Schlagwort-Archive: gambia

Jahresschreiber (10/52): Weltenwochen: Afrika

jahresschreiber10

Hallo liebe Jahresschreiber!

In diesen paar Wochen unseres Challenges geht es auf Weltreise. Es geht weiter mit dem Kontinent Afrika. Ägypten mit den Pyramiden kennt ihr bestimmt, aber da gibt es noch viel mehr Länder. In letzter Zeit hat die Lese- und Schreibwerkstatt viel mit der Elfenbeinküste zu tun, denn dort haben wir mit einem Deutschclub eine Brieffreundschaft angefangen. Unten findet ihr eine Liste aller Länder in Amerika (Quelle: Wikipedia).

Staat Hauptstadt Flagge
Afrikanische Union Addis Abeba Afrikanische Union
Ägypten Kairo Ägypten
Algerien Algier Algerien
Angola Luanda Angola
Äquatorialguinea Malabo Äquatorialguinea
Äthiopien Addis Abeba Äthiopien
Benin Porto Novo Benin
Botswana Gaborone Botswana
Burkina Faso Ouagadougou Burkina Faso
Burundi Bujumbura Burundi
Dschibuti Dschibuti-Stadt Dschibuti
Elfenbeinküste Yamoussoukro Elfenbeinküste
Eritrea Asmara Eritrea
Gabun Libreville Gabun
Gambia Banjul Gambia
Ghana Accra Ghana
Guinea Conakry Guinea
Guinea-Bissau Bissau Guinea-Bissau
Kamerun Yaoundé Kamerun
Kap Verde Praia Kap Verde
Kenia Nairobi Kenia
Komoren Moroni Komoren
Kongo, Demokratische Republik Kinshasa Demokratische Republik Kongo
Kongo, Republik Brazzaville Republik Kongo
Lesotho Maseru Lesotho
Liberia Monrovia Liberia
Libyen Tripolis Libyen
Madagaskar Antananarivo Madagaskar
Malawi Lilongwe Malawi
Mali Bamako Mali
Marokko
ohne Westsahara (EH)
Rabat Marokko
Mauretanien Nouakchott Mauretanien
Mauritius Port Louis Mauritius
Mosambik Maputo Mosambik
Namibia Windhoek Namibia
Niger Niamey Niger
Nigeria Abuja Nigeria
Ruanda Kigali Ruanda
Sambia Lusaka Sambia
São Tomé und Príncipe São Tomé São Tomé und Príncipe
Senegal Dakar Senegal
Seychellen Victoria Seychellen
Sierra Leone Freetown Sierra Leone
Simbabwe Harare Simbabwe
Somalia
mit Somaliland
Mogadischu Somalia
Südafrika Pretoria Südafrika
Sudan Khartum Sudan
Südsudan Juba Südsudan
Swasiland Mbabane Swasiland
Tansania Dodoma Tansania
Togo Lomé Togo
Tschad N’Djamena Tschad
Tunesien Tunis Tunesien
Uganda Kampala Uganda
Westsahara El Aaiún Westsahara
Zentralafrikanische Republik Bangui Zentralafrikanische Republik

Beiträge bitte an info@lese-schreibwerkstatt.de oder über unser Formular. Was wir brauchen:

  • den Beitrag
  • euren Namen
  • euer Alter
  • ob wir euren Text auf den Blog stellen dürfen.

Wenn ihr wollt außerdem noch:

  • dass ihr euren Namen voll ausgeschrieben haben wollt
  • euer Lieblingsland in Afrika

Worum geht’s?

Jede Woche am Mittwoch erscheint hier auf dem Blog der Lesenische ein neues Thema, zu dem ihr etwas schreiben könnt. Manchmal sind es allgemeine Schreibanlässe, zu denen ihr euch alles Mögliche ausdenken sollt. Manchmal sind das aber auch kleine Aufgaben, die ihr in eure eigenen Texte einfließen lassen könnt.
Eure Beiträge werden dann hier auf dem Blog der Lesenische veröffentlicht – außer, ihr wollt das nicht.

Wie alt muss ich sein?

Das Alter ist egal. Kein Erwachsener ist zu alt, kein Kind zu jung. Wir sind gespannt, wer alles mitmacht.

Was kann ich schreiben? Wie viel soll ich schreiben?

Unser Ziel ist es, euch jede Woche zum Schreiben zu bringen. Was oder wie viel ist eure Sache. Hauptsache ihr gebt euch Mühe. Wir suchen Kurzgeschichten, Gedichte, lange Erzählungen, schöne Sätze, Märchen, neu erfundene Witze und vieles, vieles mehr.

Für die älteren Schreiber gilt: Bitte haltet eure Texte jugendfrei, sonst können wir sie nicht veröffentlichen.

