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{Wir schreiben interaktive Abenteuer} Gefangen im Labyrinth!

Kerker, Monster, Spinnen (überall Spinnen!), tödliche Fallen, fiese Rätsel und Abenteuerlust pur! Und wer falsch abbiegt oder den falschen Gegner herausfordert, kann eine böse Überraschung erleben.

Nein, es geht nicht um Computerspiele, auch wenn es aus gutem Grund danach klingt. Heute geht es um ein besonders spannendes Thema, bei dem jeder mitmachen kann. Seit unseren Autorenbegegnungen mit Jens Schumacher sind interaktive Geschichten und Abenteuerspielbücher ein wiederkehrendes Thema bei uns – aber bis vor Kurzem war es noch kein Bestandteil unserer Gruppenstunden.

Ob das die richtige Wahl ist?

Bevor jeder anfangen kann, sein eigenes Entscheidungs-Abenteuer zu schreiben, muss man erst mal wissen, was es ist und wie es funktioniert… Also habe ich ein eigenes Spiel geschrieben! Im Uhrzeigersinn konnte jeder eines der 55 Blätter vorlesen, je nachdem, wo wir gerade gelandet sind. Entschieden haben wir dann gemeinsam, per Abstimmung.

Zusammen knobeln und Geheimschriften entziffern; Fehler sind in diesem Spiel gefährlich!

Zum Ausgang zu finden ist gar nicht so einfach, und wer selbst miterleben will, wie viel Spaß wir hatten, uns durch sämtliche Räume zu rätseln, hat hier mehrere Möglichkeiten. Zum einen könnt ihr euch das Abenteuer herunterladen, und zwar zweiseitig mit Zahlen auf der Rückseite oder einseitig. Dadurch könnt ihr euch eure eigenen Karten zum Aufdecken basteln.
Zum anderen könnt ihr das Spiel aber auch online durchprobieren:

1. Vor ein paar Jahren ist während der Lesenacht etwas passiert. Jemand hat sich das falsche Buch ausgeliehen und es genau um Mitternacht angefangen zu lesen. Das Buch hieß „Rätseln bis Mitternacht“ und es ist eigentlich in allen Büchereien verboten. Wenn man es um Mitternacht liest, ist man im Buch gefangen. Die einzige Möglichkeit zu entkommen, ist, sich durch die Rätsel durchzuarbeiten. Leider stecken wir gerade in der Mitte des Buches fest. Du musst jetzt entscheiden, in welche Richtung wir zum nächsten Buchdeckel finden.

links >2
rechts >6

 

Viel Glück!

 

So weit, so gut. Aber wie schreibt man so etwas denn jetzt selbst?
Am besten geht das mit einer Karte. Wenn ihr das Spiel schon durchgespielt habt, könnt ihr auf diesem Bild sehen, wie ich das ganze Abenteuer geplant habe (Spoiler!):

Wer sich Räume mit mehreren Türen vorstellen kann, ist also schon ein gutes Stück weiter. Dann geht es nur noch darum, welche Entscheidungen getroffen werden können… und welche davon den Spieler weiterbringen und welche ihn verlieren lassen. Dabei gibt es viele verschiedene Möglichkeiten und es sind ein paar wunderbar kreative Spiele herausgekommen.

Am Ende war ganz klar, was wir noch machen mussten: die Spiele ausprobieren. Noch hat keiner eine fertige Textversion (wenn es dazu kommt, versuchen wir sie auf den Blog zu stellen!), aber durch die Karte hat der Spieleleiter den Plan. Durch Spinnennetze und Asteroiden, mit Schwertern und über Plattformen haben wir Wege funden müssen!

Und – um den Kreis zu schließen und zurück zur Inspirationsquelle zu kommen – dann galt es wieder die Abenteuerspielbücher zu entdecken und auszuleihen. Was mit ein paar Werken von Jens Schumacher angefangen hat, hat sich in unserer Kinder- und Jugendbücherei auch auf andere Altersgruppen ausgestreckt. (Wer weiß, vielleicht landet ja mal eins unserer eigenen Abenteuerspielbücher in ein Regal?)

