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Ein gebasteltes Sterne-Lesezeichen und in Korken, der als Stern-Stempel umgebastelt wurde

Bundesweiter Vorlesetag

Hallo meine lieben Leseratten,

am 20.11.2020 ist ein besonderer Tag: der bundesweite Vorlesetag. Im Video erzähle ich euch ein wenig dazu und lade euch auch dazu ein, selbst aktiv zu werden.

Außerdem haben zwei Betreuer einen Buchtipp für euch und verraten euch, welche Bücher sie euch empfehlen.

Schaut euch gleich das Video an.

Basteln

Ein gebasteltes Sterne-Lesezeichen und in Korken, der als Stern-Stempel umgebastelt wurde

Hier zeige ich euch noch einmal den Moosgummistempel mit einem Beispiel-Lesezeichen.

Schritt für Schritt-Anleitung:

Zuerst schaust du, wie groß deine Korkenoberfläche ist. Passend dazu schneidest du dir eine kleine Form aus. Sterne, Herzen oder einfache Kreise bieten sich an.

Mit Flüssigkleber klebst du die ausgeschnittene Form auf das flache, runde Ende des Korkens und lässt den Kleber vollständig trocknen.

Schneide oder reiße dir in der Zeit euer Wunschpapier zurecht, so dass es gut aufs Lesezeichen passt.

Einfärben kannst du deinen Stempel mit Filzstiften. Auch Fingerfarben, Acrylfarben und ähnliche Farben funktionieren. Mit Filzstift geht es aber besonders einfach.

Nach dem Einfärben kannst du dein Blatt dann bestempeln. Hier ein kleiner Tipp: ich stempel immer mehrmals hintereinander, dann gibt es hellere und dunklere Abdrücke.

Wer mag, kann auch noch mit Finliner seine Stempelmotive verzieren.

Nun noch eine Kordel ans Lesezeichen binden (zum Lochen könnt ihr einen Locher oder eine Lochzange benutzen) und fertig ist das Lesezeichen.

Die Anleitung für das gefaltete Lesezeichen haben wir hier entdeckt:

Ich würde die Lesezeichen allerdings am Ende nicht noch auf einen Karton aufkleben.

In einer schnelleren Version findet ihr sie hier noch einmal:

https://www.youtube.com/watch?v=xGLXO9xur18 (Ich persönlich musste allerdings den Ton ausmachen, die Musik hat mich in den Wahnsinn getrieben!)

Vorgelesen

Und wer mag, hört sich nun ein Stück aus eurem Buch an:

Buchcover-Raten

Bei diesem Quiz-Spiel geht es darum, das Buch zu erraten, wenn man nur das Umschlagbild sieht. Deswegen darf natürlich nicht der Name des Buchs auf dem Bild zu sehen sein – also werden wir kreativ und malen das Bild ab. Hier sind ein paar Buchcover – mal sehen, ob ihr die Namen dazu erraten könnt. Klickt auf die Auswahlmöglichkeiten und ihr erfahrt es:

Die Wilden Kerle
Richtig!
Die Insel
Leider falsch.
Krabat
Leider falsch.
Der kleine Prinz
Leider falsch.
Momo
Richtig!
Eragon
Leider falsch.
Catweazle
Leider falsch.
Der Herr der Ringe
Leider falsch.
Die kleine Hexe
Richtig!
Night School
Leider falsch.
Momo
Leider falsch.
Wilbur und Charlotte
Leider falsch.
Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch
Richtig!
Harry Potter und der Gefangene von Azkaban
Leider falsch.
Molly Moon
Leider falsch.
Nach dem Sommer
Leider falsch.
Der Räuber Hotzenplotz
Richtig!
Emil und die Detektive
Leider falsch.
Löcher
Leider falsch.
Die Kinder des Dschinn
Leider falsch.

