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Die Kinder des Dschinn – Das Erbe der Inka (von P.B. Kerr)

Die Kinder des Dschinn – Das Erbe der Inka
von P.B. Kerr
Oetinger (2008)
448 Seiten
ISBN: 9783789140334
ab 10 Jahre

Inhalt:
In dem Buch „Die Kinder des Dschinn- das dunkle Erbe der Inka“ von P.B. Kerr geht es um die Dschinn-Zwillinge John und Philippa, die eine mysteriöse Nachricht des ersten Inkakönigs bekommen. Sofort brechen die beiden Kinder mit ihrem Onkel und einigen Dschinnfreunden nach Peru auf, wo sie im Dschungel nach einem Portal, dem „Auge des Waldes“ suchen. Hinter diesem Portal soll sich die verlorene goldene Stadt der Inka befinden.
Doch sie sind nicht die einzigen, die von diesem Portal wissen. Hinzu kommt, dass eine alte Dschinn-Prophezeiung eine ganz andere Geschichte über das Auge erzählt. Sie berichtet von einem dunklen Vermächtnis, das die komplette Erde bedroht. Und noch ein Problem: Johns und Philippas Vater, Mr. Gaunt wird verschleppt. Und so beginnt ein nicht ungefährlicher Wettlauf gegen die Zeit…

Eigene Meinung:
Ich finde diese Geschichte ist eine sehr gute Ergänzung der vorigen vier Bände. Sie ist sehr Sagenumwogend und voller Magie geschrieben.
Das Buch ist so voller Fantasie geschrieben, dass man glaubt die alten Kindermärchen wären alle falsch geschrieben, nur weil P.B. Kerr es im starken Zusammenhang einiger Märchen geschrieben hat. Trotzdem ist es sehr fesselnd geschrieben. Ich empfehle dieses Buch für Kinder ab 10.

Der Autor:
P.B. Kerr wurde 1956 in Edinburgh (Schottland) geboren. Nachdem er Jura studierte arbeitete er als Werbetexter. Dann aber fing er an Krimis und Thriller für Erwachsene zu schreiben. Er wurde schon bald international berühmt. Viele seiner Großerfolge wurden schon verfilmt.
Mit der Reihe „Die Kinder des Dschinn“ erprobte sich der Autor erstmals als Kinder- und Jugendschriftsteller und bekam auf Anhieb internationalen Erfolg.
Die Filmrechte zu der Fantasy-Serie „Die Kinder des Dschinn“  wurden bereits an Steven Spielberg verkauft.

Rezensiert von Marie Lipeck

Das Geheimnis des wandelnen Schlosses (von Eva Ibbotson)

Das Geheimnis des wandelnen Schlosses
von Eva Ibbotson
Dressler; Auflage: 3., Aufl. (1. Februar 2005)
190 Seiten
978-3791510101
von 10 bis 12 Jahre

Inhalt:
In dem Buch „Das Geheimnis des Wandernden Schlosses“ von Eva Ibbotson geht es um den zwölfjährigen Alex, der von seinem Onkel Mr. McBuff ein Schloss erbt. Da Alex bei seiner armen Großtante aufwuchs, da seine Eltern bei einem Segelunfall gestorben waren, als er sechs Monate alt war, musste er das Schloss verkaufen, um seiner Tante das Leben zu erleichtern.
Schon bald meldet sich ein Millionär, der das Schloss kaufen will, um sich dort um seine Tochter Helen kümmern will, da diese erkrankt war.
Da es aber in diesem alten Gemäuer Gespenster gab, durften diese nicht mehr im Schloss wohnen. Alex versucht daraufhin seinen Kameraden eine Bleibe zu finden. Doch dort bleiben sie nicht lange und folgen ihrem alten Zuhause, da es Stein für Stein abgebaut wird und nach Texas verschifft wird, wo es wieder aufgebaut wird.
Sie treffen Alex wieder in Texas nahe dem wiedererbautem Schloss.
Dann wird auch noch Helen entführt. Alle sind in großer Aufruhr. Aber die Geister wollen unbedingt mithelfen. Mit Geistern haben die Entführer jedoch nicht gerechnet…

Eigene Meinung:
Wenn man ein geisterhaftes Vergnügen sucht, ist man hier genau richtig. Ohne zu übertreiben, ist es eine rührende Geschichte über Freundschaft, Liebe und den Mut, etwas zu verändern. Ich empfehle dieses Buch für Kinder ab 8 Jahren.