Und wer nicht genug von den Abenteuern bekommen kann, dem habe ich ein Spiel in Reimform zusammengestellt:

Ein interaktives Gedichte-Abenteuer:
DU entscheidest, welchen Weg Du einschlägst, welche Geschichte Du erlebst!
Glück und Entscheidungskraft bringen Dich durch verschiedene Reime und Gefahren.
Aber lass‘ Dich bloß nicht vom Hexenmeister erwischen.


Viel Glück!

labyrinth

Du traust Deinen Augen kaum:
Erwachst in einem leeren Raum.
Je eine Tür zu jeder Seite.
Wähle eine und beschreite…

die linke Tür.die rechte Tür.

 

>>Mehr zum Thema<<

Euer Spielezauberer
Ret

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{Und auf einmal denkst du anders} Die Lese- und Schreibwerkstatt upcycelt, recycelt und denkt über die Umwelt nach

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Viele Wochen lang hat sich jetzt in unseren Gruppenstunden alles um die Nachhaltigkeit gedreht. Was geschieht mit der Welt? Was können wir tun? Jede einzelne von uns, in seinem ganz normalen Alltag.

Dass das ganz schön viel ist, hätten sich die Kinder anfangs sicherlich gar nicht so vorstellen können. Doch nach Wochen voller Aktionen, Bücherschmökern, Diskutieren und natürlich auch Spielen und Basteln weiß jeder von uns, dass man z. B. das Licht in Räumen ausmacht, in denen man sich nicht aufhält, dass man Plastiktaschen meiden sollte und warum es Sinn macht den Müll zu trennen. Ach und so viel mehr wissen wir auch.

Was ist da nicht alles entstanden. Über die Samenbomben habe ich ja schon berichtet oder über die Geschichte von Mats, der Maus mit den Wundersteinen.

Aber wir haben ja noch viel mehr gemacht: z. B. Glückskekse mit Umweltbotschaft darin.

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Unsere neue Leseratte (unsere Gruppenzeitschrift) beschäftigt sich thematisch mit Umwelt und Naturschutz. Hier könnt ihr sie euch anschauen. Klick.
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Wir haben sogar ein Onlinequiz für euch und dann könnt ihr auch gleich noch testen, welcher Umwelt-Typ ihr seid.

Und so nebenher sind dann ganz viele Ideen und Fragen entstanden aus denen Ret Samys ein tolles Spiel zusammengestellt hat. Auch das findet ihr hier.

Wir haben kleine Zettel verteilt und wollten von unseren Mitmenschen wissen welchen Tipp für eine bessere Welt sie haben.

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Und auch ihr könnt uns gerne in einem Kommentar euren Tipp für eine bessere Welt verraten. Denn aus allen Tipps wollen wir dann eine kleine Umweltfibel erstellen mit vielen Beispielen was der einzelne machen kann, um die Welt ein wenig besser zu machen.

Wir haben aber auch kleine Klappkarten gebastelt in denen sich dann Umwelttipps wiederfinden.

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Und soll ich euch was verraten? Während ich mit den Themenwochen vorhatte, bei den Kindern eine Bewusstseinsveränderung zu erreichen, hat dieses Thema meinen Alltag ganz stark beeinflusst. Ich mache mir zur Zeit so viele Gedanken dazu, was wir tatsächlich alles in unserem Leben verändern können. Kleinigkeiten zum Beispiel wie der Verzicht auf Weichspüler oder die Verwendung von Waschnüssen (das probiere ich nächste Woche mal) oder tatsächlich in der Schreibwerkstatt auf Recyclingpapier umzusteigen. Und Plastik einzusparen.

Ja, auf einmal hat mich die Schreibwerkstatt doch tatsächlich wieder selbst ganz berührt.

In der Leseratte findet ihr zudem auch ein paar sehr schöne Buchtipps zum Thema. Also schaut euch die Leseratte doch gleich einmal an oder macht das Quiz!

Liebe Grüße

Christine

Und hier noch ein Foto vom Upcycling unseres Modeschmucks aus Stoffresten

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Jahresschreiber (51/52): Auto:mobil (die nahe Zukunft)

Nach hundert Jahren Autofahrt
Kam Innovation.
Jetzt bleibt uns sehr viel Schmerz erspart
Und Tod und Emmission.

