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Wir beide, irgendwann (von Jay Asher und Carolyn Mackler)

Wir beide, irgendwann
von Jay Asher und Carolyn Mackler
394 Seiten
ab 12

Inhalt:
Emma und Josh sind beste Freunde. Oder eher gesagt, waren. Bis Josh Emma seine Liebe gestand… Emma hat einen neuen Computer bekommen. Samt Windows 95 und Farbbildschirm. Sie ist ihn gerade am Einrichten, als Josh anklopft und ihr eine CD-Rom schenkt mit der sie ins Internet gehen kann. Nachdem sie sich bei AOL angemeldet hat, gelangt sie auf eine seltsame Seite. Auf dieser Seite steht links oben in kleiner blauer Schrift „Facebook“. Diese Seite ist wirklich sehr myteriös, denn die Frau, die diese Seite eingerichtet hat, kommt Emma bekannt vor. Die Frau hat am selben Tag Geburtstag, ist auf die gleiche Schule gegangen und hat im selben Ort wie Emma gelebt. Eine gleiche Seite gibt es über Josh, bei dem auch die meisten Dinge übereinstimmen. Das alles zeigt sie ihm, doch Josh meint, dass sie jemand reinlegen wollte und glaubt nicht an Emmas Ahnung, dass sie selbst in der Zukunft diese Seiten erstellt haben könnten. Sie finden heraus, dass Josh eine schöne Zukunft mit einer Frau, Kindern und einem großen Haus bervorsteht, allerdings Emmas „älteres Ich“ sehr unglücklich zu sein scheint. Das hat sie vor zu ändern und ahnt nicht welche Folgen die Dinge, die sie in der Gegenwart versucht zu ändern, auf die Zukunft der beiden haben….

Meinung:
Das Buch spielt im Jahre 1996. Wie schon im Vorwort erwähnt wird hat damals weniger als die Hälfte aller amerikanischen Highschoolschüler schonmal das Internet benutzt. Außerdem wurde Facebook erst ein paar Jahre später erfunden. Es ist sehr interessant und witzig zu beobachten, wie sich die Dinge im Laufe der Geschichte ändern, weil Emma ihre Zukunft, egal in welcher Forn, nicht akzeptieren kann. Das Buch ist sehr gut zu lesen, da es aus zwei Sichtweisen, der von Emma und Josh, abwechselnd in der Ich-Form geschrieben ist. So weiß man als Leser immer, wie Josh bzw. Emma zu alldem steht.

Die Autoren:
Jay Asher ist der Autor des Bestsellers „Tote Mädchen lügen nicht“ (ebenfalls sehr empfehlenswert!), das in über 30 Ländern verkauft wurde. Es gab für dieses Buch außerdem eine Nominierung für den Deutschen Jugendliteraturpreis.
Carolyn Mackler wurde für ihre Kurzgeschichten, Essays und Jugendbücher in Amerika mehrfach ausgezeichtnet. Sie lebt mit ihrem Mann und ihrem Sohn in New York City.

Das Buch „Wir beide, irgendwann“ ist ihr erster gemeinsamer Roman.

Buchtipp von Katrin

Silber – Das erste Buch der Träume (von Kerstin Gier)

Silber – Das erste Buch der Träume
von Kerstin Gier
408 Seiten
Erschienen bei Fischer FJB (2013)

Inhalt:

Liv Silber wünscht sich ein ganz normales Leben. Genau wie ihre Schwester Mia. Das Glück war zum Greifen nahe, doch wie so oft kommt alles anders als gedacht…

…denn anstatt wie geplant in ein schönes Cottage nach London zu ziehen, verschlägt es sie in ein anderes Haus. Nicht, wie ihre Mutter behauptet, wegen der Ratten und dem schlechten Zustand des Hauses, sondern wegen Mr. Ernest Spencer. Dem neuen Freund ihrer Mutter. Liv und Mia sind sehr enttäuscht, doch mit Hilfe ihres Kindermädchens Lottie akzeptieren sie diese neue Lage.

