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Der Geschmack von Apfelkernen (von Katharina Hagena)

Inhalt:
Iris soll das Haus ihrer Großmutter Bertha erben. Während sie überlegt, ob sie das Erbe annimmt, entdeckt sie das Haus neu und begegnet den verschiedenen Bewohnern in Bootshaven. Dabei werden alte Erinnerungen wach, nicht nur an die vergessende Bertha, sondern auch an die viel zu früh verstorbene Cousine. Doch sie ist nicht die einzige, die Unangenehmes lieber vergessen würde und sie lernt mehr über ihre Familie.
Je mehr sie über die drei Generationen, die im Haus gelebt haben, erfährt, desto mehr Fragen kommen auf. Der einzige, dem sie sich anvertrauen kann, ist der junge Anwalt Max…

Meinung:
Ein Roman mit Stärken und Schwächen.

Vielleicht sollte ich aufhören, Bücher zu lesen, zu deren Zielgruppe ich rein gar nicht gehöre. Ich bin aber auch selbst schuld… die Kurzbeschreibung auf der Frontispiz behandelt schon 3/4 der Geschichte und ich habe sie nicht gelesen. So aber bin ich ohne Erwartungen in das Buch gestiegen. Das erste Drittel hat mir sehr gefallen und war der Grund, warum ich bis zum Schluss durchgehalten habe. Die anschließende Wendung zum durchschnittlichen und völlig vorhersebaren Liebesroman hat mich etwas enttäuscht.

Was mich von Anfang an so mitgerissen hat, war der Schreibstil, der ein Grund gewesen sein muss, warum das Buch zum Spiegel-Bestseller wurde. Eine gute Mischung aus bildhafter und fast märchenhafter Sprache und einer Beschreibung aller 5 Sinne habe ich so noch nie gelesen. Und als ich mir gerade bewusst wurde, wie vertraut mir das alte Haus wurde, streckten sich die Details schon in die vierte Dimension. Wer die Bewohner waren, wie sie den Lebensraum gefüllt haben, über mehrere Generationen.

Im Übergang zum zweiten Drittel beginnt sich ein zentrales Thema zu bilden: Erinnerung und die Kehrseite der Medaille, Vergessen. Durch das Haus und das verschlafene Dorf und auch durch die Beerdigung kommen alte Erinnerungen hoch, die jetzt nicht mehr ausschließlich im Haus spielen. Sie bekommen einen immer bittersüßeren Geschmack im Lauf der Geschichte und lassen Unheilvolles erahnen.
Gleichzeitig beginnt aber auch die Beziehung zum jungen Mann, den Iris als Kind gekannt hat – nach dem bekannten Muster: Sie fühlen sich einander hingezogen, können aber nicht zusammen sein, er ist doch ein Vampir ihr Anwalt, dann will der eine, aber der andere nicht, dann dreht sich das Ganze um, nur um dann doch zusammenzukommen. Dann kommen ein paar Szenen Unsicherheit, um dann beiläufig doch wieder zueinander zu finden.

Leider ist vieles im Buch etwas zu beiläufig. Selbst wenn ich die klischeehaftesten Stellen auslasse, haben mich Szenen, die im Nachhinein eigentlich ziemlich dramatisch und traurig hätten sein müssen, nicht gerade umgehauen. Und von der großen Frage über die Natur des Vergessens und dessen verschiedenen Formen habe ich im letzten Drittel nichts mehr mitbekommen. Wenigstens wurden alle Fäden am Ende zusammengefädelt. Aber auch hier ist für mich das Konzept besser als die Ausführung und der Abschluss war so rund, das er unbemerkt weggerollt ist.

Definitiv nichts für mich, aber trotz aller Schwächen kann ich mir die Geschichte für die richtige Leserschaft als genau das Richtige für Zwischendurch vorstellen.

Wegen der Erwachseneninhalte vielleicht erst ab 14 zu empfehlen.

