Archiv der Kategorie: buchtipp

Seimaden (von You Higuri)

Lesecafé ist in unserer Gruppe der älteren Leseratten ein monatliches Treffen, bei dem wir uns (mit Tee & kleinen Naschereien) gegenseitig erzählen, was wir in letzter Zeit gelesen haben. In diesem Jahr haben wir damit angefangen, das Lesecafé über Videokonferenz aufzubauen. Hier ist nun ein Auszug aus einem der Lesecafé-Treffen!

Annika erzählt uns von Mangas:

Ich habe 10 dieser Bücher in 4 Nächten durchgelesen, nachts von 11 bis 2, 3 Uhr. Das hier ist die Serie Seimaden. Die Serie habe ich von meinen Eltern geschenkt bekommen und ich fand sie schon zimelich interessant, weil sie jetzt nicht so, wie in den meisten Mangas, sehr große Augen gezeigt werden oder, na gut, Kampf und Blut ist in den Büchern jetzt mehr gewesen, da geht ein Arm ab oder was weiß ich alles… eh… Aber die Geschichte fand ich ganz gut dahinter. Im 1. Band sieht man nur eine Tänzerin, die einfach nur tanzt, sich aber an nichts davor erinnern kann. Sie tanzt einfach nur, um weiterzukommen. In den Büchern danach, in den 10, findet sie immer mehr über sich selbst heraus, dass sie mal Dämonen gekannt hat, Engel, alles. Im Endeffekt wird es eine Art Liebesgeschichte, aber auch eine traurige Geschichte, da ein Geliebter auch stirbt. Trotzdem war es aber sehr schön. Ich habe hinter mir jetzt noch 52 andere Bücher, die ich alle gelesen habe, seit den Sommerferien.

Christine: In welchem Verlag sind sie denn erschienen? Ich weiß ja, Carlsen Verlag hat ja überwiegend die Manga im Sortiment.

Annika: Die sind auch von Carlsen-Comics, es gibt aber auch viele andere.

Christine: Ist das dann auch so, wie im klassischen Manga, dass du von hinten anfängst, von rechts nach links liest?

Annika: Ja

Christine: Wie lange braucht man da, um sich daran zu gewöhnen?

Annika: Ich habe schon meine ersten 5, 6 Büchern wie normal angefangen, aber das Praktische ist: Auf der ersten Seite steht immer, von unserer normalen Seite, steht immer ein Halt-Schild, damit auch jeder kapiert. Bei den ersten 2, 3 ist es mir dann auch passiert, dass ich dann das Ende schon gewusst habe.

Christine: Kommen die alle aus Japan oder woher kommen die klassischen Mangas?

Annika: Also, viele sind natürlich aus Japan, aber es gibt auch viele deutsche Mangaka – nicht so viele, in Japan gibt es ja gane Firmen nur für Mangas, um zu zeichnen oder zu produzieren, aber Deutschland, Frankreich, das gibt’s auch alles.

Christine: Was ist denn für dich jetzt so das, was dich am Thema Mangas so interessiert?

Annika: Also, ich finde die Zeichenart so faszinierend. Ich zeichne ja auch als Hobby, meine ganze Wand neben mir ist eigentlich voll davon. Aber ich möchte später auch Graphic Design studieren, deshalb setze ich mich damit auseinander.

Der Junge aus der letzten Reihe (von Onjali Q. Raúf)

Lesecafé ist in unserer Gruppe der älteren Leseratten ein monatliches Treffen, bei dem wir uns (mit Tee & kleinen Naschereien) gegenseitig erzählen, was wir in letzter Zeit gelesen haben. In diesem Jahr haben wir damit angefangen, das Lesecafé über Videokonferenz aufzubauen. Hier ist nun ein Auszug aus einem der Lesecafé-Treffen!

Elisa hat ein Buch gelesen und erzehlt uns davon:

Es geht um ein Flüchtlingskind, das kommt in die Klasse und setzt sich in die letzte Reihe – deswegen auch der Name. Das Mädchen, das das Buch erzählt, will unbedingt sein Freund sein. Die Mama erklärt ihr zwischendurch, was ein Flüchtlingskind ist. Ahmet kommt aus Syrien und hat jemand bei sich, die für ihn alles übersetzt. Irgendwann erzählt er dann auch seine Geschichte, wie sie geflohen sind, beim Krieg, und zeichnet Bilder dazu. Allerdings hat man bei jedem Bild einen weniger gesehen. Am Anfang waren es „ich, Papa, Mama, Schwester und Katze“, auf dem 2. Bild war die Katze weg, auf dem nächsten war die Schwester weg, auf dem anderen war die Mama weg, danach kam kein Bild mehr.