Der Struwwelpeter
Richtig!
Der Herr der Diebe
Leider falsch.
Silber – das erste Buch der Träume
Leider falsch.
Vom Hundertjährigen, der aus dem Fenster stieg und verschwand
Leider falsch.
Tintenherz
Richtig!
Die Entdeckung des Hugo Cabret
Leider falsch.
Die Brüder Löwenherz
Leider falsch.
Die Mitternachtkatze
Leider falsch.
Harry Potter und der Stein der Weisen
Richtig!
Max und Moritz
Leider falsch.
Bis(s) zum Morgengrauen
Leider falsch.
Peterchens Mondfahrt
Leider falsch.
Das doppelte Lottchen
Richtig!
Hanni und Nanni
Leider falsch.
Freunde
Leider falsch.
Die Insel
Leider falsch.
Greg’s Tagebuch
Richtig!
Nerd forever – Im Würgegriff der Schule
Leider falsch.
Sophiechen und der Riese
Leider falsch.
Die unendliche Geschichte
Leider falsch.

Helft uns doch, das Spiel mit neuen Bildern zu erweitern! Schnappt euch euer Lieblingsbuch, malt das Bild ohne Titel und Autorennamen ab und schickt uns das Ergebnis zu. Das gesamte Spiel mit (im Moment noch) 92 Bildern stellen wir dann auf www.lese-schreib-werkstatt.de/spiel/cover zusammen.

Viel Freude beim Nachmachen!

Christine und die Betreuer der Lese- und Schreibwerkstatt

Von Müllbergen und einem ungewöhnlichen Orchester

So viel Müll

Heute dreht sich bei uns alles um Müll. Denn ehrlich: davon gibt es leider viel zu viel auf dieser Welt und weil uns das Thema sehr wichtig ist, möchten wir euch heute mitnehmen auf eine riesige Müllkippe und euch ein tolles Projekt aus Südamerika vorstellen.

Wir möchten mit euch musikalisch werden und dazu unsere eigenen Instrumente bauen. Ein Quiz erwartet euch und ein wirklich wunderbarer Buchtipp.

Im Video erzähle ich euch ganz genau, was euch in der heutigen Gruppenstunde erwartet. Seid ihr gespannt?

Im Video habt ihr es gehört: das Müllorchester hat es mir wirklich angetan. Ich bin sehr beeindruckt von den Schülerinnen und Schülern und ihrem engagierten Lehrer. Wenn ihr hören wollt, wie das Orchester live klingt oder wenn ihr ein wenig mehr über das Projekt erfahren wollt, dann schaut euch das Video an, das wir hier für euch verlinkt haben:

https://www.daserste.de/information/politik-weltgeschehen/weltspiegel/videos/paraguay-das-muellorchester-100.html

Ziemlich beeindruckend, oder?

Musik aus Müll

Wie wäre es, wenn ihr nun eure musikalischen Fähigkeiten im Bereich der Müllinstrumente testet? Wir haben für euch Rhythmen aufgenommen, die ihr mit euren Instrumenten einmal nachmachen könnt. Klappt es? Oder wollt ihr selbst mal einen Rhythmus erfinden? Schickt uns doch gerne ein kleines Video oder eine Tonaufnahme an info@lese-schreib-werkstatt.de oder in unsere WhatsApp-Gruppe. Wir sind gespannt, was euch einfällt.

Und apropos einfällt: lasst euch doch selbst ein Müllinstrument einfallen. Schaut doch mal, was es bei euch an Abfall gibt, der vielleicht noch für ein Instrument taugen würde.

Umweltquiz

Quiz dich schlau! Wie gut kennst du dich zum Thema Müll aus? Und wie kannst du die Umwelt schützen? Wir haben das Buch „So viel Müll“ nach spannenden Fakten durchstöbert um dir einige knifflige Fragen zu stellen.


