temptations.

Wie man diese Papierblumen nur aus Servietten hinbekommt, hat euch Christine ausführlich zusammengestellt.

Das tolle an den Papierblumen ist, dass sie nicht nur zur kleinen Hexe passen, sie sind eine beinahe universelle Deko, als Geschenkpapier-Verzierung, für Parties, auf den Tisch überall wo Farbe hin muss und ich bin mir sicher, es zaubert auch den Mamas und Papas ein kleines Lächeln aufs Gesicht.

Raben basteln

Seien wir mal ehrlich. Ohne Abraxas wäre die kleine Hexe aufgeschmissen. Wer also seinen eigenen dickköpfigen, alleswissenden Stubenhocker mit nach Hause nehmen wollte, hatte bei uns die Gelegenheit:

Aber es muss natürlich kein rein schwarzes Gefieder sein. Jeder Rabe ist einzigartig!

Eine ausführliche Bastelanleitung findet ihr hier.

Hexenbesen basteln

„Führen Sie Besen?“, fragte die kleine Hexe.

Während die erste Gruppe ihre Papierblumen fertig bastelt, ist die nächste Gruppe mit Hexenbesen beschäftigt. Die sind ganz einfach und sehen richtig prima aus!

Hexenbesen aus Bleistiften

Deko oder zauberhafte Schreibutensilien

Zutaten

  • Bleistift
  • Ein Stück Schnur
  • Kreppapier
  • Schere & Klebeband

Anweisungen

  1. Ein laaanges Stück Krepppapier abschneiden
  2. Mit der Schere viele tiefe Einschnitte machen, aber nicht ganz durchschneiden
  3. Die einschnittsfreie Seite des Krepppapiers mit Klebeband an das stumpfe Bleistiftende kleben
  4. Das Krepppapier um den Stift wickeln, bis das Reisigbündel ganz geformt ist
  5. Das Krepppapier mit Klebeband zukleben, damit es gut hält
Fertig.

Magic Uwe

Applaus für den großen, den wunderbaren Hobbyzauberer (und seine Assistenten)!

Zauberer & Co.

Wer bei unserer Harry-Potter-Lesenacht im letzten Jahr echte Zaubertricks vermisst hat, weil er die Vorführung von Kalibo verpasst hat, durfte jetzt noch ein paar Tricks kennenlernen. Uwe ist in seiner Freizeit begeisterter Magier und hat uns ein paar sehr geniale Tricks vorgeführt. Farben erriechen, Tücher verschwinden lassen, sogar Gedankenlesen war dabei.

Ins Kino!

Eine Woche später:

Es ist soweit! Die Lese- und Schreibwerkstatt geht ins Kino. Jeder bekommt Popkorn – vom Schmelzer Kino gespendet – und die Vorstellung ist nur für uns!
Jetzt musste nur noch der Film gut sein. Zu sehr beunruhigt waren wir nicht, der Trailer ließ sich ja schonmal sehen:

Jaaa!

Und es stellt sich heraus: Der Film war her-vor-ragend!
Da steckt eine Menge gute Produktionsqualität dahinter. Die Farbpalette war durchgehend klasse, die Klangproduktion war sehr überzeugend, die Effekte wunderbar umgesetzt und ohne viel Drumrum, die Botschaft war stellenweise sogar besser durchgebracht als im Buch

Vielleicht war Abraxas als CGI-Rabe etwas unbeholfen, aber das passte ja auch wunderbar zum Charakter und zur Geschichte. Die (in Kinderfilmen mittlerweile leider obligatorischen) Furzwitze sind zum Glück auf nur 3 begrenzt. Und das ganze Buch hat leider nicht reingepasst, aber das ist bei einem Film auch nicht zu erwarten, stattdessen waren aber die besten Stellen für mich drin!