Die Straßen sind um vieles klarer
Staus nur gelegentlich.
Es gibt nur wenig Autofahrer:
Das Auto steuert sich.

Von Jahresschreiber Ret Samys (23)

Jahresschreiber (50/52): Eine Zugfahrt, die ist lustig

Ich sitze hier im vollem Zug.
Ich fahre heim. Ich hab‘ genug
Von all dem Kleinkindrumgequengel,
Mit dem vor mir der kleine Bengel
Seiner Mutter Nerven klaut.
Er verlangt von ihr ganz laut
Noch einen Keks, nur einen, BITTE!
Dabei ist das erst die Mitte
Der Verbindung nach Zuhaus‘.
Die beiden steigen vorher aus,
Und dann kehrt wieder Ruhe ein.
Mensch, da hab‘ ich aber Schwein.

 

Von Jahresschreiber Ret Samys (23)

Jahresschreiber (49/52): Luftschiff

Oben, hoch im Wolkenmeer,
Bei 20.000 Fuß,
Fliegt sehr wild ein Schiff umher.
Es wendet ganz abstrus.

Der Kapitän hat lock’re Schrauben
Und nicht mehr alle Tassen.
Die ganze Crew, sogar die Tauben,
Haben’s Schiff verlassen.

 

Von Jahresschreiber Ret Samys (23)

Jahresschreiber (48/52): Tiere vor Gericht

Die Angeklagten des Gerichts:
Familie Maus, des Diebstahls wegen.
Wie plädiert sie angesichts
Der Klagen, die wir hier erheben?

Meine Herren, meine Damen,
Wer wird denn als Dieb verlesen?
Ein paar Körner, ein paar Samen,
Mundraub ist es bloß gewesen!

Ich bitte euch, danach zu richten:
Schuldig sind wir doch mitnichten.

Das ist dann keine Dieberei.
Lasst die Angeklagten frei!

 

Von Jahresschreiber Ret Samys (23)

Jahresschreiber (47/52): Cloacina

Götter sind zum Fluchen da.
Spätestens wird das ganz klar,
Wenn mal gar kein feines Wörtchen
Beim verstopften stillen Örtchen
Über uns’re Lippen sprudelt
(So, wie es das Klo besudelt):
Heute ruft man einfach „Scheiße!“

Früher, in dem Ehrfurchtsschweiße,
Den nur noch die Römer kannten,
Gab es keine Wahl, sie wandten
Sich zur Göttin der Toiletten
Und der Rohre unter Städten
Und der Kanalisation.
Wer mit lautem, harschem Ton
Bis zu Cloacina stört,
Wird vielleicht sogar erhört.

 

Von Jahresschreiber Ret Samys (23)

Jahresschreiber (46/52): Wasseruhr

Altägypten, ungefähr
Dreieinhalb Jahrtausend‘ her,
Kannten Priester Stunden nur
Mit der alten Sonnenuhr –
Was ein Priester so lang‘ konnt‘,
Bis der Ra zum Horizont
Verschwand und sich nicht blicken ließ
Bis es Sonnenaufgang hieß.
Damit man Nachts die Zeit erfuhr
Erfand jemand die Wasseruhr.

Von Jahresschreiber Ret Samys (23)

Jahresschreiber (45/52): Die Rückkehr der Wale

Der Wal zählt zu den Säugetieren.
Er ging einmal auf allen Vieren
Und hieß damals Pakicetus.
Er setzte den ersten Impetus
Zurück zum Ozean zu gehen
Und auf Fischdiät bestehen.

 

Von Jahresschreiber Ret Samys (23)

Jahresschreiber (44/52): Toast auf meinem Kopf

Ich sitze hier im Raum
Mit Toast auf meinem Kopf
Ich glaub‘, es gibt sonst kaum
Was sich auf meinem Schopf
So lang‘ gehalten hat
Nur Hüte, Mützen, Haare,
Die bringen es doch glatt
Auf Stunden und auf Jahre

 

Von Jahresschreiber Ret Samys (23)