Archiv der Kategorie: Märchen

{Besuch von der Elfenbeinküste} Eine besondere Gruppenstunde

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Einen wirklich ganz besonderen Gast hatten wir an diesem Samstag bei uns in der Lese- und Schreibwerkstatt zu Besuch.

N’Guessan Olivier Kouadio, engagierter Deutschlehrer an der Elfenbeinküste, war am Wochenende zu Gast in unserer Gruppenstunde.

Bereits seit 2014 haben wir eine Verbindung zu Oliviers Deutschclub „Martin Luther“ an der Elfenbeinküste. Durch eine Mail hatte ich damals von seinem Engagement und seiner Begeisterung für die deutsche Sprache und Kultur erfahren und Kontakt mit ihm aufgenommen. Wer mehr über die Anfänge unseres Clubaustauschs erfahren möchte, findet hier auf dem Blog unter der Kategorie „Elfenbeinküste“ auch noch mehr Informationen dazu.

Nun hat Olivier ein Stipendium vom Goethe-Institut bekommen, das ihm die Reise nach Deutschland und einen zweiwöchigen Aufenthalt in Berlin ermöglicht hat. Im Anschluss daran ging es für Olivier direkt weiter nach Freiburg wo er zur Zeit an einer Sprachschule hospitiert. Und von dort haben wir ihn nun ein Wochenende zu uns eingeladen.

Für uns alle stellte das persönliche Kennenlernen einen ganz besonderen Moment im Rahmen unserer Partnerschaft statt. Denn es ist natürlich ein großer Unterschied, ob man sich übers Internet schreibt, oder sich tatsächlich persönlich begegnet. Wir alle waren sehr gespannt auf Olivier und er hat uns mit seiner Liebe zur deutschen Sprache richtig mitgerissen.

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Wir alle hörten ihm aufmerksam zu, wenn er davon berichtete, wie der schulische Alltag an der Elfenbeinküste für ihn und seine Schüler aussieht.

Klassen mit über 60 Schülern, Klassenräume die von den Schülern selbst sauber gehalten werden müssen, Schulgeld das sich nicht jeder leisten kann: da staunten unsere Leseratten nicht schlecht. Besonders nachdenklich machte es uns alle, wenn Olivier von Schülern erzählte, die aus den umliegenden Dörfern kamen und zu weit weg wohnten, um den Schulweg täglich meistern zu können. Diese werden von ihren Familien oft in kleinen Wohnungen eingemietet und müssen dort während des Schuljahres dann komplett alleine leben. Und das teilweise schon mit zehn Jahren. „Die Kinder werden früh selbständig“ erzählte Olivier und berichtet von seinem Wunsch, eine Art Jugendherberge für diese Schüler mit der Zeit aufzubauen, in der sie dann nicht alleine wohnen und betreut wären.

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Viele Kinder hatten spontan ein wenig Taschengeld mitgebracht, auch die erwachsenen Gäste hatten Geld dabei und wir sammelten in einer Spendenbox für Oliviers Schüler an der Elfenbeinküste. Das tun wir auch weiterhin. Und sollte jemand von euch helfen wollen, dann schreibt mir doch einfach eine Mail an christine_sinnwell@web.de

Für uns ist dieser Austausch eine sehr besondere Erfahrung. Wir lernen viel über eine andere Kultur kennen und die Elfenbeinküste ist längst nicht mehr nur ein anonymer Punkt auf der Landkarte für uns.

Neben der Amtssprache Französisch gibt es über 60 regionale Dialekte, z. B. Baoulé, das von Olivier gesprochen wird.

Für euch und die Leseratten der Schreibwerkstatt hat Olivier noch eine Sage eingesprochen, in der er uns erzählt, wie es dazu kam, dass das Volk Baoule an der Elfenbeinküste lebte und welch traurigen Ursprung das Wort hat.

In den nächsten Wochen wollen wir mit unseren Leseratten auch Bilder zu der Geschichte malen.