Meine Lieblingsmomente waren eindeutig die Szenen, bei denen so viel schief laufen hätte können, die aber einfallsreich und seriös durchgezogen wurde, ohne den Zuschauer (jeglichen Alters) zu unterschätzen: Beide Walpuirgisnächte habe ich nicht die Augen von der Leinwand reißen können. 👏

Gespannt sitzen wir auf den gemütlichen Kinosesseln.

Wir waren jedenfalls alle (über 40 Kinder) begeistert! Wir bedanken uns beim Kino Schmelzer Lichtspiele für den Besuch und bei Studiocanal für den Film!

Zauberhafte Abenteuer und bis zum nächsten Mal!

Ret

{Vorlesen an ungewöhnlichen Orten} Nalbacher Feuerwehr

Ein ungewöhnlicher Ort zum Lesen

Willkommen zu einer neuen Reihe! In diesem Jahr wird es spannend bei uns, denn wir wollen Orte aufsuchen, an die man nicht sofort denkt, wenn es ums Lesen geht. Diese Woche hatten wir schon unser erstes Abenteuer und die Saarbrücker Zeitung hat auch schon darüber berichtet: Statt uns wie sonst in der Lese- und Schreibwerkstatt zu treffen, ging es für uns diesmal in die freiwillige Feuerwehr Nalbach!

Begrüßt wurden wir gleich von Benedikt Staudt, der für alle Fragen bereit war und uns eine Geschichte vorgelesen hat. Selbst die sonst unruhigeren unter uns waren völlig still und hörten zu. Dabei haben wir – fast ganz nebenbei – gelernt, wie wir uns verhalten müssen, wenn ein Feuer ausbricht.

Feuerwehrmann Benedikt Staudt liest vor

Und dann durften wir ganz viel fragen. Aber genauso wurden wir auch ausgefragt: Wann soll man die Feuerwehr anrufen? Welche Nummer? Welche Informationen soll man weitergeben?

Wer kennt sich mit der Feuerwehr aus?

Wie lange kann so ein Einsatz dauern?

Die freiwillige Feuerwehr ist… freiwillig. Das bedeutet: Jeder, der mitmacht, hat einen Beruf oder geht in die Schule. Trotzdem erklärt man sich dafür bereit, in Notfällen bereitzustehen, anderen Menschen das Leben zu retten und bei Gefahren auszuhelfen. Dabei kann es auch zu längeren Einsätzen kommen, bei denen man unter Umständen von der Arbeit freigestellt werden kann… allerdings nicht für Schüler und Studenten, da geht das Lernen vor!

Der größte Einsatz, an den Benedikt sich spontan erinnern konnte ging nach Silvester 2 Tage lang!

Was, wenn gerade die Sirenen losgegangen wären?

Ein Einsatz wäre jederzeit möglich gewesen. In dem Fall hätten wir uns am Ende der Garage versammelt, um den Feuerwehrleuten Platz zu machen, denn dann bricht ein Chaos aus. Die Lichter würden angehen, das Tor würde aufgehen und innerhalb 1-3 Minuten wären auf einmal 20-30 Leute einsatzbereit da.

Was macht das meiste an Einsätzen aus?

Gefühlt passiert am meisten, dass bei einem Rettungseinsatz geholfen werden muss und z. B. eine Tür aufgebrochen werden muss, um dem Notdienst den Weg freizumachen, damit jemand, der in Gefahr ist, schnell Hilfe bekommt. Schlösser knacken gehört also genauso zum Feuerwehrleben wie Löscherfahrung.

Und… wie wird man bei der Feuerwehr zum Schlosser?^^

Genau wie bei allem Anderen auch geht das nur durch ganz viel Lernen. Schlösser knacken darf die Feuerwehr natürlich nur, wenn eine Gefahr vorliegt. Das wissen die aus der Jugendfeuerwehr auch, die jeden Montagabend hier lernen. In der Lese- und Schreibwerkstatt sind sogar ein paar, die bei der Jugendfeuerwehr dabei sind.

Ab wie viel Jahren ist die Jugendfeuerwehr? Erzählt mal, wie das abläuft.