Die Autorin:
Eva Ibbotson wurde 1925 in Wien geboren. Sie machte erst als Wissenschaftlerin Karriere, heiratete einen Kollegen und bekam 4 Kinder. Erst als ihr jüngster Sohn in die Schule kam begann sie als Autorin. Sie schrieb erst Kinder- und Jugendbücher und erst später schrieb sie Bücher für Erwachsene. Heute hat sie ein Internationales Ansehen und in Deutschland wurde sie mit dem Buch „Die Morgengabe“ bekannt. 

Conni und die Austauschschülerin (von Dagmar Hoßfeld)

Conni und die Austauschschülerin
von Dagmar Hoßfeld
Carlsen Verlag GmbH; Auflage: 3 (Juli 2008)
176 Seiten
ISBN: 978-3551554031
Ab 10 Jahre

In der 6a ist eine große Unruhe, denn eine  andere Klasse kommt zu Besuch, eine aus England. Jeder möchte einen bei sich aufnehmen, sogar Conni konnte ihre Eltern überreden und darf nun ein Mädchen bei sich aufnehmen. Sie freut sich schon sehr auf ihre Austauschschülerin, als sie dann endlich dar kam war die Überraschung groß, denn sie hatte sich eine eher etwas schüchterne Schülerin vorgestellt, doch sie ist eher genau das Gegenteil. Doch bei Paul ist die Überraschung noch viel größer…

Ich empfehle das Buch, weil es sehr unterhaltsam ist. Es ist eigentlich ab 10-12, doch ich empfehle es eher ab 12-13, denn es wird viel englisch gesprochen

Von Benan (10)     

E-Mails aus Afrika (von Sigrid Heuck)

E-Mails aus Afrika
von Sigrid Heuck
Thienemann Verlag 2007
143 Seiten
Gebundene Ausgabe 9,90 €
ISBN-13:978-3-522-17950-8
ab 10 Jahre

„Das Buch E-Mails aus Afrika“ von der bekannten Kinder- und Jugendbuchautorin Sigrid Heuck entführt die Leser nach Gambia, dessen Einwohner von einer gefährlichen Krankheit heimgesucht werden.

Lilli ist enttäuscht. Ausgerechnet jetzt muss ihr Vater, ein Wissenschaftler, nach Gambia reisen, um dort eine Mückenart zu erforschen, die eine schlimme Krankheit unter der Bevölkerung auslöst. Dabei wollte er sie doch an ihrem ersten Tag an der neuen Schule begleiten! Immerhin verspricht Papa, ihr viele, viele E-Mails aus Afrika zu schicken. Und die lesen sich spannend wie ein Abenteuerroman! (Klappentext)

Lillis Vater ist Entomologe, das bedeutet, dass er Insekten erforscht. Sein Beruf zwingt ihn nun dazu, für einige Monate nach Gambia zu reisen und dort Forschungen über eine Mückenart anzustellen, die bei den Menschen für eine furchtbare Krankheit verantwortlich ist. Lilli ist deswegen sehr enttäuscht. Gerade steht der erste Schultag auf dem Gymnasium bevor, und da ihr Mutter vor einigen Jahren gestorben ist, fühlt sie sich nun erst einmal ganz schön im Stich gelassen. Doch Lillis Vater verspricht ihr, per E-Mail mit ihr in Kontakt zu bleiben und ihr so oft wie möglich zu schreiben. So entsteht zwischen Vater und Tochter ein spannender, abenteuerlicher E-Mail-Austausch. Gegenseitig schreiben sie von ihren Alltagserlebnissen, nehmen Anteil an den Erfahrungen des anderen und warten gespannt auf die jeweilige Antwort. Lilli erzählt von ihrer neuen Schule, ihrer Formel-1-süchtigen Großmutter, Lillis Vater erzählt von einem kleinen Mädchen namens Almesi, welches an der Krankheit die er erforscht, erkrankt ist, und nun auf Medizin hofft. Durch Almesis Schicksal verfolgt Lilli gespannt, wie ihr Vater versucht, den Menschen durch seine Forschungen weiterzuhelfen. Wird es Lillis Vater gelingen, ein Mittel gegen die Flussblindheit zu finden? Wird Lilli sich in ihrer Klasse einleben? Wenn euch die Antwort auf diese Fragen interessiert und ihr gerne etwas über fremde Kulturen erfahren wollt, dann solltet ihr dieses Buch unbedingt lesen!