Es kommt heraus, dass auch der Papa weg ist und die Katze verlorengegangen ist, als sie über Berge gewandert sind, die Schwester ist ertrunken, als sie auf einem Boot über das Meer gefahren sind. Und die Mama und der Papa sind irgendwo zurückgeblieben.
Jetzt will das Mädchen die Eltern wiederfinden.

Christine ergänzt:

Der Junge findet in der Klasse tatsächlich ein paar, die es gut mit ihm meinen, die sich mit ihm anfreunden, aber es ist auch umgekehrt: Er findet auch welche, gerade einen, der richtig fies ist. Man hört dann durch die Kinder auch so die Parolen und die Einstellungen der Eltern durchschimmern. Gerade wenn’s um Flüchtlinge geht, „Flüchtlingspack“ und wie man das ganze titulieren kann und so.

Elisa hat gerade die Stelle gemacht, an der habe ich fast geheult, wie ich das gelesen habe, mit der Schwester, die irgendwann weg ist. Die Kinder fassen aber einen großen Plan, die haben nämlich überlegt, wenn sie der Queen einen Brief schreiben und die Queen kriegt diesen Brief, die kann sich doch dafür einsetzen, dass der Papa, dass die Mama, dass irgendjemand vielleicht gefunden wird. Dann gibt’s auch eine Szene, wo sie versuchen, mit der Königin Kontakt aufzunehmen.

Es ist also ein Buch, dass richtig tiefgehend ist. Vergisst man nicht so schnell. Es ist ein Kinderbuch, ich finde auch, es ist so richtig gut für Kinder geschrieben. Die Autorin, die das geschrieben hat, die hat auch ganz lange an solchen Flüchtlingssachen gearbeitet, die hat mit ganz vielen gelebt. Die kennt sich also richtig aus, die hat ganz viel mitbekommen und mit ganz vielen Organisationen gesprochen.
Also wirklich, wirklich wirklich gutes Buch.

It’s All Good (von Lars Armend)

Weil ich ja wenig Zeit zum Lesen habe, d.h. ich habe nur abends Zeit zum Lesen und abends sind meine Augen immer so müde, habe ich mir das erste Mal ein Hörbuch heruntergeladen. Da muss ich sagen, ich bin ja kein Fan von Hörbüchern, also von vorgelesenen Büchern, sozusagen. Aber das finde ich jetzt echt ganz gut, weil, heute, z.B., habe ich ein bisschen gebügelt und das war gar nicht mehr so schlimm wie sonst immer, weil ich dabei mein Hörbuch gehört habe. Und das ist das hier: It’s All Good: Ändere deine Perspektive und du änderst deine Welt von Lars Armend. Da drin geht’s um die Änderung deiner Perspektive, weil man mit der Änderung der Perspektive die Welt, seine eigene Welt, ändert. Und das ist vielleicht ab und zu ganz hilfreich. Da geht’s dadrum: Das Leben, von dem man träumt, liegt vor unseren Füßen. Wir müssen nur die Schönheit erkennen, von der ganzen Sache. Dieses Buch, It’s all Good, ist also eine Liebeserklärung an den Augenblick und an das kleine Glück des Lebens. Es ist ein Plädoyer, sich auf seine Werte zu besinnen, z.B. Dankbarkeit, Wertschätzung, Mut (zum Beispiel für seine Träume einzustehen) – und, wie gesagt, das ganze ist einfach nur eine Frage der Perspektive.

Das hat also der Lars Armend geschrieben, der ist, glaube ich, 42, mittlerweile, ist also so in der „Mitte“ des Lebens, hat auch schon mehere Bestseller geschrieben, u.a. Dieses Bescheuerte Herz, das auch verfilmt worden ist, mit Elyas M’Barek, basierend auf einer wahren Begebenheit. Lars Armend ist Autor, Sprecher und Livecoach und es ist auch ziemlich interessant, sich sein Instagram-Profil oder die Internetseite anzugucken, weil es v.a. auf Instagram viele Sachen gibt, die zum Buch passen, Sinnsprüche für den Tag und so was; gar nicht irgendwie abgedroschen oder irgendwie, dass man sagt, „kenne ich schon, habe ich schon gehört“, sondern einfach so mitten aus dem Leben raus. Zum Beispiel, ein Lieblingsspruch ist „wäre es enfach, könnte es jeder“. 😀 „Ein neuer Tag beginnt, eine neue Chance zu zeigen, wer du bist und was du kannst.“