Und auf Dauer überlegen wir schon, wie wir daraus ein kulturübergreifendes Projekt machen. Denn Olivier wird mit seinen Deutschclub-Mitgliedern weiter auf die Suche nach Geschichten und Sagen gehen und diese mit ihnen für uns einsprechen. Ret Samys hatte nun die wunderbare Idee, dass  wir  umgekehrt deutsche Märchen für die afrikanischen Schüler aufnehmen können. Und ich denke, dass das ein ganz herrliches Projekt werden wird. Auch hierfür brauchen wir die Spendengelder, denn wir würden für Oliviers Club gerne einen Beamer und einen Laptop besorgen, damit wir solche Projekte noch besser und direkter vernetzen könnten. Vielleicht begegnen sich unsere Gruppen ja irgendwann per Skype? Und Olivier könnte mit seinen Teilnehmern die Beiträge auf dem Blog gemeinsam anschauen.

Nun aber zu dem Märchen von der Königin Abla Pokou die ein großes Opfer bringen musste, um ihr Volk zu retten. Die erste Version ist auf Deutsch, dann kommt die Französische und dann könnt ihr euch das Märchen auch auf Baoulé anhören.

Tatsächlich basiert die Sage auf historischen Ereignissen und die Königin hat es wirklich gegeben. Mehr dazu hier.

Einen besonders schönen Buchtipp habe ich auch noch von euch. Das Buch habe ich von zwei wundervollen Leseförderinnen bekommen. Christine Kranz und Tina Seibert von der Stiftung Lesen haben es mir geschenkt (ihr habt damit aber so was von den Nagel auf den Kopf getroffen!) und ich empfehle es als Geschenkidee sehr gerne weiter.

Afrika – wie ist es da? heißt es und enthält viele bunte Geschichten aus Afrika. Für kleine Kinder- für größere Kinder: hier findet ihr eine sehr schöne Sammlung an afrikanischen Geschichten. Und manche davon finden sich auf der beiliegenden Hör-CD auch gleich noch vorgelesen vor.

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Und Olivier konnte auch direkt bestätigen, dass der Baobab – der Affenbrotbaum – der im Buch in manchen Geschichten vorkommt, tatsächlich in den Dörfern eine große Bedeutung hat.

Viele Kinder hatten zur Gruppenstunde auch Kekse, Muffins und Knabbereien mitgebracht. Besonders bedanken wir uns bei der syrischen Familie von Osama, die für uns extra syrisches Essen zubereitet haben, was auch Olivier sehr gerührt hat.

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Und so sieht das Geld an der Elfenbeinküste aus:05-DSCN8038

Und unser genialer Quizmaster Ret Samys hat auch wieder ein Quiz über die Elfenbeinküste entworfen. Hier findet ihr es:   cotedivoire  Gar nicht so einfach, sage ich euch. Das Lösungswort ergibt den Namen einer wichtigen Stadt an der Elfenbeinküste.

Zum Schluss ein kleines Sprüchlein aus eigener Feder, das meine Gedanken zu diesem Wochenende zusammenfasst:

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Liebe Grüße

Christine

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{Märchenwochen} Zauberhafte Ideen rund um die geheimnisvolle Welt der Märchen

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Alle Jahre wieder… so könnte ich diesen Beitrag fast nennen. Denn immer wieder gibt es eine Zeit, in der ich den Märchen einige Wochen lang ganz viel Platz in der Lese- und Schreibwerkstatt einräume.

Dann wird die Märchenkiste vom Schrank genommen und wir nehmen abwechselnd Gegenstände aus der Kiste und schauen dann, zu welchem Märchen der Gegenstand gehören könnte.

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Und dann lesen wir natürlich Märchen vor. Ein neues Märchenbuch, das ich  persönlich ganz besonders gerne einsetze stammt aus dem Ellermann-Verlag: Meine schönsten Bildermärchen heißt es und in diesem Buch sind natürlich auch die Märchen erzählt. Aber eben nicht nur: wie in einem Comic findet man die Märchen in Bildern dargestellt und die Kinder können das Märchen anhand der Bilder sehr schön nacherzählen oder auch -spielen.

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Ich persönlich finde es dabei immer sehr spannend zu beobchten, welche Sprüche den Märchenfiguren dabei manchmal in den Mund gelegt werden. Die Disney-Filme lassen da an manchen Stellen grüßen.

Umso schöner finde ich es, dass Kinder dann auch die klassischen Märchen noch kennen oder in den Märchenwochen kennen lernen.

Wir haben es in der vergangenen Woche so gemacht, dass wir uns in zwei Gruppen aufgeteilt haben und dass jede Gruppe für die andere ein Märchen einstudiert hat. Mit Kostümen und ein wenig Fantasie haben sich die Kinder in ihre Rollen verwandelt und dann ging es los.