Quiz online spielen
| Quiz als PDF |
Auf Kahoot! spielen

Das Lösungswort zur PDF-Ausgabe findest du, wenn du die ganze Box markierst:

ENTSORGUNG ist richtig – MÜLLTONNEN und WERTSTOFFE sind falsche Fährten

 

Bücher zu verlosen

Das Buch So viel Müll! ist so toll, und wir verlosen es insgesamt zweimal. Ihr habt zwei Möglichkeiten, ein Exemplar zu gewinnen:

  • Schickt uns ein Bild, ein Video oder eine Tonaufnahme (oder gleich alles zusammen) von eurem Musikinstrument, das ihr aus Müll gemacht habt
    oder
  • Schickt uns eure Idee, oder euren Vorsatz, wie wir als Menschheit Müll vermeiden können

Der Beitrag kann uns über die WhatsApp-Gruppe, über die Kommentare im Blog oder über info@lese-schreib-werkstatt.de zugeschickt werden. Mit etwas Glück seid ihr dann einer der beiden Gewinner!

Wir senden euch ein Lächeln!

Christine und die Betreuer der Lese- und Schreibwerkstatt

Das Kaninchenrennen (von Boris Koch)

Ein cleveres Buch über die scheinbar kleinen Ungerechtigkeiten. Und spannend bis zum Schluss!

Die Kleinstadt Niederrhode könnte verschlafen langweilig sein, aber stattdessen dreht sich hier alles um Kaninchen und das jährliche Kaninchenrennen. Dadurch wird einiges ziemlich schräg und einmal im Jahr drehen alle durch, den alle 10-jährige bekommen ein Kaninchen und natürlich wollen sie im Kaninchenrennen gewinnen. So auch Tim… aber durch eine Reihe von Missgeschicken bekommt er ein dreibeiniges Kaninchen! Wie soll er da nur gewinnen? Langsam lacht ihn die ganze Stadt aus, denn es gibt da noch die Geschichte seines Vaters. Aber Tim gibt nicht auf und zusammen mit seinen neuen Freunden Pascal und Lissy bereitet er sich auf das Rennen vor…

Kurztipp

 

Idee & Umsetzung:  redfull redfull redfull redfull redfull 5/5
 Viele Geschichten, die „Probleme“ behandeln, haben normalerweise das „Problem“ thematisch stark im Vordergrund – und solche Bücher sind wichtig, aber sie können zäh werden. Hier sind die verschiedenen Umstände, die von der Gesellschaft abgelehnt werden, eher ein fester Bestandteil einer sonst sehr rebellischen Geschichte und es spielt fließend in die Situation ein. Ich bin beeindruckt.

Wenn Kaninchen so wichtig werden wie in dieser Geschichte, dann spielt es nicht wirklich eine Rolle, ob man ein Junge oder ein Mädchen ist – aber Traditionen sehen das vielleicht anders, denn Mädchen bekommen nur Zwergkaninchen. Ein Grund mehr, sich verbissen zur Ziellinie vorzukämpfen. Wenn Gewinnen so wichtig ist, wie herausfordernd ist es dann, gar nicht mitzumachen? Wenn jeder meint, dass drei Beine für ein Kaninchen nicht ausreichen und deswegen noch mehr Hindernisse erstellen, ist das gerecht?

Personen: redfull redfull redfull redfull fullbook 4/5
 Starke Figuren. Die beste Eigenschaft ist hier aber eine, die sich in den wenigsten Kinderbüchern richtig findet: sie entwickeln sich und sie ändern ihre Meinung – und vor allem der Held der Geschichte. Sie stellen erfolgreich Dinge in Frage und irren sich manchmal. 👏
Schreibstil: redfull redfull redfull redfull fullbook 4/5
Weltenbau: redfull redfull redfull redfull redhalf 4,5/5
Niederrhode ist eine etwas merkwürdige Stadt, aber sie ist von hinten nach vorne durchdacht. Seit die Stadt vor 400 Jahren durch das unbekannte Kaninchen auf eine Gefahr aufmerksam geworden ist, durchdringen Kaninchen und das Rennen das alltägliche Leben, die Regeln, den Unterricht und das Denken der Bewohner.
Am Ende hatte ich richtig das Gefühl, einen guten Teil der Stadt und deren Bewohner kennenzulernen.