In der Highschool findet sich Liv von Anfang an einigermaßen zurecht, doch wer ist bloß diese Secrecy? Secrecy bloggt über Schüler und Lehrer auf ihrem Tittle-Tattle-Blog, aber wer sie ist, dass weiß niemand. Und Liv hat es sich zur Aufgabe gemacht, das herauszufinden.

Eigentlich wäre somit alles relativ „normal“, aber dann, fängt Liv plötzlich an seltsame Dinge zu Träumen. Und was hat es mit der grünen Tür auf sich, die in fast all ihren Träumen erscheint?

Meine Meinung:

Ein Muss für alle Kerstin Gier Fans! Auch wenn man nicht wüsste von wem das Buch geschrieben ist, man würde es sofort auf der ersten Seite erkennen. Kerstin Giers Schreibstil und Humor sind einfach ganz besonders. Die Mischung aus Romanze, Thriller und Komödie faziniert einfach.

Liv Silber ist eine Protagonistin, die man sofort in sein Herz schließt. Sofort auf der allerersten Seiten tritt sie in ein sehr großes Fettnäpfchen und mal ehrlich, wem ist so etwas noch nie passiert? J

Sehr witzig sind auch die Blogeinträge von Secrecy, die man häufiger findet. Auf jeden Fall ist es spannend, zu raten, wer Secrecy wirklich ist…

Alles in einem ist es ein rundum gelungenes Buch, auf dessen Fortsetzungen man sehnlichst wartet und sich fragt wie es weiter geht.

MADDIE – Der Widerstand geht weiter (von Katie Kacvinsky)

MADDIE – Der Widerstand geht weiter
von Katie Kacvinsky
377 Seiten
Boje – Verlag

Inhalt:
Nach „Die Rebellion der Maddie Freeman“ geht es nun im Folgeband „Maddie – Der Widerstand geht weiter“ mit der spannenden Zukunftsgeschichte um Maddie Freeman und Justin Solvi weiter: Maddie wohnt jetzt in L.A. bei ihrem Bruder Joe, ganz in der Nähe von ihren Freunden Pat und Noah. Als Maddie`s Freundin Clare zu Besuch kommt, wollen sie mit Pat und Noah in einen angesagten Club. Maddie und Clare denken natürlich, dass das ganze offline stattfindet – im realen Leben – doch sie haben sich getäuscht. Im Nino, dem Club, geschieht alles nur virtuell. Man kann sich per Flipscreen und MindReader über eine riesige Leindwand unterhaten, nachdem man sich ein Profil erstellt hat. Das passt Maddie überhaupt nicht. Sie nimmt das alles nicht ernst und macht einen Plan, wie sie das Sysem lahmlegen kann. Das gelingt ihr dann auch. In dem Büro der Managerin des Clubs, wohin man sie gebracht hatte nachdem sie aufgeflogen war, trifft sie Justin, was sie ziemlich überrascht. Die beiden können entkommen. Am nächsten Morgen möchte sich Maddie gerne wieder mit Justin treffen, doch ihr Bruder will mit ihr reden. Nicht gerade begeistert stellt sie fest, dass ihr Bruder sie verraten hat und wird in ein Umerziehungscenter, das DCLA, gesteckt. Unter Folter verliert Maddie langsam den Verstand…. oder doch nicht? Kann sie sich dem DCLA widersetzten? Lest selbst!

Meine Meinung:
Das Buch lässt sich sehr sehr gut lesen. Dadurch, dass es so spannend geschrieben ist, ist man auch schnell fertig und kann es in ca. 2 Tagen lesen. Besonders schön an diesen Büchern sind auch die Charaktere, die man sofort ins Herz schließt. Durch die verschiedenen Technik-Elemente passt die Geschichte eigentlich auch gut in unsere Zeit, auch wenn wir noch nicht ganz so fortschrittlich sind. Alles in allem ist es ein total gelungenes Buch, das man auf jeden Fall einmal gelesen haben sollte!

Rezensiert von Katrin Thomaser

Phantasmen (von Kai Meyer)

Titel: Phantasmen
Autor: Kai Meyer
Verlag: Carlsen
Seitenzahl: 398
Altersempfehlung des Verlages: ab 14 Jahren

Inhaltsangabe:
Geister. Plötzlich. An irgendeinem Tag erschienen sie einfach.
Harmlos; das Gesicht zur Sonne gewandt stehen sie an den Orten, an denen ihr Leben ein Ende fand.