Das ist jetzt nicht nur für das etwas ältere Publikum hier 😀 interessant 😀 😀 :-D, sondern auch für die mitteljungen und die ganz jungen, und, ja, da dachte ich, dass es für jeden interessant ist – ist ja kein Kinder- und kein Jugendbuch, aber es ist einfach auch für euch jüngere Leutchen interessant, weil ihr noch so viel vor euch habt und vielleicht direkt mit einem positiven Mindset durchstarten könnt. Ich, zum Beispiel, muss da viel lernen, das war nämlich nicht so das Thema in unserer Jugend und ihr habt dann gleich die Möglichkeit, gleich zu beginnen, von euren Wünschen und Träumen mit den richtigen Mindset ranzugehen und das alles positiv zu gestalten und das auch zu sehen. Denn man sagt ja auch: „Ein Glas ist halb voll oder halb leer“, ist halt die Frage, wie man da steht.

Und ich bin auch ganz begeistert und ich bügele jetzt ziemlich gerne, muss ich sagen =D
Ist echt schön, zu hören, was er erzählt: Er erzählt viel von sich, von seiner, ich sage mal, Lebenskrise (ok, ist jetzt vielleicht etwas hochgegriffen), von seinem Alltag, was ihn da so bewegt und wie er es geschafft hat, das ganze ein bisschen umzudrehen.

Im zweiten Teil des Buchs gibt er Tipps, das ganze in vielleicht andere Bahnen zu lenken. Finde ich ganz gut, da bin jetzt in der Hälfte und bin sehr begeistert. Hab‘ aber noch Bügelwäsche. 😉

Geschichten aus den Herbstlanden

Lesecafé ist in unserer Gruppe der älteren Leseratten ein monatliches Treffen, bei dem wir uns (mit Tee & kleinen Naschereien) gegenseitig erzählen, was wir in letzter Zeit gelesen haben. In diesem Jahr haben wir damit angefangen, das Lesecafé über Videokonferenz aufzubauen. Hier ist nun ein Auszug aus einem der Lesecafé-Treffen!

Natascha hat ein Buch entdeckt und erzählt davon:

Geschichten aus den Herbstlanden habe ich im Drachenwinkel gefunden. Das ist eine Kutzgeschichtensammlung von knapp 30 Autoren, die größtenteils aus dem Drachenwinkel vorlesen, da sind also einige bekannte Namen dabei. Oliver Plaschka ist z.B. drunter, Fabienne Siegmund ist dabei, Christian von Aster hat was dazugeschrieben, mein persönlicher Liebling Christoph Marzi ist auch dabei.

Es ist zwar eine Kurzgeschichtensammlung, aber es baut trotz allem irgendwo ein bisschen drauf auf, weil die Geschichten alle in den Herbstlanden spielen. Herbstlanden setzt sich aus den drei Teilen September, Oktober und November zusammen.
Es beginnt in dem Teil von September, wo diverse verschiedene Charaktere vorgestellt werden und die Geschichten sind zwar in sich abgeschlossen sind, aber doch irgendwo in anderen Geschichten nochmal auftauchen. In Nebensätzen wird also nochmal erwähnt, dass in einem anderen Dorf eine Legende ist.
Es ist also so gesehen schön aufgebaut. Im Buch ist auch eine Karte eingezeichnet, mit dem Land.

Das Buch habe ich bei seiner Lesung gekauft und steht schon länger, so 2018, im Regal und jetzt erst habe ich es angefangen zu lesen – bin auch nicht ganz fertig geworden, weil es sich für mich zu lange gezogen hat. Ich bin nicht immer dazu gekommen, es zu lesen, und ich wollte es halt unbedingt lesen, bis der Herbst zuende war, irgendwann war es dann aber November und ich war an der 2. Geschichte und dann habe ich mir gesagt: Hm, gib ein bisschen Gas, schau mal, wie weit du kommst, und dann machst du weiter.