Das Nachspielen hat allen sehr viel Freude bereitet.

Doch auch das Kamishibai kam dabei wieder zum Einsatz. Vom Don Bosco-Verlag habe ich schon länger das herrliche Märchenkarten-Set „Die Bremer Stadtmusikanten“ und so bekam die kleine Mittwochsgruppe dann ein kleines Kamishibai-Theater gespielt.

Die Kinder entwickelten das Märchen anhand der Bilder mit und durften lautstark die Tiere spielen. Vor allem als die Tiere die Räuber aus dem Haus verjagten war auch bei uns ein ohrenbetäubendes Stadtmusikantenlied zu hören.

Ehrlich: wenn ich ein Räuber gewesen wäre, wäre ich auch geflohen so sehr hatten sich die Katzen, Esel, Hunde und Hähne ins Zeug gelegt.

In den nächsten Wochen geht es zauberhaft bei uns weiter und Mitte März gehen wir dann zusammen ins Theater: „Die Bremer Stadtmusikanten“ werden gespielt. Ich bin schon gespannt, ob die so laut sein werden, wie meine Musikanten.

Und ein kleines Spiel gibt es noch für euch: ein Märchenteller-Memory. Dazu bemalen die Kinder Pappteller mit zwei gleichen Märchenmotiven. Diese werden dann im Raum umgedreht verteilt und wie beim Memory müssen die richtigen Motive gefunden werden.

Ganz schnell und günstig zu machen und die Kinder sind so begeistert von ihren eigenen Motiven.

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So, und nun drückt meiner Stimme die Daumen. Morgen halte ich auf der Didacta in Köln einen Praxisworkshop zum Thema Literacy  und momentan bin ich ziemlich heiser.

Märchenhafte Grüße für euch

Christine

{Märchen der Welt} Eine Reise in die arabische Welt

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Eine ganz besondere Märchenreihe gibt es in der Lese- und Schreibwerkstatt seit vielen Jahren. „Märchen der Welt“ haben wir sie getauft und die Idee die dahinter steht ist Folgende:

Wir laden zu diesen Märchen eine Muttersprachlerin oder einen Muttersprachler ein, der uns ein Märchen aus seinem Land mitbringt. Dieses lassen wir uns zweimal vorlesen: einmal in deutsch (damit wir es verstehen) und einmal in der Landessprache. Daneben wollen wir aber auch immer die Kultur kennen lernen, wollen Fragen stellen, Neugierig sein und etwas über das jeweilige Land und die Menschen dort erfahren.

Im Laufe der Jahre sind wir so beispielsweise schon nach Italien, Frankreich, Polen oder Spanien gereist. Fast immer kochen oder backen wir dann auch etwas passendes aus dem Land mit unseren Leseratten.

Dieses Mal sollten uns die Märchen der Welt ein Stück weiter weg entführen: nach Syrien und in die arabische Welt.

Auch an unseren Leseratten und uns selbst geht die aktuelle Thematik der Flüchtlingsströme nicht vorbei und deshalb dachten wir uns, dass es sehr wichtig ist, auch in unserer Schreibwerkstatt das Thema mit den Kindern aufzugreifen, ihnen die Gelegenheit geben zu können, auch einmal Fragen zu stellen und uns umgekehrt die Chance geben, ein wenig zu den Ursachen der Flüchtlingssituation zu erklären und auch mit den Kindern zu besprechen, was Flucht bedeutet, warum Menschen aus ihrem Land fliehen. Diese Fragen werden uns auch in den nächsten Monaten immer wieder beschäftigen, denn das Thema Flucht wird nun immer wieder einmal bei uns aufgegriffen werden und mit Geschichten und Literatur unterlegt werden. (Wer gute Literatur kennt, darf uns gerne Tipps geben)

Unterstützt wurden wir wie schon bei unserem gemeinsamen deutsch-syrischen Frühstück von Bernhard Mommenthal der einer der Gründer der Flüchtlingshilfe Nalbach ist. Die Flüchtlingshilfe Nalbach ist ein ganz wunderbarer Zusammenschluss von Menschen, die sich vor Ort für die Flüchtlinge einsetzen. Denn gerade nachdem die Menschen aus den Erstaufnahmeeinrichtungen auf die Gemeinden verteilt werden, wo sie dann wohnen sollen, ist Hilfe so wichtig damit die Menschen auch wirklich hier ankommen und wissen, an wen sie sich wenden können bei Fragen und all den Dingen die im Alltag auf sie warten. Hier gibt es in Nalbach ganz viele Menschen die Zeit einbringen um für die ankommenden Flüchtlinge da zu sein und das auf vielerlei Arten.