Man kann das Buch mit Fantasy-Romanen vergleichen, nur mit Kaninchen statt Magie – und ganz besonders wichtig ist bei Fantasy immer, dass trotz der ungewöhnlichen Situation trotzdem alles glaubwürdig wirkt – das macht es doppelt so schwierig, aber Boris Koch hat es hinbekommen. Es hätte an jeder Stelle schiefgehen können, aber nie habe ich mich als Leser unterschätzt gefühlt.

Geschichtsstrang & Spannung: redfull redfull redfull redfull fullbook 4/5
Das Buch habe ich fast in einem Rutsch gelesen. Die Geschichte ist immer in Bewegung, aufmerksam und jederzeit bereit einen kleinen Haken zu schlagen.
Lesespaß: redfull redfull redfull redfull redhalf 4,5/5
Ich war überrascht, wie erfrischend gerissen der Autor das alles eingefädelt hat und freue mich schon darauf zu erfahren, wie er am Samstag die Lesung hinbekommt.

Ein kleiner Gedanke zu den Illustrationen: Es gibt ein Daumenkino in der Seitenecke, was ein klarer Pluspunkt ist, schade nur, dass dadurch eigentlich schon das Ende vorweggenommen wird. Außerdem sind sowohl da als auch auf dem Cover weniger Kaninchen als eher Hasen zu sehen.

Buchtipp von Ret

Sinnsationell – Teste deine Sinne! (Dorling Kindersley Verlag)

Inhalt:
Das Buch ist voller Geheimnisse und Rätsel. Es geht darum seine Sinne auszutesten. Man kann Farben erraten, Muster erkennen, Experimente auszutesten und seine Augen auszutricksen.
Man kann in dem Buch auch fühlen.

Meine Meinung:
Mir hat das Buch gut gefallen. Am besten gefällt mir die Stelle, an der man am Buch riechen kann. Mir gefällt, dass da so viele Tipps drinstehen.

Kurztipp

Idee & Umsetzung
4 / 5
Bilder 3 / 5
Lustig 1 / 5
Abenteuer 2 / 5
Rätsel & Auflösung 5 / 5
Gehirnschmalz 3 / 5
Charaktere 3 / 5
Lesespaß 4 / 5

Buchtipp von Giulia

Der Geschmack von Apfelkernen (von Katharina Hagena)

Inhalt:
Iris soll das Haus ihrer Großmutter Bertha erben. Während sie überlegt, ob sie das Erbe annimmt, entdeckt sie das Haus neu und begegnet den verschiedenen Bewohnern in Bootshaven. Dabei werden alte Erinnerungen wach, nicht nur an die vergessende Bertha, sondern auch an die viel zu früh verstorbene Cousine. Doch sie ist nicht die einzige, die Unangenehmes lieber vergessen würde und sie lernt mehr über ihre Familie.
Je mehr sie über die drei Generationen, die im Haus gelebt haben, erfährt, desto mehr Fragen kommen auf. Der einzige, dem sie sich anvertrauen kann, ist der junge Anwalt Max…

Meinung:
Ein Roman mit Stärken und Schwächen.

Vielleicht sollte ich aufhören, Bücher zu lesen, zu deren Zielgruppe ich rein gar nicht gehöre. Ich bin aber auch selbst schuld… die Kurzbeschreibung auf der Frontispiz behandelt schon 3/4 der Geschichte und ich habe sie nicht gelesen. So aber bin ich ohne Erwartungen in das Buch gestiegen. Das erste Drittel hat mir sehr gefallen und war der Grund, warum ich bis zum Schluss durchgehalten habe. Die anschließende Wendung zum durchschnittlichen und völlig vorhersebaren Liebesroman hat mich etwas enttäuscht.