Kurztipp

Spannung 1,5 / 5
Liebe 4 / 5
Schreibstil 4 / 5
Tiefsinn 2,5 / 5
Trauriges 2,5 / 5
Idee & Umsetzung 3 / 5
Charaktere 3 / 5
Lesespaß 2,5 / 5

Rezension von Ret

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Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken (von John Green)

J-Scribble mit Spirale!

Heute ist es soweit: Heute erscheint der neue Jugendroman von John Green, Autor von „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“, „Eine wie Alaska“, „Margos Spuren“ und mehr. 🖖

Ich hatte das Glück eine (handsignierte) Ausgabe auf Englisch zu erhalten. Und ich kann das Buch nur empfehlen. Über die deutsche Übersetzung mache ich mir nach TFioS keine Gedanken.

Inhalt: Aza Holmes, 16, kann ihren zwanghaften Gedanken nicht entkommen. Sie hat also genug (oder eigentlich: zu viel) mit sich selbst zu tun, aber als der Milliadär Pickett nach einem Skandal verschwindet, weiß sie, wie sie an Hinweise kommt, an die die Polizei nicht kommt. Das liegt u.a. daran, dass sie Picketts Sohn aus ihrer Kindheit kennt. Der will aber nicht, dass sein Vater gefunden wird. Die beiden kommen sich näher, aber Azas Gedankenspirale wird nicht gerade besser…

Jeder kann dir in die Augen schauen, aber es ist ziemlich selten jemanden zu finden, der die gleiche Welt sieht. Aber als Leser gelingt einem genau das.

Meine Meinung: Ich fand die anderen Bücher von John Green ganz OK, manche sind besser als andere. Dieses Buch ist anders. Es hat mich überrascht, aber es hat mir wirklich gefallen! Und ich kann von mir sagen, dass ich mit Azas Geisteszustand (oder -krankheit) rein gar nichts zu tun habe, trotzdem war es unglaublich einfach, mich in sie hineinzuversetzen. Ich habe das Gefühl, dass mein Bücherregal richtig bereichert wurde. 👏

Ich muss mich den deutschen Fans anschließen: Der deutsche Titel ist etwas unpraktisch, im Vergleich ist der englische Titel poetischer. Dafür ist das Cover schön.

John hat selbst OCD und weiß genau, wie sich Gedankenspiralen anfühlen und wie es sich anfühlt, nie sich selbst entkommen zu können.

Kurztipp

Idee & Umsetzung: redfull redfull redfull redfull redhalf 4,5/5
Ich würde fast schon sagen: bahnbrechend. Zwangskrankheiten wurden bestimmt in vielen Romanen schon beschrieben, aber John Green fädelt eine Alltäglichkeit, Menschlichkeit und Persönlichkeit ein, dass es leicht ist, sich in Aza hineinzuversetzen. Die Geschichte ist so… greifbar.
Personen: redfull redfull redfull redhalf fullbook 3,5/5
An sich waren die Personen klasse und realistisch. Ich ziehe widerwillig Punkte ab, weil mich die Zusammensetzung leicht an ein Klischee erinnert, selbst wenn es hier gut umgesetzt wurde.
Schreibstil: redfull redfull redfull redfull redfull 5/5
John Green hat einen schönen Schreibfluss, aber hier hat er sich selbst übertroffen. Was für Aza eine Gedankenspirale ist, die sich immer fester zuzieht, ist für mich hypnotisch gewesen; aalglatt konnte ich über die Seiten gleiten.
Viele verschieden Konzepte kommen zusammen, werden mal aus persönlichem Blickwinkel, mal mit leicht verständlichen Metaphern, Wikipedia- oder Blogeinträgen zum Leser gebracht; insgesamt ergibt sich ein sehr vollständiges Bild, das nichts verschönert, aber trotzdem ein Signal der Hoffnung ausstrahlt und nicht loslässt.
Geschichtsstrang: redfull redfull redfull redhalf fullbook 3,5/5
Bei nur einem überschaulichen Geschichtsstrang stellt sich immer die Frage, wie der Leser begeistert werden kann, grundsätzlich kann mit Spannung viel erreicht werden – und ich hätte mir persönlich mehr Action gewünscht – aber ich gehöre ja auch zu einer anderen Gruppe von Lesern. Stattdessen kommen hier Konflikte zu Einsatz, wobei ich vor allem vom druchgehenden internen Kampf mit sich selbst beeindruckt war.
Lesespaß: redfull redfull redfull redfull redhalf 4,5/5