Zu den Geschichten selbst kann ich sagen, die haben auch meistens etwas mit Tod zu tun. Also, diese Thematik vom Herbst, schönste Jahreszeit, aber auch dieses Vergängliche, das ist etwas, das eigentlich in jeder Geschichte drin ist. Es geht irgendwo immer um jemanden, der fast alles verloren hat, der auf der Suche nach sich selbst ist – Drachenwinkel-Publikum, was soll ich sagen? 😉

Sonst ist aber auch vieles dabei, wo jemand stirbt oder jemand gestorben ist, der dann eine Botschaft für den Protagonisten hat. Was mir persönlich im Kopf geblieben ist, ist die Geschichte von Muriel, ein Mädchen, das gerade totsterbenskrank ist und beginnt irgendwann davon zu träumen, dass sie eine Waldmaus ist. Als Mäuschen huscht sie durch die Gegend und die Geschichte endet damit, dass sie zu ihrer Mutter sagt, „Mama, du musst mich gehen lassen, meine Freunde auf der anderen Seite warten auf mich.“ Als letztes Geschenk für die Mutter hat sie ein Blatt, das sie als Maus gesammelt hat und das irgendwie in die Menschenwelt geraten ist, als Erinnerung. Sie schläft dann ein, für immer, aber das wird dann wie eine Wiedergeburt dargestellt.
Das ist die Geschichte, die mir am meisten im Kopf geblieben ist, die auch ungaublich schön geschrieben ist, wo auch nichts mit Drachen besiegen oder keine-Ahnung-was vor sich geht, sondern wirklich was nettes, zur Abwechslung.

Cryptos (von Ursula Poznanski)

Lesecafé ist in unserer Gruppe der älteren Leseratten ein monatliches Treffen, bei dem wir uns (mit Tee & kleinen Naschereien) gegenseitig erzählen, was wir in letzter Zeit gelesen haben. In diesem Jahr haben wir damit angefangen, das Lesecafé über Videokonferenz aufzubauen. Hier ist nun ein Auszug aus einem der Lesecafé-Treffen!

Christine macht den Anfang und erzählt begeistert von einem Buch: Cryptos von Ursula Poznanski

Ich bin damals auf ein Buch gestoßen das heißt Ereobs. Bis dato hatte ich so etwas noch gar nicht gelesen. Sie hat auch einen eigenen Stil, wie sie Möglichkeiten verknüpft, wie sie in der Zukunft sein könnten und man ist of gar nicht so sicher, wo ihre Fährten hinführen. Das finde ich an ihren Büchern so spannend. Als Vielleser hat man es nämlich ganz oft so, dass man bei den meisten Büchern zeitnah schon weiß, ah, es geht in die Richtung – und das habe ich bei ihr eben ganz oft nicht. Ich habe, glaube ich, so fast alles von ihr gelesen.

Kryptos ist jetzt also ihr ganz neues Buch.
Ein junges Mädchen, Jana, die auf der Erde lebt, einige Jahrzehnte weiter, vielleicht ein Jahrhundert weiter. Im Grunde ist das eingetroffen, was sich jetzt so ein bisschen ankündigt: Die Erde hat sich vom Klima ganz radikal verändert – und zwar nicht zum Positiven für die Menschen. Es gibt also viele Menschen, es gibt aber nur wenige Ressourcen, es gibt wenig Lebensraum. Die Welt als solche ist ein wirklich unangenehmer Ort zum Leben geworden. Im Grunde genommen gibt es auch keine Regierungen und Länder mehr, die das ganze beherrschen, sondern vielmehr gibt es Konzerne. Und diese Konzerne sind die, die digitale Welten erschaffen. Die Menschen leben also in ganz kleinen Zellen, so, ich sage mal, 5 m² Mini-Räumchen und die sind auch fast gar nicht mehr in der Wirklichkeit. Das heißt, leben sie in virtuellen Welten, sie haben einen Anzug an und dieser Anzug versorgt sie auch mit Lebensmitteln und allem möglichen. Den ganzen Tag sind sie in irgendwelchen Welten, die sie sich zum Teil verdienen können, müssen also in dieser künstlichen Welt Punkte sammeln, um gewisse Welten freizuschalten und können dort auch sterben, wachen aber immer wieder in ihrem Anzug auf. Ein anderer Moment, der dazu führt, dass sie in der Kapsel, in der sie da immer liegen, aufwachen, ist, wenn sie in so einer Welt einschlafen. Dann wacht man wieder in der Realität auf, möchte aber nicht lange in der Realität sein, denn virtuell hat man sich natürlich das Aussehen verpasst, das man haben möchte, man hat alle Eigenschaften, die man haben möchte, und in der Realität ist man nur mit sich selbst konfrontiert und das ist für ganz viele auch nichts charmantes mehr.