Die Geschichte von Lilli und ihrem Vater spielt sowohl in Deutschland als auch in Afrika. Durch die E-Mails der beiden wird die räumliche Entfernung leicht überwunden. Doch der Alltag, in dem sich die beiden befinden, könnte nicht verschiedener sein und der kulturelle Gegensatz zwischen den beiden Ländern kann nicht so leicht überwunden werden. Lillis Alltag wird vielen Leser ganz selbstverständlich und normal erscheinen. Wenn Lillis Vater Hanno aber erzählt, wie es ihm in Afrika ergeht, dann ist das sehr exotisch und fremd. Das Leben in Afrika läuft nach ganz anderen Regeln ab. Die Menschen sind arm und die medizinische Versorgung schlecht. Wer Hilfe braucht, muss weite Strecken auf sich nehmen und benötigt Geld, dass die Menschen hier häufig nicht haben. Dennoch verzweifeln die Menschen nicht, sondern machen das Beste aus der Situation. Spielzeug für die Kinder wird selbst hergestellt, und wenn es drauf ankommt, packen alle zusammen mit an. Die Gemeinschaft spielt im Alltagsleben eine ganz besondere Rolle.

„E-Mails aus Afrika“ ist ein gelungenes Buch aus der Feder von Sigrid Heuck, die sich schon in mehreren ihrer Jugendbüchern mit dem Alltag in fernen Ländern beschäftigt hat. Auch hier entführt sie den Leser in einen ihm fremden Alltag. Durch Lillis Beschreibungen ihres Lebens erfährt der Leser aber gleichzeitig auch viel Vertrautes. Wenn Lilli von der Situation in ihrer Klasse erzählt, und davon dass ihr Freund Aki wegen seiner Hautfarbe ausgeschlossen wird, dann spricht Heuck damit ein Thema an, das viele Leser in solcher oder ähnlicher Form schon einmal in ihrer unmittelbarer Umgebung beobachtet oder sogar erlebt haben. Durch den ständigen Wechsel der Erzählperspektive wird die Geschichte für den Leser sehr kurzweilig und spannend zu lesen. Man möchte mehr über Lillis Geschichte erfahren, beispielsweise ob es ihr gelingen wird, sich in die neue Klasse zu integrieren. Auf der anderen Seite fiebert man mit Lillis Vater mit, der in Afrika so manches Abenteuer besteht und ihr dann auch immer wieder von Almesis Schicksal berichtet. Durch das Mitgefühl, dass Lilli für Almesi empfindet, wird eine Verbindung zwischen den beiden Lebenswelten geschaffen, was ich persönlich sehr spannend fand. Zudem erfährt man aber auch sehr viel über Afrika und seine Menschen. Besonders intensiv wird man mit dem Krankheitsbild der Flussblindheit konfrontiert und wie diese das Leben der von ihr betroffenen Menschen bedroht und verändert. Sigrid Heuck zeigt aber auch einen Weg auf, den Menschen in Afrika zu helfen. Zum einen durch Forschung und medizinische Hilfe direkt vor Ort, zum anderen aber auch durch Hilfe zur Selbsthilfe. Das erfahren wir durch Almesis Mutter, die Stoffreste benötigt, um dann daraus Puppen anzufertigen, durch deren Verkauf sie wiederum Geld für Arzneimittel bekommt. Gerade durch diese vielen Informationen, die der Vater Lilli in seinen Mails gibt kann man sehr viel lernen, ohne dabei belehrt zu werden. Man erfährt sehr viel von Afrika und den Menschen und wird über das ein oder andere sehr viel nachdenken. Die Mischung aus interessanten und für die meisten Leser neuen Fakten und die schön zu lesende, spannende Geschichte sorgen dafür, dass beim Lesen die Zeit verfliegt und man den Kontakt zwischen Vater und Tochter neugierig bis zum wunderschönen Ende mitverfolgt.

Rezensiert von Christine Sinnwell-Backes

Abenteuer Nachtwanderung (von Corinna Harder)

Abenteuer Nachtwanderung
von Corinna Harder
Moses Verlag 2007
95 Seiten
Gebundene Ausgabe 9,95 €
ISBN-13: 978-3897773622

Tipps und Tricks für einen unvergesslichen Ausflug in die Dunkelheit

Leuchtende Tieraugen,
geheimnisvolle Sternbilder,
unheimliche Geräusche,
duftende Mondscheinpflanzen
– und du bist mittendrin!
Wenn du schon immer wissen wolltest, was draußen geschieht während du schläfst, dann stürze dich ins Abenteuer Nachtwanderung. Finde zusammen mit deinen Freunden heraus, welche nachtaktiven Tiere in der Dunkelheit unterwegs sind und welche Pflanzen ihre Blütenkelche erst jetzt öffnen.
Am nächtlichen Himmel gibt es unzählige Sterne und Planeten zu entdecken. Zusätzlich findest du in diesem Buch viele spannende Experimente zum Thema Dunkelheit und tolle Spiele für unterwegs. Und mit den haarsträubenden Gruselgeschichten ist die Gänsehaut garantiert.(Klappentext)