Rain macht sich mit ihrer Schwester Emma nach Spanien, zu der Absturzstelle des Flugzeugs, in dem ihre Eltern umkamen auf, um Emma eine Möglichkeit des letzten Abschieds zu geben.
Tyler, ein verschlossener Norweger wollte ebenso von seiner großen Liebe Flavie Abschied nehmen.
Die Geister erscheinen.
Sie lächeln.
Es ist ein böses Lächeln.

Persönliche Meinung:
Dieses Buch ist wahrlich ein Leckerbissen. Dessen wird man sich bereits früh klar, und man genießt jedes einzelne Wort mit Bedacht und Wonne. Die Geschichte ist spannend und originell aufgebaut. Bevor man das Buch gelesen hat, denkt man sich bereits, was geschehen könnte. Doch keine meiner Erwartungen ist eingetreten und es hat mich sehr überrascht. Rain war eine besondere, mir sympathische Protagonistin. Das Buch enthält ebenso eine hauchzarte Liebesgeschichte, die nur ein wenig im Hintergrund gehalten wird, und ansonsten kaum wahrgenommen wird, was glücklicherweise nicht von den eigentlichen Geschehnissen ablenkt und nicht übertrieben kitschig und klischeehaft ist.

Dieses Buch ist meiner Meinung nach zu 100% gelungen.

 

Buchtipp von Omnia

Krabat (von Ottfried Preußler)

Krabat
von Ottfried Preußler

Seiten: 296
ab 11 Jahre

Krabat ist ein wendischer Betteljunge, der mit seinen Freunden umherzog. Doch eines Nachts hörte er eine Stimme und wurde in eine schwarze Mühle bestellt. Dort wartete ein alter Mann auf ihn, der der Meister dieser war. Er wurde von ihm empfangen und ging in die Mühle, um mit 11 anderen Jungen zu arbeiten. Er strengte sich an, aber die Arbeit war Krabat zu schwer, aber wie durch Magie konnte er auf einmal sogar die schwere Arbeit erledigen. Mit einem Burschen freundete er sich an. Sein Name war Tonda. Als die Zeit gekommen war, schickte der Meister die Burschen los. Krabat verstand gar nichts, aber Tonda wusste, was zu tun war…

Wie es weiter geht, müsst ihr selbst lesen.
Mir har das Buch gefallen, obwohl der Schreibstil etwas altmodisch ist, aber trotzdem ist es sehr spannend geschrieben. An manchen Stellen zieht es sich etwas. Hier ist alles genauer beschrieben alles sein müsste. Den Schluss hat der Autor etwas offen gelassen, dennoch habe ich das Buch sehr gerne gelesen. Oft wird es auch als Lektüre in der Schule gelesen

Rezensiert von Jana Gruschke

Twig im Dunkelwald (von Paul Stewart und Chris Riddell)

Twig im Dunkelwald
von Paul Stewart und Chris Riddell
ISBN: 9783551372178
Seiten: 294
Alter: ab 12 – und nicht drunter

Inhalt:
Twig lebt bei den Waldtrollen. Er ist als Findelkind dort aufgewachsen. Verlasse nie den Weg!, heißt es bei den Waldtrollen, denn der Dunkelwald ist einer der gefährlichsten Orte der Welt. Doch Twig ist kein Waldtroll. Und als er unterwegs zu seiner Ziehtante im anderen Dorf ist, lässt er sich von den Seltsamkeiten im Wald ablenken und verirrt sich.

Die Waldtrolle wissen warum sie nicht vom Weg abweichen. Twig muss gegen eine Bluteiche, Honigkobolde, bissige Wig-Wigs, starke Hölenfurien und viel, viel mehr grausamen Geschöpfen ankommen. Doch während seines Abenteuers findet er auch Freunde: die rothaarigen Schlächter, den allwissenden Raupenvogel, der Banderbär (eines der schönsten Freundschaften, die man zu lesen beommt und sie wird in späteren Abenteuern aufgegriffen) und, am Ende, die Himmelspiraten mit ihren fliegenden Schiffen.
Doch was hat der Schleimschmeichler mit allem zu tun?