Das ist ab 8. Insgesamt sind etwa 15 in der Jugendfeuerwehr in Nalbach, dann gibt es noch eigene Jugendwehren in den anderen Ortsteilen.
Man kommt an, zieht sich um und macht draußen Übungen, im Winter drinnen. Da wird alles so wie bei den Erwachsenen gemacht, nur aufs Alter zugeschnitten und auf spielerische Art und natürlich mit viel Spaß. Wer mitmachen will, kann gerne vorbeischauen!

Wo habt ihr das Boot gebraucht?

In Nalbach gibt es ganz viele Gewässer, zum einen natürlich die Prims, zum anderen aber auch die vielen Teiche. Da kann schonmal jemand hineinfallen und Probleme bekommen. Zum Beispiel ist jemand mal zum Baden in die Prims gesprungen, hat die Strömung unterschätzt und wurde mitgerissen.
Oder auch bei Öl auf dem Wasser kann es zu einem Einsatz mit dem Boot kommen, denn das ist sehr gefährlich für die Umwelt.

Hattet ihr auch schonmal Fehlalarm?

Fehlalarm gibt es ganz oft. Im Rathaus gibt es zum Beispiel Rauchmelder und da geht gleich bei der Feuerwehr ein Alarm los. Dann fährt die Feuerwehr hin, stellt fest, dass doch nichts brennt und stellt den Alarm wieder ab.

Und wenn jemand anruft, wenn doch kein Feuer ist?

Das bekommt man bei der Feuerwehr in der Regel nicht mit, weil das die Zentrale in Saarbrücken schon sehr gut abfängt. Aber es kommt vor und das kann ganz gefährlich sein, denn wenn die Feuerwehr wegen dem Fehlalarm ausrücken muss und irgendwo anders ist ein echter Notfall, dann würde man die Feuerwehr davon abhalten, schnell zu handeln. Deswegen ist so ein Spaßanruf strafbar.

Aber wenn mal ein Notfall eintritt, sollte man keine Angst haben, die 112 zu wählen. In der Zentrale in Saarbrücken sind nette Leute, die euch helfen wollen.

Ein Rundgang

Jetzt wollten wir die Feuerwehr aber mal genauer kennenlernen. Wir durften in alle Räume mal reinschauen.

Die Garage

Feuerwehrauto mit mobiler Funkstation

Hier parken die verschiedenen Fahrzeuge der Feuerwehr: 2 LKWs, ein Auto und ein Schlauchboot.

Feuerwehr-Schlauchboot

Besonders interessiert waren wir natürlich am großen LKW, mit den vielen, vielen Gerätschaften, die den Feuerwehrleuten helfen, ihre Arbeit zu verrichten.

Feuerwehrfahrzeug (rechte Seite)
Feuerwehrfahrzeug (linke Seite)

Ein paar davon durften wir uns näher ansehen. Die meisten Sachen sind ziemlich schwer und die Feuerwehrleute müssen manchmal stundenlang damit arbeiten!

Die Rettungsschere ist zwar leichter als der Rettungsspreizer, wiegt aber schon einiges!

Dafür sehen sie schon ziemlich beeindruckend aus.

Ein modernes Hohlstrahlrohr mit vielen verschiedenen Funktionen. Wasser marsch!

Und einsteigen durften wir auch. Da drin ist alles schon bereit für den nächsten Einsatz!

Im Feuerwehrwagen

Darunter auch die Druckluftflaschen, die voll gewöhnlicher, aber eng zusammengepresster Luft ist. Die muss man tragen, wenn man an einen Ort will, in dem es gefährlich wäre, die Gase einzuatmen, wie zum Beispiel bei einem Feuer, bei dem der Rauch, Kohlenstoffdioxid und fehlender Sauerstoff oft gefährlicher sind als die Hitze des Feuers.

Bei einem Einsatz geht das Tor schnell nach oben.