Natürlich muss aber auch diese Wirklichkeit weitergehen. Damit die funktioniert, gibt es ein paar Leute, die Lebensmittel beschaffen müssen und all die Dinge, die wirklich notwendig sind, bevor sie auch wieder in ihre virtuellen Welten können. Und dann gibt es noch die, die die künstlichen Welten erschaffen. Die Hauptfigur von Kryptos ist ein ganz junges Mädchen, die auch Welten erschaffen hat. In einer dieser Welten geschehen gerade merkwürdige Dinge. Sie stellt fest, dass da auf einmal immer mehr Menschen aus dem System rausfallen. Das ist eine Häufung, die ist merkwürdig, die kommt ihr ganz suspekt vor. Und in ihrer Welt wird auch etwas verändert. Und auch das ist etwas, das seltsam ist, denn normalerweise muss man gewisse Design-Rechte haben, um wirklich etwas verändern zu können. Dann beginnt die Story – und nimmt auch ziemlich schnell Fahrt auf.

Sie taucht in diese Welt ein und loggt sich mit ein, um dem Ganzen auf den Grund zu gehen. Da stellt sie fgest, dass da jemand ermordet wird. So wie es aussieht, ist derjenige aber auch in Wirklichkeit tot. Das hätte ja niemals sein dürfen. Dann kommt sie im Laufe der Geschichte einer wirklich großen Sache auf die Spur, die ganz beträchtliche Folgen hat, auch für alle Menschen, für die Menschheit als solches. Was sie auch mitbekommt, ist dass da ein ganz geheimnisvolles Projekt, „Minus Drei“, ganz kurz davor ist, an den Start zu gehen. Die großen Konzerne, die Bosse, die sind alle ganz heiß drauf, dass dieses Minus Drei in den Start geht.
Und irgendetwas scheint eben auch genau mit ihrer Welt, aber auch mit ihrem Account loszusein.

Und genau an der Stelle werde ich auch nicht weiterverraten, die Story ist wirklich, wirklich cool. Ich kann euch dieses Buch wirklich ans Herz legen, weil es superspannend ist, und die Charaktere sind wirklich ganz gut gemacht bei Poznanski und eigentlich ist das etwas, wo man immer denken kann: Ist das so eine Zukunft, die irgendwann wirklich für Leute interessant sein könnte? Immer mehr in diese virtuellen Welten einzutauchen und im Grunde genommen auch gar nicht mehr in den Realwelten sein zu wollen? Das ist ja etwas, was man ja auch immer stärker hat, dass man heute mit den VR-Brillen immer stärker in diese Welten abrauchen kann.

Ja, ganz große Buchempfehlung von mir. Ich liebe es.

Winterwald-Geschichten

Hallo meine lieben Leseratten!

Endlich hat es geschneit. Wer von euch hat schon einen Schneemann gebaut?

Wir wollen mit euch heute in den Winterwald reisen:

Dich erwartet heute

  • Eine Geschichte
  • Ein Experiment
  • Ein Taschenlampenbild
  • und wenn du magst, kannst du dir eine eigene Geschichte aus dem Winterwald ausdenken.

Das Experiment:

Wie kann es sein, dass der Igel auf einmal die Richtung ändert? Das Experiment habe ich in meinem Forscherbuch mit einem Fisch gezeigt. Hier beschriebe ich wie es sein kann, dass der Igel auf einmal genau in die andere Richtung läuft:

Beschreibung des Experiments. Ein Bild hinter einem Glas. Das Glas wird mit Wasser gefüllt. Auf einmal ist der Fisch spiegelverkehrt. "Was passiert hier?" Beobachtung: Du siehst den Fisch nun spiegelverkehrt. Eklärung: Das Wasserglas wirkt wie eine Samellinse, deshalb wird das Licht im Wasser anders gebrochen also an der Luft. Das Bild erscheint fößer und alles sieht spiegelverkehrt aus. Forscherauftrag: Versuche weitere Gegenstände hinter dem Glas zu spiegeln. Illustration einer Linse, die einen Fisch spiegelverkehrt abbildet.
Quelle: Experimentierspaß für die Kleinsten von Christine Sinnwell-Backes und Timo Backes. Bassermann Verlag

Das Taschenlampenbild

So wird es gemacht:

Lege dir beim Malen am Besten ein weißes Blatt in die Klarsichthülle. Wenn du magst, kannst du dir das Bild auf das Blatt auch vormalen und dann mit dem schwarzen Folienstift alles nachmalen. Du kannst aber auch direkt loslegen und mit Schwarz auf die Folie malen.

Tausche nun das weiße gegen ein schwarzes Papier.

Nun bastelst du dir eine Taschenlampe. Und los geht es!

Du kannst auch Rätselaufgaben einbauen. Wer findet die zwei gleichen Bäume? Welche Schneeflocke ist die Kleinste? Wie viele Tiere verstecken sich im Wald?