Meine Meinung:
In der ersten Trilogie der Klippenland-Chroniken um den jungen Twig fängt meine Begeisterung groß bei diesem ersten Band an, erreicht seinen Höhepunkt in Twig bei den Himmelspiraten und erreicht ein sehr zufriedenstellendes Ende in Twig im Auge des Sturms. Die Bücher sind ins sich selbst abgeschlossen, zusammen ergeben sie ein noch größeres Werk, das ich nur hochhalten kann und der Welt empfehlen will.

Das alles ist gut geschrieben – nicht umsonst haben die Klippenland-Chroniken 12 Bände (und mehr sind geplant). Wodurch es aber in einer Perfektionspracht explodiert, sind die meisterhaften Zeichnungen von Chris Riddell. Es gibt Leute, die wunderbare Gemälde mit den allerbesten Farben erstellen, andere wissen genau, wohin der Meißel gegen den Mamor geschlagen werden muss. Der beste Zeichner ist für mich Chris Riddell.
Seine Illustrationen sind hier nicht nur unglaublich wie immer, sondern auch hundertprozentig textbegleitend und – das sollteman nicht unterschätzen – stilgebend. Die Welt, die Stewart aufbaut, wird mit Riddells Bildern untermauert.

An dieser Stelle ein Wort der Warnung. Der Stil, der sich durch das Buch zieht, ist einer von reinstem Abenteuer und unglaublicher Gefahr. Teilweise wird es ein wenig blutig und widerlich. Und wenn es mal nicht so ist, dann ist es wild und fremd. Und wunderbar. Unter 12 Jahren würde ich das hier niemandem empfehlen. Auch nicht Erwachsenen, die solche Fantasy-Abenteuergeschichten nicht hauptsächlich lesen.

 

Ret Samys(21)

Die Stadt der Träumenden Bücher (von Walter Moers)

Die Stadt der Träumenden Bücher
von Walter Moers
ISBN: 9783492246880
Seiten: 480
Alter: ab 12

Inhalt:
Buchliebhaber aufgepasst! Das beste Buch, das über Bücher geschrieben wurde.

Der junge Schreiber Mythenmetz entdeckt in der Lindwurmfeste ein Manuskript, das so gut geschrieben ist, dass er lachen, weinen und tanzen muss. Wer kann den so genialen Text bloß geschrieben haben? Mythenmetz macht sich auf die Reise nach Buchhaim, Zamoniens Stadt der Träumenden Bücher.

Was für eine Stadt!
Überall Bücher. Schriftsteller, Buchhändler, Liebhaber der Literatur, Antiquare, „Lebende Zeitungen“ mit Zeitungspapierumhängen, Verlage, Druckereien, Schwarzmärkte verbotener oder seltener Bücher und nicht zu vergessen: ein unendlich tiefes unterirdisches Bücherlabyrinth, gefüllt mit Meeren von Büchern, die sich dort unten zu Lebewesen entwickelt haben.

Lesen ist gefährlich, muss der junge Dichter feststellen. Es gibt Bücher mit eingebauten Fallen, Bücher mit Gasen, explodierende Bücher und Bücher mit vergifteten Seiten. Mit so einem Buch wird Mythenmetz ausgetrickst, denn die Haifischmade Phistomefel Smeik schickt ihn betäubt in das unterirdische, todgefärliche unterirdische Reich der Bücher. Die Suche nach dem geheimnisvollen Verfasser des wunderbaren Textes scheint mächtige Personen nicht zu gefallen.
Tief, tief im Labyrinth trifft er sonderbare Wesen: die Buchlinge. Jeder einäugige Buchling macht sich mit den Werken eines Autors vertraut und nimmt seinen Namen an. Diese Bewohner der Katakomben bringen den Helden zum Herrscher über das Labyrinth, den Schattenkönig, der alles über das Orm weiß, mit dem man die besten Texte schreiben kann…