Doch zurück zu unseren Märchen der Welt: über die Flüchtlingshilfe hatten wir Kontakt zu Roula Kasem, einer Syrierin die schon länger in Deutschland lebt und dadurch auch schon sehr gut Deutsch spricht. Roula brachte uns nicht nur das Märchen von Laila und dem Tiger mit, sie hatte auch ihre Töchter Rojana und Sara dabei und zudem ein leckeres syrisches Gebäck. Doch auch weitere Gäste waren gekommen und so begrüßten wir neben Roula weitere syrische Frauen und Kinder in unserer Mitte.

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Ganz ruhig wurde es in der Leseecke, als Roula mit ihrer Geschichte begann: zuerst auf deutsch und dann auf arabisch. Die Geschichte hat uns alle direkt an ein deutsches Märchen erinnert und das fanden wir total faszinierend: dass sich Märchen so weit ausbreiten und den gleichen Kern enthalten.

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Roula hatte zudem ein Lied für uns mitgebracht, das von dem Märchen handelt. Sowohl die arabische Version des Märchens als auch das Lied haben wir hier für euch auch als Audiodatei zum Anhören.

Für uns war der fremdartige Gesang ganz faszinierend und hat uns sehr gut gefallen. Zusammen mit Roulas Gebäck sind wir tatsächlich ein wenig in die arabische Welt eingetaucht.

Nach dem Märchen haben wir damit begonnen, die Geschichte zu gliedern und zu jedem Abschnitt Bilder zu malen. Diese werden wir in den nächsten Wochen dann zu einem Bilderbuchkino zusammenfügen: dabei scannen wir alle Bilder in der richtigen Reihenfolge ein und werden sie hier für euch als pdf zum Download anbieten.

Märchen der Welt – Deutsche und arabische Textversion von Layla und der Tiger

Layla und der Tiger

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Nächste Woche werden wir dann noch einmal nach Syrien reisen, zumindest kulinarisch: denn dann werden wir gemeinsam mit einigen Flüchtlingsfamilien syrisch backen.

Liebe Grüße

Christine

Spieglein, Spieglein in der Hand (mit Bastel-Vorlage)

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Schablone als Download (PDF)
Vor zwei Wochen haben wir Schneewittchen-Cupcakes gebacken, so rot wie Blut, so weiß wie Sahneschnee und so schwarz wie Ebenholz. Diesen Samstag haben wir uns vom Bösewicht der Geschichte inspirieren lassen: Zauberspiegel!

Zum Basteln haben wir uns eine Vorlage erstellt. Die könnt ihr natürlich auch frei benutzen:

Spiegel in den verschiedensten Farben konnten ausgeschnitten und dann mit Masking-Tape, Mosaiksteinen, Glitzerzeug und – als spiegelnde Oberfläche – Aluminiumfolie versehen werden.

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Dann ging es an’s Schreiben: Ganz viel Fantasie war gefragt, ganz gleich, ob eine Geschichte entsteht, man sich überlegt, welchen Zauber- und Reimspruch den Spiegel zum Leben erweckt oder ob man sich überlegt, wo man seinen Spiegel herbekommen hat.
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Eine kreative Geschichte von Marie-Lena könnt ihr gleich hier lesen:

Mein Zauberspiegel

Ich hielt den Spiegel in der Hand und sagte: „Lass mich schnell wie ein Pferd sein!“
Der Spiegel sprach: „Passwort.

So sagte ich:
Hör mir zu, du doofer Spiegel,
Sonst werf‘ ich nach dir einen Ziegel!

Wunsch erfüllt, so soll es sein.
Doch zu denem Pferdebein
Kommen Hufe, Schweif und Mähne
Und natürlich Pferdezähne.

Und dann war ich ein Pferd.

Wir waren im Fernsehen

Fleißige Leser unseres Blogs wissen schon alles über unser Blogevent und auch, dass der Saarländische Rundfunk mit Kamera und Mikrophon bei uns war.