Eine durchsichtige Folie mit schwarzen Zeichnungen, auf schwarzem Papier als Untergrund. Eine Papier-Taschenlampe ist dazwischengesteckt, damit Bereiche des Bildes ausgeleuchtet werden können, indem der Hintergrund nicht mehr die gleiche Farbe wie die Zeichnungen hat.

Und eine Geschichte haben wir auch schon. Vielleicht könnt ihr ja eine schreiben.

Und mit diesen Dateien könnt ihr selbst Geschichten schreiben:

Viel Freude beim Experimentieren, Schreiben und Basteln.

Wünschen Christine und das Team der Lese- und Schreibwerkstatt

{21 Tage Glück} Eine Glückschallenge

Hallo meine lieben Leseratten,

ein neues Jahr hat begonnen und viele Bücher und Geschichten warten darauf, von uns gemeinsam entdeckt zu werden. Heute dreht es sich um Glück.

Im Video gibt es

Außerdem habe ich noch eine Glücksspiel-Idee für euch. Ihr braucht einen Würfel (zum Beispiel den, der in der Schneemann-Würfeln-Tüte war) und dann geht es los. Schnappt euch Eltern oder Geschwister zum Mitspielen und versucht euer Glück.

Spielidee 1:

Pyramidenwürfeln

Jeder Mitspieler braucht ein weißes Blatt Papier und einen Stift. Malt euch eine umgekehrte Pyramide auf ein Blatt Papier. Unten kommt einmal die 1 rein. Dann schreibt ihr darüber 2 mal die 2, dreimal die 3 bis ihr ganz oben 6 mal die 6 habt.  

Dann würfelt ihr reihum. Die gewürfelte Zahl wird in der Pyramide durchgestrichen. Gewonnen hat, wer seine Pyramide als erster komplett durchgestrichen hat.

Blitzrunde:

In der Blitzrunde schreibst du in die Pyramide einfach die Zahlen von 1 bis 6 und streichst dir diese durch.

Spielidee 2:

Nur keine Eins

Jeder Spieler darf so oft würfeln wie er mag. Die gewürfelten Punkte werden addiert. Der Spieler kann jederzeit seine Punkte sichern. Dann ist der nächste Spieler dran.

Sobald jedoch eine Eins gewürfelt wird, sind die Punkte der aktuellen Runde weg. Die gesicherten Punkte aus der Vorrunde bleiben erhalten.

Man kann das Ende festlegen. Gewonnen hat zum Beispiel der, der zuerst 100 Punkte hat. Oder man einigt sich auf zehn Würfelrunden und schaut, wer danach die meisten Punkte hat.

Ich wünsche euch ganz viel Glück. Nicht nur beim Spiel sondern auch für das neue Jahr.

Herzliche Grüße

Christine und die Betreuer der Lese- und Schreibwerkstatt

PS: Mehr zum Thema Glück hatten wir auch in den vergangenen Jahren. Wer vom Thema nicht genug hat, kann hier mal schauen:

{Geschichtenzauber im Advent} Argentinien

Hallo meine lieben Leseratten,

die letzte Stunde im Jahr ist heute und eine vollgepackte Lese-Mitmach-Tüte wartet darauf, von euch entpackt zu werden.

Globus mit Sicht auf Südamerika; ein Pfeil weist von Deutschland nach Argentinien

Heute reisen wir nach Argentinien. Seid ihr gespannt, wie Weihnachten dort gefeiert wird?

Kreativ werden wollen wir heute auch:

Julian zeigt euch, wie man Prägesterne macht und Elisa macht euch vor, wie ihr Anhänger filzen könnt. Die Idee habe ich von Sabrina, die auf fantasiewerk.ch ganz viele wunderschöne Ideen für Kinder hat. Sie ist Lehrerin und hat mit ihren Schülern tolle Schlüsselanhänger daraus gebastelt.

Im Video haben wir – damit es nicht so lange dauert – die zweite Schicht direkt recht dick gemacht. Ich empfehle euch aber auf jeden Fall drei, vier ganz dünne Schichten zu nehmen, dann habt ihr es leichter und das Ergebnis wird schön fest.

Drehen müsst ihr auch öfter wie im Video. In Echtzeit braucht ihr etwas mehr Geduld.

Außerdem habt ihr noch einen Würfel und das Spiel „Schneemann würfen“ in der Tasche. Da ist auch für ein wenig Spielspaß gesorgt.