DFTBA und :koalahug:

Ret

{Forum Lesen} Leserunde: Hallo Leben, hörst du mich?

Christine, ich und natürlich alle anderen, die jede Woche aufs Neue helfen, die Lese- und Schreibwerkstatt Wirklichkeit werden zu lassen, haben viele Ideen, die wir irgendwann gerne mal ausprobieren wollen. Heute schlagen wir zwei Fliegen mit einer Klappe!

  1. Endlich kommen wir dazu, eine Leserunde zu veranstalten! Die Mittwochsgruppe der Lese- und Schreibwerkstatt ließt gemeinsam ein Buch, Stück für Stück: Hallo Leben, hörst du mich? von Jack Cheng.Wer das Buch selbst hat, oder es sich noch besorgt, kann gerne mitmachen! Dazu lest ihr am besten Punkt 2:
  2. Forum Lesen ist ein längeres Projekt, das wir schon seit einiger Zeit planen. Hier werden wir versuchen, den verschiedenen Organisatoren, Projekten und Interessenten der Leseförderung eine Austauschmöglichkeit zu geben, Ideen zu sammeln und gemeinsam an Aktionen zu arbeiten. Die Leserunde ist die Gelegenheit, das Online-Forum zu testen! Hier geht es mit der Leserunde los!

Wir leben in interessanten Zeiten!

Ret

Septimus Heap – Magyk (von Angie Sage)

Diesen Buchtipp habe ich auf einem alten Stick gefunden. Ich habe euch die Staubschicht entfernt und den Tipp auf den Blog kopiert.

 

Das Buch: Silas Heap ist ein Magier – der siebte Sohn eines Magiers. Sein siebter Sohn Septimus verschwindet kurz nach seiner Geburt. Der siebte Sohn eines siebten Sohnes eines Zauberers verfügt über ungewöhnliche magische Kräfte. Ist der totgeglaubte Septimus deswegen entführt worden? In der Zwischenzeit wird das Findelkind Jenna aus Mitleid in die Familie Heap aufgenommen. Die von Menschen und Geistern bewohnte Burg, an der die Heaps leben wird von einem Wald voller magischer Wesen umkreist, Wendromen, Panzerkäfer, Wolverine, Hexen und viele andere. Als unter der tyrannischen Herrschaft der Königin das Zaubern verboten wurde, brachte Silas seinen Kinder das Zaubern bei. So färbten sich bei allen Kindern die Augen unter dem Einfluss der Magie grün – alle, bis auf Jenna. Nur die verschollene Prinzessin kann der Königin ihre Schranken weisen, wenn sie auf den Thron steigt. Bis aber herauskommt, wer die Prinzessin ist und wo Septimus steckt, müssen sich die Heaps und Jenna vor der Königin in Sicherheit bringen. Denn Jenna steht im Verdacht, die Thronerbin zu sein.

Die Autorin: Angie Sage, in London geboren, lebt als freiberufliche Illustratorin un Autorin in Cornwall. Sie studierte Grafikdesign und Illustration an der Art School in Leicester. Bislang vor allem durch Bilderbücher bekannt, legt sie mit Septimus Heap ihren ersten Roman vor. Inzwischen gibt es insgesamt vier Bände über den Zauberer Septimus Heap.

