Schlagwort-Archive: geister

Geisterbogglen

Nein, leider haben wir noch keine eigene Version für Boggel erfunden. Dafür haben wir Geister gebastelt. Zum Teil wurden Geisterportraits gestaltet wie wir es vor einiger Zeit mit Drachen gemacht hatten:

Gespenst

Aber andere werden Samstag wiederkommen, um das weiterzumachen, was sie heute angefangen haben: Karton-Geister. Ob Gruselschloß, verspuktes Schlafzimmer oder alte, verlassene Hütte, wir bauen unserem Gespenst ein Wohn- und Spukort aus Schuhkartons.

Hinterher wurde festgestellt: Einige kannten Boggle noch nicht! Dieses Problem wurde behoben. Und, je nachdem in welchem Alter die Leseratten der nächsten Samstagsgruppentreffen sind, werden wir das Spiel auch den jüngeren LSWlern beibringen. Denn die Boggleneulinge wollten nicht aufhören, bis die Zeit um war.

Memory – Stadt der Träume (von Christoph Marzi)

Memory – Stadt der Träume
von Christoph Marzi
Arena (September 2011)
320 Seiten
ISBN: 978-3-401-06622-6
Ab 12 Jahre

Inhalt:
Highgate Cemetery, London, eine Stunde vor Mitternacht. Geister sind Träume vom Leben und eigentlich ganz nette Kerle. Jude Finney ist der einzige, der sie sehen kann. An dieser Nacht findet er auf dem Friedhof ein Mädchen. Obwohl sie ein Geist zu sein scheint, ist sie warm.
Das geheimnisvolle Mädchen hat ihre Erinnerung verloren und weder die Geister des Friedhofs noch die Füchsin wissen, was sie ist. Da sie „ihre Geschichte verloren hat“ und sie wiederfinden muss, wird sie Story genannt. Mit der Hilfe vom mausgrauen Jungen Jude findet sie heraus, dass sie noch am Leben ist und dass sie sich beeilen müssen, wenn sie zurück in ihren Körper will. Doch nicht nur sie ist in Gefahr, geheimnisvolle Gesichtslose tauchen auf und wollen den Geistern an den Kragen – ganz London ist in Gefahr.

Meine Meinung:
Marzi hat mal wieder Jugend-Fantasy gezaubert. Sehr gut.

Anfangs hatte mich das Buch abgeschreckt, Gründe gab es viele: Es ist wie Heaven – Stadt der Feen von Christoph Marzi gestaltet, ein sehr schöes Buch, dessen Ende ich mir aber bewahren wollte; es spielt sogar in London, wie Heaven; ich war schon oft von Geistergeschichten enttäuscht worden. Auch während der Lektüre gab es einige Stellen, die mich sehr an andere Geschichten erinnert (die traurigen Engel sind den Wheeping Angels aus der Fernsehserie Doctor Who ähnlich – kein Wunder, da Christoph Marzi die Serie mag; der Straßenmaler Van Dyck ist eindeutig dem Schauspieler Dick van Dyke in seiner Rolle als Bert in Mary Poppins nachempfunden – ebenfalls eine Inspiration, die schon bei Heaven bemerkbar war; „Kitsune“, die Fuchsgeister waren mir seit einiger Zeit ebenfalls ein Begriff). Doch diese kleine Einflechtungen, die im Nachhinein sehr schön geworden sind, machten gar nichts:

Nachdem ich den Prolog gelesen hatte, war ich wieder einmal von der beinahe poetischen Beschreibung gefangen. Gleichzeitig bemerkte ich schon während der ersten Kapitel, dass die Figuren  wunderbar authentisch handelten und dass sich die dunkle und  verzauberte Atmosphäre typisch Marzi-haft durch das ganze Buch  hindurchzieht – nicht gruselig, aber gefährlich genug um Kindern etwas Angst einzuflößen. Zahlreiche Details und Beschreibungen der Geschichte der jeweiligen Orte verstärken den Eindruck tatsächlich in London zu sein, eine an sich schon eindrucksvolle Stadt, die durch die Geister auf eine merkwürdig angenehme Weise lebendig wird.
Aus der Sicht des eigentlich ganz normalen Jungen Jude kann man die alten Friedhöfe ganz anders als in den Reiseführern betrachten und das Mysterium um das Mädchen ohne Geschichte lösen.

Ret Samys, 19

Das Geheimnis des wandelnen Schlosses (von Eva Ibbotson)

Das Geheimnis des wandelnen Schlosses
von Eva Ibbotson
Dressler; Auflage: 3., Aufl. (1. Februar 2005)
190 Seiten
978-3791510101
von 10 bis 12 Jahre

Inhalt:
In dem Buch „Das Geheimnis des Wandernden Schlosses“ von Eva Ibbotson geht es um den zwölfjährigen Alex, der von seinem Onkel Mr. McBuff ein Schloss erbt. Da Alex bei seiner armen Großtante aufwuchs, da seine Eltern bei einem Segelunfall gestorben waren, als er sechs Monate alt war, musste er das Schloss verkaufen, um seiner Tante das Leben zu erleichtern.
Schon bald meldet sich ein Millionär, der das Schloss kaufen will, um sich dort um seine Tochter Helen kümmern will, da diese erkrankt war.
Da es aber in diesem alten Gemäuer Gespenster gab, durften diese nicht mehr im Schloss wohnen. Alex versucht daraufhin seinen Kameraden eine Bleibe zu finden. Doch dort bleiben sie nicht lange und folgen ihrem alten Zuhause, da es Stein für Stein abgebaut wird und nach Texas verschifft wird, wo es wieder aufgebaut wird.
Sie treffen Alex wieder in Texas nahe dem wiedererbautem Schloss.
Dann wird auch noch Helen entführt. Alle sind in großer Aufruhr. Aber die Geister wollen unbedingt mithelfen. Mit Geistern haben die Entführer jedoch nicht gerechnet…

Eigene Meinung:
Wenn man ein geisterhaftes Vergnügen sucht, ist man hier genau richtig. Ohne zu übertreiben, ist es eine rührende Geschichte über Freundschaft, Liebe und den Mut, etwas zu verändern. Ich empfehle dieses Buch für Kinder ab 8 Jahren.

Die Autorin:
Eva Ibbotson wurde 1925 in Wien geboren. Sie machte erst als Wissenschaftlerin Karriere, heiratete einen Kollegen und bekam 4 Kinder. Erst als ihr jüngster Sohn in die Schule kam begann sie als Autorin. Sie schrieb erst Kinder- und Jugendbücher und erst später schrieb sie Bücher für Erwachsene. Heute hat sie ein Internationales Ansehen und in Deutschland wurde sie mit dem Buch „Die Morgengabe“ bekannt.