Was mich von Anfang an so mitgerissen hat, war der Schreibstil, der ein Grund gewesen sein muss, warum das Buch zum Spiegel-Bestseller wurde. Eine gute Mischung aus bildhafter und fast märchenhafter Sprache und einer Beschreibung aller 5 Sinne habe ich so noch nie gelesen. Und als ich mir gerade bewusst wurde, wie vertraut mir das alte Haus wurde, streckten sich die Details schon in die vierte Dimension. Wer die Bewohner waren, wie sie den Lebensraum gefüllt haben, über mehrere Generationen.

Im Übergang zum zweiten Drittel beginnt sich ein zentrales Thema zu bilden: Erinnerung und die Kehrseite der Medaille, Vergessen. Durch das Haus und das verschlafene Dorf und auch durch die Beerdigung kommen alte Erinnerungen hoch, die jetzt nicht mehr ausschließlich im Haus spielen. Sie bekommen einen immer bittersüßeren Geschmack im Lauf der Geschichte und lassen Unheilvolles erahnen.
Gleichzeitig beginnt aber auch die Beziehung zum jungen Mann, den Iris als Kind gekannt hat – nach dem bekannten Muster: Sie fühlen sich einander hingezogen, können aber nicht zusammen sein, er ist doch ein Vampir ihr Anwalt, dann will der eine, aber der andere nicht, dann dreht sich das Ganze um, nur um dann doch zusammenzukommen. Dann kommen ein paar Szenen Unsicherheit, um dann beiläufig doch wieder zueinander zu finden.

Leider ist vieles im Buch etwas zu beiläufig. Selbst wenn ich die klischeehaftesten Stellen auslasse, haben mich Szenen, die im Nachhinein eigentlich ziemlich dramatisch und traurig hätten sein müssen, nicht gerade umgehauen. Und von der großen Frage über die Natur des Vergessens und dessen verschiedenen Formen habe ich im letzten Drittel nichts mehr mitbekommen. Wenigstens wurden alle Fäden am Ende zusammengefädelt. Aber auch hier ist für mich das Konzept besser als die Ausführung und der Abschluss war so rund, das er unbemerkt weggerollt ist.

Definitiv nichts für mich, aber trotz aller Schwächen kann ich mir die Geschichte für die richtige Leserschaft als genau das Richtige für Zwischendurch vorstellen.

Wegen der Erwachseneninhalte vielleicht erst ab 14 zu empfehlen.

Kurztipp

Spannung 1,5 / 5
Liebe 4 / 5
Schreibstil 4 / 5
Tiefsinn 2,5 / 5
Trauriges 2,5 / 5
Idee & Umsetzung 3 / 5
Charaktere 3 / 5
Lesespaß 2,5 / 5

Rezension von Ret

Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken (von John Green)

J-Scribble mit Spirale!

Heute ist es soweit: Heute erscheint der neue Jugendroman von John Green, Autor von „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“, „Eine wie Alaska“, „Margos Spuren“ und mehr. 🖖

Ich hatte das Glück eine (handsignierte) Ausgabe auf Englisch zu erhalten. Und ich kann das Buch nur empfehlen. Über die deutsche Übersetzung mache ich mir nach TFioS keine Gedanken.

Inhalt: Aza Holmes, 16, kann ihren zwanghaften Gedanken nicht entkommen. Sie hat also genug (oder eigentlich: zu viel) mit sich selbst zu tun, aber als der Milliadär Pickett nach einem Skandal verschwindet, weiß sie, wie sie an Hinweise kommt, an die die Polizei nicht kommt. Das liegt u.a. daran, dass sie Picketts Sohn aus ihrer Kindheit kennt. Der will aber nicht, dass sein Vater gefunden wird. Die beiden kommen sich näher, aber Azas Gedankenspirale wird nicht gerade besser…

Jeder kann dir in die Augen schauen, aber es ist ziemlich selten jemanden zu finden, der die gleiche Welt sieht. Aber als Leser gelingt einem genau das.