Meine Meinung: Wenn man in dieser magischen Welt die Geheimnisse lüften will, muss nicht nur dieses, sondern gleich alle Bücher lesen. Angie Sage baut Geheimnis um Geheimnis und Lösung um Lösung auf die vorherigen Bücher von Septimus Heap auf. Trotzdem erscheint jedes Buch vollständig. Genial. Außerdem ist die Reihe leicht und spannend geschrieben, mit einen Schuss Witz. Sie ist nicht nur für Kinder geeignet, sondern auch für alle Erwachsene, die ihre Fantasie fliegen lassen wollen.

Buchtipp von Ret

Indigo – Im Sog des Meeres (von Helen Dunmore)

Diesen Buchtipp habe ich auf einem alten Stick gefunden. Ich habe euch die Staubschicht entfernt und den Tipp auf den Blog kopiert.

 

Das Buch: Sapphires Leben war unbeschwert, bis ihr Vater verschwindet. Nach langer ergebnisloser Suche befindet man ihn für tot. Doch Sapphy und ihr Bruder Conor glauben nicht daran, sie wissen, ihr Vater ist nur verschollen. Doch wo könnte er sein? Ein Jahr vergeht, und Connor benimmt sich merkwürdig. Als das Meer eine Anziehungskraft auf sie ausübt und sie verbotenerweise allein schwimmen geht, sieht sie Conor mit einem jungen Mädchen reden. Als Sapphy für einen Moment wegschaut, ist das Mädchen verschwunden. Kurz darauf sieht sie den Bruder des Mädchens und erlebt eine Überraschung: Die untere Hälfte des Jungen ähnelt dem unteren Leib einer Seerobbe. Schon nach kurzer Zeit ist sie mit dem “Mer”-Jungen Faro auf Unterwasserreisen unterwegs. Doch diese Reisen sind gefährlich. Denn die Zeit verläuft unter Wasser anders als an Land und jedes Mal wird der Ruf des Meeres immer stärker. Weiß Granny Carne mehr? Und ist der Taucher Roger wirklich gefährlich für Indigo, die Unterwasserwelt?

Die Autorin: Helen Dunmore ist in Yorkshire geboren und lehrte in Finnlannd Englisch, bevor sie sich dem Schreiben zuwandte, Sie hat zahlreiche belletristische Romane, Kinder- und Jugendbücher, sowie Gedichtbände verfasst, die vielfach ausgezeichnet wurden.

Meine Meinung: Wer sich nicht durch durch den dramatischen Einband beeindrucken lässt, kann sich dennoch auf eine mitreißende Geschichte gefasst machen. Nicht nur, dass man wie Sapphy in das wunderbar beschriebene Wasserreich Indigo gezogen wird, die gefühlsvolle Geschichte um ihren verschollenen Vater und die trauernde Mutter lässt die Geschichte im realistischen Licht erscheinen. Auch die negative Sicht der Meeresbewohner auf die Menschen ist nachzuvollziehen, denn wir waren zum Meer nicht gerade freundlich. Nur eines enttäuscht: Das Geheimnis um den Vater wird nicht vollständig aufgelöst. Es lohnt sich aber vom ersten Band her, die Fortsetzung zu lesen.

Ab 12.

Zirkel (von Sara B. Elfgren)

Diesen Buchtipp habe ich auf einem alten Stick gefunden. Ich habe euch die Staubschicht entfernt und den Tipp auf den Blog kopiert.

 

Zirkel
Autor/en:  Sara B. Elfgren
Mats Strandberg
Verlag:  Dressler
Seitenzahl: 603
Altersempfehlung des Verlages: ab 14 Jahren

Inhaltsangabe:  Engelsfors- irgendein düsteres Kaff im Nirgendwo.  Das Zuhause von sechs Mädchen, die unglaublich verschieden sind. Eine Übergewichtige, eine Magersüchtige, ein Emo…

Gemeinsam müssen sie in einem Ort, in dem sich das Böse niedergelassen hat ihre Prophezeiung erfüllen und sich gleichzeitig mit den üblichen und unüblichen Problemen dieses Alters herumschlagen.