Jetzt ist es soweit, wir waren tatsächlich im Fernsehen! Den Beitrag könnt ihr euch hier ansehen:

Video


Unser Teil fängt bei ca. 29 Minuten an, ihr könnt aber auch an der rechten Seite des Videos „Backen in Nalbach“ anklicken, dann kommt ihr direkt zum Beitrag.

Hier nochmal alles, was ihr zum Märchen-Blog-Event wissen müsst:
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Viel Spaß mit dem Video

Eure Leseratte Ret

Märchenzeit! Der SR bei uns zu Gast

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Hui! Da hatten wir gestern einen ganz besonderen Gast in unserer Lese- und Schreibwerkstatt. Der SR (Saarländische Rundfunkt) hat uns mit einem Kamerateam besucht. Der Grund? Unser Märchenblogevent „Backen, Vorlesen, Glücklich sein“ hat den SR neugierig gemacht und er wollte wissen, was sich hinter der Märchenzeit verbirgt. Zwei Stunden lang hat uns der SR deshalb über die Schulter geblickt und war live dabei, wie wir mit den Leseratten gebacken und ein Märchen vorgelesen haben und ja- am Ende waren wir alle glücklich, denn es hat einfach nur Spaß gemacht.

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Aber wie ist der SR überhaupt in die Lese- und Schreibwerkstatt gekommen?

Vor einigen Tagen war ein Bericht über unser Blogevent in der Saarbrücker Zeitung. Diesen Artikel hat der SR gelesen und hat daraufhin bei mir angerufen und gefragt, ob ich demnächst denn eine Vorleseaktion mache.

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Mit meinen Leseratten mache ich ja seit eingen Wochen immer wieder einmal eine Back-Vorleseaktion. Wir haben schon Froschkönigkugeln gebacken, Pfannkuchen gemacht (Der dicke, fette Pfannkuchen), Fischkekse gebacken (Der Fischer und seine Frau) und nun standen Rosencupcakes an.

Denn Dornröschen hatte ich mir zum Vorlesen ausgesucht. Den Raum hatte ich dieses Mal sehr mädchenhaft dekoriert mit rosa Tüll und frischen Rosen aus dem Garten (diese durften dann auch die Cupcakes zieren).

Für die Kinder hatte ich Rosenblätter in eine kleine Dose gefüllt und ließ sie erst einmal schnuppern und am Geruch erkennen, um welches Märchen es sich handeln könnte. Auch eine Märchenkiste hatte ich vorbereitet.

Dazu nehme ich mir eine Kiste und packe Gegenstände hinein, die zu dem Märchen passen können.

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In der Dornröschenkiste waren eine kleine Spindel, Prinzessin und Prinz, ein Baby, eine Rose und ein Kussmundabdruck.

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Doch bevor es losgehen konnte wurde ich erst einmal verkabelt.

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Zwischen dem Backen und Vorlesen wurden wir hin und wieder gebeten, einen Satz zu wiederholen oder Kameraeinstellungen wurden aus verschiedenen Positionen gedreht. Das war für die Kinder schon sehr spannend.

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Das Backen machte allen wieder große Freude und auch das Dekorieren des eigenen Cupcakes war ein kleines Highlight. Auf jeden Cupcake kam ein kleines Röschen und ein wenig Zuckerdeko.

Das Rezept für die Cupcakes habe ich hier schon einmal für euch gepostet. Ich habe übrigens den Tipp bekommen, dass es bestimmt auch total lecker wäre, die Cupcakes mit Rosenwasser zu tränken. Das probiere ich beim nächsten Mal auf jeden Fall noch aus.

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Gegessen wurde dann auch ganz stillecht von goldenen Tellern. Diese habe ich vorher mit Farbspray golden eingesprüht und die Kinder durften sie dann noch mit Edelsteinen bekleben.

Nun warten wir allesamt ganz gespannt darauf, den Beitrag im Aktuellen Bericht zu sehen. Nächste Woche ist es irgendwann soweit und wir werden für 2 1/2 Minuten im Fernsehen zu sehen sein.