Meine Meinung: Ich fand die anderen Bücher von John Green ganz OK, manche sind besser als andere. Dieses Buch ist anders. Es hat mich überrascht, aber es hat mir wirklich gefallen! Und ich kann von mir sagen, dass ich mit Azas Geisteszustand (oder -krankheit) rein gar nichts zu tun habe, trotzdem war es unglaublich einfach, mich in sie hineinzuversetzen. Ich habe das Gefühl, dass mein Bücherregal richtig bereichert wurde. 👏

Ich muss mich den deutschen Fans anschließen: Der deutsche Titel ist etwas unpraktisch, im Vergleich ist der englische Titel poetischer. Dafür ist das Cover schön.

John hat selbst OCD und weiß genau, wie sich Gedankenspiralen anfühlen und wie es sich anfühlt, nie sich selbst entkommen zu können.

Kurztipp

Idee & Umsetzung: redfull redfull redfull redfull redhalf 4,5/5
Ich würde fast schon sagen: bahnbrechend. Zwangskrankheiten wurden bestimmt in vielen Romanen schon beschrieben, aber John Green fädelt eine Alltäglichkeit, Menschlichkeit und Persönlichkeit ein, dass es leicht ist, sich in Aza hineinzuversetzen. Die Geschichte ist so… greifbar.
Personen: redfull redfull redfull redhalf fullbook 3,5/5
An sich waren die Personen klasse und realistisch. Ich ziehe widerwillig Punkte ab, weil mich die Zusammensetzung leicht an ein Klischee erinnert, selbst wenn es hier gut umgesetzt wurde.
Schreibstil: redfull redfull redfull redfull redfull 5/5
John Green hat einen schönen Schreibfluss, aber hier hat er sich selbst übertroffen. Was für Aza eine Gedankenspirale ist, die sich immer fester zuzieht, ist für mich hypnotisch gewesen; aalglatt konnte ich über die Seiten gleiten.
Viele verschieden Konzepte kommen zusammen, werden mal aus persönlichem Blickwinkel, mal mit leicht verständlichen Metaphern, Wikipedia- oder Blogeinträgen zum Leser gebracht; insgesamt ergibt sich ein sehr vollständiges Bild, das nichts verschönert, aber trotzdem ein Signal der Hoffnung ausstrahlt und nicht loslässt.
Geschichtsstrang: redfull redfull redfull redhalf fullbook 3,5/5
Bei nur einem überschaulichen Geschichtsstrang stellt sich immer die Frage, wie der Leser begeistert werden kann, grundsätzlich kann mit Spannung viel erreicht werden – und ich hätte mir persönlich mehr Action gewünscht – aber ich gehöre ja auch zu einer anderen Gruppe von Lesern. Stattdessen kommen hier Konflikte zu Einsatz, wobei ich vor allem vom druchgehenden internen Kampf mit sich selbst beeindruckt war.
Lesespaß: redfull redfull redfull redfull redhalf 4,5/5

DFTBA und :koalahug:

Ret

Septimus Heap – Magyk (von Angie Sage)

Diesen Buchtipp habe ich auf einem alten Stick gefunden. Ich habe euch die Staubschicht entfernt und den Tipp auf den Blog kopiert.

 

Das Buch: Silas Heap ist ein Magier – der siebte Sohn eines Magiers. Sein siebter Sohn Septimus verschwindet kurz nach seiner Geburt. Der siebte Sohn eines siebten Sohnes eines Zauberers verfügt über ungewöhnliche magische Kräfte. Ist der totgeglaubte Septimus deswegen entführt worden? In der Zwischenzeit wird das Findelkind Jenna aus Mitleid in die Familie Heap aufgenommen. Die von Menschen und Geistern bewohnte Burg, an der die Heaps leben wird von einem Wald voller magischer Wesen umkreist, Wendromen, Panzerkäfer, Wolverine, Hexen und viele andere. Als unter der tyrannischen Herrschaft der Königin das Zaubern verboten wurde, brachte Silas seinen Kinder das Zaubern bei. So färbten sich bei allen Kindern die Augen unter dem Einfluss der Magie grün – alle, bis auf Jenna. Nur die verschollene Prinzessin kann der Königin ihre Schranken weisen, wenn sie auf den Thron steigt. Bis aber herauskommt, wer die Prinzessin ist und wo Septimus steckt, müssen sich die Heaps und Jenna vor der Königin in Sicherheit bringen. Denn Jenna steht im Verdacht, die Thronerbin zu sein.