Meine Meinung:
Walter Moers und seine Zamonien-Reihe sind nicht ohne Grund sehr erfolgreich. Spannung, Witz, mehrere abgeschlossene Geschichtsstränge, wunderbare Gestaltungen mit Illustrationen des Autors und Typographien und Anspielungen an bekannte Werke, die dem erfahrenen Leser auffallen – zusammen mit Rumo, Die 13 1/2 Leben des Käpt’n Blaubär und Der Schrecksenmeister bildet dieses Buch ein kleines Monument. Als Büchernarr liegt mir dieses Buch natürlich am meisten am Herzen.

Das war mein allererstes Zamonien-Buch. Wer, wie ich damals, Walter Moers nur von der Comicreihe Das kleine Arschloch, der Kinderreihe Käpt’n Blaubär oder Adolf, die alte Nazi-Sau kennt, kann hier beruhigt sein. Der Stil ist völlig anders, die Geschichten sind für Erwachsene (und Jugendliche) geschrieben und selbst der Zamonien-Band Die 13 1/2 Leben des Käpt’n Blaubär hat wenig mit der Kinderreihe zu tun. Insgesamt ist alles ein wenig düster – ohne in das Gruselige oder Verstörende abzufallen – gleichzeitig aber immer noch gespickt mit Humor.

Viele Anspielungen sind mir als relativ unerfahrener Leser leider entgangen, die Dinge, die ich aber erkannt habe, haben mir viel Freude bereitet. Und gestört hat das mich gar nicht, das Buch strotzt nur so an Pluspunkten: Es ist wunderbar einfach zu lesen, die sehr originelle Welt ist sehr gut aufgebaut und man hat gleich ein tolles Kopfkino – die vielen gestaltlerischen Mittel sind da nicht gerade hinderlich.
Wer dann später andere Geschichten aus der Reihe ließt, wird schnell Anspielungen an die anderen Geschichten erkennen.

Fantastische Fantastik. Dynamisch und detailliert. Warhaftig wunderbare charismatische Charaktere. Los, lesen!

 

Ret Samys(21)

Wer ich bin (von Sigrid Zeevart)

Wer ich bin
von Sigrid Zeevart
Thienemann Verlag (19. Januar 2009)
239 Seiten
ISBN: 978-3522200141
Ab 12

Inhalt:
Teresa und Sus sind unzertrennlich. Kein Wunder, sie sind ja auch Zwillingsschwester. Sie wollen die Sommerferien bei ihrer Tante Elena auf Karpathos verbringen, doch das ändert sich schlagartig, als Elenas Sohn einen Motarradunfall hat. Doch die sechs Wochen mit ihren Eltern zu verbringen möchten sie auch nicht. Dann verlieben sich beide in den selben Jungen – Finn. Finn ist cool. Und trägt immer rot-schwarze Vans. Doch er entscheidet sich für Teresa. Sus ist zutiefst verletzt und möchte nicht mit ansehen, wie ihre Schwester so glücklich mit dem Jungen ist den sie auch mag. Deshalb entscheidet sie spontan mit ihrem Vater auf die Insel Elba campen zu fahren. Sus ist aber nicht nach Familienurlaub, sie will einafch nur weg. Ihr Vater will auf Elba einen alten Freund treffen. Der hat zwei Kinder, eine kleine Tochter und einen Jungen, der in Sus alter ist. Dann sind die Ferien doch nicht mehr so langweilig…
Währenddessen ist Teresa glücklich mit ihrem Finn. Als ihre Mutter für ein paar Tage zu Elena ins Krankenhaus reist, hat Teresa endlich ein bisschen Zeit für sich. Doch Finn fährt auch in die Ferien, zu seiner Schwester nach Schweden.
Auch wenn es Streiterein im Buch gibt, erleben dennoch beide schöne Ferien.

Eigene Meinung:
Da das Buch abwechselnd aus Teresas und Sus Sicht gechrieben ist, weiß man immer was die Andere gerade macht. Das Buch bringt sehr viele Gefühle hervor, von Eifersucht über Glück bis zu Trauer ist alles dabei. Dieses Buch kann man auch seeehr oft lesen. (In meinem Fall um die acht Mal 😉 !)