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Der Gefühlsfischer und seine Frau

Das Thema Gefühlsfische geht weiter. Aber bevor wir anfangen können, werden wir nett überrascht: Dirk ist da und hat ein paar Sachen mitgebracht. Bücherspenden, Veranstaltungsposter und -flyer für die nächste FaRK

(ein Fest zum Kaufen, Verkleiden und Erleben rund um das Thema Fantasy, Science Fiction und Steampunk)… und sage und schreibe 500€ vom Mittelalterfest für uns und unsere Elfenbeinküsten-Aktion. Dafür gibt es großen Applaus.
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Während sich noch um die Bücherspenden gekümmert werden, hören die Kinder Der Fischer und seine Frau und malen dazu. Ein paar sehr schöne Bilder kommen dabei heraus. 07-DSC_2833 05-DSC_2831

Dann geht es an Gefühlspaare. Fische werden gebastelt und in Paaren mit Gefühlen versehen. Später werden die Fische gezogen, je einen Fisch für jeden, und dann muss schauspielerisch herausgefunden werden, wer der Gefühlspartner ist.
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Gar nicht so einfach, wie ähnlich sind zum Beispiel ängstlich und einsam oder  arrogant und mutig. Mit etwas Übung stehen dann aber die meisten Kinder mit ihren Gefühlspartner zusammen.

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Wenn ihr diese Vorlage ausdruckt, könnt ihr eure eigenen Gefühlsfische basteln und wahnsinnig viel Spaß haben.

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Märchen-Rallye durch Nalbach

littleRedDieses Mal hatten wir ein eher ungewöhnliches Programm vor uns. Anstatt in der Lese- und Schreibwerkstatt zu bleiben, machten wir uns auf den Weg ins Dorfinnere Nalbachs. Was uns da erwartete? Märchen! An vielen verschiedenen Stationen an verschiedenen Orten warteten Aufgaben rund ums Thema Rotkäppchen, Rumpelstilzchen, Rapunzel & co auf uns.

Die einzelnen Stationen könnt ihr euch übrigens hier als PDF-Dokument herunterladen.

34-DSC_0555Als allererstes gingen wir zum Bürgermeister Peter Lehnert, der uns ganz herzlich begrüßt hat und ein paar Lebensmittel auf dem Tisch vorbereitet hatte. Ganz klar, was die Prinzessin auf der Erbse bekam, aber in welchem Märchen kam nochmal Wein vor? Und was ist mit dem Apfel? Oder aber mit den Eiern?

Anschließend ging es in drei Gruppen in unterschiedlicher Reihenfolge an die anderen Rallye-Stationen.

Weiter ging es mit dem Namenchaos in der Apotheke. Die Buchstaben der Märchenfiguren sind völlig durcheinandergeraten. Wie heißt die Schnutelpate denn wirklich? Oder – eines der fiesesten Beispiele – wer ist der Görschinkof?

„Farbenfroh“ hieß die nächste Station – und das war sie auch.  Im Blumenladen „Steffi’s Blumenplanet“ sollten wir Farben und Märchen verbinden.

Märchenzitate, Glückszahlen zuordnen, sich ein Märchen erzählen lassen, Frau Holle’s Kissen ausklopfen (das ist doch mehr Arbeit, als man denkt), Tierkarten zuordnen und Märchengedichte schreiben, all das haben wir gemeistert. Ganz toll unterstützt wurden wir unter anderem von der Eisdiele, von der Apotheke, von der Bücherecke, von Steffi’s Blumenplanet, vom Optiker und natürlich vom Bürgermeister.58-DSC_0579

Frau Holles neue Helfer

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45-DSC_0566Märchen vorlesen lassen – spitzt aufmerksam die Ohren und beantwortet die Fragen

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Gewinne abstauben: eine Menge interessanter Bücher

Hier eines der Märchengedichte:

Rosen sind rot
Kugeln sind gold
Frösche sind grün
Der König ist ein Unhold

Geschichten aus der Vorstadt des Universums (von Shaun Tan)

Geschichten aus der Vorstadt des Universums
von Shaun Tan
ISBN: 9783551581983
Seiten: 95
Alter: ab 9