Doch das Böse weiß von ihnen, und es will jede einzelne von ihnen vernichten…

Persönliche Meinung: Dieses Buch hat mich gefesselt und verzaubert. Keine der Mädchen im Buch waren der typische Charakter. Jede von ihnen hatte eine sehr spezielle und besondere Persönlichkeit, ebenso wie verschiedene Sorgen und Hoffnungen.  Die Gestaltung des Bösen ist hier auf eine neue Art und Weise gelungen. Ich empfehle es jedem Leser, vor allem Mädchen in den schwierigsten Jahren, die man kennt.

Buchtipp von Omnia

Assalay – Das geheimnisvolle Amulett (von Tracey Mathias)

Diesen Buchtipp habe ich auf einem alten Stick gefunden. Ich habe euch die Staubschicht entfernt und den Tipp auf den Blog kopiert.

 

Das Buch: Im Land Assalay herrscht der tyrannische Monarchenbund der Lords der Freiheit, dreizehn Lords, die egoistisch für sich beanspruchen, was den Armen gehört. Nur eine Minderheit Reiche bleiben von ihnen verschont – wenn sie nichts Schlechtes über die Lords sagen. Doch von all dem bekommen Gaia, Tal und Jason zunächst nichts mit, wie auch, sie leben isoliert vom Rest des Landes auf den Berges. Ihre Probleme bestehen darin, dass sie den nächsten Winter überstehen und dass die Drachen nicht zu viele Ziegen teilen dürfen. Zu ihrem dreizehnten Geburtstag bekommt Gaia ein altes Erbstück von ihrer Mutter, ein Amulett. Gaia fült sich aus irgendeinem Grund mit diese Elfenbeintafel verbunden.

Als einer der Lords und dadurch später Sklaventreiber aber doch auf das Dorf in den Bergen aufmerksam werden, werden die Bewohner des Ortes als Sklaven verschleppt oder ans Existenzminimum getrieben. Auch Jason und Mai, Tals und Gaias Mutter, wurden verschleppt. So beginnt für Gaia und Tal eine Reise in das fremde und gefährliche Land. Ihre Hoffnung, ihre Mutter freikaufen zu können, ruht auf dem alten Amulett. Aber das ist, wie so vieles, von dem Monarchenbund auf Todesstrafe verboten worden.

Denn dieses Amulett ist der Schlüssel zum Umsturz der Lords.

Die Autorin: Tracey Mathias studierte Geschichte und reiste zunächst lange durch die ganze Welt, bevor sie anfing, als Lehrerin zu arbeiten. Sie lebt mit ihrem Ehemann und drei Kindern in London.

“Assalay“ ist ihr Debüt als Autorin.

Meine Meinung: Mit Assalay hat Tracey Mathias angefangen. Hoffen wir, dass sie nicht aufhört. Denn sie weiß, was der Leser begehrt: Spannung, Spaß und Helden. In diesem Fall kleine, mutige Helden, die wie jede andere Kinder Angst vor einer völlig neuer Umgebung haben, sich aber tapfer schlagen. Assalay unterscheidet sich – abgesehen von der Geschichte – kaum von unsere Mittelalter. Das Land ist weniger mystisch, als man nach den ersten 50 Seiten meinen könnte, Drachen spielen nur eine geringfügige Nebenrolle. Es bleibt das nächste Buch von Assalay abzuwarten…

Auf jeden Fall eine spannende Abenteuergeschichte ab 11 Jahren.

 

Mir hat die warme, poetische Sprache von Assalay sehr gefallen. Ein Debüt, dem ich vielen Lesern wünsche! – Isabel Abedi

Buchtipp von Ret

Per Anhalter duch die Galaxis (von Douglas Adams)

Diesen Buchtipp habe ich auf einem alten Stick gefunden. Ich habe euch die Staubschicht entfernt und den Tipp auf den Blog kopiert.