Schlauchwerkstatt

Die Schlauchwerkstatt mit laaangem Waschbecken

In der Schlauchwerkstatt wird nach jedem Einsatz überprüft, ob die Schläuche noch in Ordnung sind. Hier können sie repariert, gereinigt, getrocknet und abgewickelt werden.

Schläuche können für unterschiedliche Einsätze verwendet werden und verschiedene Längen haben.

Funkraum

Der Funkraum

Der Funkraum ist während des Einsatzes die Zentrale. Hier gibt es zwei Funkgeräte, eins für den Ort und eins für Saarbrücken. So können alle wichtigen Informationen zusammenfließen und jeder weiß, was zu tun ist.

Atemschutzwerkstatt

Atemschutzmaske
Vollmaske

Bei einem Einsatz kann eine Atemschutzmaske der Feuerwehr das Leben retten. Deswegen müssen alle Masken immer vorsichtig kontrolliert werden. In der Atemschutzwerkstatt achtet man auch darauf, dass die Masken sauber bleiben, damit sich keine Krankheiten verbreiten. Immerhin atmet man direkt an der Maske ein.

Hier werden die Atemschutzmasken kontrolliert – nur wenn sie in Ordnung sind, können sie im Einsatz benutzt werden.
Die Atemschutzmasken gehören gewaschen und desinfiziert. Im Trockenschrank können die Masken schnell einsatzbereit gemacht werden.

  Atemschutzmaske
Wer wollte, durfte eine (Übungs-)Atemmaske ausprobieren

Atemschutzmaske

Umkleidekabine

Die Umkleidekabine

Wer den Spruch schnell wie die Feuerwehr kennt, weiß Bescheid! In den 1-3 Minuten, in denen die Sirene angefangen hat loszuheulen, haben die Feuerwehrleute es schon geschafft zur Feuerwehrwache zu kommen, sich umzuziehen und einsatzbereit am Fahrzeug zu stehen.

Nein, die Hose hat niemand einfach liegen lassen. Sie liegt für einen Einsatz bereit, damit man schnell hineinspringen kann.

Damit die Feuerwehrleute gut geschützt sind, tragen sie besondere Uniformen und Helme. Sie schützen vor Hitze, Kälte und Nässe und sind sehr widerstandsfähig.

Feuerwehreinsatzjacke

Auch besonderes Werkzeug ist wichtig, damit sie für alle mögliche Einsätze vorbereitet sind. Karabiner, eine Axt, manchmal Handschuhe und mehr.

Feuerwehrhaltegurt
„Richtig warm.“ Schutzjacken sind gut isoliert.

Helm und Feuerwehreinsatzjacke

Mitmachen?

In der Feuerwehr mitzumachen und zu erfahren, wie man sich in Notfallsituationen richtig verhält, ist unglaublich toll. In Nalbach finden für Kinder ab 8 Jahren jeden Montag um 17:30 Einsätze statt. Wer nicht in Nalbach wohnt, kann sich informieren, denn in ganz Deutschland gibt es eine Jugendfeuerwehr, bei der ihr mitmachen könnt!

Quiz

Zum Abschluss fehlt nur noch ein kleines 1, 2 oder 3. Es geht um Wissen rund um das Thema Feuerwehr. Wer während der Fragerunde gut aufgepasst hat, kann hier bei einigen Antworten punkten – bei anderen bleibt es aber wahrscheinlich ein wenig spannender:

Das Lösungswort zur PDF-Ausgabe findet ihr, wenn man die ganze Box markiert:

LÖSCHEN ist richtig – HYDRANT und UNIFORM sind falsche Fährten

Wir haben schon viele Ideen für ungewöhnliche Orte zum Vorlesen im Kopf. Was war euer ungewöhnlichster Leseort? Bei mir war es neben einem tosenden Wasserfall (mehr als 10 Minuten habe ich es bei der Lautstärke aber nicht ausgehalten).