Inhalt:
Eine Sammlung merkwürdiger, schöner Geschichten mit Märchenatmosphäre und wunderbaren Illustrationen.
In einer ganz normalen Welt mit ganz normalen Menschen, gibt es Geschichten zu erzählen, die nicht ganz normal sind:
Der weise Wasserbüffel, der immer die passende Antwort zu allen Fragen hat. Der winzige Austauschschüler, von dem man erst erfährt, wie es ihm gefällt, wenn er schon längst weg ist. Der Mann in Taucherrüstung, der nach Hause kommt und ein Herz erwärmt. Verlorene Gedichtfetzen, die zueinander finden und zusammen etwas großes, unerklärliches vollbringen. Ein Hochzeitsritual, das die merkwürdigste aller Reisen mit sich bringt. Eine geheime Welt im Innenhof. Ein Feiertag, der Gefühle aufwühlt wie kein anderer. Kriegsmaschinen, die bunt angemalt werden und vielfältig verwendet werden. Das Ende der Straßenkarten wird erforscht…

Ja, es ist diese Art Geschichten, die einen am Ende still, fragend, gefühlsaufgewühlt und berührt stehen lassen und dann fragt man sich: „Was wäre wenn…“
Denn manchmal ist auch das unglaublichste Ereignis Teil der Normalität.

Meine Meinung:
Dieses Buch ist schwer zu beschreiben. Es ist merkwürdig. Es ist normal. Es ist schön. Es ist düster und bunt und voller Hoffnung.
Also gut, versuchen wir diesem Buch auf den Grund zu gehen…

Es gibt kurze, einseitige Geschichten und es gibt längere. Einige haben ein paar Bilder, andere bestehen fast nur aus Bildern und wieder andere ergeben nur den vollen Sinn, wenn Bild und Text zusammenkommen. Und die Bilder sind erste Klasse. Shaun Tans kleine Meisterwerke gelten schon seit einiger Zeit als herausragend, seine kleine verrückte Welt kann er hier, in dieser Vorstadt, in der alles passieren kann, wunderbar ausführen. Einige Geschichten sind vielleicht zu verworren, als dass sie gefallen können. Andere sind traurig. Aber sie sind in meinem Kopf und ich kann sie nicht loswerden. Ich bin diesem Buch verfallen. Was mich bei Shaun Tan gar nicht wundert. Und jetzt ist es Teil meiner Normalität.

Was ist dieses Buch denn jetzt? Ich würde sagen, es ist eine Sammlung von Märchen. Moderne Vorstadtmärchen, die vor 100 Jahren genauso gut gewesen wären wie sie in 100 Jahren sein wird.

Es lässt sich sagen, dass es sich zum Vorlesen eignet, aber trotzdem nicht unbedingt für jüngere Leser verständlich ist. Es gibt viel Interpretationsraum und gleichzeitig können die Geschichten auch für sich selbst stehen.

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Weiter geht´s durchs Märchenland – Sterntaler regnet es heute

Märchenwochen in der Lese- und Schreibwerkstatt

Auch in dieser Woche drehte sich bei uns alles um die zauberhafte Welt der Märchen. Den Auftakt bildete wieder eine Märchenkiste, aus deren Inhalt die Kinder das heutige Märchen erraten mussten.

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Gefüllt mit Sternen, Talern, Brot und einigen Kleidungsstücken war schnell klar, dass Sterntaler heute vorgelesen wurde. Auch hier waren die Kinder wieder aktiv am Märchen beteiligt. Nachdem jeder einen Gegenstand ausgesucht hatte, war es die Aufgabe ihn an der richtigen Stelle in der Geschichte in die Mitte zu legen. Zum Schluss regnete es dann Sterne und Taler. Ganz wie im Märchen.

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Nach dem Vorlesen hatten wir dann ein besonderes Programm: ein Märchenroulette, bei dem immer zwei Kinder zusammen die „Zutaten“ für eine eigene Geschichte erdrehen durften. Das Märchenroulette hat mir mein handwerklich geschickter Papa gebaut. Aus zwei Spannplatten schnitt er Kreise und bohrte durch diese Löcher für eine Haltestange. Ich selbst habe die Scheiben dann einfach noch mit Acrylfarbe und Glitzer aufgehübscht. Und schon konnte es los gehen.

Auf der unteren Drehscheibe waren geheimnisvolle Gegenstände zu sehen, auf die obere Scheibe klebten wir gemeinsam Märchenbegriffe: und dann ging es los: Geschichtenerfinden und dann anschließend Erzählen! Da kamen ein paar tolle Sachen heraus. Damit man die Scheibe immer wieder nutzen kann, habe ich die Gegenstände mit Klettband befestigt. So kann man sie für alle möglichen Themen immer wieder neu bestücken.

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