 

Das Buch: Arthur Dent ist, wie die anderen Erdbewohner, ahnungslos. Aber er hat Glück: Als sein Planet einer Umgehungsstraße Platz machen soll und zerstört wird, rettet ihn sein Freund Ford Perfect. Per Anhalter fliegen sie so mit häßlichen bürokratischen Außerirdischen, die die unerwünschten Gäste aber gleich ins All werfen. Das Unwahrscheinliche geschieht: Sie werden in letzter Sekunde von einem Raumschiff mit Unwahrscheinlichkeitsantrieb aufgefangen. Sie erfahren die Antwort auf das Leben, das Universum und allem – “42“ – und treffen auf einen Mann mit zwei Köpfen, eine Frau von der Erde, Marvin, den depressiven Roboter und einen fröhlichen Bordcomputer.

Meine Meinung: Nichts ist, wie es vorher war, wenn man die Bücher von Douglas Adams liest. Denn der Humorfaktor in diesem Buch ist so gewaltig, dass die Traurigkeit sich vor Scham hinter dem nächsten Planetoidengürtel versteckt und ganz mickrig dreinschaut. Alles, was man schon mal über literarische Werke gesehen hat, wirft man hier am besten gleich über Bord! Denn das ist etwas Neues, etwas durchgeknallt Geniales. Man braucht von Science Fiction keine Ahnung zu haben, auch nicht von allem anderen, man muss nur lachen können. Die Reihe ist außerdem noch spannend und leicht zu lesen geschrieben worden, was den Lesespaß gleich in das nächste Buch der Reihe katapultiert. Wenn man Sci-Fi mag: um so besser, das Buch wird den Geschmack treffen; wer sie nicht riechen kann, hat hier die Nase vorn, denn es ist auch eine Verspöttelung derselben. Alle anderen können sich an den unzähligen Wortspielen, Anspielungen auf Philosophie, Politik, Kritik, VIP, etc. erfreuen und versuchen, den Nachbar durch möglichst anhaltendes Dehnen des Zwerchfells aufzuschrecken.

Der Autor: Douglas Adams schuf die verschiedensten Manifestationen von Per Anhalter durch die Galaxis: die Radiosendungen, Romane, eine TV-Serie, Computerspiele, Theaterstücke, Comicbücher – und Badetücher. Dazu schrieb er die Dirk-Gentlyy-Romane und diverse Sachbücher. Weltweit hielt er Vorträge und war aktives Mitglied des Dian Fossey Gorilla Fund und von Save the Rhino International. Douglas Adams wurde in Cambridge geboren, mit seiner Frau und seiner Tochter lebte er in Ilsington bei London, bevor er ins kalifornische Santa Barbara übersiedelte, wo er 2001 überraschend starb. Nach Douglas Adams‘ Tod kam 2005 endlich die Kinoversion von Per Anhalter durch die Galaxis auf die große Leinwand.

Buchtipp von Ret

Das Orakel (von Catherine Fisher)

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Das Buch: Mirany hat es geschafft. Sie ist Priesterin im Tempel des als Gott verehrten Archon. Dort erfährt sie schreckliches: Die Hohepriesterin, die den Gott nicht versteht, wie sie es sollte,strickt ein Komplott gegen Archon. Denn er muss, nachdem sein alter Körper gestorben ist, sich in den Körper eines zehnjährigen Jungen wiedergebären. Doch anstatt sich die Mühe zu machen, den richtigen Jungen zu finden, hat die Hohepriesterin schon einen Jungen nach ihren Vorstellungen gefunden, den sie nach Belieben manipulieren kann. Mirany muss zusammen mit einem korrupten Schreiber und einem verrückten Musikanten dem Gott in den Tempel helfen, nur so kann die lange Trockenperiode wieder durch Wasser unterbrochen werden.

Die Autorin: Catherine Fisher wurde in Newport/Wales geboren. Sie arbeitete als Lehrerin und Archäologin, bevor sie begann fantastische Romane zu schreiben. Für ihre Kinder- und Jugenbücher wurde sie mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem walisischen Bücherpreis „Tir Na n’Og“. Das Orakel wurde für den  renommierten britischen Whitbread Children’s Book Award nominiert.