Rezensiert von Katrin Thomaser

Midnighters – Die Erwählten (von Scott Westerfeld)

Midnighters – Die Erwählten
von Scott Westerfeld
Stuttgart Kosmos-Verlag 2007.
303 Seiten.
Gebundene Ausgabe 16,95 €
ISBN: 978-3440110096
ab 12 Jahre

Wenn die Uhren anders ticken…

In Bixby, einer kleinen Stadt in Oklahoma, geschehen hinter der oberflächlichen heilen Fassade seltsame Dinge. Das muss auch die 16jährige Jessica feststellen, die mit ihren Eltern und ihrer jüngeren Schwester erst vor kurzem in die Stadt gezogen ist. Das Wasser schmeckt anders und es gibt einige Teenager an ihrer Schule, die sie irgendwie nervös machen. Eines Nachts wähnt sie sich in einem seltsamen Traum. Unzählige Diamanten erfüllen die Luft und schweben in einem unnatürlich blau schimmernden Licht in das die ganze mitternächtliche Welt getaucht ist.
Doch schon bald muss Jessica erfahren, dass viel mehr hinter ihrem „Traum“ steckt, als sie selbst das vermutet hätte. Denn in Bixby ticken die Uhren anders. Zwischen Mitternacht und der ersten Morgenstunde befindet sich die geheimnisvolle 13. Stunde. In dieser Stunde bleibt die Zeit stehen, alles erstarrt. Nur wenige Auserwählte, die sich selbst „Midnighters“ nennen, können sich in der geheimen Stunde frei bewegen. Sie alle besitzen besondere Kräfte. Viele Jahre lang haben die Midnighter sich die Stunde mit dunklen Kreaturen geteilt und versucht, so viel wie möglich über die seltsamen Geschehnisse herauszufinden. Doch mit dem Auftauchen Jessicas ändert sich alles. Die Kreaturen spüren die Aura des Mädchens und setzen alles daran, sie aufzuspüren und aufzuhalten, bevor sie ihre Kräfte entdeckt. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt…

Scott Westerfeld hat mit „Midnighers – Die Erwählten“ einen spannenden Auftakt für seine Trilogie um die Midnighters erschaffen. In dem rasanten ersten Teil lernt man die einzelnen Midnighters und ihre jeweiligen Kräfte kennen. Im Mittelpunkt der Erzählung steht jedoch eindeutig Jessica. Auch wenn die fünf Jugendlichen mit außergewöhnlichen Kräften ausgestattet sind, schützt sie das nicht vor den ganz normalen Teenyproblemen wie nervende Geschwister, Hausarrest und die Tücken an einer amerikanischen Highschool mit ihrer Gruppenbildung. Sehr originell ist die Grundidee, die dem Buch zugrunde liegt: eine geheime Stunde, die nur wenigen auserwählten Menschen zugänglich ist und in deren Zeit sie auf seltsame und düstere Kreaturen, die Darklinge, stoßen.
Nur nach und nach erfährt der Leser von den eigenartigen Geschehnissen in Bixby. Zusammen mit Jessica lernt er bruchstückhaft die Ereignisse um die geheime blaue Stunde kennen. Doch da der Leser auch aus der Perspektive von Rex oder den anderen Midnighters Informationen bekommt, weiß er bald schon mehr als Jessica und begleitet sie bei ihren Entdeckungen.
Die Geschichte wirft viele Fragen auf und beantwortet in dem ersten Band längst nicht alle. So erfährt man zum Schluss zwar, was Jessicas Fähigkeit ist, doch noch warten viele Fragen auf ihre Antwort. Die mysteriösen Ereignisse rund um die blaue Stunde werden sicherlich auch die beiden Folgebände zu einer spannenden Lektüre machen.

Für Mystery- und Gruselfans ist dieses Buch sicherlich sehr gut geeignet. Zudem bahnt sich in der Geschichte auch eine Liebesgeschichte an, die in den weiteren Bänden sicherlich ihre Fortsetzung finden wird. Zudem ist „Midnighters“ so rasant und spannend geschrieben, dass es schwer fällt, sich von der Story loszureißen. Lange Lesenächte sind sicherlich vorprogrammiert!