Was ist ein Challenge?

Challenge kommt aus dem Englischen und bedeutet übersetzt Herausforderung. Wir fordern euch also heraus: schreibt! Schreibt ein ganzes Jahr lang!

Muss ich jede Woche mitmachen?

Nein. Alles ist freiwillig. Wir freuen uns über Beiträge von Leuten, die viel oder auch sehr wenig schreiben. Außerdem ist es egal, wann ihr für welche Woche mitmacht. Ihr könnt sofort anfangen oder uns eure Texte zwei Jahre später zuschicken, das ist völlig egal.

Kann man was gewinnen?

Ihr könnt eine Kleinigkeit gewinnen. Was genau ihr gewinnen könnt, erzählen wir euch spätestens in der Hälfte des Challenge, also in der 26. Woche am 16. September 2015.

Gewinner werden diejenigen, die die meisten Wochen mitgemacht haben; bei Gleichstand wird ausgelost. Außerdem müssen sie in Deutschland leben, sonst können wir die Preise nicht verschicken.

Ich kann noch nicht so gut schreiben

Das macht nichts. Wenn ihr wollt, berichtigen wir gerne die gröbsten Fehler in euren Texten.
Leider müsst ihr eure Texte aber selbst schreiben und uns zuschicken oder euch von jemandem dabei helfen lassen. Fragt doch mal eure Eltern.

Wann geht’s los?

Beginn: 25. März 2015
Letzte Woche: 16. März 2016
Einsendeschluss zum Preisgewinnen: 30. März 2016 – die Gewinner werden bis spätestens 30. April bekanntgegeben
Ende: niemals – wenn ihr wollt, veröffentlichen wir alle eure Texte bis wir umfallen

Kleinigkeiten

Einsendungen können in der Regel über Mail an info@lese-schreibwerkstatt.de oder über unser Formular eingereicht werden.
Ausgeschlossen vom Gewinn, aber nicht von der Teilnahme, ist das Betreuerteam der Lese- und Schreibwerkstatt. =P Da wir die Preise nur deutschlandweit verschicken, ist der Gewinn begrenzt auf Deutschland.
Alle Mailadressen und zusätzliche persönliche Daten werden vertraulich behandelt und nur im Rahmen des Challenge bearbeitet. Das Urheberrecht und alle sonstigen Rechte an den Texten verbleibt bei den Autoren, die Einsendungen werden nur mit Genehmigung der Teilnehmer veröffentlicht. Namen werden nur mit Genehmigung vollständig angegeben.
Das Challenge wird erstellt und verwaltet von der Lese- und Schreibwerkstatt Nalbach.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

 

Viel Spaß! Für nächste Woche müsste sogar eine Kuwait gehen, um alles zu durchlaufen. Mehrere Malé. Ihr Bagdad bestimmt!

E-Mails aus Afrika (von Sigrid Heuck)

E-Mails aus Afrika
von Sigrid Heuck
Thienemann Verlag 2007
143 Seiten
Gebundene Ausgabe 9,90 €
ISBN-13:978-3-522-17950-8
ab 10 Jahre

„Das Buch E-Mails aus Afrika“ von der bekannten Kinder- und Jugendbuchautorin Sigrid Heuck entführt die Leser nach Gambia, dessen Einwohner von einer gefährlichen Krankheit heimgesucht werden.

Lilli ist enttäuscht. Ausgerechnet jetzt muss ihr Vater, ein Wissenschaftler, nach Gambia reisen, um dort eine Mückenart zu erforschen, die eine schlimme Krankheit unter der Bevölkerung auslöst. Dabei wollte er sie doch an ihrem ersten Tag an der neuen Schule begleiten! Immerhin verspricht Papa, ihr viele, viele E-Mails aus Afrika zu schicken. Und die lesen sich spannend wie ein Abenteuerroman! (Klappentext)

Lillis Vater ist Entomologe, das bedeutet, dass er Insekten erforscht. Sein Beruf zwingt ihn nun dazu, für einige Monate nach Gambia zu reisen und dort Forschungen über eine Mückenart anzustellen, die bei den Menschen für eine furchtbare Krankheit verantwortlich ist. Lilli ist deswegen sehr enttäuscht. Gerade steht der erste Schultag auf dem Gymnasium bevor, und da ihr Mutter vor einigen Jahren gestorben ist, fühlt sie sich nun erst einmal ganz schön im Stich gelassen. Doch Lillis Vater verspricht ihr, per E-Mail mit ihr in Kontakt zu bleiben und ihr so oft wie möglich zu schreiben. So entsteht zwischen Vater und Tochter ein spannender, abenteuerlicher E-Mail-Austausch. Gegenseitig schreiben sie von ihren Alltagserlebnissen, nehmen Anteil an den Erfahrungen des anderen und warten gespannt auf die jeweilige Antwort. Lilli erzählt von ihrer neuen Schule, ihrer Formel-1-süchtigen Großmutter, Lillis Vater erzählt von einem kleinen Mädchen namens Almesi, welches an der Krankheit die er erforscht, erkrankt ist, und nun auf Medizin hofft. Durch Almesis Schicksal verfolgt Lilli gespannt, wie ihr Vater versucht, den Menschen durch seine Forschungen weiterzuhelfen. Wird es Lillis Vater gelingen, ein Mittel gegen die Flussblindheit zu finden? Wird Lilli sich in ihrer Klasse einleben? Wenn euch die Antwort auf diese Fragen interessiert und ihr gerne etwas über fremde Kulturen erfahren wollt, dann solltet ihr dieses Buch unbedingt lesen!