Ret

{Glücklicher Start ins Jahr} Unser Rucksack voller Glück

Ein neues Jahr liegt vor uns und wir beginnen es in der Lese- und Schreibwerkstatt so, wie wir es in den letzten Jahren immer getan haben: mit viel 🍀Glück🍀.

Mit so einem positiven Thema gleich am Anfang kann für 2018 gar nichts mehr schief gehen. Aber wie können wir uns 🍀Glück🍀 eigentlich vorstellen? Manchmal fühlen wir uns so leicht, dass wir vor Freude einfach in die Luft hüpfen – und wenn uns das 🍀Glück🍀 verlassen hat und wir nur noch schwarze Gedanken im Kopf haben, sind wir schwermütig. Julia Vollmert hat sich dazu Gedanken gemacht und dieses Buch geschrieben!

Dass das 🍀Glück🍀 im Buch wie ein Rucksack ist, fanden wir echt genial. Ein Rucksack voller 🍀Glück🍀 ist so leicht, dass wir fast davonschweben, aber ein Rucksack mit finsteren Gedanken ist so schwer, dass wir gebückt laufen und zu nichts mehr Lust haben. Die können wir aber durch glückliche Gedanken vertreiben und der Rucksack wird wieder leichter.

Der schwere Rucksack: Was bringt uns runter?
Der leichte Rucksack: Welche Dinge sind so toll, dass wir vor Freude in die Luft hüpfen?

Aber das war uns nicht genug! Wir wollten den Rucksack nicht nur als etwas in unserer Vorstellung, als Metapher. Wir wollten einen echten Rucksack, in den wir dieses Jahr schöne Sachen stecken können, damit sie, wenn wir sie brauchen, ganz nah bei uns sind und wir sie überallhin mitnehmen können. Und… kreativ wollten wir dabei auch sein.

Ein Rucksack-Rucksack!

Kein Problem. Für das neue Jahr haben wir uns Stoffrucksäcke organisiert. Und Stoffmalstifte hatten wir bereits parat. Also waren wir fleißig und haben uns richtig drangesetzt. Zur Belohnung gab es aber auch eine kleine Stärkung:

Ob ich 🍀Glück🍀 habe und die Figur in meinem Stückchen finde?

Galette des Rois ist eine französische Tradition, die wir in der Lese- und Schreibwerkstatt durch die Nähe zur französischen Grenze schon ein paar Jahre eingeführt haben. In diesem Dreikönigskuchen ist eine Porzellanfigur (die Fève) versteckt – und wer sie in seinem Stück entdeckt, bekommt eine Krone, ist König für den Tag und darf die Familie herumkommandieren muss diesen Samstag nicht aufräumen helfen. Dazu gehört eine kleine Portion 🍀Glück🍀 – aber sonst hatte man wenigstens ein Stückchen Kuchen.

Aber dann ging es wieder ans Schaffen! Und die Ergebnisse lassen sich sehen.

Das lässt das Herz eines Fans höher schlagen.
Unsere eigenen Glücks-Rucksäcke!
Die kreativsten Hände gestalten ihre eigenen Rucksäcke.
Hier passt gaaanz viel 🍀Glück🍀 rein.

Dann ging es darum, selbst zu überlegen, welche Dinge jeden einzelnen von uns persönlich glücklich machen und welche finsteren, schweren Gedanken wir durch die leichten Gedanken ausgleichen wollen – so, wie wir es vorher gemeinsam getan hatten. Jeder für sich konnte dann nochmal neu entdecken, wie schön dieses Jahr wird und welche Stolpersteine uns das Leben zwar erschweren, aber uns insgesamt nicht aufhalten.

Dass es auf mehreren Rucksäcken Einhörner gibt, ist klar.

Was ihn glücklich macht, ist leicht zu erraten!
Savoir-vivre.

Und in den ersten Taschen war dann schon ein wenig 🍀Glück🍀 drin: ein paar frisch ausgeliehene Bücher.

Einen fröhlichen Start ins neue Jahr!