Das Briefpapier haben wir im Leserattenlook für euch designt:

Briefpapier Motiv 1 Briefpapier Motiv 2 Briefpapier Motiv 3 Briefpapier Motiv 4 Briefpapier Motiv 5

Die gute Tat der Woche ist es, einen Brief an eure Mama, euren Papa oder die Großeltern zu schreiben in dem ihr schreibt, warum euch der Mensch dem ihr schreibt so wichtig ist.

Ich wette, dass das ein ganz besonderer Brief werden wird.

Ganz viel Freude mit der heutigen Stunde. Frohe Weihnachten und einen guten Start in das neue Jahr.

Das wünschen euch

Christine und die Betreuer der Lese- und Schreibwerkstatt

Ein gebasteltes Sterne-Lesezeichen und in Korken, der als Stern-Stempel umgebastelt wurde

Bundesweiter Vorlesetag

Hallo meine lieben Leseratten,

am 20.11.2020 ist ein besonderer Tag: der bundesweite Vorlesetag. Im Video erzähle ich euch ein wenig dazu und lade euch auch dazu ein, selbst aktiv zu werden.

Außerdem haben zwei Betreuer einen Buchtipp für euch und verraten euch, welche Bücher sie euch empfehlen.

Schaut euch gleich das Video an.

Basteln

Ein gebasteltes Sterne-Lesezeichen und in Korken, der als Stern-Stempel umgebastelt wurde

Hier zeige ich euch noch einmal den Moosgummistempel mit einem Beispiel-Lesezeichen.

Schritt für Schritt-Anleitung:

Zuerst schaust du, wie groß deine Korkenoberfläche ist. Passend dazu schneidest du dir eine kleine Form aus. Sterne, Herzen oder einfache Kreise bieten sich an.

Mit Flüssigkleber klebst du die ausgeschnittene Form auf das flache, runde Ende des Korkens und lässt den Kleber vollständig trocknen.

Schneide oder reiße dir in der Zeit euer Wunschpapier zurecht, so dass es gut aufs Lesezeichen passt.

Einfärben kannst du deinen Stempel mit Filzstiften. Auch Fingerfarben, Acrylfarben und ähnliche Farben funktionieren. Mit Filzstift geht es aber besonders einfach.

Nach dem Einfärben kannst du dein Blatt dann bestempeln. Hier ein kleiner Tipp: ich stempel immer mehrmals hintereinander, dann gibt es hellere und dunklere Abdrücke.

Wer mag, kann auch noch mit Finliner seine Stempelmotive verzieren.

Nun noch eine Kordel ans Lesezeichen binden (zum Lochen könnt ihr einen Locher oder eine Lochzange benutzen) und fertig ist das Lesezeichen.

Die Anleitung für das gefaltete Lesezeichen haben wir hier entdeckt:

Ich würde die Lesezeichen allerdings am Ende nicht noch auf einen Karton aufkleben.

In einer schnelleren Version findet ihr sie hier noch einmal:

https://www.youtube.com/watch?v=xGLXO9xur18 (Ich persönlich musste allerdings den Ton ausmachen, die Musik hat mich in den Wahnsinn getrieben!)

Vorgelesen

Und wer mag, hört sich nun ein Stück aus eurem Buch an:

Buchcover-Raten

Bei diesem Quiz-Spiel geht es darum, das Buch zu erraten, wenn man nur das Umschlagbild sieht. Deswegen darf natürlich nicht der Name des Buchs auf dem Bild zu sehen sein – also werden wir kreativ und malen das Bild ab. Hier sind ein paar Buchcover – mal sehen, ob ihr die Namen dazu erraten könnt. Klickt auf die Auswahlmöglichkeiten und ihr erfahrt es:

Die Wilden Kerle
Richtig!
Die Insel
Leider falsch.
Krabat
Leider falsch.
Der kleine Prinz
Leider falsch.
Momo
Richtig!
Eragon
Leider falsch.
Catweazle
Leider falsch.
Der Herr der Ringe
Leider falsch.
Die kleine Hexe
Richtig!
Night School
Leider falsch.
Momo
Leider falsch.
Wilbur und Charlotte
Leider falsch.
Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch
Richtig!
Harry Potter und der Gefangene von Azkaban
Leider falsch.
Molly Moon
Leider falsch.
Nach dem Sommer
Leider falsch.
Der Räuber Hotzenplotz
Richtig!
Emil und die Detektive
Leider falsch.
Löcher
Leider falsch.
Die Kinder des Dschinn
Leider falsch.