Meine Meinung: Durch die Vereinigung der altägyptischen und der altgriechischen Mythologie zusammen mit dem Eintritt des Unabdinglichen gelingt es Catherine Fisher, eine spannende Geschichte um drei Gottheiten zu erzählen. Zwischendurch erzählt auch der Gott selbst etwas über sich, wenn man ihn einen Gott nennen kann. Denn die Menschen nennen ihn einen Gott, und er akzeptiert es, aber er weiß nicht, ob er einer ist. Er weiß nur, er und sein Bruder kämpfen um die Wassergöttin, die den Menschen das Leben schenkt. Auch das Ende tritt unabdinglich ein, genauso wie das Lesen des Buch. Versucht gar nicht erst euch zu wehren.

Buchtipp von Ret

Galaxy Blues (von Alison Goodman)

Diesen Buchtipp habe ich auf einem alten Stick gefunden. Ich habe euch die Staubschicht entfernt und den Tipp auf den Blog kopiert.

 

Das Buch: In der Zukunft studiert die 17-jährige Joss am Zentrum für Zeitreisen in Melbourne. Ihre Mutter ist eine karrieresüchtige Reporterin, durch sie und ihr Geld konnte Joss auf die Universität, ihr Vater ist unbekannt, denn sie ist ein Comp-Kid, direkt aus der Petrischale. Als sie bei der Partnerwahl des Zeitreiseprogramms erscheint, erlebt sie eine Überraschung: Es soll jemanden ein außerirdisches Wesen von Chorian zugeteilt werden. Und gleich darauf folgt die nächste Überraschung, denn sie ist es, die der Chorian auswählt. Mavkel hat nämlich seinen Zwillingspartner verloren, ohne den er eigentlich nicht überleben kann. Damit er es doch kann, braucht er die telepathische Unterstützung von Joss. Doch die weiß absolut nicht, wie das gehen soll. Außer Telepathie entwickeln sich auch noch andere Probleme. Der Direktor der Universität will Joss loswerden, Joss und Mavkel werden in einem Hochsicherheitsgebäude beschützt und die Kulturgemeinsamkeit zwischen Mensch und Chorian ist so eine Sache.

Meine Meinung: Ich weiß. Das hört sich jetzt nach einem langweiligen Buch an, das irgendeine Zukunft beschreibt. Ganz falsch. Die Handlung findet zwar definitiv in der Zukunft statt, aber sie könnte genauso in unserer Zeit spielen. Die Detailarbeit der Autorin ist bemerkenswert, das Buch ist witzig, es ist spannend und witzig, man begibt ich mit Joss auf eine Suche auf einem Weg, der viel Vertrauen abverlangt und Intoleranz birgt. Oh, habe ich schon erwähnt, dass es witzig ist? Es ist jedenfalls eines der besten Bücher, die ich gelesen habe und ich werde es noch einmal lesen.

Die Autorin: Alison Goodman lebt in Melbourne, Australien, und unterrichtet Creative Writing an der Deakin Univerity. Sie liebt Goldfische und ist Allergisch gegen Schockolade. Ihre Ideen fürs Schreiben entwickelt sie beim Spazierengehen. Dabei denkt sie sich intensiv in ihre Figuren hinein und spricht Dialoge laut vor sich hin. Damit hat sie schon so manchen Jogger erschreckt.

Alison Goodman hat bereits einige Kurzgeschichten publiziert. Galaxy Blues ist ihr erster Roman. Er wurde in Australien und den USA schon mehrfach ausgezeichnet.

 

„Die 17jährige Joss erzählt so spannend, dass sie die Luft zum Knistern bringt. Man wird diese Geschichte einer galaktischen verschwörung gerne ein zweites Mal lesen – nicht nur um all der tiefsinnigen Details willen, sondern auch weil das Lesen einfach Spaß macht.“

Publishers Weekly

Buchtipp von Ret