Die Autorin: Angie Sage, in London geboren, lebt als freiberufliche Illustratorin un Autorin in Cornwall. Sie studierte Grafikdesign und Illustration an der Art School in Leicester. Bislang vor allem durch Bilderbücher bekannt, legt sie mit Septimus Heap ihren ersten Roman vor. Inzwischen gibt es insgesamt vier Bände über den Zauberer Septimus Heap.

Meine Meinung: Wenn man in dieser magischen Welt die Geheimnisse lüften will, muss nicht nur dieses, sondern gleich alle Bücher lesen. Angie Sage baut Geheimnis um Geheimnis und Lösung um Lösung auf die vorherigen Bücher von Septimus Heap auf. Trotzdem erscheint jedes Buch vollständig. Genial. Außerdem ist die Reihe leicht und spannend geschrieben, mit einen Schuss Witz. Sie ist nicht nur für Kinder geeignet, sondern auch für alle Erwachsene, die ihre Fantasie fliegen lassen wollen.

Buchtipp von Ret

Wenn der Windmann kommt (von Antonia Michaelis)

Diesen Buchtipp habe ich auf einem alten Stick gefunden. Ich habe euch die Staubschicht entfernt und den Tipp auf den Blog kopiert.

 

Das Buch: Patrick ist umgezogen. In der neuen Umgebung trifft er auf eine weiße Krähe, die jeden Tag anders heißt, und auf die sehr rätselhafte Pareidolie. Sie lebt im Wald, alleine mit der Krähe und ihrer Mutter. Beide leben dort, weil sie sich vor dem Windmann verstecken, der scheinbar alles in Pareidolies Leben verändern kann – zu ihrem Ungunsten. Zum Glück ist das Mädchen eine Hexe, genau wie ihre Mutter. Oder? Nach einer Weile kommen Patrick Zweifel und er macht sich zusammen mit Pareidolie auf die Suche nach dem Windmann. Denn hinter dem Windmann steckt eine Geschichte, die etwas traurig ist, aber ein gutes Ende nimmt.

Die Autorin: Antonia Michaelis wurde 1979 in Kiel geboren. Ihre Kindheit und Jugend verlebte sie in Augsburg, wo sie im Alter von fünf Jahren bereits anfing zu schreiben. Nach dem Abitur arbeitete sie in Südindien ein Jahr lang als Lehrerin. In Greifswald studierte sie anschließend Medizin, trieb sich zwischendurch ein wenig in Nepal, Peru und Ghana herum, und begann Geschichten für Kinder und Jugendliche zu veröffentlichen. Heute lebt die Autorin mit Mann, kleiner Tochter und 3000 Quadrat,etern Brennesseln in der Nähe der Insel Usedom.

Meine Meinung: Für mich ist das der beste Roman von Antonia Michaelis. Es ist einfach das Beste von ihr drin: Eine gute Geschichte, einfach und in einem Rutsch zu lesen und eine wunderbare Ausformulierung. Am Anfang jedes Kapitels steht immer ein Gedicht von Pareidolies Mutter, fast unmöglich zu verstehen, aber wirklich schön. Erst am Ende der Geschichte kann man erahnen, wie es ausgeht – bis dahin ist es aber geheimnisvoll und spannend. Für dieses Buch gilt: Wenn man an etwas glaubt, selbst wenn es das eigentlich gar nicht gibt, kann es trotzdem wirklich werden.

Ab 8.

Buchtipp von Ret

Indigo – Im Sog des Meeres (von Helen Dunmore)

Diesen Buchtipp habe ich auf einem alten Stick gefunden. Ich habe euch die Staubschicht entfernt und den Tipp auf den Blog kopiert.