Ret

Das Farbenmonster – Bunter Vorlesespaß

Das Farbenmonster Jede Menge eigene Monster

Das Farbenmonster lädt uns ein in seine bunte Welt

Ein ganz herrliches Buch habe ich vor einiger Zeit entdeckt. „Das Farbenmonster“ heißt es und gehört zu der Kategorie der Pop-Up-Bücher: also Seite aufklappen und dreidimensional klappen einzelne Elemente auf.

Beim Farbenmonster geht es um Gefühle – ein Thema, das ich mit Kindern immer wieder gerne durch Geschichten anspreche und dazu dann Gruppenstunden gestalte. In diesem Buch werden den einzelnen Farben Gefühle zugeordnet.

Das macht beim Vorlesen und Betrachten des Buches große Freude, weil es ganz viel zu entdecken gibt.

Über Gefühle sprechen

Doch bevor wir überhaupt ins Vorlesen eingestiegen sind, haben wir mit den Kindern allgemein über Gefühle und Farben gesprochen. Dazu haben wir das Buch erst einmal in der Mitte ausgestellt und farbige Tücher darum verteilt.

Das Farbenmonster

Welche Farbe löst denn bei den Kindern welches Gefühl aus? Während für die einen Gelb beispielsweise für Neid steht, sehen andere darin die Sonne und erklären, dass Gelb sie eher an Fröhlichkeit erinnert. Auch Rot löst ganz unterschiedliche Emotionen aus: sehen die einen darin Liebe und Power finden andere darin Wut.

Wenn wir gerade schon bei Gefühlen sind, überlegen wir auch gemeinsam was uns in welche Gefühlslage bringt: wann ist die Welt für uns gelb, grün oder blau?

Dann beginnen wir mit dem Vorlesen und entdecken Seite für Seite von dem wundervollen Buch. Ganz schön spannend, welche Farbe im Buch für welches Gefühl steht und wie es umgesetzt wird.

Kreative Farbenmonster basteln

Im Anschluss werden wir kreativ: aus jeder Menge Pappkartons schneiden wir uns Farbenmonster aus.

Das Farbenmonster Eigene Monster entwerfen

Mit Wachsmalstiften gestalten wir die Monster in einer ausgesuchten Farbe. Die Umrandung wird schwarz gemacht. Arme, Beine und andere Körperteile kleben wir extra an den Rumpf um den Monstern mehr Gestalt zu geben.

Das Farbenmonster Wir basteln eigene Monster

Aus Schuhkartons bauen wir farbliche Unterkünfte und die Monstersammlung nimmt nach und nach Gestalt an.

Das Farbenmonster Unsere Monstergalerie

Und dann überlegen wir natürlich, warum unsere Monster sich gerade in ihrer entsprechenden Farbe befinden und denken uns Geschichten aus, warum sie rot, gelb oder grün sind.

Mit dem Farbenmonster lassen sich so viele Möglichkeiten zum Arbeiten finden:

Verbunden mit Bewegung könnte man die Kinder traurig, fröhlich, wütend durch den Raum stapfen lassen, indem man das passende Monster zeigt.

Auch eigene Pop-Up-Bücher lassen sich in dem Kontext selbst erstellen.

Oder man lässt einen neutralen Satz mit dem entsprechenden Gefühl vorlesen.

Da die Gefühle im Buch nachher in Gläsern geordnet sind, könnte man auch Gefühlsgläser gestalten.

Und natürlich kann man jede Menge mit den Farben selbst machen:

Ach, das Buch verzaubert einfach durch seine wunderbare Machart.

Ich selbst bin durch einen Buchtipp auf fb darauf aufmerksam gemacht worden und danke dem Tippgeber noch einmal ganz herzlich.

Für Buchtipps sind wir immer dankbar, gerne auch in Kommentaren hier auf dem Blog.

Monstermäßige Grüße

Christine

Das Farbenmonster - Vorleseideen.jpg