Die Geschichte von Lilli und ihrem Vater spielt sowohl in Deutschland als auch in Afrika. Durch die E-Mails der beiden wird die räumliche Entfernung leicht überwunden. Doch der Alltag, in dem sich die beiden befinden, könnte nicht verschiedener sein und der kulturelle Gegensatz zwischen den beiden Ländern kann nicht so leicht überwunden werden. Lillis Alltag wird vielen Leser ganz selbstverständlich und normal erscheinen. Wenn Lillis Vater Hanno aber erzählt, wie es ihm in Afrika ergeht, dann ist das sehr exotisch und fremd. Das Leben in Afrika läuft nach ganz anderen Regeln ab. Die Menschen sind arm und die medizinische Versorgung schlecht. Wer Hilfe braucht, muss weite Strecken auf sich nehmen und benötigt Geld, dass die Menschen hier häufig nicht haben. Dennoch verzweifeln die Menschen nicht, sondern machen das Beste aus der Situation. Spielzeug für die Kinder wird selbst hergestellt, und wenn es drauf ankommt, packen alle zusammen mit an. Die Gemeinschaft spielt im Alltagsleben eine ganz besondere Rolle.

„E-Mails aus Afrika“ ist ein gelungenes Buch aus der Feder von Sigrid Heuck, die sich schon in mehreren ihrer Jugendbüchern mit dem Alltag in fernen Ländern beschäftigt hat. Auch hier entführt sie den Leser in einen ihm fremden Alltag. Durch Lillis Beschreibungen ihres Lebens erfährt der Leser aber gleichzeitig auch viel Vertrautes. Wenn Lilli von der Situation in ihrer Klasse erzählt, und davon dass ihr Freund Aki wegen seiner Hautfarbe ausgeschlossen wird, dann spricht Heuck damit ein Thema an, das viele Leser in solcher oder ähnlicher Form schon einmal in ihrer unmittelbarer Umgebung beobachtet oder sogar erlebt haben. Durch den ständigen Wechsel der Erzählperspektive wird die Geschichte für den Leser sehr kurzweilig und spannend zu lesen. Man möchte mehr über Lillis Geschichte erfahren, beispielsweise ob es ihr gelingen wird, sich in die neue Klasse zu integrieren. Auf der anderen Seite fiebert man mit Lillis Vater mit, der in Afrika so manches Abenteuer besteht und ihr dann auch immer wieder von Almesis Schicksal berichtet. Durch das Mitgefühl, dass Lilli für Almesi empfindet, wird eine Verbindung zwischen den beiden Lebenswelten geschaffen, was ich persönlich sehr spannend fand. Zudem erfährt man aber auch sehr viel über Afrika und seine Menschen. Besonders intensiv wird man mit dem Krankheitsbild der Flussblindheit konfrontiert und wie diese das Leben der von ihr betroffenen Menschen bedroht und verändert. Sigrid Heuck zeigt aber auch einen Weg auf, den Menschen in Afrika zu helfen. Zum einen durch Forschung und medizinische Hilfe direkt vor Ort, zum anderen aber auch durch Hilfe zur Selbsthilfe. Das erfahren wir durch Almesis Mutter, die Stoffreste benötigt, um dann daraus Puppen anzufertigen, durch deren Verkauf sie wiederum Geld für Arzneimittel bekommt. Gerade durch diese vielen Informationen, die der Vater Lilli in seinen Mails gibt kann man sehr viel lernen, ohne dabei belehrt zu werden. Man erfährt sehr viel von Afrika und den Menschen und wird über das ein oder andere sehr viel nachdenken. Die Mischung aus interessanten und für die meisten Leser neuen Fakten und die schön zu lesende, spannende Geschichte sorgen dafür, dass beim Lesen die Zeit verfliegt und man den Kontakt zwischen Vater und Tochter neugierig bis zum wunderschönen Ende mitverfolgt.

Rezensiert von Christine Sinnwell-Backes