Der Struwwelpeter
Richtig!
Der Herr der Diebe
Leider falsch.
Silber – das erste Buch der Träume
Leider falsch.
Vom Hundertjährigen, der aus dem Fenster stieg und verschwand
Leider falsch.
Tintenherz
Richtig!
Die Entdeckung des Hugo Cabret
Leider falsch.
Die Brüder Löwenherz
Leider falsch.
Die Mitternachtkatze
Leider falsch.
Harry Potter und der Stein der Weisen
Richtig!
Max und Moritz
Leider falsch.
Bis(s) zum Morgengrauen
Leider falsch.
Peterchens Mondfahrt
Leider falsch.
Das doppelte Lottchen
Richtig!
Hanni und Nanni
Leider falsch.
Freunde
Leider falsch.
Die Insel
Leider falsch.
Greg’s Tagebuch
Richtig!
Nerd forever – Im Würgegriff der Schule
Leider falsch.
Sophiechen und der Riese
Leider falsch.
Die unendliche Geschichte
Leider falsch.

Helft uns doch, das Spiel mit neuen Bildern zu erweitern! Schnappt euch euer Lieblingsbuch, malt das Bild ohne Titel und Autorennamen ab und schickt uns das Ergebnis zu. Das gesamte Spiel mit (im Moment noch) 92 Bildern stellen wir dann auf www.lese-schreib-werkstatt.de/spiel/cover zusammen.

Viel Freude beim Nachmachen!

Christine und die Betreuer der Lese- und Schreibwerkstatt

Happy, happy Halloween

Hallo meine lieben Leseratten,

so kurz vor Halloween steht auch die Lese- und Schreibwerkstatt ganz im Zeichen von Gruselspuk und Kürbissen.

Einen Kürbis gibt es für jeden und dazu die Einladung zu unserem ersten Kürbis-Rezeptwettbewerb. Seid ihr dabei? Wir suchen eure persönlichen Lieblingsrezepte rund um den Kürbis. Egal ob Suppe, Kuchen oder Eintopf: probiert ein Rezept aus und mit etwas Glück gewinnt ihr ein Lieblingsbuch im Wert von bis zu 25 €.

Wir suchen dein Kürbis-Tezept. Rezeptwettbewerb für unsere Leseratten bis zum 15. November. Was machst du Leckeres aus deinem Kürbis? Suppe? Kuchen? Auflauf oder Soße? Egal, was dir einfällt: schicke uns bis zum 15. November dein Rezept (gerne auch mit Foto). Unter allen Rezepten losen wir einen Gewinner aus. Diesem erfüllen wir einen Buchwunsch (bis zu 25€). Also ran an den Kürbis! Wir sind auf deine Idee gespannt!

Ein großes Dankeschön für die Kürbisse zum Spezial-Leserattenpreis geht an den landwirtschaftlichen Betrieb Schwarz aus Nalbach. (Pssst! Die Nalbacher wissen es bestimmt ja alle: dort gibt es auch immer frische Eier von glücklichen Hühnern und Kartoffeln direkt von Nalbacher Feldern zu kaufen!)  

Im Video zeigen wir euch außerdem wie ihr aus einfachen Tetrapacks schaurige Gruselhäuser bastelt. Zeigt uns gerne eure Spukhäuser, wenn sie fertig sind. Gaaaaanz wichtig! Wenn ihr ein Teelicht in die Häuser stellt, macht ein Glas um das Teelicht, damit nichts anfängt zu brennen. Ein hohes Trinkglas oder ein schmales Marmeladenglas passen perfekt hinein.

Ansonsten könnt ihr auch LED-Lichter hineinstellen. Das geht auch prima und ist ganz sicher. Gestaltet die Häuser wie ihr wollt. Denkt euch aus, wo ihr Fenster und Türen einschneidet.

Vielleicht lassen sich jüngere Leseratten beim Einschneiden von ihren Eltern helfen. Ihr könnt die Dächer spitz zu schneiden oder so lassen wie sie sind. Eurer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Von meiner lieben Bloggerfreundin Kati von Katimakeit.de habe ich für jeden von euch noch einen Pintor-Stift bekommen. Mit diesen Acrylstiften könnt ihr ganz toll auf jedem Untergrund malen. Die Häuser könnt ihr damit super verzieren mit Spinnennetzen, Mauerwerk oder Zäunen. Auch den Fenstern könnt ihr Muster malen. Wer die Stifte kaufen mag, kann über einen Gutscheincode sogar noch ein wenig sparen.

Und Lieblingsgruselbücher haben wir auch für euch. Im Video stellen wir euch ein paar schaurig-schöne Bücher vor.

Schaurige Grüße

Christine und die Betreuer der Lese- und Schreibwerkstatt