Eine wunderschöne Sache, so eine Nachtwanderung. Doch kann uns diese Buch die ganze Angelegenheit noch verschönern? Die Antwort auf diese Frage lautet ganz entschieden JA! Und das Buch kann uns die Nachtwanderung auf jeden Fall auch erleichtern!
Das beginnt schon bei den Vorbereitungen für die Wanderung! Hier wird genau erklärt, was man mitnehmen muss und welche Kleidung geeignet ist. In der Rubrik „Spiele, Streiche und Aktionen“ sind wirklich tolle Tipps enthalten mit denen die Wanderung sehr interessant gestaltet werden kann. Man kann mit Hilfe des Buches auch viele Experimente durchführen.
Die „haarsträubenden“ Geschichten verursachen bei größeren Teilnehmern zwar kaum Gänsehaut, aber bei kleineren Nachteulen werden die Geschichten dennoch für Gruseln sorgen.
Das Buch ist sehr hilfreich bei den Vorbereitungen und bei der Durchführung von Nachtwanderungen. Den Abschluss des Buches bilden Hinweise zur rechtlichen Seite und zu den Dingen, über die man sich bei der Planung von Nachtwanderungen unbedingt Gedanken machen sollte, das ist gerade für die Verantwortlichen sicherlich ein interessantes Kapitel.
Auf dem deutschen Büchermarkt sucht man zudem umsonst nach Konkurrenztiteln. Die Anschaffung lohnt sich auf jeden Fall.

Rezensiert von Stefanie Müller

Herr der Diebe (von Cornelia Funke)

Herr der Diebe
von Cornelia Funke
Dressler Verlag; Auflage: 28., Aufl. (Februar 2000)
391 Seiten
ISBN: 978-3791504575
von 10 bis 12 Jahre

Inhalt:
In dem Buch „Herr der Diebe“ von Cornelia Funke geht es um die Brüder Prosper und Bo die nach Venedig abhauen, gefolgt von ihrer bösen Tante. Sie wissen nicht, wo sie schlafen sollen, bis sie in einem stillgelegten Kino bei einer Bande Unterschlupf finden. Doch schon bald erfahren sie, wie sich die Bande notdürftig ernährt: durch Raub. Erst will Prosper nicht einwilligen, da es nicht ein gutes Vorbild für den jüngeren Bruder Bo ist. Doch schließlich willigt er ein und er ist schon bald im Auftrag des Anführers, Skipio, der Verkäufer der Beute. Er ahnt nicht, dass seine Tante ihm und Bo nahe auf den Fersen ist.
Während die Tante noch immer nach den Geschwistern sucht bekommt Skipio einen großen Auftrag, der alle sorgen der Bande zunichte macht, doch Skipio hat ein gut behütetes Geheimnis und als die Bande dieses Geheimnis lüftet, drohen sie zu zerbrechen…

Eigene Meinung:
Ich finde, dass dieses Buch sehr ausführlich geschrieben ist. All die angegebenen Orte geben dem Buch eine besondere Note. Cornelia hat ihrer Fantasie freien Lauf gelassen und es ist eine wirklich atemberaubende Geschichte entstanden.
Das Buch ist für Kinder ab 8 Jahren geeignet.

Die Autorin:
Cornelia wurde 1958 in Dorsten, Westwahlen geboren. Sie hatte zunächst eine Ausbildung zur Diplompädagogin doch dann entschied sie sich zu einem Grafikstudium und arbeitete vorerst als Illustratorin. Als sie Illustratorin war begann sie Texte für Bilderbücher, Bücher zum Vorlesen und für Leseanfänger zu schreiben. Erst später schrieb sie Texte für Kinder und Jungendliche, die sie häufig selbst Illustrierte. Ihr internationaler Durchbruch kam 2002, als das Buch „Herr der Diebe“ ins Englische übersetzt wurde und in den USA erschien. Das Buch wurde in 23 Sprachen übersetzt und wurde in den USA vier Monate lang auf die Beststellerlisten gesetzt. Heute lebt Cornelia mit zwei Kindern in Los Angeles. Sie zog 2005 aus Hamburg nach Los Angeles mit ihrem Mann und den beiden Kindern. Ihr Mann verstarb 2006 an Krebs.

Rezensiert von Marie Lipeck