Und wer noch mehr über die Midnighters erfahren will, kann das auf der entsprechenden Homepage machen. Neben jeder Menge Informationen findet man ein Quiz und ein Gewinnspiel. http://www.5midnighters.de

Rezensiert von Christine Sinnwell-Backes

Rowan – Tochter des Robin Hood (von Nancy Springer)

Rowan – Tochter des Robin Hood
von Nancy Springer
Hamburg, Carlsen-Verlag 2006.
187 Seiten.
Taschenbuch 8,00 €
ISBN: 978-3551354792
ab 12 Jahre

Ein neues Kapitel in der Geschichte des Robin Hood

Ein seltsames Gefühl überkommt Rosemary beim Sammeln von Huflattich. Der Schutzzauber ihrer Mutter endet plötzlich und sie ahnt, dass etwas Schreckliches passiert sein muss. Als Rosemary kurz darauf die Lichtung erreicht, die die Heimat der Beiden war, muss sie feststellen, dass ihre Mutter Opfer der Flammen geworden ist. Mit einem Mal alleine auf der Welt, ahnt sie, dass sich ihr Leben für immer verändert hat. Nur ein Mensch fällt ihr ein, zu dem sie gehören könnte. Ein Mann der in Lieder besungen wird und über den es zahlreiche Geschichten gibt: Robin Hood, ihr Vater.
Doch der Weg in den Sherwood Forest in weit und für ein Mädchen gefährlich. Und so wird aus Rosemary Rowan, ein Junge, der sich auf die lange und beschwerliche Reise macht. Unterwegs begegnen ihr die geheimnisvollen Elben, aber auch der Gehilfe des Sheriffs von Nottingham kreuzt ihren Weg. Zum Glück findet Rowan auf der Such nach Robin Freunde. Ein Wolfshund schließt sich ihr an und wird ihr treuer Begleiter, ein musikalischer Riese und eine Prinzessin, die sich auf der Flucht befindet, werden zu ihren Gefährten.
Doch als sie endlich auf Robin Hood trifft, verläuft die Begegnung ganz anders als erwartet. Erst als dessen Leben in Gefahr gerät, kann Rowan zeigen, was in ihr steckt…

Nancy Springer hat bereits über 40 Romane, darunter mehrere Kinder- und Jugendbücher, verfasst. Mit „Rowan – Tochter des Robin Hood“ wagt sie sich in die sagenumwobene Welt des Robin Hood, dessen Abenteuer bereits zahlreich verfilmt wurden und wahrscheinlich fast jedem ein Begriff sind. Neben Robin Hood tauchen auch andere Figuren aus der ursprünglichen Buchfassung auf. Little John und der Sheriff von Nottingham haben beide einen kurzen „Gastauftritt“.
Doch die Hauptfigur ist Rosemary. Auf ihr liegt der Fokus, und sie begleitet der Leser auf ihrer abenteuerlichen Reise zum Sherwood Forest.
Der Roman hat einen für Kinder und Jugendliche leicht zu lesenden und zu verstehenden Stil. Rowans Geschichte ist spannend geschrieben und flüssig erzählt. Besonders gut gelungen ist dabei die Mischung von Elementen aus den Legenden um Robin Hood und den Erlebnissen Rowans. Diese Verknüpfung lässt die Geschichte zu einer ganz eigenen Interpretation von den Robin-Hood-Geschichten werden. Unter den vielen Hood-Adaptionen fügt Springer sicherlich eine ganz neue Perspektive hinzu. Und durch das Auftauchen der geheimnisvollen Elben webt sie zudem Magie in ihre Geschichte mit ein und lässt sie so geheimnisvoller werden.

„Rowan – Tochter des Robin Hood“ ist ein lesenswertes Buch, in dem der Leser einem Mädchen begegnet, das über sich selbst hinauswächst und sich einen eigenen Platz in der Welt sucht.

Rezensiert von Christine Sinnwell-Backes