 

Das Buch: Sapphires Leben war unbeschwert, bis ihr Vater verschwindet. Nach langer ergebnisloser Suche befindet man ihn für tot. Doch Sapphy und ihr Bruder Conor glauben nicht daran, sie wissen, ihr Vater ist nur verschollen. Doch wo könnte er sein? Ein Jahr vergeht, und Connor benimmt sich merkwürdig. Als das Meer eine Anziehungskraft auf sie ausübt und sie verbotenerweise allein schwimmen geht, sieht sie Conor mit einem jungen Mädchen reden. Als Sapphy für einen Moment wegschaut, ist das Mädchen verschwunden. Kurz darauf sieht sie den Bruder des Mädchens und erlebt eine Überraschung: Die untere Hälfte des Jungen ähnelt dem unteren Leib einer Seerobbe. Schon nach kurzer Zeit ist sie mit dem “Mer”-Jungen Faro auf Unterwasserreisen unterwegs. Doch diese Reisen sind gefährlich. Denn die Zeit verläuft unter Wasser anders als an Land und jedes Mal wird der Ruf des Meeres immer stärker. Weiß Granny Carne mehr? Und ist der Taucher Roger wirklich gefährlich für Indigo, die Unterwasserwelt?

Die Autorin: Helen Dunmore ist in Yorkshire geboren und lehrte in Finnlannd Englisch, bevor sie sich dem Schreiben zuwandte, Sie hat zahlreiche belletristische Romane, Kinder- und Jugendbücher, sowie Gedichtbände verfasst, die vielfach ausgezeichnet wurden.

Meine Meinung: Wer sich nicht durch durch den dramatischen Einband beeindrucken lässt, kann sich dennoch auf eine mitreißende Geschichte gefasst machen. Nicht nur, dass man wie Sapphy in das wunderbar beschriebene Wasserreich Indigo gezogen wird, die gefühlsvolle Geschichte um ihren verschollenen Vater und die trauernde Mutter lässt die Geschichte im realistischen Licht erscheinen. Auch die negative Sicht der Meeresbewohner auf die Menschen ist nachzuvollziehen, denn wir waren zum Meer nicht gerade freundlich. Nur eines enttäuscht: Das Geheimnis um den Vater wird nicht vollständig aufgelöst. Es lohnt sich aber vom ersten Band her, die Fortsetzung zu lesen.

Ab 12.

Zirkel (von Sara B. Elfgren)

Diesen Buchtipp habe ich auf einem alten Stick gefunden. Ich habe euch die Staubschicht entfernt und den Tipp auf den Blog kopiert.

 

Zirkel
Autor/en:  Sara B. Elfgren
Mats Strandberg
Verlag:  Dressler
Seitenzahl: 603
Altersempfehlung des Verlages: ab 14 Jahren

Inhaltsangabe:  Engelsfors- irgendein düsteres Kaff im Nirgendwo.  Das Zuhause von sechs Mädchen, die unglaublich verschieden sind. Eine Übergewichtige, eine Magersüchtige, ein Emo…

Gemeinsam müssen sie in einem Ort, in dem sich das Böse niedergelassen hat ihre Prophezeiung erfüllen und sich gleichzeitig mit den üblichen und unüblichen Problemen dieses Alters herumschlagen.

Doch das Böse weiß von ihnen, und es will jede einzelne von ihnen vernichten…

Persönliche Meinung: Dieses Buch hat mich gefesselt und verzaubert. Keine der Mädchen im Buch waren der typische Charakter. Jede von ihnen hatte eine sehr spezielle und besondere Persönlichkeit, ebenso wie verschiedene Sorgen und Hoffnungen.  Die Gestaltung des Bösen ist hier auf eine neue Art und Weise gelungen. Ich empfehle es jedem Leser, vor allem Mädchen in den schwierigsten Jahren, die man kennt.

Buchtipp von Omnia